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Veröffentlicht am 2017-11-19 14:11:46 in /tv/

/tv/ 83349: Nach diesem Machwerk denke ich kann man zu Recht behaup...

joynalrab Avatar
joynalrab:#83349

Nach diesem Machwerk denke ich kann man zu Recht behaupten, dass der deutsche Film tot ist.

sreejithexp Avatar
sreejithexp:#83351

Habe nicht einen Film der Reihe gesehen.

chanpory Avatar
chanpory:#83364

>>83351

chatyrko Avatar
chatyrko:#83366

>Nach diesem Machwerk denke ich kann man zu Recht behaupten, dass der US-Film tot ist.

Nein im Ernst, deutsche Filme leiden an der unheiligen Kombination aus dem deutschsprachigem Markt, dem öffentlich-rechtlichen System und der deutschen Filmförderung. Ich glaub Streaming-Dienste könnten das bald ändern, weil sie nicht ausschließlich für den deutschen Markt produzieren und obendrein unabhängig von den gängigen Finanzierungsmethoden sind.

Trailer zur ersten deutschen Netflix-Serie sieht zumindest ganz ordentlich aus: https://www.youtube.com/watch?v=mFk6n5byZj8

justinrhee Avatar
justinrhee:#83367

An einem für pubertierende Mädchen gemachten Film irgendwas festmachen zu wollen ist sowieso ziemlich dämlich.

artcalvin Avatar
artcalvin:#83375

Man versucht alle Themen mit amerikanischer Coolness anzugehen, was nicht so gut funktioniert - Deutschen liegt eher die beiläufige Kaltschnäuzigkeit. Alle Texte wirken wie auswendiggelernt, es finden fast niemals annähernd realistische Dialoge statt (Theaterdeutsch oder Klischeesprache). Man fokussiert sich noch immer zu sehr auf Mittelstandsfrauenthemen oder billige Lacher, anstatt einfach etwas Deutsches aus dem Alltag zu zeigen. Es kann nunmal nicht so groß werden wie bei den Amis, aber dafür haben wir doch die Amis. Der deutsche Film muss ehrlich zu sein, fertig. Da helfen keine Hochglanzbilder, wie man sie immer öfter sieht bei Tatort & Konsorten. Es helfen gute Typen, die man auch abseits der Schauspielschulen rekrutieren muss. Bei den Amis hat Bernd oft das Gefühl, dass sie sich selbst spielen (und tatsächlich ähneln sich viele Rollen), aber dafür wird immer perfekt abgeliefert.

Warum nicht mal was über Flüchtlinge, aber ohne Moralkrebs, sondern einfach Bestandsaufnahmen? Warum kein Portrait Angela Merkels :3
Oder die Absurdität des Jobcenteralltags ... Kneipendramen, Hartz-4-Höllen, Bundeswehr, Verwaltungs-Absurditäten, Politik-Schlammschlachten ...
Aber mal tiefergehend, ohne Moralkrebs.

christianoliff Avatar
christianoliff:#83378

>Kinderfilm

fritzronel Avatar
fritzronel:#83429

>>83366
Nach 1945 floh das Talent nach Hollywood. Der deutsche Film ist tot.
Der letzte gute deutsche Film war das Boot. Bei allen anderen Filmen seither muss man schon viel Wohlwollen ansetzen um sie nicht entweder zu überkünstelt, kantig oder dilettantisch zu finden.
Ehrlich mal Hierzulande werden Serien wie "ab Morgen höre ich auf" als große Nummer gefeiert, dabei ist es einfach nur ein lauwarmer Abklatsch mit der typisch GEZ-ischen Prise an Weltfremdheit.

katiemdaly Avatar
katiemdaly:#83452

Was genau kritisiert der weltfremde Bernd denn? Kommerziell ist das doch ein ziemlicher Erfolg.

csswizardry Avatar
csswizardry:#83453

>>83375
>Aber mal tiefergehend, ohne Moralkrebs.

Also Dittsche.

Auch: Embarek hier, Embarek da, deutsche Filme haben nichts fickend anderes meer zu bieten als Embarek als Schauspieler oder als Sprecher.

adammarsbar Avatar
adammarsbar:#83476

>>83453

Das Schlimmste an Mbarek ist, dass er noch zu den besseren Schauspielern in Cuckland zählt was eine Menge über den Rest aussagt.

langate Avatar
langate:#83477

>>83476
Wieviel deutsche Saftfötzchen er wohl schon geweitet hat weil er ein "Filmstar" ist?

abotap Avatar
abotap:#83514

>>83349
>Nach diesem Machwerk denke ich kann man zu Recht behaupten, dass der deutsche Film tot ist.

Dir ist schon klar das sämtliche Filme von diesem Türkenrotz über die Zwangsgebühr und Steuergelder finanziert werden, oder?

hampusmalmberg Avatar
hampusmalmberg:#83523

>>83514
Nicht zu vergessen die "Erwachsenenfilme" die uns aufklären wie es wirklich war.

>Der Film erhielt von der deutschen Bundesregierung[7] und von der
>Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein eine Produktionsförderung
>in Höhe von jeweils 500.000 Euro[8] und von der
>Film- und Medienstiftung NRW in Höhe von 250.000 Euro.[9]

> https://de.wikipedia.org/wiki/Aus_dem_Nichts#Stab_und_Finanzierung

bassamology Avatar
bassamology:#83524

Der "Aus dem Nichts"-Kanake schrieb vor einigen Jahren:

"Hiermit verkünde ich meinen Protest gegen den Volksentscheid der Schweiz gegen den Bau von Minaretten an Moscheen.

Dieser Volksentscheid widerspricht meinem Verständnis von Humanismus, Toleranz und dem Glauben daran, dass ein harmonisches Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Rasse und Religion möglich sein muss.

Da ich Kind moslemischer Eltern bin, die in Minaretten keinen politischen Islam, sondern lediglich die vollständige Architektur ihrer Gotteshäuser sehen, fühle ich mich durch den Volksentscheid auch persönlich betroffen.

Deswegen weigere ich mich, in die Schweiz einzureisen. Ich werde am 16. Dezember 2009 nicht zur Schweizer Premiere meines Films “Soul Kitchen” erscheinen, um meinen Film dort zu bewerben.

Ich möchte durch meine Abwesenheit meinen Unmut ausdrücken. Mehr liegt leider nicht in meiner Hand.

Ich kann mir das Votum der Schweizer gegen den Minarettenbau nur mit Angst erklären. Angst ist die Quelle allen Übels. "Angst essen Seele auf" heißt ein Film von Rainer Werner Fassbinder. Vielleicht hat die Angst in der Schweiz schon zu viele Seelen aufgegessen."

Fatih Akin



Gas Bernd, Gas.

llun Avatar
llun:#83525

>>83349
Du kommst zur spät zur Partei.

areus Avatar
areus:#83526

>>83523
>Die Neonazis werden freigesprochen. Katja ermittelt auf eigene Faust weiter, findet die Täter in Griechenland und nimmt Rache, indem sie einen Selbstmordanschlag auf die Täter verübt.

Weiß gar nicht was du hast, klingt nach einer gelungenen Komödie.

strikewan Avatar
strikewan:#83530

>>83524
Was für ein Hurensohn.

saulihirvi Avatar
saulihirvi:#83533

>>83530
Ironisch, dass auch der von ihm erwähnte Film "Angst essen Seele auf" ähnlich theatralisch und rührselig, wie seine eigenen Filme daherkommt.
Ich finde ja immer wieder geil, dass solche Filme durchweg gute Kritiken bei deutschen Kritikern bekommen.
Da scheint wirklich nichts plump genug ersonnen zu sein, solange es um Alltagsrassismus oder böse Nazis geht.

johnriordan Avatar
johnriordan:#83548

>>83351
Dies

hoangloi Avatar
hoangloi:#83557

Profitipp: Neuen Film von Fatih Akin googeln. Diane Krüger spielt mit.

keremk Avatar
keremk:#83611

Deutscher Film ist nicht tot. Schau dir mal aktuelle, abseitige (Genre-)Werke wie Der Nachtmahr oder Der Bunker an. Oder Wir waren Könige, Stereo oder Wir sind jung. Wir sind stark. Oder Kriegerin. Das kühle, analytische, was einige dieser aufgezählten Filme haben, ist großer Sport.

emileboudeling Avatar
emileboudeling:#83612

>>83611
Dieses komische Vieh hält Bernd vom Schauen des Nachtmahrs ab, begeht er einen Fehler?

polarity Avatar
polarity:#83617

>>83611
Hipsterscheiße.

itskawsar Avatar
itskawsar:#83620

>>83612
Ja.

iamglimy Avatar
iamglimy:#83650

>>83611
>Kriegerin
Damit disqualifizierst du dich selbst. Das Teil trieft vor Kitsch und ist eine reine Auftragsarbeit diverser NGOs und der öffentlichen Hand.

armcivor Avatar
armcivor:#83654

>>83612
>Dieses komische Vieh

Das Fühl erst jetzt zu begreifen, dass mit "das komische Vieh" eben "das komische Vieh" und nicht Wilson Gonzales gemeint war.

sindresorhus Avatar
sindresorhus:#83716

>>83375
Unterschätzter Kommentar.

Ich nehme im folgenden Text Bezug auf die Abwesenheit des Alltäglichen im deutschen Film, da ich mich damit aktuell auch intensiv beschäftige.

Um dies zu verstehen, muss man sich zuerst einmal die deutsche Film- und Medienwirtschaft genauer angucken. Besonderes Augenmerk sollte man auch auf die Universitäten und Hochschulen legen, an denen man das Handwerk der Filmkunst erlernen kann und welche Leute dies im Regelfall tun, beziehungsweise welche Menschen dafür zugelassen werden. Auch sollte über das Alltägliche an sich gesprochen werden.

Zur Film- und Medienwirtschaft in Deutschland:

Die Filmwirtschaft ist genauso wie der deutsche Theaterbetrieb hochgradig von Subventionen abhängig. Hierbei sind die Förderungsbewilligungskriterien oft undurchsichtig und erscheinen teilweise Willkürlich. Förderung findet hauptsächlich durch die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, durch Filmförderfonds des Bundes und der Länder oder aus einer Kombination beider statt. Da die Förderungskriterien relativ undurchsichtig sind, orientieren sich viele Menschen bei der Entwicklung ihrer Projekte an Filmen, die bereits großen Anklang fanden. Deswegen wird in Deutschland alles zu Tode erzählt und vieles gleicht sich. Es fehlt der Mut sich mit neuen Projekten vorzustellen. Gleichzeitig fehlt jedoch auch der Mut der Förderungsgeber auf neue Formate zu setzen. Das scheint mir jedoch früher nicht ganz so schlimm gewesen zu sein, wenn man sich einmal die Werke von Achternbusch, Dietl oder Fassbinder anguckt.
Natürlich gibt es noch Produkte der Privatsendeanstalten, jedoch sind diese auch sehr billig produziert. Hierfür wird generell auf öffentlich zugängliches Protokollmaterial zurückgegriffen. Siehe die damaligen Richterserien, die heutigen Polizeieinsatzserien und Rettungswageneinsatzserien. Auch kann man Talkshows billig produzieren. Man setzt einfach 6 Leute zusammen und lässt sie gemeinsam über ein Thema diskutieren, oder verwendet das Format dazu, dass diverse Leute vorstellig werden um für ihr neues Produkt (Buch, Film, Serie, Show, CD, …) zu werben, wobei hier aus Gründen des Voyeurismus oft auch etwas banales aus dem privaten Leben der Person verkündet wird, um das Gefühl einer stärkeren Bindung des Publikums an den Gast zu schaffen, aber auch, damit es nicht zu offensichtlich ist, dass die Person nur in der Sendung ist, um für sich oder sein Produkt zu werben.

Die Universitäten und Hochschulen:

An den Universitäten und Hochschulen wird hauptsächlich ein Augenmerk auf avantgardistische Filme in der Filmgeschichte gesetzt. Sie legen hohen Wert darauf, dass sie Film-KUNST lehren. Avantgardekünstler sind jedoch zu 90 % kaputt im Kopf und gehörten sich in die Geschlossene eingewiesen und zwangstherapiert. Dies ist generell ein Merkmal für fast alle Künstler. Die meisten Leiden an einer bizarr anmutenden Mischung aus Größenwahn und Minderwertigkeitskomplexe, wobei Schauspieler hiervon am stärksten betroffen sind, was sie jedoch brauchen, denn kein normaler Mensch würde sich so dirigieren lassen, wie Schauspieler von Regisseuren angeleitet werden. Das größte Mittel der avantgardistischen Filmkunst ist es, zu verzerren und unkenntlich zu machen. Das heißt, dass der Student am Ende seines Studiums drei bis vier Jahre damit verbracht hat, verstörende Werke zu analysieren und in jedes kleinste Detail irgendwelche Dinge hineinzuinterpretieren. Andere Filmformen finden in der Besprechung fast nicht statt und wenn dann über Hollywood, wobei uns ja allen hier klar ist, dass man die Erzähltechniken die sich aus der Englischen nicht wirklich ins Deutsche überführen kann, da es eine komplett andere Kultur ist. Es ist ja schon fast unmöglich Dialekttexte in das Hochdeutsche zu übersetzen, ohne etwas daran kaputt zu machen und den Text dabei zu negieren. Allgemein steht man dem aber ablehnend gegenüber, da es nicht „die hohe Kunst“ ist.

artcalvin Avatar
artcalvin:#83717

>>83716

Die Studierenden:

In der Filmwissenschaft und Theaterwissenschaft ist es so, dass der Großteil der Studenten es studieren, weil sie Film/Theater toll finden. Diese Studenten sind aber sehr generisch und haben keinerlei Funken Originalität oder Kreativität in sich, was jetzt nicht einmal so schlimm ist, da Film- bzw. Theaterwissenschaft ja keine künstlerische Ausbildung sein soll, sondern eine Ausbildung zum Wissenschaftler. Sie versauern ihr ganzes Studium über in Selbstmitleid, da sie nicht wissen, was sie mit ihrem Abschluss einmal anfangen werden, anstatt ihre Studienzeit schon dafür zu verwenden, sich etwas aufzubauen.
An richtigen Filmhochschulen ist es so, dass man davor ein Auswahlverfahren über sich ergehen lassen muss. Man muss sich mit bereits konzipierten und teilweise sogar umgesetzten Projekten bewerben. Wonach dabei dann wieder ausgewählt wird ist auch relativ undurchlässig. Es gibt Leute, die haben sich drei Mal mit dem gleichen Projekt beworben und wurden beim dritten Versuch aufgenommen.
Generell ist der Anteil an Frauen sehr, sehr hoch. Diese Frauen sind jedoch ebenso generische Frauen wie in anderen Studiengängen auch. Keinerlei Plan, keinerlei Idee, einfach studiert, weil man studieren muss, irgendwie hoffend, dass man ein Kind bekommt und dann ausgehalten wird. Außerdem mit Selbstmitleid zerfressen, weil die alten, weißen Männer.
Der Anteil der Männer im Studium ist gering. Viele der Männer sind homosexuell oder Migrantenkinder. Die Männer, die so etwas studieren, sind zu 80 % ihr ganzes Leben lang schon Außenseiter gewesen, da sie irgendwie anders waren als die anderen Kinder. Aus diesem Gefühl der Andersartigkeit können und wollen sie sich nicht befreien, da dieses Gefühl der selbst erfahrenen Ablehnung das einzige ist, woraus sie kreative Kraft schöpfen können.
Für das Leben der normalen Menschen interessieren sie sich nicht. Was Alltag bedeutet kennen sie nicht, da sie sich Bewusst dagegen entschieden haben. Die ganze Bürgerlichkeit schränkt doch nur ein und begrenzt, so die Vorstellung.

Das Alltägliche an sich:

Bereits eine Erfassung des Alltäglichen ist schwierig, denn was soll das sein? Der Film lebt davon, Außergewöhnliches zu erzählen und sich daran abzuarbeiten. Das Alltägliche ist jedoch langweilig und wiederholend. Ferner ist die Schwierigkeit, dass das Alltägliche das Banale und Unauffällige ist. Dies macht es sehr schwer es überhaupt ausfindig zu machen. Selbst mit dem über mehrere Folgen gezogenen Erzählen ist es sehr schwierig, dies überhaupt angemessen zu bearbeiten.

Das Alltägliche wurde in den Anfangszeiten des Films exzessiv festgehalten. „Die Ankunft eines Zuges auf dem Bahnhof in La Ciotat“ oder „Berlin – Symphonie einer Großstadt“ sind hierfür wohl passende Beispiele. Das Alltägliche wird heute hauptsächlich in komödiantischen Formen wie Sketch-Shows, Comedy-Shows oder Kabarett verarbeitet, wobei man sich hierbei über das Alltägliche amüsiert, bei den ersten zwei Formen auf kosten von anderen, bei der dritten Form wohl auch um die Sinnlosigkeit mancher Alltagsituationen darzustellen und zum Nachdenken anzuregen.

tl;dr: Es sind viele Faktoren die dazu beitragen.

tusharvikky Avatar
tusharvikky:#84036

>>83611
>Der Nachtmahr

War ganz oke, aber Bernd hat die ganze Fotzigkeit die sich um den Film aufgebaut hat doch arg genervt. Da kommt mal ein deutscher Film, der nicht totaler Rotz ist und er wird auf der simplen Grundlage politisiert, dass der Protagonist Möseninhaberin ist und nicht von ihrem Murmeltier abgemurkst wird. Prost Mahlzeit. Da versteh' ich langsam auch, wieso deutsche Filme so moralinsauer sind. Anscheinend will das Publikum genau das.

exevil Avatar
exevil:#84522

>>83375

Wie wärs damit?

mikaeljorhult Avatar
mikaeljorhult:#84859

>>84036
>Anscheinend will das Publikum genau das.
Das ist doch immer die gleiche Leier in Deutschland. "X ist schlecht, aber dumme Michel will es so". Aber vom offensichtlichen Rassismus einmal abgesehen - stimmt das auch? 6,6 auf imdb und keinerlei Preise sowie keinerlei Einnahmen spricht nicht gerade dafür.

ninjad3m0 Avatar
ninjad3m0:#85636

>>84859
>Kidnappe Tarantino.
>Dreh einen guten Deutschen Film oder du bist tot.
Viola!