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Veröffentlicht am 2015-09-26 00:58:35 in /vip/

/vip/ 24221: Wie sich Petra Pazsitka 31 Jahre lang totstellen konnte

craighenneberry Avatar
craighenneberry:#24221

>Einen so mysteriösen Fall gab es bei der Braunschweiger Polizei noch nie. Vor 31 Jahren verschwand eine 24-jährige Informatik-Studentin (kurz vor Abgabe der Diplomarbeit), alles deutete auf Mord hin. Nun ist sie wieder aufgetaucht - lebendig.
Kontaktabbruch hätte Sie auch einfacher haben können.

https://www.youtube.com/watch?v=NAUUkaAWSH0

>1989 lassen die Eltern ihre Tochter für tot erklären. Der Fall scheint damit abgeschlossen, die Akte Petra Pazsitka verstaubt im Regal der Polizei Braunschweig. Bis vor ein paar Tagen. Die Düsseldorfer Polizei befragt im Zusammenhang mit einem Wohnungseinbruch in der Nachbarschaft auch Petra Pazsitka. Die Frau kann sich nicht ausweisen, weicht aus, reagiert seltsam - und gesteht schließlich, dass sie die seit 31 Jahren vermisste Petra Pazsitka ist.

Wieder ein gelöster Fall. Dank sei Kommissar Zufall. Letzendlich hat eventuell auch Frau Merkel Ihren Teil zu einer erhöhten Einbruchskriminalität beigetragen.

>In der nächsten Zeit hat Petra Pazsitka vermutlich genug damit zu tun, wieder eine "ordentliche Bürgerin" zu werden, mutmaßt Grande. Zunächst müsse sie vom Amtsgericht Wolfsburg wieder für lebendig erklärt werden. Dann müsse sie wieder ihren eigentlichen Namen benutzen, einen Ausweis beantragen und sich ordnungsgemäß melden.
Das Finanzamt freut sich sicher über die hinterzogenen Steuern und Sozialabgaben.

>Die Mutter und der Bruder - der Vater ist mittlerweile verstorben - sind fassungslos darüber, dass das jahrzehntelang totgeglaubte Familienmitglied am Leben ist. "Die Nachricht hat sie sehr aus der Bahn geworfen", sagt Grande. Und nicht zuletzt wohl auch die Tatsache, dass Petra Pazsitka auch jetzt, nach all den Jahren, keinen Kontakt zu ihnen haben möchte.
Letzendlich war Petra wohl zu clever um einfach mir nichts dir nichts den Kontakt zu ihrer Familie abzubrechen.

Sie hätte doch auch eine Namensänderung beantragen und sich einen neuen Ausweis austellen lassen können.

Wahrscheinlich hat die Verschleierung ihrer Identität viel mehr gekostet, als Sie sich erträumt hätte.

https://news.google.com/news/story?scoring=d&cf=all&ncl=dkqRD6dFuC3gL2MAUF3mOiAZyD5-M&ned=us&q=%22Petra+Pazsitka%22

andrewofficer Avatar
andrewofficer:#24222

Quelle zu: >>24221
http://www.welt.de/vermischtes/article146858353/Wie-sich-Petra-P-31-Jahre-lang-totstellen-konnte.html

devankoshal Avatar
devankoshal:#24223

Was für ein elendes Stück Scheiße.

nehemiasec Avatar
nehemiasec:#24227

>>24221
Die Frage ist nicht, WIE sie sich totstellen konnte, sondern WARUM sie es getan hat?
Hat Papi sie vergewohltätigt?
Hat sie als Informatikerin (1983!) etwas herausgefunden oder programmiert, was gefährlich war?
War sie IM?

Hier ist so viel Raum für Aluhutbernd...

danro Avatar
danro:#24228

>>24227
>Die Frage ist nicht, WIE sie sich totstellen konnte
Find ich schon. Was macht man wenn man zum Arzt geht und was hat sie die ganze Zeit gemacht?

emilioiantorno Avatar
emilioiantorno:#24229

>Aua aua aua - die Nachforderung der GEZ wird heftig.

Lachs

mat_walker Avatar
mat_walker:#24230

>>24228
Ärzte arbeiten auch gegen Bar.

herrhaase Avatar
herrhaase:#24231

>>24230
Und wer bezahlt einen bar? Ne 50jährige fickt doch keiner für Geld. Oder ist sie deshalb wiedergekommen?

commoncentssss Avatar
commoncentssss:#24232

>>24231
Kann sein, dass Sie dahintergekommen ist, dass eine Rente doch nicht schlecht wäre.

Oder Sie ist einfach nur zufällig ins Netz gegangen.

syswarren Avatar
syswarren:#24234

>>24231
Gastronomie

kuldarkalvik Avatar
kuldarkalvik:#24238

>>24221
http://www.welt.de/vermischtes/article146948471/Das-sagt-der-Kommissar-der-Petra-P-befragte.html

>Vor rund zwei Wochen dann meldete eine Frau in einem Mietshaus im Düsseldorfer Süden einen Einbruch in der Nachbarwohnung. Als die Polizisten die Mieterin, die sich als Frau Schneider ausgab, nach ihrem Personalausweis fragten, erzählte diese auf einmal, dass sie eigentlich Petra Pazsitka heißt.
Kommissar Zufall sei dank.

>Nach dem Gespräch fuhren Kunkel und sein Kollege zu dem inzwischen 54-jährigen Bruder und der 79-jährigen Mutter von Petra Pazsitka "Das war herzzerreißend. Sie waren fassungslos, haben die ganze Zeit geweint", erzählt er. Die Beamten mussten der Familie mitteilen, dass Petra Pazsitka sie nicht sehen will. "Für die Mutter war das, als sei ihre Tochter ein zweites Mal gestorben."
Eine umgängliche Person. Wie gesagt: Einen Kontaktabbruch zur Familie hätte Sie auch günstiger haben können.

>Die junge Frau zog noch mehrmals um, bis sie die Wohnung in Düsseldorf fand. Die Vermieterin berichtete den Braunschweiger Polizisten, dass sie dort bereits seit elf Jahren unter dem Namen Schneider lebe. Die Miete zahle sie immer bar mit der Begründung, dass sie den Banken nicht traue. Petra Pazsitka selbst erzählte den Ermittlern, dass sie eigentlich gerne umziehen würde, aber dass man heutzutage ohne Schufa-Auskunft und Verdienstbescheinigung keine Wohnung mehr bekomme. Womit sie ihr Geld verdient, wollte sie den Beamten nicht sagen.
Die Arme der Datenkrake sind lang.

>"Sie ist keineswegs erleichtert, dass die Geschichte jetzt rausgekommen ist", sagt Kunkel. "Sie ist frustriert, weil ihr Konstrukt zusammengebrochen ist." Petra P. hat den Ermittlern deutlich gemacht, dass sie keinen Kontakt zu ihrer Familie wünscht. Begründen wollte sie das nicht. "Sie hat nur gesagt, dass in ihrer Familie Sprachlosigkeit herrschte."
Ich frage mich welche psychischen Erkrankungen aufseiten der Familie und auf ihrer Seite infrage kämen.

yigitpinarbasi Avatar
yigitpinarbasi:#24239

>>24238
"Für die Mutter war das, als sei ihre Tochter ein zweites Mal gestorben."

Nichtjuden hätten sich ja gefreut, dass sie noch lebt.
Aber na ja, jeder das ihre.

ryanjohnson_me Avatar
ryanjohnson_me:#24240

>>24238
>Sie hat nur gesagt, dass in ihrer Familie Sprachlosigkeit herrschte.

Bernd kennt dieses Fühl und in der Generation, die direkt nach dem Krieg geboren wurde, ist dieses Phänomen sicher nicht so ungewöhnlich.

jamesmbickerton Avatar
jamesmbickerton:#24243

>>24239
>Nichtjuden hätten sich ja gefreut, dass sie noch lebt.

Die Mutter hatte wohl jahrzehntelang ein beschissenes Leben, weil sie keinen wachen Moment verbringen konnte, ohne an ihre Tochter zu denken. Ungewissheit in Bezug auf Verschwundene ist schlimmer als der Tod der betreffenden Person. Bernd würde jedenfalls lieber wissen, dass seine Tochter tot ist, als für den Rest des Lebens darüber nachgrübeln zu müssen, ob sie vielleicht in irgendeinem osteuropäischen Puff an einem Heizstrahler angekettet Schwänze lutschen muss. Die Mutter hat sich sicher auch ständig solche Gedanken gemacht, konnte nachts nicht schlafen etc.

Und jetzt, nach 31 Jahren taucht ihre Tochter urplötzlich wieder auf, möglicherweise zu einer Zeit, in der sie gerade angefangen hat, dieses Thema psychisch abzuschließen. Mit Entsetzen muss die Mutter nun aber feststellen, dass ihre Tochter damals schlicht keinen Kontakt meer mit ihr haben wollte. Sie fingierte ihr eigenes Verschwinden, wohl wissend, dass sie ihre Familie und Freunde damit in jahrzehntelange psychische Qualen versetzen würde.

Sie ist eine asoziale Fotze ohne Mitgefühl. Wäre sie Bernds Tochter, würde er sie wohl dafür töten, dass sie ihm jede Freude am Leben geraubt hat. Er kann die momentane Gefühlslage der Mutter leicht nachvollziehen.

chatyrko Avatar
chatyrko:#24244

>>24243
Nachtrag: Wenn sie keinen Kontakt meer wollte, warum hat sie das ihrer Familie dann nicht einfach gesagt? Hätte ihnen viel Leid und Kummer erspart.

adammarsbar Avatar
adammarsbar:#24246

>>24244
Siehe >>24238
>Sie hat nur gesagt, dass in ihrer Familie Sprachlosigkeit herrschte.

Das ist das Problem. In vielen Familien werden Konflikte einfach totgeschwiegen um ein heiles Familienleben zu simulieren. In Wirklichkeit schwelt in jedem einzelnen der Hass auf die anderen. Das führt dann zu Spontanen Suiziden wo es dann heißt "Wir können uns gar nicht vorstellen wie das passieren konnte. Er war doch immer so ein lieber Kerl." oder eben, wie in dem Fall, der Flucht aus der Situation. Hätte sie versucht das zu erklären, hätte das nur zu Diskussionen und Ärger geführt, den sie sich wohl ersparen wollte.

VinThomas Avatar
VinThomas:#24247

>>24246
>In vielen Familien werden Konflikte einfach totgeschwiegen um ein heiles Familienleben zu simulieren.
Sagen wir mal, Bernd ist zufällig Experte auf dem Gebiet. Der Grund ist vielmehr, dass es angenehmer ist sich anzuschweigen und jeder für sich damit klarzukommen, um oberflächlich eine gute Familie zu haben als sich die ganze Zeit zu streiten und zu hassen. Denn was Schuchteln fälschlicherweise glauben, ist dass Ehrlichkeit und Offenheit zwangsläufig zu Harmonie führen.