Krautkanal.com

Veröffentlicht am 2016-03-21 10:19:54 in /w/

/w/ 15633: Was hält der /w/-Bernd von Atomkraft? http://www....

Bernd Avatar
Bernd:#15633

Was hält der /w/-Bernd von Atomkraft?
http://www.strawpoll.me/7142238
Sollen wir hoffen dass die Solarfee all unsere Problewme löst, mehr Kohlekraftwerke bauen, die alte Technologie mal generalüberholen oder auf neue Nuklear-Technologien setzen?

mizhgan Avatar
mizhgan:#15634

Die Frage ist doch eigentlich: Wieso Atomkraft?

joshclark17 Avatar
joshclark17:#15635

>>15634
Weil wir nicht die gesamte Energie auf ein Pferd setzen können und weil es die einzige Energie ist die so viel konstante Energie unabhängig vom Standort erzeugen kann wie Kohle oder Öl.
Und weil alternative Reaktorkonzepte Waffenfähiges Material und Abfallprodukte zerstören können statt zu produzieren.

javorszky Avatar
javorszky:#15636

>>15635
> Weil wir nicht die gesamte Energie auf ein Pferd setzen können
Nee, das kann das arme Tier wohl nicht ab.
Solar, Wasser, Wind vielleicht?

> weil es die einzige Energie ist die so viel konstante Energie unabhängig vom Standort erzeugen kann wie Kohle oder Öl.
Selbst wenn: Wir brauchen nicht so viel konstante Energie unabhängig vom Standort

> weil alternative Reaktorkonzepte Waffenfähiges Material und Abfallprodukte zerstören können statt zu produzieren.
Ohne Elfenjunge samt Prototypen weitestgehend wertlos.

Es ist nunmal so, dass Atomkraft aktuell völlig retadierter Wahnsinn ist. Kommende Generationen werden uns dafür verfluchen.

mat_walker Avatar
mat_walker:#15637

>>15633
>Solar, Wasser, Wind vielleicht?
Solar und Wind sind wetterabhängig. Wetterabhängigkeit bedeutet dass du circa 6mal mehr Kapazität bauen musst um die selbe tatsächliche Leistung rauszubekommen wie ein konstant laufendes Kraftwerk. Die tollen 45kW-Generatoren die momentan überall hingepflanzt werden bringen über lange Zeit gesehen nur 8kW. Genieß deine sechsfachen Wartungskosten und Ausfallwahrscheinlichkeiten.
Wenn wir wirklich in der Lage wären den Energiebedarf mit Wind und Sonne zu decken, hätten wir es getan, statt 100 neue Kohlekraftwerke zu bauen.
Frankreich hats raus. Die haben das 20% Ziel dem wir so hinterherhetzen schon lange erreicht.

>Wir brauchen nicht so viel konstante Energie unabhängig vom Standort
Ganz einfach: doch.
Oder willst du Solarkollektoren in Griechenland oder Nordafrika aufstellen und einfach ganz dolle hoffen dass nichts passiert um die Infrastruktur die dazwischen ist zu stören oder Achmed und Jannis nicht auf dumme Gedanken kommen?

>Kommende Generationen werden uns dafür verfluchen
Werden sie auch für den nuklearen Abfall der aus den seltenen-erde-minen gezogen wird die wir trotzdem fröhlich abbauen. Werden sie auch für den giftigen Abfall der bei der Produktion von Solarkollektoren entsteht. Stattdessen könnten wir den radioaktiven Abfall auch einfach weiter als Brennstoff verwenden und somit die gefährliche Zeit von 10.000 Jahren auf 300 Jahre reduzieren. Aber die Modernisierungsmaßnahmen dazu werden andauernd von den Grünen abgeschossen.

Alles was die Grünköpfe über Nuklearenergie wissen, wiessen sie von mindestens 37 Jahre alten Reaktordesigns. Gleichzeitig vertrösten sie uns mit "morgen werden die Solarkollektoren effizienter sein, wartet nur drauf, bald ist es soweit, pumpt nur weiter Geld rein!"

Nuklearenergie ist die billigste Energieform die wir haben können, doppelt so günstig wie Wind, fast sieben mal so günstig wie Solar. Und wenn der Energiepreis runtergeht, geht jeder andere Preis auch runter, weil alles was produziert wird Energie braucht.Günstige Energie=günstiges Alles.

cyril_gaillard Avatar
cyril_gaillard:#15638

>>15637
>Alles was die Grünköpfe über Nuklearenergie wissen, wiessen sie von mindestens 37 Jahre alten Reaktordesigns.
Vielleicht weil wir keine anderen Reaktordesigns in Deutschland haben? Was soll man sich über inexistente Reaktordesigns den Kopf zerbrechen, wenn es in der gesamten Diskussion nur um den Weiterbetrieb ebendieser Uraltdesigns geht?
>Nuklearenergie ist die billigste Energieform die wir haben können, doppelt so günstig wie Wind, fast sieben mal so günstig wie Solar.
Ich lachte. Deswegen werden ja auch so viele neue Reaktoren in Ländern mit hohen Anforderungen an die Sicherheit gebaut. Zeige doch mal bitte ein Reaktordesign mit brauchbarem Sicherheitskonzept, dessen Preis nicht ins Astronomische explodiert ist.
Wenn man wirklich alle Kosten (incl. Folgekosten, die ja gerade schön auf den Steuerzahler abgewälzt werden sollen) mit reinrechnet waren auch die alten bereits existierenden Reaktoren in Deutschland teurer als nahezu jede andere Art der Energieerzeugung.

enjoythetau Avatar
enjoythetau:#15639

>>15638

> Zeige doch mal bitte ein Reaktordesign mit brauchbarem Sicherheitskonzept, dessen Preis nicht ins Astronomische explodiert ist.
Einer der bereits gebaut wird:
http://www.nrc.gov/reactors/new-reactors/design-cert/ap1000.html

Konzept/Experimentalreaktoren
https://rainerklute.wordpress.com/tag/molten-salt-reactor-experiment/
http://www.osti.gov/scitech/biblio/4805842

Gegenfrage: zeige eine andere Anlage die in der Lage wäre den momentanen Energiebedarf komplett CO2-los zu decken und keine Infrastruktur aus Feenstaub braucht.

>incl. Folgekosten, die ja gerade schön auf den Steuerzahler abgewälzt werden sollen
Solarenergie ist allein durch den betrieb so teuer dass wir es uns nur durch ständige Subventionen leisten können, Die bisher NICHT in der Lage waren wie versprochen, die Industrie dahingehend zu erweitern und zu stärken, dass sie sie nichtmehr braucht. Im Gegenteil: Ohne Subventionen würde die Solarindustrie noch schneller zusammenbrechen als noch vor ein paar Jahren.

eloisem Avatar
eloisem:#15640

>>15639
>AP1000
>Preis nicht ins Astronomische explodiert
Achso? Der kostet bei den weiter fortgeschrittenen Bauten ca. das Doppelte vom ursprünglich veranschlagtem Preis. Leute in Georgia haben einen 6%-Aufschlag auf ihre Stromrechnung, um Vogtle 3 und 4 überhaupt finanzieren zu können. Stromgestehungskosten sind ähnlich zu EPR >100EUR/MWh und damit nicht günstiger als Solarzellen in modernen Kleinanlagen in Süddeutschland.
Vollständig passive Sicherheit hat der auch nicht, im Havariefall muss Wasser zum Kühlen nachgefüllt werden.

>https://rainerklute.wordpress.com/tag/molten-salt-reactor-experiment/
>http://www.osti.gov/scitech/biblio/4805842
Naja, da erwarte ich ja noch schnellere Erfolge von ITER oder Wendelstein 7-X.

>zeige eine andere Anlage die in der Lage wäre den momentanen Energiebedarf komplett CO2-los zu decken und keine Infrastruktur aus Feenstaub braucht.
Tja, wird wohl den Strom teurer machen. Aber bessser mit erneuerbaren Energien, als mit Kernkraft die letztlich das gleiche kostet. Desertec war z.B. ein guter Ansatz, wenn man Angst vor den Museln hat kann man das ja auch in die inzwischen entstandenen Wüste in Südspanien versetzen. Dazu Offshore-Windkraft und funktionierende Speichertechniken weiterentwickeln (Pumpspeicher / Druckluft / Unterwasser / Lageenergie / LiIon / Wasserstoff / wasweissich).
Langfristig Kernfusion.

haydn_woods Avatar
haydn_woods:#15641

>>15640
>Der kostet bei den weiter fortgeschrittenen Bauten ca. das Doppelte vom ursprünglich veranschlagtem Preis
Genau so wie der Offshore-Windpark in der Nordsee
http://www.wiwo.de/technologie/umwelt/studie-zu-offshore-plaenen-kostenfalle-windpark/7011494-3.html


> Aber bessser mit erneuerbaren Energien, als mit Kernkraft die letztlich das gleiche kostet
Du kapierst echt nicht dass das nicht geht oder? die Solarkollektoren werdern ihr Plateau bei circa einem Drittel Effizienz erreichen und mit High-altituide-wind-farming kommt man beim Wind vielleicht auf 50% stabilität und zuverlässigkeit, aber dazu müsste man erstmal diese tollen Carbonfaserseile erfinden.
Solar und Wind werden IMMER um Faktor 6-3 hinter konstanter Energie hinterherhetzen und benötigen eine Infrastruktur die einfach nicht existiert (und deren Ausbau von so Schrebergarten-Aktivisten verhindert wird, die keine Hochspannungsleitungen oder Handymasten in ihrem Hinterland haben wollen). Der Energiebedarf wird weiter steigen. jedes Jahr steigt der Energiebedarf der Welt um ein Land der Größe Brasiliens an. Und auf Verbraucherseite kann man durch Effizienzsteigerung den Energiebedarf um 10% drücken, sehr viel mehr nicht.

Es sagt am meisten aus dass die Anti-Nuklearlobby von der Kohle- und Öl-Lobby ins Leben gerufen wurde um zu verhindern dass die Nuklearenergie Kohle verdrängt.
Die Spezialisten in der Energiebranche wissen es seit den Fünfzigern: Im industriellen Sektor werden Wind, Wellen und Solar NIEMALS Kohle ersetzen können. Aber Hauptsache der Standardhanswurst kann sich als besserer Mensch fühlen wenn er Ökostrom kauft und Solarkollektoren auf dem Dach hat während die Politiker fröhlich weiter Kohlekraftwerke bauen um den Energiebedarf der örtlichen Industrie zu decken.

mat_stevens Avatar
mat_stevens:#15642

>>15641
>die Solarkollektoren werdern ihr Plateau bei circa einem Drittel Effizienz erreichen
Und wo ist das Problem? Atomkraftwerke haben auch einen Wirkungsgrad von ~33%.
>Faktor 6-3
Wovon zum Fick redest du? Experimentelle Solargroßkraftwerke mit Wärmespeicher für die Nacht sind jetzt schon bei gleicher durchschnittlicher Leistung gerade mal 50% teurer als dein toller AP1000, bei Massenproduktion gibt es da sicher noch Sparmöglichkeiten.
>deren Ausbau von so Schrebergarten-Aktivisten verhindert wird, die keine Hochspannungsleitungen oder Handymasten in ihrem Hinterland haben wollen
Was ist das für ein Argument? Diese Aktivisten sind nicht gegen Atomkraftwerke im Hinterland?
>Es sagt am meisten aus dass die Anti-Nuklearlobby von der Kohle- und Öl-Lobby ins Leben gerufen wurde um zu verhindern dass die Nuklearenergie Kohle verdrängt.
Es sagt am meisten aus dass die Pro-Nuklearlobby von der Nuklear-Lobby ins Leben gerufen wurde um zu verhindern dass die Erneuerbaren Nuklearenergie verdrängen.

Bernd Avatar
Bernd:#15643

>>15642
>Wovon zum Fick redest du?
Wetterfaktor.
Du kannst aus nem Windkraftwerk einfach nur ein Sechstel der maximalleistung rausholen.
Unterm Strich musst du immer sechsmal mehr kapazitäten in form von wind und solar bauen als mit konstant laufenden kraftwerken. ein 600MW solarpark produziert halt leider nur 100MW unterm strich über lange zeit gesehn.
Es sei denn du baust in nem anderen Land in welchem falle: Hurrah, du hast dich komplett von nem anderen Land abhängig gemacht. Erinnerst du dich noch wie den Leuten der Arsch auf Grundeis gelaufen ist als Russland während der Ukraine-Krise mit dem Gashahn gespielt hat?
>Was ist das für ein Argument? Diese Aktivisten sind nicht gegen Atomkraftwerke im Hinterland?
Das Argument ist dass die dezentrale Energie-Infrastruktur, auf die ein bundesweites erneuerbares Energiekonzept angewiesen ist, nicht gebaut werden kann.
Selbst wenn alles super läuft und die versprochenen Speicherkraftwerke stehen kann der Strom nicht gescheit da hin transportiert werden.
>Es sagt am meisten aus dass die Pro-Nuklearlobby von der Nuklear-Lobby ins Leben gerufen wurde um zu verhindern dass die Erneuerbaren Nuklearenergie verdrängen.
Bitte zeig mir mal pro-Nuklearterroristen die den Transport von Solarpanelen blockieren um die Preise in die Höhe zu treiben.
Zeig mir bitte die Pro-Nuklear demonstrationen die gegen Windparks vorgehen.
Die gesamte Nuklear-Interessen-Gemeinschaft hat sich Kohle und Gas zum Feind erklärt, weil sie eben nunmal in der selben Liga spielen. Die Erneuerbaren Energien sind gar kein Ziel davon.
Dass Kohlekraftwerke die Luft mehr radioaktiv anreichern als Chernobyl interessiert die Grünen idioten kein stück. Heulen über den Nuklearen Abfall aber ignorieren dass radioaktives Indium (für Solarkollektoren benötigt). Faseln die ganze über Chernobyl und Fukushima aber dass Kohlekraftwerke jedes Jahr wahrscheinlich 150 bis 300 mal mehr Menschen umbringen als die beiden Vorfälle zusammen, nein, das ist nicht wichtig.
Vor 30-50 Jahren haben grüne Aktivisten gegen Modernisierung von Reaktoren, Ausbau der Atom-Infrastruktur und Wiederaufbereitung von Abfall demonstriert.
Heute demonstrieren sie gegen die verfallenen Uraltreaktoren, Anreicherung des Atommülls und Probleme der Endlagerung.
Sie verhindern Castortransporte und beschweren sich dann dass sie durch Wohngebiete geleitet und die Kosten aufs Volk abgewälzt werden.
Wer nicht kapiert dass die Probleme nur existieren weil die Atomenergie verteufelt wurde hat zu viele blaue Pillen gefressen.
Es gibt duzende verschiedene Arten Atomenergie zu erzeugen und wir betreiben nur eine (2 wenn man russische Atom-U-Boote miteinbezieht). Weil genau wie bei der Genmanipulation und Impfungen die idioten dagegen sind weil sie es nicht kapieren. Und dann überholen uns China und Indien in allem was wir früher am besten getan haben und nun beschweren sich die Gutmenschen über Sweatshops und Minenunglücke und wie schrecklich die Leute es dort haben.
Der deutsche "Rettet den Planeten"-Idealismus ist für den Arsch.


http://www.welt.de/wissenschaft/article6464491/Neue-Atomkraftwerke-diesmal-in-Gruen.html

Vielleicht solltest du dich mal informieren, anstatt den Scheiß von Caldicott zu lesen die behaupted die gesamte Ärzteschaft der Welkt, die UNO, die NATO und die WHO hätten sich gegen sie verschworen.
Themen die du mal genauer recherchieren solltest:
-das Thorium-Problem
-passive Sicherheit
-Breeder vs. Burner Reaktoren
-slow vs thermal Reaktoren

Bernd Avatar
Bernd:#15644

>>15633
>Hurrah, du hast dich komplett von nem anderen Land abhängig gemacht
Achso, und den Brennstoff holen wir hier aus unseren eigenen Uranminen, ja? Drin Bevor: Atommüll wegbrüten. Wir wollten eigentlich höhere Sicherheit.
Natürlich muss man die Kraftwerke dort bauen, wo es Sinn ergibt.

>Das Argument ist dass die dezentrale Energie-Infrastruktur, auf die ein bundesweites erneuerbares Energiekonzept angewiesen ist, nicht gebaut werden kann.
Ja, und eine nukleare Energieversorgung kann aus dem gleichen Grund nicht gebaut werden. Das ist also kein Argument pro irgendwas.

>Die Anarchisten die die Castoren schottern sind von der Kohlelobby finanziert
Sicher Bernd, hast du dafür auch Belege?

>Zeig mir bitte die Pro-Nuklear demonstrationen die gegen Windparks vorgehen.
Alle Anwohner die gegen Windparks vorgehen sind Pro-Nuklear. Genauso die Umweltschützer die gegen Offshore oder gegen Solargroßkraftwerke die Vögel grillen sind. Kann ich genauso behaupten.

>Kohlekraftwerke die Luft mehr radioaktiv anreichern als Chernobyl
>Kohlekraftwerke jedes Jahr wahrscheinlich 150 bis 300 mal mehr Menschen
Hmm. Weswegen muss man nochmal genau Wildschweine aus dem Bayrischen Wald als Sondermüll entsorgen? Wegen der Kohle? Und jedes Jahr 200-400 Millionen Tote durch Kohlekraftwerke? Krass ...
Im Übrigen ist das ein Strohmann, denn ich bin ja garnicht für Kohlekraft.

>Vor 30-50 Jahren
Vor 34-40 Jahren wurde begonnen unsere jetzigen Atomkraftwerke zu Bauen. Und da wurde eine Sicherheitsverbesserung von den Grünen verhindert?

>dass die Probleme nur existieren weil die Atomenergie verteufelt wurde
Die Probleme existieren, weil eine derartig gefährliche Infrastruktur von gewinnorientierten Unternehmen Gebaut und inzwischen auch unterhalten wird. Was für eine abstruse Idee, dass das nicht auf Kosten der Sicherheit geschieht.
Man könnte wirklich sichere Reaktoren bauen. Das müsste dann der Staat selber machen, keinen Kostendruck auf irgendwen ausüben, und jeden Bauschritt derartig genau überwachen lassen, dass die Kosten vermutlich den EPR noch um Größenordnungen übersteigen würden. Wirklich sichere Atomkraft ist einfach unbezahlbar.

>das Thorium-Problem
Welches Problem? Auch: Siehe Bild. Thorium löst vielleicht die Brennstoffversorgung, aber nicht das Abfallproblem.
>passive Sicherheit
Ja, wie man eben an dem AP1000 oder EPR sieht haben die heutigen Konzepte keine 100% Passive Sicherheit und benötigen im Havariefall Energie und/oder Eingreifen. Kostet nämlich sonst viel Geld.
>Breeder vs. Burner Reaktoren
Hmmja? Plutonium oder U233
>slow vs thermal Reaktoren
?

judzhin_miles Avatar
judzhin_miles:#15645

Zur Not hat die größte DDR der Welt Uranminen. Frag mal die aus Schneeberg. Lungen Ca ist doch nichts gegen kein Alu meer schmelzen zu können.

vocino Avatar
vocino:#15646

>>15637
> >Kommende Generationen werden uns dafür verfluchen
> Werden sie auch für den nuklearen Abfall der aus den seltenen-erde-minen gezogen wird die wir trotzdem fröhlich abbauen. Werden sie auch für den giftigen Abfall der bei der Produktion von Solarkollektoren entsteht.
Du gingst gerade voll retadiert. Das steht in keinem fickenden Verhältnis.
Ich meinte auch nicht den Abfall, sondern die großflächig unbewohnbar gewordenen Landstriche.

> Nuklearenergie ist die billigste Energieform die wir haben können, doppelt so günstig wie Wind, fast sieben mal so günstig wie Solar.
Ja und nun rechnen wir mal die Störfallversicherung für Nuklearreaktoren mit 'rein... oh, warte mal.

Ich zahle 8,95 NG/Monat + 25,95 ct/kwH. Das ist für Solar-, Wasser-, und Windenergie. Finde ich nicht besonders teuer, zumal es mir das gute Gefühl gibt nicht so ein Spacken wie du zu sein.

nicoleglynn Avatar
nicoleglynn:#15647

>>15643
>Du kannst aus nem Windkraftwerk einfach nur ein Sechstel der maximalleistung rausholen.
Das ist stark ortsabhängig und keinesfalls immer Faktor 6. Offshorewindkraft ist quasi grundlastfähig, Solarthermiekraftwerke mit Warmepufferspeicher noch mehr, Wasserkraft sogar fast uneingeschränkt.
AKWs stehen übrigens auch je nach Typ 30% der Zeit still wegen Wartungsarbeiten, Brennelementwechsel etc.

Die Technologie für Pufferspeicher, die Lageenergie nutzen, existiert bereits - im Gegensatz zu allen zukünftigen AKW-Konzepten.

Für Haushalte wird es sich wohl irgendwann lohnen eine Kraft-Wärme-Anlage zu haben statt nur eine Heizung, also zB eine Hochtemperatur-Oxid-Brennstoffzelle, die Erdgas atmet, Strom produziert und nebenher noch das Wasser war macht. Entsprechende Systeme gibt es schon.

nicoleglynn Avatar
nicoleglynn:#15648

Ja, ist wie die Kernfusion: Seit 30 Jahren die Zukunft.

Dezentrale Kraftwerke waren schon immer Schwachsinn. Wirkungsgrad kaka, rauf fahren runter fahren, Wartung usw. und einen Anschluß ans Netz braucht man sowieso, falls das Ding mal mimimimi. Der einzige Vorteil ist, daß man Strom hat, wenn das Netz mimi macht.

Warum glaubst du bauen Leute diese 150 kV-Leitungen? Weil große Kraftwerke neben Tagebau SCHEISSE EFFIZIENT sind (Strompreis EEX 4 ct/kWh)

KWK ist auch Schwachsinn, lohnt sich nur, wenn man direkt auf dem Kessel sitzt, ansonsten muß man für Fernwärme, die über 10 km transportiert und 2x umgetauscht wird, das Wasser so heiß aus dem Kraftwerk auskoppeln, daß es den Wirkungsgrad der Stromerzeugung beeinträchtigt. Suuuper gemacht, Jonas.

Wird aber subventioniert, weil für Schwachsinn immer Geld da ist.

Brennstoffzellen sind auch seit 20 Jahren die Zukunft. Bernd hat damals 1991 in Bild der Wissenschaft schon davon gelesen (und das Heft neulich wieder in die Hand gekriegt). Warum da nix kam weiß er nicht genau, vermutlich ist die Technik einfach zu teuer, außerdem Wasserstoffspeicherung ungelöst.

arashmanteghi Avatar
arashmanteghi:#15649

>>15648
Achso. Aber Flüssigsalzreaktoren, langsame Brüter und Thoriumwirtschaft könnten wir sofort bauen wenn wir wollten, ja? Daran wird ja nicht seit inzwischen 50 Jahren geforscht ...

giuliusa Avatar
giuliusa:#15650

Darüber hat Bernd keine Aussage getroffen.
KWK wäre auch mit Thorium Scheise (obwohl, evtl. hat man da so viel Überschuß, daß es sich rechnet, und/oder kann Wasser heizen, wenn das Netz mal keine Last will)

silv3rgvn Avatar
silv3rgvn:#15651

>>15644
>Weswegen muss man nochmal genau Wildschweine aus dem Bayrischen Wald als Sondermüll entsorgen?

Nicht aufgrund deutscher Atomkraftwerke.

fatihturan Avatar
fatihturan:#15653

>>15651
Und was hat das damit zu tun, dass Kohlekraftwerke angeblich mehr Strahlung freisetzen als Tschernobyl?

hibrahimsafak Avatar
hibrahimsafak:#15657

Das Problem der "erneuerbaren" Energien ist die wechselnde Leistungslieferung. Wenn dein Solarpark im MW-Bereich wegen Wolken plötzlich auf den kW-Bereich abfällt, muss der Rest des Netzes das entweder mit Mehreinspeisung ausgleichen oder der Verbrauch zeitgleich runtergeschraubt werden, vice versa wenn die Wolken weg sind. Wenn Einspeisung und Verbrauch nicht annähernd gleich sind hast du einen Kollaps von einem Teil des Stromnetzes, was dann sehr schnell zu Kaskadeneffekten führt --- ein Tag ohne Strom in Deutschland wird wahrscheinlich mehr kosten als schnelle Brüter so lange laufen zu lassen, dass keine mittellanglebigen Nuklide mehr übrig sind.

Da es immer noch keine gescheiten Energiespeichertechnologien auf diesen Größenskalen gibt* um das Einspeiseproblem zu lösen, sehe ich keine Zukunft für rein "erneuerbare" Energien. Man wird immer noch konventionelle Kraftwerke, ob Kohle, Gas, Kernspaltung oder Kernfusion, benötigen.

* Staudämme sind praktisch schon alle gebaut, welche sinnvoll sind, elektrische Speicher kannste eh knicken, Druckluft ist geologisch eingeschränkt und du brauchst wieder einen Brennstoff, thermische Speicher haben prinzipielle Effizienz- und Speicherzeitprobleme, Schwungräder sind kurzzeitige Notpuffer. Synthese von Kohlenwasserstoffen / Wasserstoff nur zu Spitzeneinspeisungszeiten ist fraglich, da ein gepulster Betrieb nötig wäre und mir nicht bekannt ist, dass es da was halbwegs effizientes gäbe. Lageenergiespeicher schaut zwar schön aus, nur bräuchte man da mal eine große Anfangsinvestition, um das auch in die Praxis umzusetzen und die Probleme der Realität zu lösen.

Bernd Avatar
Bernd:#15658

>>15653
>dass Kohlekraftwerke angeblich mehr Strahlung freisetzen als Tschernobyl?
Ohne Zeit und Ort wertlose Aussage.

>Die durch den Unfall im Atomkraftwerk Tschernobyl resultierende mittlere Strahlenexposition der Bevölkerung ging zwar von 0,11 mSv im Jahr 1986 auf weniger als 0,012 mSv im Jahre 2009 zurück [...]
http://doris.bfs.de/jspui/bitstream/urn:nbn:de:0221-201103305424/1/Parlamentsbericht2009.pdf

>Danach beträgt die Strahlenexposition (effektive Dosis) durch die Abgabe radioaktiver Stoffe aus einem Kohlenkraftwerk in die Atmosphäre etwa 0,4 μSv/a. Allerdings spricht die UNSCEAR auch davon, dass im Einzelfall die lokale Bevölkerung effektiven Dosen von bis zu 100 μSv ausgesetzt werden könnte.
Für Kohlekraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 600 Megawatt. (Könnte deutschlandspezifisch natürlich anders sein, außerdem aus dem Jahre 2000.)
Zum Vergleich:
>Laut Bundesregierung lag die in 2002 ermittelte jährliche Strahlenexposition durch die Ableitung radioaktiver Stoffe aus deutschen Atomkraftwerken über den Luftpfad im Mittel bei 1,4 μSv pro Anlage.
Beides http://www.bund-nrw.de/fileadmin/bundgruppen/bcmslvnrw/PDF_Dateien/Themen_und_Projekte/Energie_und_Klima/Kohlekraftwerke/BUNDhintergrund_Radioaktivitaet_aus_Kohlekraftwerken_11_2008.pdf

andrewgurylev Avatar
andrewgurylev:#15659

>>15658
>Ohne Zeit und Ort wertlose Aussage.
Es geht natuerlich um den Durchschnitt, und da ist Tschernobyl ja wohl immernoch deutlich hoeher wie du sehr schoen rausgesucht hast.
Auch beziehen sich die 100μSv im Extremfall wohl nicht nur auf Kohlekraftwerke:
>Estimated maximum exposures arise from phosphoric acid production, mineral sand processing industries and coal-fired power stations. Although annual doses of about 100 μSv could be received by a few local residents, doses of 1-10 μSv would be more common.
[http://www.unscear.org/docs/reports/gareport.pdf]

mrxloka Avatar
mrxloka:#15660

>>15657
>mal eine große Anfangsinvestition
Eben, satt dessen schifft man halt lieber Kohle aus Bongobongoland um die halbe Welt und verbrennt sie hier mit 0.3 Wirkungsgrad zu Strom. Viel wirtschaftlicher und so. Wenn man die Weitsicht eines Krebsmongos mit Scheiße im Gesicht un -9000 Dioptrien hat.
Selbes kann man über die erdölabhängige Autoindustrie sagen, die längst auf elektrischen Antrieb mit der gesamten Werrtschöpfungskette im eigenen Land umstellen sollte, statt dessen aber lieber weiterhin Bild relatiert Geld in die Poperze zuckert.

aluisio_azevedo Avatar
aluisio_azevedo:#15661

>>15657
> ein Tag ohne Strom in Deutschland wird wahrscheinlich mehr kosten als schnelle Brüter so lange laufen zu lassen, dass keine mittellanglebigen Nuklide mehr übrig sind.
Ich hoffe, dass du da recht behältst.
Ein epischer Störfall in Deutschland wird wahrscheinlich mehr kosten als Energie ausschließlich nur aus Fahrraddynamos und Handkurbeln zu erzeugen.

linux29 Avatar
linux29:#15669

Pro: Atomkraft (Spaltung und Fusion) ist als einzige Energiequelle nicht von unserer Sonne abhängig. Licht, Wind und fossile Brennstoffe sind es. Also wird die Menschheit da nicht auf ewig drum rumkommen.

Contra: Andererseits traue ich der derzeitigen Menschheit nicht zu, langfristig fehlerfrei und garantiert unfallfrei sowas Gefährliches wie derzeitige AKWs zu betreiben. Noch sind wir auf eine bewohnbare Erde angewiesen.

Neutral: Alternative Technologien gibt es und sie sind bezahlbar. Brauchen wir also noch gefährliche Reaktortechnik oder können wir die langsam abschaffen? Faktor 6 für regenerativ - so what?

tweet_john Avatar
tweet_john:#15708

>>15661

Wird er. Deutscheland ist da noch weniger gefickt, richtig Probleme haben die Baguettes. Nach 2-3 Tagen ohne Betrieb kann so ein Spaltreaktor nämlich ~14 Tage nicht mehr angefahren werden*, und im Lande der Froschschenkel bezieht man ~90% des Stroms aus eben solchen Anlagen.

Katastrophenschutzbernadette reportiert aus.

*wegen Physik