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Veröffentlicht am 2015-08-04 01:41:10 in /wk/

/wk/ 12566: Sag mal Bernd, kennst du Bilder deutscher Panzer auf...

matt3224 Avatar
matt3224:#12566

Sag mal Bernd,

kennst du Bilder deutscher Panzer auf denen eindeutig Runen zu sehen sind? am besten am Turm. Ich glaube irgendwann mal sowas gesehen zu haben, will jedoch nicht das ganze Bundesarchiv durchstöbern. Kannst du liefern?

Auch: allgemeiner Panzerfaden!

adhiardana Avatar
adhiardana:#12567

Obwohl ich lieber Frieden als Krieg habe, interessieren und faszinieren mich Panzer. Und ich hoffe, in diesem Faden schöne Exemplare zu sehen.

moynihan Avatar
moynihan:#12568

>>12567>>12567

Bester Panzer jemals!

fatihturan Avatar
fatihturan:#12569

>>12568
schön;
Hab halt eine Vorliebe für den hier. Wenn ich meinen Bausparer heraus bekomm, kauf ich mir einen;

kiwiupover Avatar
kiwiupover:#12570

>>12569

Wie hat sich eigentlich der Kürassier in der Praxis bewährt? Stell mir das Nachladen von Außen sehr umständlich und gefährlich vor.

albertaugustin Avatar
albertaugustin:#12571

>>12567
Hab den längsten!
https://www.youtube.com/watch?v=-mt3Oo7t3aw

donjain Avatar
donjain:#12572

>kennst du Bilder deutscher Panzer auf denen eindeutig Runen zu sehen sind?

Nein kenn' ich nicht.

Aber nur um auf Nummer sicher zu gehen, du meinst nicht diese Bild relatierten Truppenkennzeichnungen der diversen Panzerdivisionen, oder?

Bernd Avatar
Bernd:#12585

>>12566
"Runen" also Divisionsabzeichen wurden gemeinhin an der Wanne des Panzers angebracht. Am Turm ist das Hoheitszeichen sowie die Nummer des Panzers.

nehemiasec Avatar
nehemiasec:#12586

>>12585

Ich glaube das Hoheitsabzeichen sitzt (natürlich vom Panzertyp/Einheit abhängig) eher seitlich auf der Wanne/dem Chassis. Weil man schon beim Polenfeldzug gemerkt hat, dass der Gegner sonst das Hoheitsabzeichen als Zielpunkt nutzt, wenn es sich hoch am Turm befindet und damit einen guten Referenzpunkt zum anvisieren gibt.

lightory Avatar
lightory:#12587

>>12586
In Polen merkte man vor allen Dingen dass die damals verwendeten riesigen weißen Kreuze eher unvorteilhaft sind.
Danach nutzte man dann das "normale" Balkenkreuz.

Nach dem durchschauen einiger Bücher und Bilder muss ich dir aber rechtgeben. Balkenkreuz war in der Regel an der Wanne. Sehr selten an der Turmrückseite und ganz ganz selten wie bei den beiden Pz4 aber auch an der Seite des Turms. Möglicherweise weil die Seitenschürtzen es an der Wanne verdeckten?

itskawsar Avatar
itskawsar:#12589

>>12587

Nur an den Panzerkampfwagen IV Ausführung H ist es manchmal auf dem Turm. Vermutlich wegen den Schürzen, ja.

Ansonsten auch oft irgendwo hinten am Panzer. Wahrscheinlich damit nackrückende Teile es sehen können.

wtrsld Avatar
wtrsld:#12592

>>12572

Nein ich meine die der bekannten Panzerdivisionen Wiking, Das Reich usw.

Gibt es keinen einzigen Fall wo es am Turm zu sehen war? Habe nur Bilder gefunden auf denen es am Heck und der Front abgebildet ist.

guischmitt Avatar
guischmitt:#12595

>>12592
Warum brauchst du Bilder von SS-Panzern mit Abzeichen am Turm?

Bernds Meinung nach waren diese Divisionsabzeichen an der Wanne. Immer.

oanacr Avatar
oanacr:#12598

>eindeutig Runen zu sehen sind? am besten am Turm
Die IDF malt "Runen" an ihre Panzertürme Bernd.

juaumlol Avatar
juaumlol:#12607

:3

irsouza Avatar
irsouza:#12811

So muss ein deutscher Panzer respekive ein Tiger aussehen, kapuut!!!

franciscoamk Avatar
franciscoamk:#12812

Am Turm sind keine Abzeichen zu sehen du Spast! Nur am Heck auf Fahrerhöhe. Mann keine Ahnung die Spasten.

millinet Avatar
millinet:#12814

>/pol/ Faden
Ih.

jacobbennett Avatar
jacobbennett:#12818

>>12811
Am Ende ist aber irgeneine Nachkriegsbemalung gemeint, die OP bei WOT gesehen hat, in Japancomic oder bei irgendwelchen "Re-Inaktionern".

souuf Avatar
souuf:#12852

Bernd hat bei Herrn Walter Lüftl, einem Ingenieur und Holograusskeptiker gelesen, dass deutsche Kampfpanzer generell mit Ottomotoren ausgerüstet waren, er als Ingenieur wundert sich beiläufig darüber und Bernd sich auch. Ist das so richtig?

https://archive.org/details/Lueftl-Walter-Gutachten-Holocaust-Glaube-und-Fakten

nehemiasec Avatar
nehemiasec:#12855

>>12852
>Ist das so richtig?
Allerdings Bernd, ein kleiner Abstecher zu Wikipedia hätte dir das aber auch verraten können.
Alle reichsdeutschen Panzer hatten Ottomotoren, die Radpanzer (4-, 6-, 8-Rad) dagegen Dieselmotoren.

suribbles Avatar
suribbles:#12860

>>12852
>>12855
Ferdinand und Maus hatten einen Elektrodiesel-Hybrid.

t1mmen Avatar
t1mmen:#12862

>>12855
Hat die Verwendung von Benzinmotoren für diesen Zweck denn Vorteile, welche die gravierenden Nachteile ausgleichen? Oder war die Industrie nicht in der Lage zu liefern?

joeymurdah Avatar
joeymurdah:#12863

>>12862
Sie konnten kein Diesel synthetisch herstellen. Erst Mitte der 40er war die Industrie soweit.
Und dann mitten im Krieg die komplette Motorisierung und Treibstoffversorgung umzustellen wäre wohl ein logistischer Alptraum geworden.
Also blieb man eben zähneknirschend beim Benzin.

falvarad Avatar
falvarad:#12864

>>12862
eine Kombination aus beidem
Vorteile: mehr PS
Nachteile: höherer Verbrauch, erhöhte Brandgefahr
Der Bau militärisch nutzbarer Dieselmotoren wurde in Deutschland vernachlässigt (Ausnahme: Marine), es gab zwar den Einheitsdiesel, aber er wurde zugunsten des benzingetriebenen Opel Blitz aufgegeben.

Kann jemand unbekannt identifizieren?

andrewofficer Avatar
andrewofficer:#12865

>>12855
nur Radpanzer aus dem Reichsprotektorat (Tatra, ČSD)

i_ganin Avatar
i_ganin:#12866

>>12863
Diesel ist einfacher herzustellen als Benzin, es ist nichts anderes als Heizöl, das für die Me-262 hergestellte Kerosin war auch leichter herzustellen als das übliche Avgas.

im_jsmith Avatar
im_jsmith:#12867

>>12865
^ČKD

https://de.wikipedia.org/wiki/Panzersp%C3%A4hwagen_Sd.Kfz._234

ah_lice Avatar
ah_lice:#12868

>>12866
>Diesel ist einfacher herzustellen als Benzin
Nein Bernd, besonders dann nicht wenn du kein Erdöl hast.
>das für die Me-262 hergestellte Kerosin
Die Strahlturbinen waren praktisch die erste sinnvolle militärische Nutzung für Kerosin/Petroleum, ausser der Petromaxlaterne.
Petroleum war nicht leichter herzustellen, sondern ein bis dahin eher unnützes Nebenprodukt zwischen Benzin und Diesel.

mshwery Avatar
mshwery:#12869

>>12868
>Nein Bernd, besonders dann nicht wenn du kein Erdöl hast.

Doch, Bernd, da man Diesel, im gegensatz zu Benzin, nicht aufwändig raffinieren muß. Von der generellen Verfügbarkeit von Öl sprach ich nicht.

>Die Strahlturbinen waren praktisch die erste sinnvolle militärische Nutzung für Kerosin/Petroleum, ausser der Petromaxlaterne.
Petroleum war nicht leichter herzustellen, sondern ein bis dahin eher unnützes Nebenprodukt zwischen Benzin und Diesel.

Das war nicht der Punkt, der Punkt war die Me-262 konnte noch fliegen als die zur Reichsverteidigung eingesetzten Bf 109 und Fw 190 größtenteils am Boden bleiben mussten, letztere waren vom hochoktanhaltigen Flugbenzin (Avgas) abhängig, welches durch die permanenten alliierten Angriffe auf die Hydrierwerke empfindlich knapp wurde.

nelshd Avatar
nelshd:#12870

>>12869
>Von der generellen Verfügbarkeit von Öl sprach ich nicht.
Drum ging es aber: Warum Panzerbesatzungen mit leicht entflammbarem Benzin in Gefahr bringen?
Notbehelf oder Sabotage.
Das ist wohl inzwischen beantwortet.

csswizardry Avatar
csswizardry:#12871

>>12866
Es geht aber um die Synthetische Herstellung aus Kohle und dergleichen. Nicht die konventionelle Herstellung aus Öl.

albertodebo Avatar
albertodebo:#12872

>>12870
>Drum ging es aber: Warum Panzerbesatzungen mit leicht entflammbarem Benzin in Gefahr bringen?

Es gab keinen solchen Vorsatz, es hatte produktionstechnische Gründe, Maybach war der Hauptlieferant und stellte nunmal Benzinmotoren her. Die Dieselgetriebenen T-34 flogen nach einem Volltreffer genauso in die Luft, da die Explosionshitze eines Hohlladungsgeschoßes immer über dem Siedepunkt von Treibstoff liegt.

grantrobinson Avatar
grantrobinson:#12873

>>12871
Himmel hilf, Kohle wird "verflüssigt", also zu Öl synthetisiert, aus diesem werden dann die verschiedenen Treibstoffe hergestellt. Man kann kein Benzin direkt aus Kohle herstellen.

n1ght_coder Avatar
n1ght_coder:#12874

Man sollte auch bedenken, dass die damaligen Dieselmotoren noch nicht sonderlich ausgereift waren, sprich bei gleicher Leistung zu Benzinmotoren, waren Dieselmotoren immer erheblich voluminöser, außerdem mussten die damaligen Dieselmotoren vor einem Kaltstart immer langwierig vorgeglüht werden, was bei einem gegnerischen Überraschungsangriff fatal sein konnte.

craighenneberry Avatar
craighenneberry:#12875

>>12873
Man kann aus Braunkohleöl aber kein Diesel herstellen.

rdbannon Avatar
rdbannon:#12876

>>12874
na, das kann man so nicht sagen, gerade die deutschen Diselmotoren von MAN und KHD waren weltklasse (und wurden z.B. in U-Booten verwendet. Der Einheitsdiesel war einer der besten Militär-LKW überhaupt.
http://www.fahrzeuge-der-wehrmacht.de/Artikel/Einheitsdiesel.html
Die Sowjets verwendeten in ihren Panzern nur Dieselmotoren, im Winter mischten sie das Diesel mit Kerosin und/oder Benzin, die West-Alliierten verwendeten gegen Ende des Krieges immer mehr Dieselmotoren.

>>12875
Köder, ich weiß...
man kann aus allem fossilen Rohöl Diesel herstellen, es ist nichts anderes als Heizöl.

>Das Verfahren der direkten Hydrierung von Kohle diente zur Erzeugung von Gasen, Vergaser- und Dieselkraftstoffen. Der dazu notwendige Wasserstoff wird durch Kohlevergasung erhalten. >Indirekte Verfahren wie die Fischer-Tropsch-Synthese nutzen die Produkte der Kohlevergasung zum Aufbau von Kohlenwasserstoffen. Auch durch Extraktion von Kohle mit Wasserstoff übertragenden Lösungsmitteln unter Druck werden flüssige Kohlenwasserstoffprodukte erhalten.

>Zwischen 1936 und 1943 wurden in Deutschland elf weitere Hydrierwerke gebaut, die zusammen mit dem Werk in Leuna eine Gesamtkapazität von etwa 4 Millionen Tonnen aufwiesen.[1] Als Rohstoffe wurden in den Werken Leuna, Böhlen, Magdeburg, Zeitz, Wesseling und Brüx Braunkohle oder Braunkohlenteer eingesetzt, in den Werken Scholven, Gelsenberg, Police (Woiwodschaft Westpommern), Welheim (Bottrop) und Blechhammer Steinkohle, Öl, Pech oder Teer.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kohleverfl%C3%BCssigung

https://de.wikipedia.org/wiki/Katalytische_drucklose_Ver%C3%B6lung

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_synthetisches_Benzin#Technische_Realisierungen

markgamzy Avatar
markgamzy:#12877

>>12869
>da man Diesel, im gegensatz zu Benzin, nicht aufwändig raffinieren muß
Dann erklär mal wieso? Was genau unterscheidet Benzin, Diesel und Kerosin nach deinem Verständnis?
>welches durch die permanenten alliierten Angriffe auf die Hydrierwerke empfindlich knapp wurde
Also die Hydrierwerke waren weg und das Flugbenzin wurde knapp? Und das Kerosin kam woher?

cheezonbread Avatar
cheezonbread:#12878

>>12877
>Dann erklär mal wieso? Was genau unterscheidet Benzin, Diesel und Kerosin nach deinem Verständnis?

Ich habe kein eigenes Verständnis von Benzin, Diesel und Kerosin, dafür gab ich aber genügend Verweise zur Herstellung des synthetischen Treibstoffs.

>Also die Hydrierwerke waren weg und das Flugbenzin wurde knapp? Und das Kerosin kam woher?

Da die Herstellung von Mitteldestillaten (Diesel, Kerosin) weniger technischen Aufwand bedeutete, war die Produktion durch die Bombardierungen auch weniger beeinträchtigt - den meisten Raum in den Raffinerien nahmen die Tanks und Destillen der Benzinproduktion ein. Die Herstellung von Flugbenzin konzentrierte sich in den Leunawerken; Diesel, Kerosin und normales Benzin wurde hingegen in allen Raffinerien hergestellt. Dies führte zum Fakt die Me 262 hatten genug Kerosin, und die Propellerflieger nicht genügend Avgas, welches in der Regel mindestens 87 Oktan hatte und deswegen petrochemisch aufwändiger herzustellen war.

pdugan19 Avatar
pdugan19:#12879

>>12878
>Mitteldestillaten (Diesel, Kerosin) weniger technischen Aufwand
"Mitteldestillate" hast du irgendwo gelesen Bernd?
Du hast beim Erdöl, in der Kokerei, in den Hydrierwerken ein Stoffgemisch, das immer weiter erhitzt und auf verschiedenen Siedestufen getrennt wird(Tief-, Mittel-, Hochdestillate). Je nach Einsatzstoff mehr oder weniger. Die Oktanzahl von Benzin erhöhst du durch einfaches Mischen mit hochoktanigen Lösemitteln wie Benzol, Toluol, Xylol usw. Die Bombenangriffe haben zwar offene Chemiebetriebe beeinträchtigt aber es gab im Geilenberg-Programm Untertageverlagerung für die Syntheseanlagen die zum Kriegsende anliefen.
Vergleiche nebenbei mal die Produktions- und Einsatzzahlen von Me262 und den 109/190ern Kolbenjägern.

kazukichi_0914 Avatar
kazukichi_0914:#12881

>>12879
>"Mitteldestillate" hast du irgendwo gelesen Bernd?

Natürlich, ich habe es ja nicht erfunden.

>Du hast beim Erdöl, in der Kokerei, in den Hydrierwerken ein Stoffgemisch, das immer weiter erhitzt und auf verschiedenen Siedestufen getrennt wird(Tief-, Mittel-, Hochdestillate). Je nach Einsatzstoff mehr oder weniger. Die Oktanzahl von Benzin erhöhst du durch einfaches Mischen mit hochoktanigen Lösemitteln wie Benzol, Toluol, Xylol usw.

Wo habe ich dem widersprochen? Kerosin ist ein Mitteldestillat, folglich einfacher herzustellen. Je aufwändiger der Herstellungsprozeß, desto hochwertiger, hochoktanhaltiger und hochklopffester das Endprodukt, deswegen kostet Superplusbleifrei auch mehr...

>Die Bombenangriffe haben zwar offene Chemiebetriebe beeinträchtigt aber es gab im Geilenberg-Programm Untertageverlagerung für die Syntheseanlagen die zum Kriegsende anliefen.

Es zählt nicht was gewesen wäre, es zählt was war, und was war ist die Luftwaffe hatte großen Mangel an hochoktanhaltigem Avgas (die Sowjets waren diesbezüglich übrigens von Lieferungen aus den USA abhängig). Die Gustavs, Kurfürsten und Dora-9s konnten nie ausreichend mit 100 Oktan Treibstoff versorgt werden, welcher nötig war um in großen Höhen zu operieren, 87 Oktan war gut für niedrige und mittlere Einsatzhöhen - die US P-51 Mustangs flogen nur mit 100 und sogar 150 Oktan Avgas, die Folge war eine überlegene Leistung in großen Höhen. (Japan litt übrigens ebenfalls an einem Mangel an hochoktanhaltigem Avgas, weshalb die B-29 meistens ungestört blieben)

>Vergleiche nebenbei mal die Produktions- und Einsatzzahlen von Me262 und den 109/190ern Kolbenjägern.

Das ist ja die Crux, Me 262 und andere strahl/jetgetriebene Flugzeuge standen kaum zur Verfügung, obwohl das einfacher herzustellende Kerosin ausreichend vorhanden war, für die in Massen im Rahmen des Jägernotprogramms hergestellten Gustavs, Kurfürsten und Dora-9s gab es kaum bis keinen Sprit mehr. General der Jagdflieger Galland sagte ja selbst er hätte lieber eine Me-262 als vier Bf-109s.

olgary Avatar
olgary:#12883

>>12881
>gut für niedrige und mittlere Einsatzhöhen
Höhenlader, schon mal gehört?
>strahl/jetgetriebene Flugzeuge standen kaum zur Verfügung, obwohl
>Es zählt nicht was gewesen wäre
Ja was denn jetzt Bernd? Hätte, hätte Fahrradkette, oder nicht? Die U-Verlagerungen waren Realität und haben unterirdisch produziert. Nur Rohstoffe dorthin und Produkte von dort weg zu bringen war 1944 nicht mehr ungestört möglich.
>obwohl das einfacher herzustellende Kerosin ausreichend vorhanden war,
Du verstehst es immer noch nicht. Kerosin entsteht quasi als Abfallprodukt und hatte bis auf Ar234 und Me262 keinen echten Verbraucher, darum der Überfluss.
Selbst wenn die Synthese auf eine bestimmte Molekülgrösse gelenkt wird, ist eine fraktionierte Destillation notwendig, weil immer Nebenprodukte mit entstehen.

illyzoren Avatar
illyzoren:#12886

>>12883
>Höhenlader, schon mal gehört?

Warum sollte ich nicht davon gehört haben? Die Verfügbarkeit von Höhenladern und die Verfügbarkeit von 100 Oktan Avgas sind zwei verschiedene Dinge, das eine war serienmäßig verfügbar, das andere Mangelware, was dazu führte dass die Luftwaffe in großen Höhen den anglo-amerikanischen Fliegern gegenüber benachteiligt war.

>Ja was denn jetzt Bernd? Hätte, hätte Fahrradkette, oder nicht? Die U-Verlagerungen waren Realität und haben unterirdisch produziert. Nur Rohstoffe dorthin und Produkte von dort weg zu bringen war 1944 nicht mehr ungestört möglich.

Ich habe mich in keinen Widerspruch verwickelt, der Bau der unterirdischen Anlagen im Rahmen des Geilenergprogramms liefen erst Mitte 1944 an, und kamen zu spät.
http://www.altbergbau-untertage-u-verlagerungen-lost-places.de/index.php/u-verlagerungen/informationen/geilenberg-programm

>Du verstehst es immer noch nicht.

Ich bin der einzige hier, der überhaupt etwas erklärt.

>Kerosin entsteht quasi als Abfallprodukt und hatte bis auf Ar234 und Me262 keinen echten Verbraucher, darum der Überfluss.

Falsch, es gab auch z.B. Kerosinheizungen - ein Abfallprodukt war es nicht, und es gab keinen Überfluß, man produzierte es absichtlich, da der Zündungspunkt über dem von Öl aber unter dem von Diesel lag.

>Selbst wenn die Synthese auf eine bestimmte Molekülgrösse gelenkt wird, ist eine fraktionierte Destillation notwendig, weil immer Nebenprodukte mit entstehen.

Ja, und? Dem hat niemand widersprochen.

herrhaase Avatar
herrhaase:#12892

>>12886
>Ja, und? Dem hat niemand widersprochen.
Du sagst immer wieder "das einfacher herzustellende Kerosin". Es ist nicht einfacher herzustellen, es wurde immer mit hergestellt und war bis zu den Strahturbinen unerwünschtes Nebenerzeugnis.
>Ich bin der einzige hier, der überhaupt etwas erklärt.
Herrliches Mett, selbstherrliches Selbstverständnis.

albertodebo Avatar
albertodebo:#12895

>>12892
>Du sagst immer wieder "das einfacher herzustellende Kerosin". Es ist nicht einfacher herzustellen, es wurde immer mit hergestellt und war bis zu den Strahturbinen unerwünschtes Nebenerzeugnis.

Unsinn, wenn wiederholt, wird dadurch nicht zur Wahrheit. Kerosin gab es lange vor der Erfindung der Jettriebwerke, es wurde in Heizungen verwendet, da es weniger rußte als Öl oder Diesel. Man wählte Kerosin als Jettreibstoff, weil es besser geeignet und in größeren Mengen als Avgas zur Verfügung stand. Das Deutsche Reich hatte massive Probleme mit der Herstellung von Isooctanen - eine nicht zu unterschätzender Faktor für den Erfolg der Alliierten war die unbegrenzte Verfügbarkeit von hochoktanhaltigem Avgas - die Mustangs flogen ab 1944 im fliegendem Galopp mit 150 Oktan - den Achsenmächten fehlte dies.

>Herrliches Mett, selbstherrliches Selbstverständnis.

Es ist ja nicht meine Schuld, wenn mein Gegenüber permanent die gleichen Fehlschlüsse zieht.

danro Avatar
danro:#12896

>>12895
>Unsinn, wenn wiederholt, wird dadurch nicht zur Wahrheit.
Danke, gleichfalls! Wer am lautesten schreit hat also Recht?
Du hast kein Ahnung von den Vorgängen der Erdölraffination und bestehst auf "Avgas"-Weisheiten der Nachkriegsfliegerei.
>Kerosin gab es lange vor der Erfindung der Jettriebwerke
Logische Folge der Erdöldestillation, hat niemand betritten, ist aber nicht leichter oder schwerer herzustellen als Diesel oder Benzin.

freddetastic Avatar
freddetastic:#12898

>>12896
>Danke, gleichfalls! Wer am lautesten schreit hat also Recht?

Nein, recht hat der mit den Argumenten auf seiner Seite.

>Du hast kein Ahnung von den Vorgängen der Erdölraffination und bestehst auf "Avgas"-Weisheiten der Nachkriegsfliegerei.

Allerliebst, warum hatten denn deutsche Flugzeuge der Luftwaffe immer ein gelbes Warndreieck neben der Tankfüllklappe, welche die benötige Oktananzahl (zumeist 87) angab?
http://www.messerschmitt-bf109.de/display.php?lang=de&auth=e&name=version_display&fotonummer=5264

http://www.messerschmitt-bf109.de/display.php?lang=de&auth=e&name=version_display&fotonummer=2893

Das 87er Oktan Avgas war bei der Wehrmacht als B4 Kraftstoff standardisiert, das 100er als C3 - also nichts mit "Weisheiten der Nachkriegszeit"...

>Logische Folge der Erdöldestillation, hat niemand betritten, ist aber nicht leichter oder schwerer herzustellen als Diesel oder Benzin.

Deswegen gab es nur ganz wenige Raffinenerien im Reich, die es überhaupt herstellen konnten? Schon klar, übrigens warum kostet heute denn Benzin (vor Steuer) immer mehr als Diesel, und höherwertiges Super mehr als normals Benzin?

Bild: Betankung einer im 2.WK eingesetzen P-51D mit 150 Oktan Avgas.

leonfedotov Avatar
leonfedotov:#12899

>>12898
>übrigens warum kostet heute denn Benzin (vor Steuer) immer mehr als Diesel
Höhere Energiekosten bei der Destillation? Hochsieder müssen zum Getrenntwerden höher erhitzt werden.
>immer ein gelbes Warndreieck neben der Tankfüllklappe
Flugzeuge waren damals schon rundherum mit allen möglichen Wartungshinweisen bemalt, wo was zu finden ist, zB das Erste Hilfe Set.

pehamondello Avatar
pehamondello:#12900

>>12899
>Höhere Energiekosten bei der Destillation? Hochsieder müssen zum Getrenntwerden höher erhitzt werden.

U.a. genau deswegen ist die Benzinherstellung aufwändiger, jetzt gibst du es ja selber zu. Die Herstellung von Flugbenzin mit hohem und sehr hohem Oktangehalt war noch aufwändiger herzustellen, Raffinerien die Benzin herstellen konnten, konnten deswegen noch lange kein 87+ Oktan Flugbenzin herstellen, nur die Leunawerke konnten das.

>Flugzeuge waren damals schon rundherum mit allen möglichen Wartungshinweisen bemalt, wo was zu finden ist, zB das Erste Hilfe Set.

Sicher, hier geht es aber um die Treibstoffe.

grantrobinson Avatar
grantrobinson:#12923

>>12900
>Benzinherstellung aufwändiger, jetzt gibst du es ja selber zu.
Es geschieht alles in einer Kolonnenanlage mit 6 oder meer Siedefraktionen, die alle eigenen Aufheizer haben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kontinuierliche_Destillation
Zum Erhöhen der Oktanzahl ist nur noch das Vermischen der Rohbenzinfraktion mit anderen (verfügbaren) Lösemitteln höherer Oktanzahl nötig. Das geschieht auch heute noch erst an der Tankwagenbefüllung, bis zu der zwischen Shell-, Aral- und Orlenbenzin kein Unterschied besteht.

sketi_ndlela Avatar
sketi_ndlela:#12935

>>12923
Alles Aufwand an Rohstoffen und Energie, alles Mangelware in einem rohstoffarmen Land in Kriegszeiten, Chemikalien wie Kybol und Tetraethylblei sowie Isooctane waren im Deutschland des 2. Weltkieges sogar absolute Mangelware - was heute ist, ist etwas anderes. Damals waren nur die USA in der Lage beliebige Mengen an hochoktanhaltigem Benzin herzustellen, in Raffinerien die darüber hiaus sicher vor feindlichen Angriffen waren.

romanbulah Avatar
romanbulah:#12945

>>12935
>waren nur die USA in der Lage
Ach der VSA-Schnösel wieder. Dann lüfte alleine weiter.
Schade um den Panzerfaden.

sementiy Avatar
sementiy:#12947

>>12945
>Ach der VSA-Schnösel wieder. Dann lüfte alleine weiter.
Schade um den Panzerfaden.

haha, es ist ja nicht mein Problem, wenn es dir an Grundkenntnissen mangelt, ich betrachte Geschichte aus rein wissenschaftlicher Sicht:
http://www.whq-forum.de/invisionboard/index.php?showtopic=27227

ripplemdk Avatar
ripplemdk:#12970

>>12945

>VSA-Lüfter sagt die Wahrheit
>VERLASST DEN FADEN

Die VSA hatten damals schlicht und ergreifend gut und gerne 40% des weltweiten Industriepotenzials inne, wenn nicht mehr, und konnten es ungestört tausende Kilometer von den Fronten entfernt ausspielen.

tjisousa Avatar
tjisousa:#12972

>>12970
Hatten sie nicht auch selbst Probleme mit Treibstoff? Sogar mir Rationierungen für die Zivilbevölkerung?

jjshaw14 Avatar
jjshaw14:#12973

>>12972

Kriegswirtschaft eben. Hat Deutschland übrigens viel zu spät gemacht.