Krautkanal.com

Veröffentlicht am 2018-01-20 13:48:34 in /t/

/t/ 32005: Arthus Uhr

ultragex Avatar
ultragex:#32005

Hallo Bernd,
als ich noch klein war, hatte ich einmal diesen Wunderbaren Bausatz für eine funktionierende Uhr aus Karton erstanden. Kleinbernd ist es natürlich nicht gelungen, daraus eine funktionierende Uhr zu bauen, die Zahnräder, die man aus mehren Lagen Pappe zusammenkleben musste waren nicht gleichmäßig genug geklebt und hatten einen zu hohen Widerstand.

Nun hat Bernd viele Jahre später den selben Bausatz nochmal auf eBay erstanden, er wird schon lange nicht mehr hergestellt. Ein zweites mal will ich ihn so aber nicht aufbauen - im Internet gibt es nur wenige Berichte, die vom erfolgreichen Funktionieren dieser Uhr berichten, und wenn dann nur für wenige Stunden - Papier scheint wohl doch nicht das ideale Material für mechanische Teile zu sein.

Meine Idee wäre nun also, die Zahnräder einzuscannen und dann aus Holz zu schneiden.

Leider hat Bernd überhaupt keine Ahnung, wie er dabei vorgeht. Es gibt CNC Fräsen, Laser Fräsen, Stichsägen, was benutzt man am besten dafür?
Und mit welchem CAD Programm würde man die Scans am besten in eine 2D Zeichnung überführen? Wie macht man sich dabei der inhärenten Regelmäßigkeit der Zahnräder zu nutze?

Bernd würde die CAD Zeichnungen freilich ins Internet stellen, um sie der Nachwelt zu erhalten.

macxim Avatar
macxim:#32006

Bernd macht 2D-Dige gerne mit einem CO2-Lasercutter. Natürlich hat Bernd selber keinen, aber die Teile gibt es z.B. in einem FapbLab für wenig Geld zum benutzen. Als Material nimmt Bernd PMMA Plexiglas oder Holz. Das Teil braucht Vektorgrafiken, die Daten werden mit Inkscape generiert.
> Wie macht man sich dabei der inhärenten Regelmäßigkeit der Zahnräder zu nutze?
Für Inkskape gibt es allerhand Plugins, auch für Zahnräder.
Alternativ würde Bernd die Zahnräder einscannen und die Pfade in Inkscape nachzeichen natürlich nur ein Ausschnitt und dann immer n° drehen.

smenov Avatar
smenov:#32023

>>32005
>Arthus Uhr
Herr Berndsen das klingt ja sehr interessant. Bitte halte Bernd auf dem Laufenden.

>Bernd würde die CAD Zeichnungen freilich ins Internet stellen, um sie der Nachwelt zu erhalten.
Och das wäre super. Hab zwar keine Ahnung davon, aber für dieses Schmuckstück würde ich einiges tun!

betraydan Avatar
betraydan:#32024

>>32005
> Und mit welchem CAD Programm würde man die Scans am besten in eine 2D Zeichnung überführen?
AutoCAD ist für sowas zu gebrauchen. Ist quasi das Word für Leute die irgendwas.jpg technisches zeichnen. Dazüber hinaus gibt es für Jeden bereich noch derivate die merh oder weniger speziell sind.

Neuere CAD Versionen können Bilder in Zeichnungne umwandeln, was aber natürlich auch noch anchbearbeitet werden muss.

Zahnräder dürften für einen CNC Fräse aufwendig sein, bzw. bräuchte man da recht kleine Fräser usw. Eine CNC Fräse die sowas kann kostet mehrere tausend Euro und kaun Tischler gibt sie dafür her.

Da das ganze recht filigran ist, sind Oberfräsen und CNC ohnehin kritisch, weil schnell die Ecken wegbrechen, insbesondere bei diesem Rad oben rechts mit den Haken.

Als Tischler macht man größere freie formen normalerweise als Hartfaserschablone, d.h. Papier auf die Hartfaser kleben und mit der Bandsäge ausschneiden, dann noch feinschleifen und anpassen.(Solche Faserplatten sind leichter zu bearbeiten als richtiges Holz.) Dann kann man sie mit kleinen Nägelchen auf das richtige Holz fixieren und mit der Oberfräse+Anlaufring ziemlich sauber ausfräsen.

Für so kleine Zahnrädchen würde Bernd wohl eine Schwalbenschwanzfräse o.ä. so modifizieren, dass die genau so einen Zahn ausfräst.
Ohne solch teures Spezialwerkzeug bleibt eigentlich nur die Pappschablonen exakt aufzumalen und evtl mit Zirkel usw. selbst zu entwickeln und dann mit der Stichsäge auszuschneiden. Dabei natürlich ein Metallsägeblatt und den Pendelhub ausschalten. Die Zähe kann man dann mit dem Metalltisch auf eine großere Holzplatte schrauben und umdrehen, dann hat man eine relativ exakte Säge.

Problem bei Holz ist aber, das es entweder Sperrholz ist und dir die ecken von den Zähnen spätestens bei der benutzung wegbrechen oder man sowas wie MDF nimmt und sich das Zeug eindrückt. Würde bei solch mechanischen Teilen Kunststoff nehmen, das hält wahrscheinlich länger oder Wenn man sich mal ältere Holzzahnräder anschaut, sind diese immer mit Dübeln als Zähnen ausgeführt, das ginge natürlich auch, ist aber ohne Langlaufbohrmaschine oder zumindesteine Ständerbohrmaschine mit Anschlag auch eher krebsig.

soyeljuaco Avatar
soyeljuaco:#32026

Würde empfehlen, die Teile mit dem 3D-Drucker herzustellen, wenn die CAD-Zeichnungen fertig sind.

velagapati Avatar
velagapati:#32027

>CAD

oder FreeCAD, scad, ...

>Uhr aud Pappe

Scan die Bögen doch ein und lad sie wo hoch, vllt. bastelt dir jemand CAD files daraus. Die könntest du dann bei einem 3d-Druckdienstleister ausdrucken lassen.

fluidbrush Avatar
fluidbrush:#32034

wenn das mit dem papier sich als nicht zweckführend herausstellen sollte, hier hast du ne alternative (gibts anderswo vll auch noch billiger):

https://www.adafruit.com/product/1812

m_kalibry Avatar
m_kalibry:#32043

>>32024
Achja was du noch machen könntest ist dir Knete zu besorgen bzw. aus Mehl usw. selbst zu machen (Gibts genügend Anleitungen für Kinder im Netz) und diese in entsprechender Dicke auf Backpapier auszurollen.
Dann legst du die Papierschablonen auf und schneidest sie mit einem Messer sauber aus.
Den inneren Teil holst du raus und gießt das ganze mit Polyester Gießharz aus.

Das Harz ist sehr haltbar, homogen und kann nach belieben gefärbt werden.