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Veröffentlicht am 2017-12-30 11:43:10 in /tv/

/tv/ 84612: Stoß wenn geschaut IV - Im Auge des Betrachters

pf_creative Avatar
pf_creative:#84612

Alter Strang:
>>82908

Ich sah zuletzt:

Freitag der 13. Teil 6 - Jason lebt

Die Serie wurde geboren als Abklatsch auf das erfolgreiche Slasher Genre, dies merkt man dem ersten Teil allerdings überhaupt nicht an. Der erste Film hat alles was einen guten Horrorfilm ausmacht und schafft es sogar neues zu bringen und zu überraschen, und das obwohl Jason dort noch nicht mal seine ikonische Hockeymaske trägt.
Alle späteren Teile sind dafür deutliche Vertreter der sogenannten Exploitation Filme.
Billigste Tricks, billigste Sets, billigste Schauspieler, dümmlicher Inhalt und eine debile Inszenierung. Das Rating wird dann mittels der Ablichtung von freigelegter, weiblicher Oberweite erhöht, denn nicht mal besonders blutige oder kreative Tötungssequenzen rechtfertigen den lahmen Rest.
Mit Teil 6 wurde allerdings der Mittelstrohmmarkt angepeilt, daher wurden kurzerhand die Titten weggelassen, und da die Kills schon seit einigen teilen auf der Explizitätsstufe einer TV Serie rangieren, haben wir es hier mit einem Film zu tun, der nur auf Grund der ikonischen Figur des Jason und dem künstlich erhöhten Rating der Vorgänger überhaupt wahrgenommen wird und der jetzt auch endlich für 13-16 Jährige zugänglich ist (Das gilt natürlich nur für Amerika, aufgrund der problematischen Inszenierung waren in DE alle Teile indiziert, was den lokalen Kult auslöste)
Der erste Film gehört in jeden Horror Kanon, der Rest der Serie ist Schrott ohne jede Existenzberechtigung.

illyzoren Avatar
illyzoren:#84614

>>84612
Muss mich in Teilen revidieren.
Ich schmiss Teil 1 und 2 hier zusammen und kam mit ein paar Fakten durcheinander.
Der zweite Freitag der 13. Film ist ähnlich gut wie der erste und stellt eine gelungene Fortsetzung dar.

dpg Avatar
dpg:#84616

>>84612
Bernd mag den vierten, da es hier dieses "oh, sind die alle blöd"-Klischee nicht (komplett den ganzen Film lang) gibt.
Was meint Bernd damit?
Jason schafft es den größten Teil des Films über sich anzuschleichen, ohne bemerkt zu werden. Dadurch gibt es halt keine blöden Teenies, welche in ihr Verderben rennen, sondern nur welche die mal eben kurz rausgehen oder nach oben alleine ins Zimmer. Zum Ende hin halt nicht mehr, dann gibt es natürlich wieder Angst und Panik vor Jason.

nicoleglynn Avatar
nicoleglynn:#84619

Komplett durchgeknallte, kunterbunte Comic-Verfilmung mit Zitaten und Referenzen aus allen möglichen Filmen und Comics.

Kommt daher wie ein doppeltes Frühstück aus Zuckerwatte, Nutella und Koks.

Bunt, witzig, durchgeknallt, amüsant, mitreissend.


IMDB sagt 7/10. Oke, ist angebracht

pjnes Avatar
pjnes:#84620

>>84619
Wat? Nur? Für mich zusammen mit Lego Movie einer der besten Filme der letzten Jahre und eine klare 10/10. Bzw. 9/10 wenn man Verfechter der es kann keine 10 geben ist.
Und ich baller sone Wertung nicht oft raus.

shalt0ni Avatar
shalt0ni:#84625

>>84620
nicht alle sind pickelige Unteralters und bei denen hat der Film eine höhere Bewertung als bei den restlichen Zuschauern
http://www.imdb.com/title/tt4116284/ratings?ref_=tt_ov_rt

aleclarsoniv Avatar
aleclarsoniv:#84699

Juno

Coming of Age Comedy Drama, oder so ähnlich.
Recht charmanter, kleiner Film, mit einer etwas zu überkandidelten Hauptfigur aber sonst in allem ziemlich solide.
Für Frauenhasser und Miesepeter ist der Film allerdings nichts, der durschnittliche Bernd kann sich also mal gepflegt verpissen.
Wenn man aber mal wieder Lust auf etwas seichtes Drama zum wohlfühlen hat, ist der Film absolut zu empfehlen.

souperphly Avatar
souperphly:#84700

Blade Runner 2049

Beim zweiten gucken, diesmal auch im Originalton, gewinnt der Film noch mal deutlich. Alles ist klarer verständlich und einige Kritikpunkte fallen durch die präzisere original Formulierung weg.
Leider immer noch keine unerwartete Perle a la "Mad Max - Fury Road", denn der Film leidet an den zwei bis drei Fehlentscheidungen doch zu stark. Trotzdem ein feiner Film, wie er heutzutage eigentlich nicht mehr gemacht wird.

joshclark17 Avatar
joshclark17:#84702

>>84700
Was hält Bernd von diesem heftigen Organge die ganze Zeit? Der Originalfilm kam immerhin ohne solches Blendwerk aus.
Zudem wirken die Gebäude alle künstlich.

karsh Avatar
karsh:#84706

>>84699
Bernd war damals ganz schön faliept in Ellen Page. :3
Hat ihm das Herz gebrochen, als sie ihr Komm-Heraus hatte. :/

marrimo Avatar
marrimo:#84707

>>84700
>Perle a la "Mad Max - Fury Road"
LÖHL

hammedk Avatar
hammedk:#84709

>>84702
Habe in diesem Fall kein Problem mit dem Farbfilter. Die Gebäude sind aber zumindest teilweise Modelle.
Wallace und seine Quartiere kommen allerdings nicht annähernd an Tyrell heran. Wie Jared Leto als Psychopath inszeniert wird ist dann auch einer meiner Kritikpunkte, gemeinsam mit dem unnötig ausgewaltzten Plot um Joi. Ich brauche kein aufgebauschtes Beziehungsdrama mit Sexszene um Ks Kampf um Nähe und Menschlichkeit nachzuvollziehen, da hätte man ruhig die Hälfte von schneiden können.

mandalareopens Avatar
mandalareopens:#84717

>>84709
>Die Gebäude sind aber zumindest teilweise Modelle.
Bernd findet, dass bei heutigen Filmen dann sogar die Modelle wie Computereffekte wirken, so unscharf und glatt, als wäre das durch Kantenglättung und noch andere zichtausend Post-Processing-Effekte gelaufen.

cheezonbread Avatar
cheezonbread:#84720

>>84717
Modelle so detailliert zu machen ist irre aufwändig und dadurch sehr teuer, das geht einfach mit CGI besser. Und früher sah man all die Details eh nur im Kino, zu Hause bei der VHS-Matsche fiel das niemandem auf.

ninjad3m0 Avatar
ninjad3m0:#85065

Logan

Dreckig, erdig und brutal.
Die Geschichte um einen abgehalfterten Helden und ein Kind auf der Flucht ist allerdings nicht gerade toll, es sei denn man ist Teil der angestrebten Zielgruppe. Diese ist es gewöhnt 0815 Superheldenschrott im Akkord zu konsumieren und mit ihren Ansprüchen daher schon ganz lange im Keller angekommen. In dem Fall ist der Film also ganz toll und erfrischend und fast so hautnah wie "The Wrestler" oder so ergreifend wie "Grand Torino"

Superheldenscheiße bleibt Superheldenscheiße, kann gar nicht anders, mehr als ein OK kann da also nur schwerlich bei raus kommen.

albertaugustin Avatar
albertaugustin:#85076

>>84720
Der Supersternenzerstörer aus Episode 5 sieht immer noch spektakulär plastisch aus, selbst in DVD-Auflösung. Ebenso die Schiffe aus Starship Troopers.
Irgendwas machen die Leute heute falsch.

robergd Avatar
robergd:#85078

>>85076
Das Budget von Star Wars Episode 4 war 11 Millionnen Dollar (Heute ca. 45 Milionen), davon waren ca. 2,5 Millionen Effekt Budget.
Nur durch unendliches Gemauschel wurde die Produktion überhaupt möglich, die elfte Million z.B. musste Lucas sich zusammen betteln um die Nachdrehs zu finanzieren.
Die Tricks funktionierten nur so gut, weil Genies am Werk waren, die teilweise ganz neue Technologien entwickelten.
Auf Coruscant musste jedoch verzichtet werden, weil ein Modell des Planeten unbezahlbar gewesen wäre.

gmourier Avatar
gmourier:#85079

American Psycho

Kann ein Film aus dem Jahr 2000 auf Basis des Buches von 1991 über weisse Männer im New York der 80er im aktuellen Jahr noch relevant sein?
>We have to provide food and shelter for the homeless, and oppose racial discrimination and promote civil rights, while also promoting equal rights for women.
Die nüchterne Antwort lautet also: ja.
Die Message des Filmes ist dringlicher denn je, dem Frauen-Power-Duo Mary Harron (Regie) und Guinevere Turner (Drehbuch) ist ein ganz großer Wurf gelungen.

Scherz beiseite, Bernd hat den Film kürzlich erneut gesehen und mag ihn wirklich sehr (10/10). Bale spielt überragend, seine kleinen Gesten sind ja teilweise legendär.
Ein wenig Sorge bereitet Bernd die Musik. Ältere Semseter finden sie sicherlich simply irresistible, aber wenn man nach 1990 geboren wurde, muss der Film dadurch doch relativ schlecht altern?
Jungbernd, nervt dich die Musik? Zieht sie den Film runter?

ritapetrilli87 Avatar
ritapetrilli87:#85095

>>85065
Der Film gefällt Dir doch nur weil Du auf kleine Mädchen stehst!

andrewgurylev Avatar
andrewgurylev:#85097

>>85079
Leute die nach 1990 geboren wurden sind doch eh irrelevant und haben in der Regel durch den konstanten Qwalitätsabfall der Film und Musikbranche die Auffassungsgame und Konzentrationsfähigkeit einer Milchkuh. Die sind zufrieden mit etwas Peng, Peng. Und wenn nicht alle zwei Minuten irgendetwas explodiert, gilt der Film als langweilig.

freddetastic Avatar
freddetastic:#85120

>>85097
Kann ich bestätigen. Mein Bekannter "dated" eine solche Frau. Seither schaut er keine englischen Serien mehr, sein Filmgeschmack tendiert mittlerweile in richtung Fuck ju Göthe und er wird wirklich von mal zu mal dümmer. F

marrimo Avatar
marrimo:#85319

>Three Billboards Outsie Ebbing, Missouri
DRAMA mit ein paar Gags

Nur dass wir uns darüber im Klaren sind: Dieser Film reiht nicht Witz an Witz. So.
Ich war also gestern im Kino, um den neuen Film des Regisseurs von Brügge und 7 Psychos zu schauen. Ich war nicht aus eigenem Antrieb dort, da ich Brügge zwar als ok, aber kein Meisterwerk und 7 Psychos als eher langweilig bezeichnen würde.
Grundsätzlich geht es darum, dass eine Unterschichtsmutter ein paar Plakatwände mit provokanten Slogans bestücken lässt, um auf den nach über einem halben Jahr noch unaufgeklärten Mord an ihrer Tochter aufmerksam zu machen.
Hauptfiguren sind der Sheriff, sein minderbemittelter Deputy und die Billboard-Lady.
Lustigerweise macht sie als Hauptfigur keine klassische Entwicklung durch; dies ist dem berndigen Deputy vorbehalten.
Die Musikauswahl ist super, die Bilder schön und auf dem Punkt. Es gibt öfters mal Momente schwarzen Humors, aber insgesamt ist es ein doch eher ernster Film. Leider kann ich keine allzu objektive Wertung abgeben, weil ich im Kino nach einer halben Stunde schon innerlich am Kochen war und kurz davor aufzustehen und irgendwen zusammenzutreten, weil das Untermenschenpack an den unpassendsten Stellen angefangen hat zu lachen. HURR DURR DA WURDE EIN RASSISTENWITZ GEMACHT SCHNELL AUS VERLEGENHEIT LACHEN WEIL ICH BIN JA KEIN NAZI. So etwa in der Art.
Meine Empfehlung: Allein daheim kucken, dann klappt das auch mit der Immersion. Dieser Film hat mich tatsächlich berührt, wenn ich das so sagen darf. Alle Figuren haben nachvollziehbare Gründe für ihre Handlungen, es gibt keine wirklichen Antagonisten oder Böse oder sonstwas, es wird sehr schön dargestellt wer warum so ist wie er ist. Je nachdem wie man eingestellt ist, hat man also Verständnis oder hält alle Figuren für Arschlöcher.
Auf jeden Fall mal anschauen, am Besten ohne Störelemente.

kennyadr Avatar
kennyadr:#85333

Der unsichtbare Dritte

Der Film ist eine Art Agententhriller, wird oft auch als erster Actionfilm bezeichnet, deren Wurzeln würde ich aber eher in den Autoverfolgungsjagden der Stummfilmzeit sehen.
Der Film legt eine gewisse Leichtigkeit und manchmal fast unangebracht wirkenden Humor an den Tag, trotzdem tut dies der Spannung keinen Abbruch. Der Film unterhält gerade deswegen kontinuierlich und ist hervorragend geschrieben und inszeniert.

maiklam Avatar
maiklam:#85349

Memento

Thriller im Gewand von "Und täglich grüßt das Murmeltier"
aber rückwärts und als halb Kammerspiel mit Actioneinlagen inszeniert.
Lediglich der Brad Pit für Arme zieht den film etwas runter.

mat_stevens Avatar
mat_stevens:#85350

>>85349
>Lediglich der Brad Pit für Arme zieht den film etwas runter
Falsch.

iamgarth Avatar
iamgarth:#85381

"It comes at Night"
War eher so meh im Fergleich dazu wie der gehypt wird, irgendwas zwischen The Walking Dead und Cloverfield Lane.

alexcican Avatar
alexcican:#85393

Lost Highway

Lynch schwurbelt gerne herum, dann verstehe ich ihn nicht, War früher schon so und ist es immer noch.
Ich verstehe nicht mal worum es bei Lost Highway überhaupt geht, auch die Symbolhafte Bildsprache kann ich nicht entschlüsseln.
Technisch ist das natürlich alles super, alleine der Sound der ersten halben Stunde ist großartig.
Ich glaube auch nicht, dass es sich um Wichserei im Selbstzweck handelt, Lynch hat bestimmt alles bis ins kleinste geplant und jeden Interpretationsansatz durchdacht, aber ich hätte doch gerne einen etwas leichteren Zugang gehabt.

ritapetrilli87 Avatar
ritapetrilli87:#85398

Auf der Flucht

Tommy Lee Jones jagt Harrison Ford, dieser spielt einen Chirurgen, dem der Mord an seiner Frau in die Schuhe geschoben werden soll. Solider Action Thriller mit einer Szene die in die Filmgeschichte einging. Warum der damals allerdings so hoch gelobt wurde, ist mir nicht so recht klar geworden, denn der Film ist zwar ohne Mängel, aber auch ohne Ausreißer nach oben, dazu ist er zu klassisch inszeniert und zu sehr nach Hollywoodformel konstruiert.

remiallegre Avatar
remiallegre:#85399

Panic Room

Jodie Foster als Mom und Exfrau eines Pharmakonzern Vorständlers, hat ein Problem, in ihrem neuen, Millionen teuren, New Yorker Stadtpalais wird nämlich direkt in der ersten Nacht eingebrochen. Zum Glück hatte der paranoide Vorbesitzer einen Fluchtraum installieren lassen.
Nicht einen Moment hat man mit diesen Figuren Mitleid, die arme gehörnte Ehefrau mit ihrer Millionenabfindung, das rebellische kind, welches als Ausgleich zum Luxusleben den Punk Raushängen lässt, dumme und/oder gewalttätige Arschlöcher als Einbrecher. Lediglich Forrest Whitakers Part kann überzeugen, aufgrund der moralinhaltigen Geschichte muss er als Verbrecher aber natürlich bekommen was er verdient. Vergeudet sind damit auch die gekonnte Inszenierung und die fantastisch eingesetzten technischen Spielereien der Filmkunst, die clevere Innenansichten und beeindruckende Kamerafahrten ermöglicht.

adammarsbar Avatar
adammarsbar:#85411

Nur so nebenbei und als Motivation:
deine Bewertungen lese ich immer gerne, schön knackig und mit eigenem Standpunkt geschrieben!
Ich stimme dir zwar nicht immer überein, aber so muss das!

rangafangs Avatar
rangafangs:#85413

I, Tonya

Solider Film nach einer wahren Geschichte, falls Altbernd sich erinnert.
Für Jungbernd: Tonya Harding war 1994 eine Eiskunstläuferin, die es trotz ihrer Hinterwäldlerabstammung in die Eliteklasse des Eiskunstlaufens schaffte.
Bis zu dem "Zwischenfall". Ihrer größten Konkurrentin wurde mit einer Eisenstange das Knie kaputtgehauen, was zu einer lebenslangen Sperre für Tonya Harding führte.
Der Film ist nicht nur für EKL-Bernd sehenswert,
ich fand mich sehr gut unterhalten, auch die Musikauswahl fand ich sehr stark.

Bild relatiert ist für mich heißer Oskar-Kandidat für die beste Nebendarstellerin.
Fand den ganzen Cast gelungen, Margot Robbie spielt auch toll.

7,5/10

madhan4uu Avatar
madhan4uu:#85414

>>85411
Das hört man gerne.

meisso_jarno Avatar
meisso_jarno:#85415

Freitag der 13. 8 - Todesfalle Manhattan

Die Titten sind wieder da,
anscheinend hat das niedrigere Rating der letzten beiden Teile nicht den gewünschten Effekt gehabt. Retten konnte das allerdings schon nichts mehr, der 9. Teil war dann so schwach an der Kasse, dass er das vorläufige Ende der Reihe darstellte.
Wie gesagt, von Anfang an als Exploitation konzipiert, wurden jedoch erst die späteren Filme zu wahren Vertretern dieser.
so auch der 8, Manhattan kommt erstaunlich wenig vor, für einen Film mit so einem Titel, stattdessen wird uns versucht zu verkaufen, dass man auf dem Seeweg vom Crystal Lake nach New York schippern kann. So spielt der Film dann auch zum Großteil auf einem Schiff. Explizite Kills gibt's keine mehr, dafür wird bei anderen Genre Vertretern abgekupfert, z.B. hat eine der Figuren albtraumhafte Visionen, wie sie sonst in den Nightmare Filmen vorkommen, an Freitag ist üblicherweise nichts übernatürlich, bis auf Jason.
Geschichte, Inszenierung und Schauspieler sind natürlich unter aller Sau, nicht mal Jason ist besonders überzeugend in Szene gesetzt, dabei sind seine Auftritte das einzige was der Film, oder besser die Reihe, zu bieten hat.

mefahad Avatar
mefahad:#85416

Habe mir gerade erst kürzlich (Auf Krautmeisters Empfehlung hin) "Der Mieter" von Polanski, angeschaut. Hab es nicht bereut und direkt die DVD geordert.

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sunshinedgirl:#85425

Zodiac

Überlanger Serienkiller Crime Thriller, basierend auf einem quasi autobiographischen Buch über den Fall.
Fincher weiss zu Regieren, alle anderen wissen wie man spielt, und die Geschichte ist auch noch ganz gut. Daher handelt es sich hier um zwei dreiviertel Stunden spannende Unterhaltung, ganz ohne viel Action oder Übertreibungen. Außerdem folgt die Umsetzung den echten Ereignissen auch noch sehr treu.
Das "Ergebniss" der Ermittlungen ist zwar nur Spekulation, immerhin ist der Fall nie aufgeklärt worden, trotzdem kommt der Film aber zu einem befriedigenden Ende.

raquelwilson Avatar
raquelwilson:#85475

Martyrs

Französischer Gewaltporno und ganz, ganz große Scheiße.
Sexuell aufgeladene Sequenzen gibt es zu hauf, kaum verborgen bleibt so der ekelhafte Fetischcharakter des Films.
Foltereien an halb nackten, mit Blut beschmierte sexy Mädels und Schockwerte im Selbstzweck. Die ohnehin nicht gerade töfte Geschichte ist für den geschulten Zuschauer sehr schnell durschau- und vorhersagbar und pseudophilosophisches Geschwurbel ob "der größten Frage der Menschheit" gibts dazu.
Hätten sich die Macher mal mit der Philosophie des Bösen beschäftigt, wie sie De Sade z.B. schon vor 150 Jahren beschrub, statt auf LiveLeak zu wichsen, so hätten sie vielleicht eine Geschichte erzählen können, die mehr als pures Alibi für das zur Schau stellen ihrer perversen Vorliebe für Schlachtereien ist.

splashing75 Avatar
splashing75:#85478

>>85475
War das der Film wo so eine Art Sekte einem Menschen die haut abzieht und dann im Moment des Todes frägt was er sieht oder war das die Geschichte mit dem deutschen Arzt der drei Frauen Mund zu Arsch zusammen näht?

Sind beide Scheiße aber ich kann mich nicht mehr erinnern wie die beiden hießen aber einer war der Martyrs

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adhiardana:#85479

>>85478
Martyrs ist der mit der "Sekte" und der Nachtodforschung.
Das mit Mund auf Arsch ist Human Centipede.

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cheezonbread:#85480

>>85475
Fand den eigentlich ganz gut.

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cboller1:#85501

>>85478
>frägt
Da bekommt man beim Zitieren schon körperliche Schmerzen.

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nateschulte:#85527

Doppelvorstellung der Enstellten.

Die Maske
und
Der Elefantenmensch

Die Maske ist quasi ein Coming of Age Drama in Gewand einer tragischen Milieustudie.
Wie auch "Der Elefantenmensch" basierend auf einer wahren Geschichte, allerdings weitaus versöhnlicher inszeniert. Cher liefert eine wirklich gute Schauspielleistung ab und auch sonst kann der Cast überzeugen. Die Geschichte ist manchmal etwas zu sehr geschönt, bzw. theatralisch, aber insgesamt kann man den Film gut gucken.

Der Elefantenmensch ist fast zu 100% konservativ inszeniert, nur in wenigen Traumsequenzen geht mit Lynch der Mob durch (kapierste den?).
Der Film ist oft kaum zu ertragen ob der schwere der Dramatik und einige Sequenzen lassen einen in purem Horror erschauern, obwohl wir es hier doch nur mit einem historischen Drama zu tun haben.
Die Inszenierung in S/W trägt noch zu dem historischen Charakter des Films bei und unterstreicht seine Bedeutung als zeitloses Werk.

husamyousf Avatar
husamyousf:#85536

>>85501
heftig!

bruno_mart Avatar
bruno_mart:#85613

Kleine Haie

Der Titel erklärt sich nur, wenn man das ganz ähnlich betitelte Standartwerk der Sprachschulung kennt.
Dahinter verbirgt sich eine deutsche Drama Komödie aus einer Zeit, als dies noch nichts schlechtes war.
Ein Haufen Jungschauspieler geben einen Haufen Jungschauspieler und geben sich dabei keine Blöße, allen voran der nicht mehr ganz so junge Armin Rohde als Bierchen. Bei der ersten Sichtung vor vielen Jahren, hielt ich ihn für einen Laiendarsteller, der sich selbst spielt, so authentisch kommt er daher.

herrhaase Avatar
herrhaase:#85614

Johnny Mnemonic

Kanu Rivers überlädt sein Gehirn mit geschmuggelten Daten, wie aber kriegt er den Scheiß jetzt wieder raus und seine Kindheitserinnerungen zurück?!?
Klassischer Cyberpunk, der aus unerfindlichen Gründen mehr oder weniger ein Schattendasein führt.
Absolut zu Unrecht, handelt es sich doch um einen hinreichend gut produzierten Film, der alle Elemente des Genres porträtiert und dazu noch einen sehr schönen Cast aufweist. Die Qualität der Geschichte geht auf die Grundlage von William Gibson zurück, warum der Film so ein großer Misserfolg wurde, ist so noch weniger zu erklären.

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kuldarkalvik:#85617

>>85614
Spaßfakt: Von Johnny Mnemonic gibt es zwei quasi unterschiedliche Schnittfassungen - die westliche und die japanische. Die eine hat mehr Action usw., die andere hat mehr Takeshi. Offensichtlich ist die japanische insgesamt besser. Habe aber auch nur die westliche Version und finde sie auch wirklich nicht schlecht.
Aber vor Matrix konnte man mit Cyberpunk eben keinen Blumentopf gewinnen, obwohl in den 90ern das Thema "Computer" ja doch sehr verbreitet war. Rasenmäher-Mann, Hackers, usw. Klar, war oft nur ein Vehikel um kühle Cyberspace-Effekte zu zeigen, aber ich mag diese Filme, die haben einen bestimmten Charme. Oder denke mal an Strange Days, der ist auch ganz gut, kennt auch keine Sau (will noch anmerken, dass ich Juliette Lewis auch heute noch in alle Löcher tun würde).

dmackerman Avatar
dmackerman:#85641

Wer Gewalt sät

Ein Thriller mit langem, ruhigen Aufbau und einigen Elementen die an "Wer die Nachtigall stört" erinnern, seltsam diese Parallele auch bei der deutschen Beitelung zu sehen. Eigentlich aber eine Studie über die Mechanismen der Gewalt.
So jedenfalls will sich diese Geschichte verkaufen, ich sehe aber leider null Ansätze die zu einer Klärung beitragen würden.
Nur viele nicht ausgefüllte Elemente und nicht genutzte Ansätze zur Charakterisierung sind mir aufgefallen, außerdem eine Frauenrolle die äußerst zeitgenössisch daher kombt. Trotzdem ist der Film zu Recht ein Klassiker des Thriller Genres.
Ein Remake könnte hier gewinnbringend sein, dachte ich mir, nun gibt es tatsächlich schon eines. Ob dieses allerdings die Entwicklung der Hauptfigur deutlicher hervorhebt, ihrem Charakter mehr Aufmerksamkeit zukommen lässt und eine pointiertere Inszenierung aufweist ist anzuzweifeln.

jjshaw14 Avatar
jjshaw14:#85671

Das Ritual

Auf Bernds Empfehlung. Alte Studienfreunde brechen auf ein Abenteuerurlaub aus. Natürlich in den Norden Schwedens. Hiken da rum nehmen Abkürzung durch den Wald ... Ganz nett. Blair Witch Projekt trifft behinderte Neu-Millenianer. Als Direkt-zum-Netflixjuden ganz okay von der Atmosphäre her.
Natürlich sollte man dafür keinen Cent zahlen. Netflix ins Gas.

carlyson Avatar
carlyson:#85673

Spoorloos aba. Spurlos verschwunden

Auf keinen Fall verwechseln mit dem '93er Krebs-Remake des selben Regisseurs mit Sutherland, Bridges und Bullock.
Junges paar aus den Niederlanden fährt im Sommer in den Urlaub nach Frankreich. An der Tanke geht das Süßmödchen spurlos verschwunden. Scheinbar von jemandem entführt.
Nach erneutem Schauen, muss ich zugeben, dass ich den Film sehr hoch bewerte. Die Spannung baut sich sehr langsam auf. Nach dem Verschwinden, lernen wir die Innenwelt ihres Freundes kennen, der sie 3 Jahre danach immer noch krankhaft sucht, ebenso wie den Mann, der sie anscheinend entführt hat.

Blickt in die Abgründe der menschlichen (((Seele))) und die Schauspielerey ist echt entzückend.

So hat bspw. der Entführer das Mödchen vor dem Dreh der Szene *wirklich* gesträngelt und ebenso vor dem Dreh ihrem Freund aufs Mowl gehauen!

Alles in allem 10/10 von mir. Und selbst Kubrick hat gesagt, dass dies der Film ist, der ihn am Meisten geängstigt hat.

chrisvanderkooi Avatar
chrisvanderkooi:#85678

>In meinem Himmel
Peter Jackson, irgendwie kann ich sein Werk nicht einordnen. Guillermo del Toro ist einfach, der macht Filme mit Geistern und Monstern, gerne auch ne Liebesgeschichte, aber Jackson? Fing an mit Funsplatter, machte eine exzellente Trilogie und eine richtig miese Trilogie und dazwischen alles mögliche andere - Heavenly Creatures, The Frighteners, King Kong.
Dies ist einer dieser Filme. Ein 14jähriges Mädchen wird umgebracht. Ihr Geist kriegt mit, was auf der Erde läuft und versucht, ihrem besessenen Vater zu helfen, ihren Mörder zu finden. Tricktechnisch und handwerklich gibts an dem Film quasi nichts auszusetzen. Die Schauspieler sind alle exzellent und Saoirse ist einfach zum knuddeln süß. Mittlerweile ist sie erwachsen, würde zärtliche Liebe mit machen, in alle Löcher, die sie will. Jedenfalls hat der Film einen riesigen Schwachpunkt und das ist das Drehbuch. Es gibt einiges an guten Ideen, die aber nur angefangen und nicht beendet werden. Etwa die Geschichte der Mutter oder generell die ganzen zwischenmenschlichen Sachen - alles wird so angerissen, aber auch nicht mehr. Das ist irgendwie unbefriedigend; ich fand die Psychologie der Familie wesentlich interessanter als irgendwelche übernatürliche Krimihandlung. Auch waren die Passagen im Jenseits doch meist arg kitschig. Insgesamt kann man den sich mal anschauen, wenn man nichts besseres zu tun hat oder Fräulein Ronan genauso schnuckelig findet wie ich :3

>Ghost Dog
Schwarzer Samurai arbeitet für Mafia. War glaub der erste Film von Jim Jarmusch, den ich überhaupt gesehen habe. Ich mag die aber, die ruhige Machart, die meist spärliche, wenn überhaupt vorhandene Gewalt und die skurillen Charaktere. Ghost Dog hat das alles, minus der spärlichen Gewalt. Einige Ausbrüche gibt es, aber ansonsten wirkt der Film analog des Hagakure wie eine Meditation. Der Soundtrack ist kühl, wenn man auf Hip-Hop steht und die Bilder geben einem ein richtiges abgefacktes Industriestadt-Fühl. Ich mag den Film sehr, wenn auch nicht so gerne wie Night on Earth.

oscarowusu Avatar
oscarowusu:#85679

>Wizard Man!

solid_color Avatar
solid_color:#85685

Gangs of New York

Scorsese geht hier zurück zu den Wurzeln des New Yorker organisierten Verbrechens, und legt so da, dass New York, als Stadt an sich, schon aus dem Verbrechen erwuchs und quasi von Verbrechern erschaffen wurde.
Der Film stellt akkurat und historisch korrekt dar, wie das Leben der niedrigsten der niederen, und auch der ganz normalen Leute, mitte des neunzehnten Jahrhunderts aussah und fußt dabei auf Tatsachen und zeitgenössischen Figuren. Einige Schönungen im Sinne der filmischen Dramaturgie seien
Scorsese dabei zugestanden.
Lediglich die Liebesgeschichte hätte dem Schnitt zum Opfer fallen können, immerhin ist sie aber nicht zu dominant in Szene gesetzt worden.

leelkennedy Avatar
leelkennedy:#85705

Hab diese hier die letzten Wochen geschaut und kann alle empfehlen.

llun Avatar
llun:#85707

>Inside Llewyn Davis

Film der Coen-Brüder aus dem Jahr 2013 über einen wenig erfolgreichen Folksänger der prä-Dylan-Ära. Wirklich, wirklich seltsam. Wie schon bei A Serious Man fragte ich mich, ob man Jude sein muss, um hier einen echten Zugang zu finden - nur war das bei ASM wesentlich einfacher. Dieser Film hier dümpelt vor sich hin, vollgepackt mit Quasi-Pointen, die aber immer so hintergründig oder direkt traurig sind, dass man nicht wirklich lachen kann. John Goodman ist da das positivste - fast hätte ich schon gesagt einzig Positive.
Auch kann ich den Film keinem Coen-Fan wirklich empfehlen - von den letzten Paar war True Grit ja ganz gut und Hail, Caesar! hat mir auch gefallen, O Brother Where Art Thou ist ein Meisterwerk, The Big Lebowski ist auch toll, BARTON FINK! BARTON FINK! aber der hier... Das ist wieder so ein Zwischending, von dem man nicht weiß, was das soll und das für die Macher vermutlich urkomisch ist, bei allen Nicht-Insidern aber eher auf Unverständnis stößt.

stephcoue Avatar
stephcoue:#85719

Der unvergleichliche Charles Bronson in einem Propaganda Meisterwerk aus dem Jahre 1977. Wer die Bourne Verschwörung in 4:3 erleben möchte sollte sich den Film geben. Ähnliches Setting, bessere Schauspieler, tiefere Atmosphäre, richtige Kerle, nicht so Weinstein Boys. Political correctness in den Arsch! Schwarz & Weiß so muss das sein!

Er ist wirklich gut!
9/10 Minimum

dwardt Avatar
dwardt:#85752

Bernd hat bis heute auf die Purpurnen Flüsse 1+2 verzichtet. Lohnt er sich doch, Bernd?

kennyadr Avatar
kennyadr:#85753

Aber >>85752
sicher doch. Sehr atmosphärisch und ruhig. Gefällt mir sehr gut. Würde auf eine ähnliche Stufe mit Sieben und Die neun Pforten, stellen.

dpg Avatar
dpg:#85755

>>85752
Habe nur den ersten gesehen. Der war toll, bis auf das Ende, welches den Film für mich ruinierte.

grafxiq Avatar
grafxiq:#85757

Der Fluch der zwei Schwestern

Psycho-Horror für Mädchen.
Und weil Mädchen im Allgemeinen anscheinend für blöde, über motional und wankelmütig gehalten werden, ist der Film entsprechend doof. Alles wird aber noch durch den rein gezwungenen Twist übertroffen, der sich ob seiner Absurdität aber immerhin kaum erahnen lässt. Null Chemie zwischen den Figuren, eine debile Inszenierung und ein nicht überzeugender Aufbau führen einen aber schon weit vorher in Versuchung abzuschalten.

aiiaiiaii Avatar
aiiaiiaii:#85759

Mirrors
aus dem jahr 2008

Der ist richtig gut. Ich habe den erst viel später gesehen. Von der Story kann man oder sollte man nicht viele Worte verlieren weil man spoilert nur.

Wer ihn nicht gesehen hat sollte ihn sich mal anschauen. Ohne Vorbehalte zu empfehlen

franciscoamk Avatar
franciscoamk:#85760

>>85757
Aber geil.

adriancogliano Avatar
adriancogliano:#85763

>>85755
Ja, beim zweiten wurde das ja nochmal getoppt *indieeckekotz* und ja, das habe ich gerade ganz unironisch benutzt

a_harris88 Avatar
a_harris88:#85764

>>85759
Der Film ist absoluter Rotze, oke?

sava2500 Avatar
sava2500:#85766

>>85764
Wie kann der einem nicht gefallen fehlen dir Superhelden oder was?

iamkeithmason Avatar
iamkeithmason:#85767

>>85766
Ne, die plausible Handlung.

franciscoamk Avatar
franciscoamk:#85768

>>85767
gadfgadfg

T-T.TROLL

cbracco Avatar
cbracco:#85816

Fight Club

Im Original und im Kino.
Habe den Film lange nicht mehr im Original gesehen, er gewinnt deutlich durch die originalen Dialoge, auch wenn Nortons deutsche Stimme mir besser gefällt.
Der Film ist ob der fantastischen Inszenierung und der visuellen Stärke ein wahres Schmankerl im Kino.
Die Nihilistischen Elemente der Geschichte sind für Kantenkinder natürlich besonders interessant, davon sollte man sich allerdings nicht abschrecken lassen, ist der Film ansonsten doch ein fast makelloser Thriller.

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Shriiiiimp:#85817

Jason X

Freitag der 13. Teil 10, wir war'n Weldraumhorror un' Zeuch.
Immerhin gibt's hier mal wieder ein nennenswertes Budget, was zu ansehnlichen Titten und netten Gore Effekten führt. Letzteres ist Grund genug, den erfahrenen Freitag-Zuschauer aufhorchen zu lassen, waren die letzten Filme der Reihe doch schon lächerlich in ihrer mangelnden Explizitheit.
Jason in die Zukunft und den Weltraum zu verfrachten zeugt jedoch nur von der Tumbheit der Produzenten und ihrem nicht Verständnis für die Zentralen Merkmale der Reihe.
Außerdem kann man vor dem geistigen Auge sehr deutlich sehen, wie versucht wurde Jason (und sein Design, oy vey, wie blöd kann man sein) zu modernisieren und ins neue Jahrtausend zu bringen, und was könnte da besser funktionieren als Sc-Fi-Horror.
Die Filmreihe ist und bleibt schrottiger Quatsch, kann man nix machen.

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shesgared:#85822

Durch diesen Posten >>85705
mal wieder auf Jacob's Ladder hingewiesen worden und jetzt auch endlich mal geschaut.
Tim Robbins überzeugt erstaunlicherweise voll als psychotischer Vietnam Veteran, auch der Rest des Casts, allen voran die leider zu unterschätzte Elizabeth Pena, kann überzeugen. Der Film fährt einige "Zuckelkopf-Kreaturen"auf, die wir hier vermutlich zum ersten mal außerhalb von Videospielen und Japano-Horror sehen.
Auch die Präsenz von Macaulay Culkin amüsiert. Wäre der im gleichen Jahr erschienene Kevin Film nicht so eingeschlagen, seine Karriere hätte eine ganz andere Richtung nehmen können.
Lediglich die Auflösung ist dann etwas zu schwach, im Vergleich zum sehr guten Rest des Films.

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kershmallow:#85828

>Kill Bill
Ich bespreche das Ganze mal als einen Film, gehe dabei aber auf jeweils erste und zweite Hälfte ein.
Grundsätzlich halte ich Tarantino für maßlos überschätzt. IB und H8 sind meiner Meinung nach seine besten Filme, Django war ABSOLUTE SCHEISSE, Death Proof ebenfalls, Jackie Brown schlicht langweilig, Pulp Fiction ganz ok aber totzitiert, es ist das "Summer of 69" der Filme; Reservoir Dogs find ich allerdings ganz gut.
So, und nun Kill Bill. Der kam mir im Prinzip vor, als würde Tarantino versuchen, Tarantino zu kopieren. Die Dialoge bestehen nur aus Fäkalsprache und Fotze, Musik ist arg abrupt geschnitten - mag vielleicht eine Hommage an die alten Kung-Fu-Klopper sein, stört aber. Der einzige Film, der in seiner miesen Machart auch gut gemacht ist, ist Cecil B. Demented, aber der ist nicht von Tarantino. Nun ja, Musik ist auch weniger klassisch und denkwürdig als z.B. Stuck in the Middle with You oder You'll be a Woman soon. Kampfszenen sind hervorragend, das muss man schon sagen. Der Schwertkampf bei den Japsen ist meiner Meinung nach aber arg in die Länge gezogen. Die zweite Hälfte gefiel mir irgendwie besser, obwohl da weniger los war, gewalttechnisch. Liegt vielleicht auch daran, dass ich kein Wieherbu bin und deshalb nicht bei nem Hattori-Hanzo-Schwert sofort abspritze. Da ist mir die Flinte mit Steinsalz schon lieber. Am Besten hat mir eigentlich die Sequenz bei Bill selbst gefallen, diese Jovialität über völligem Fehlen von Moral oder Ethik und die Fünfpunktpressurherzexplosionstechnik.
Ach ja, ich stehe ja grundsätzlich auf Füße, aber Tarantino ist einer der ekligeren Fußfetischisten. Uma Thurman hat was seltsam attraktives, aber ihre Füße sind absolut wi-der-lich.
Das wars jetzt mit diesem Rant, die Filmkenner und Tarantinofanatiker dürfen mich jetzt ob meines mangelnden Filmwissen kreuzigen. Ruft die Bullen, ich geb keinen Fick.

maiklam Avatar
maiklam:#85835

>>85828
Gut ist nur der Animu im Film :3

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chatyrko:#85836

>>85828
Django war tatsächlich scheiße, ich bin vor allem enttäuscht, weil er null mit dem Italo Original zu tun hat und das ende absolut lächerlich war. Hateful Eight werte ich daher auch gerne als seine Wiedergutmachung gegenüber dem Western Genre.
Allerdings halte ich Jackie Brown für einen von Tarantinos besten und mag auch Deathproof. Der erste ist ein ruhiger, merkwürdig romantischer Thriller, der zweite ein Auto Actionfilm mit Slasher Anleihen, wie er original aus den 70ern stammen könnte. Inglorious Basterds hingegen kann ich nicht so viel abgewinnen, die trashige WWII Rache Thematik gibt mir einfach nichts.
Kill Bill liegt irgendwo im Mittelfeld. Zum besseren Verständnisses des Film sey erwähnt, dass er laut Tarantino nicht in der realen Welt spielt, wie z.B. Jackie Brown oder Pulp Fiction, sondern in seinem "Hollywood Universum", er sagte mal Kill Bill wäre ein Film, wie ihn die Figuren aus Pulp Fiction sich im Kino angucken würden.

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andrewofficer:#85837

>>85836
Django war halt so... Ich weiß nicht, ich hab das Gefühl, dass Quentin gerne zuschaut wenn seine Frau von einem Neger geweitet wird. drinbevor Sam Jackson-Monolog in H8.
Jackie Brown fand ich halt irgendwie arg langweilig. Der zog sich so eeeeeeeewig hin.
Ich hab IB halt damals im Kino gesehen, OmU. War grandios. Die Szene in der Kneipe mit dem Kartenspiel war toll. Sowas würde man von einem Ami nicht erwarten.
Tatsächlich musste ich bei Kill Bill an Mia Wallace denken - handelte die Serie, in der sie spielen sollte nicht auch von einem (komplett weiblichen) Killerkommando? Wo eine dabei war, die mit Messern umgehen konnte etc.?

dmackerman Avatar
dmackerman:#85843

>>85837
Joa.

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Bernd:#85865

Der Marathon-Mann

Dustin Hoffmann Joggt mit alten Nazis um die Wette.
Dieser Polit Thriller um Nicht Mengele, Nazigold und das CIA ist bis auf das Ende und wenige nicht zu Ende geführte Stränge ziemlich gut. Einige kleine Momente strotzen nur so vor Intensität, in anderen Teilen legt der Film einen lakonischen Charme an den Tag.

dmackerman Avatar
dmackerman:#85892

>>85865

Spaßfakt: Die Zahnarztszene war ursprünglich acht Minuten lang. Bei einer Testaufführung haben die Lüü das Kino verlassen ...

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markmushiva:#85895

>>85892
Die Lüü?

tweet_john Avatar
tweet_john:#85900

A History of Violence

Man nehme David Cronenberg, extrahiere den Body Horror aus ihm raus und Fülle ihn dafür mit Schwer-kriminellen, ungeschöntem Kampfsport und tragischem Drama auf.
Das Ergebnis ist ein hervorragender Mafia Thriller in kompromisslosester Ausführung und mit einer Geschichte, die sich dem Zuschauer nur langsam und mit einigen Überraschungen eröffnet. Dazu gibt es einen Soundtrack der bedrohlich über allem schwebt, wie das berühmte Schwert des neidvollen Griechen.

joynalrab Avatar
joynalrab:#85901

>>85895
Er meinte Lulu, welches sich in güldenen Strömen unter die Sitzreihen ergoss.

davidtoltesy Avatar
davidtoltesy:#85906

>>85900
Spaßfakt: Der Film basiert auf einem Comic (entschuldigung, einer Graphic Novel) gezeichnet von dem Typ, der auch die Cover für Cannibal Corpse macht.

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Shriiiiimp:#85908

>>85900
Die ersten 10 min mit dem Mörderduo sind ganz oke, danach so lala

jqueryalmeida Avatar
jqueryalmeida:#85912

The Shape of Water

CIA Putzfrau verliebt sich in die Kreatur aus der schwarzen Lagune, was kann schon schiefgehen.
Bei Del Toro sieht immer alles fantastisch aus, damit ist er ein fantastisch geeigneter Regisseur für das Genre der Phantastik.
Auch das Menschliche geht seinen Gechichten nie ab. Allerdings bewegt er sich inhaltlich oftmals auf ausgetretenen, oder zumindest nicht sehr gut ausgearbeiteten Pfaden.
Dies macht es einem dann manchmal schwer, richtig in die Geschichte hinein zu komben, so auch hier. Trotzdem noch ein sehr feiner Film.

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fluidbrush:#85923

>>85912
Schwule, Stumme, Schwarze und das obligatorische weisse Arschloch. Und damit es jeder mitbekombt mit viel Zeigefinger, bei jeder Szene.

Kein Wunder, dass der alle möglichen Preise abgeräumt hat. Zeitgeist und so.

Aber weniger wäre viel viel mehr gewesen und hätte einen Film beschert den man auch noch in ein paar Jahren gerne gesehen hätte.

grantrobinson Avatar
grantrobinson:#85926

Zweimal Horrorhaus. "Tanz der Totenköpfe" (Legend of hellhouse) von 1973 ist ganz nett und hat zumindest ordentliche Atmosphäre und gute Darsteller.
"House" von 1986 ist für 80er Horror Bernd ein echter Knaller. Wie ich den nur so lange übersehen konnte. Herrliche temporeiche Horrorkomödie mit originellen und handgemachten Kreatureffekten. Bernd empfiehlt und freut sich schon auf die weiteren Teile.

doronmalki Avatar
doronmalki:#85934

>>85926
House 2 ist einer meiner Lieblinge.

enriquemmorgan Avatar
enriquemmorgan:#85936

>>85934
Der steht heute auf dem Heimkinoprogramm. Kleinbernd hat den zweiten Teil damals mal im TV gesehen, als RTL nachts noch Splatterhorror und Alpensepptittenfilme lieferte.
Der Zweite ist glaub ich noch etwas witziger und origineller als der Erste.

csswizardry Avatar
csswizardry:#85937

>Fremd in der Welt

Originaltitel ist nicht weniger dämlich "I don't feel at home in this world anymore". Vom Beginn her hatte ich eine Art weibliche Version von Falling Down oder God Bless America erwartet. Was ich bekam, war ein vor sich herdümpelndes mimimi. Charaktere sind maximal eindimensional und alles in allem war das doch sehr unbefriedigend. Vielleicht habe ich den Film auch nicht verstanden, aber empfehlen kann ich ihn nicht. Einzig die Szenen mit Elijah Wood sind gut.


>Der Exorzist

Muss ich wohl nicht mehr viel dazu sagen. Habe ihn das erste Mal vor rund 15 Jahren gesehen, als ich gerade in meine Gorekiddie-Phase eintrat. Fand ihn damals eher langweilig und fragte mich, warum das so ein Schocker gewesen sein soll.
Heute frage ich mich das immernoch. Außer, dass sie ein zwölfjähriges Mädchen wie einen Tourettematrosen fluchen ließen, ist der Film von den "Schockeffekten" immernoch nicht so hart, dass es Leute zum Verlassen des Kinos bringen würde.
Allerdings konnte ich mit dem Vorgeplänkel nun mehr anfangen, obwohl ich es schade fand, dass Pater Damian so vernachlässigt wurde. Aus dem hätte man mehr machen können statt "irgendwie turbulente Vorgeschichte und jetzt mal ein paar Schuldgefühle". Außerdem ist die deutsche Synchro recht lustig ("DU SAU!", "DU HURENVIEH!").

silv3rgvn Avatar
silv3rgvn:#85944

>>85895
Die Lüü = Die Leute ^^

Citizen X
Drama / Krimi?
Die Jagd nach dem Serienmörder Tschikatilo. Unaufgeregt, unblutig, ruhig erzählt.

Screamers
Roboter bringen Soldaten um ... *gähn* Nein, wirklich gut. ^^

nehemiasec Avatar
nehemiasec:#85949

>>85937
>Fremd in der Welt
Von dem war ich auch enttäuscht. Hab ihn mir letztes Jahr wegen der guten Kritiken angeschaut, aber war einfach nichts. War irgendwie eine ungesunde Mischung aus mimimi-Luxusprobleme und Möchtegern-Tarantino.

alta1r Avatar
alta1r:#85961

"House 2" 1987
Heiliger Scheiß, der ist großartig! Etwas weniger temporeich und witzig als der Vorgänger, dafür reicher an guten Einfällen, unerwarteten Wendungen und abgedrehten Charakteren (Bild relatiert).
Wirkt mehr wie ein phantasiereiches Abenteuer als ein Horrorfilm, wobei dies hierbei nichts Schlechtes bedeutet. Ganz im Gegenteil, die großartigen Setbauten und Monstereffekte, denen man das Erscheinungsjahr deutlich ansieht, machen einfach richtig Spaß.
Bernd empfiehlt mit Nachdruck.

cat_audi Avatar
cat_audi:#85977

>>85937
> ist der Film von den "Schockeffekten" immernoch nicht so hart, dass es Leute zum Verlassen des Kinos bringen würde.

Das war 1973, Bernd.


>A Cure for Wellness
Merkwürdiger Film. Er hat Bernd durchaus bei Laune gehalten. Aber dennoch merkwürdig. Stolpert zum Ende hin leider, zu viele Fragen bleiben offen Beziehungsweise werden anders als bei z.B. Shutter Island beim zweiten Sehen kein Stück gelöst. Was die schwimmenden Leichen da sollen, wer von den Alten nun fröhlich vor sich hin vegetiert und wer stirbt,...
Angucken kann man sich den aber auf jeden Fall.


>Veronica
Gibts neu auf Netflix. Besessenheit/Geisterfilm. Nichts Neues, kann man sich aber anschauen.

javorszky Avatar
javorszky:#86007

>>85977
Mag ja sein, dass es 1973 voll krass und so war, aber es gibt andere alte Schinken, die heute noch wirkungsvoll sind. Halloween 1 z.B., bei dem hätte ich mir damals sicherlich die Hosen vollgeschissen.
Night of the living dead, war noch vorm Exorzisten. Die Szene, als das Zombiemädel seinen Vater umbringt, hab ich immernoch im Kopf.
Exorzist ist Obszönitäten und Erbsensuppe, ohne aber tatsächlich tiefer zu gehen.

linux29 Avatar
linux29:#86015

>>86007
>>Exorzist
Der Film war mehr oder weniger der erste seiner Art. Die Leute waren damals nicht auf so etwas vorbereitet. Er ist einfach schwer zu ertragen für viele da draußen und man muss nicht religiös sein "vielleicht" aber etwas älter. Der Pfarrer der an sich zweifelt und dem Schuldgefühle plagen ist eine Rolle in die sich eigentlich nur Erwachsene reinversetzen können (Mutter - Pflegeheim) auch bei den anderen ist wenig Platz für Jugendliche Die Mutter des Kindes spielt ihre Rolle auch unglaublich gut und ein Kind das sich ein Kruzi Fix in die Möse rammt und fick mich oder so ähnlich brüllt ist selbst für heutige Verhältnisse zu viel. Die Schwelle dessen was man zeigen kann ist ja immer weiter gefallen und die Leute kann nur noch schocken wenn man an die Psyche geht. Der Exorzist hat übrigens beides 1973 bravourös geschafft.

Ich will alle anderen Filme nicht schlecht machen da sind viele sehr gute dabei. Viel besser als das heutige Kino aber der Exorzist ist der einzige Film der mich wirklich gepackt hat. Der hat sich richtig eingeprägt und das Bild von einem imaginären Bösen gezeichnet. Für mich ein Meisterwerk das ich nicht sehen möchte.

Die wahre Begebenheit auf die der Film basiert ist auch ein Punkt der die Leute fertig gemacht hat. Selbst diejenigen die dachten der Teufel (aus der Bibel) hätte Besitz von dem Mädchen ergriffen wurden überrascht das es ein noch älterer Dämon aus der persischen Mythologie war. Da waren viele Wendungen und ein Publikum das eiskalt getroffen wurde. Es gab keinen anderen Film in der Geschichte außer vielleicht der erste Film überhaupt wo die Leute aus den Kinos gerannt sind. Das wird schon seine Gründe haben ;)

ryanjohnson_me Avatar
ryanjohnson_me:#86022

>>86015
Das mit dem Pfarrer hatte ich ja schon in meiner Rezension angesprochen, das war tatsächlich das, was mich an dem Film am meisten, ich sag mal, berührt hat. Obwohl ich wie gesagt auch finde, dass man da mehr hätte draus machen können.
Die Mutter war tatsächlich ganz gut.
Zu dem Teufel-Pazuzu-Ding: Es war ja eigentlich schon von Anfang an klar, dass es was mit der Ausgrabung am Anfang zu tun hatte; nur wurde jemals der Name des Dämonen erwähnt? Jeder kennt Pazuzu, aber woher? Auch dieser riesige Sprung hat mich etwas abgeschreckt. Warum gerade das Mädchen? Warum gerade dieser Dämon? Warum gerade jetzt? Wie kam der Dämon überhaupt nach Amerika? Und was passierte mit ihm, nachdem der Pfarrer aus dem Fenster sprang?

Aber gut, ich sehe ja mittlerweile ein, den Film in keinster Weise nach heutigen Standards bewerten zu können. Muss man wohl im historischen Kontext sehen, wie Citizen Kane oder Die Sünderin.

aaronstump Avatar
aaronstump:#86031

"Leatherface" 2017
Um es kurz zu machen: was für eine Scheiße. Der Schlechteste aller Texas Kettensägenfilme, und das muss man erst mal schaffen. Bernd mag das Original sehr wegen dem debilen Ledergesicht und der morbiden Stimmung. Davon ist hier nichts mehr da. Die ganze Zeit geht es um irgendwelche hartkern Bösarsch Zehnalter auf der Flucht und man fragt sich die ganze Zeit was das alles mit Leatherface zu tun hat. Den gibts dann erst am Schluss als einer von heute auf morgen völlig grundlos vom liebenswerten Süßjungen zum kannibalischen Psychopaten mutiert. Abgrundtief beschissener Film.
Bernd rät vehement ab!

lisakey1986 Avatar
lisakey1986:#86033

>>86031
Steelbook mit runden Ecken: Widerlich.

mr_arcadio Avatar
mr_arcadio:#86152

>>85393
Nee Lynch betreibt bewusste Zuschauerverarsche.Da ergibt nichts Sinn.