Krautkanal.com

Veröffentlicht am 2015-09-08 17:04:52 in /wk/

/wk/ 12776: G36 wird offiziell ausgemustert, Nachfolger soll ab 2019 kommen

ayalacw Avatar
ayalacw:#12776

>Dieser „Priorisierte Forderungskatalog“ liegt jetzt vor. Verlangt wird darin ein Gewehr, das in allen Klimazonen zuverlässig arbeitet, dessen Lauf und dessen Kunststoffteile sich bei Hitzeeinwirkung oder bei großer Kälte nicht verziehen sollen und das auch bei Dauerfeuer eine möglichst hohe Treffsicherheit behält.
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bundeswehr-sturmgewehr-g36-wird-ausgemustert-13791159.html

>

Es war die Bundeswehr-Affäre des Frühsommers: Das Sturmgewehr G36, einst der ganze Stolz der Truppe, schien plötzlich nicht mehr gut genug zu sein. Bei Hitze und Dauerfeuer funktioniert das G36 nur noch ungenügend, so die Befunde. Mehrere Prüfkommissionen wurden eingesetzt, mit Ursula von der Leyen und Vorgänger Thomas de Maizière gerieten zwei Verteidigungsminister unter Druck.

Nun hat das Verteidigungsministerium entschieden, wie es weitergehen soll. Bis 2019 soll die Truppe ein völlig neues Sturmgewehr erhalten. So hat es Staatssekretärin Katrin Suder an diesem Dienstag den Obleuten des Verteidigungsausschusses mitgeteilt.
>Das G36 wird dann aus dem Verkehr gezogen. Damit ist die Alternativlösung - das Gewehr zu überarbeiten und zu verbessern - vom Tisch. Es ist eine Entscheidung, die bei Herstellerfirma Heckler & Koch wohl kaum für Begeisterung sorgen wird.
>"Die Forderungen der Truppe an ein zukünftiges System Sturmgewehr", begründete Suder in der Unterrichtung an die Verteidigungspolitiker, "gehen weit über eine Produktverbesserung des bestehenden Systems G36 hinaus". Zudem sei das G36 ohnehin nur für eine Nutzung von 20 Jahren ausgelegt gewesen. Diese Zeit ende 2016.
>Das Verteidigungsministerium will nun bis November die Anforderungen für die Neuausschreibung festlegen. Bei der Ausschreibung, so Suder in der Unterrichtung, wolle man "ein möglichst breites Anbieterspektrum erreichen". Bis 2019 könne das neue Gewehr einsatzbereit sein, hofft man im Bendlerblock.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/aus-fuer-g36-von-der-leyen-will-neues-sturmgewehr-a-1051926.html

Es werden alle europäischen Waffenhersteller um Vorschläge gebeten.
Was könnte da eigentlich kommen?
-FN mit einer abgewandelten SCAR Version
-HK mit dem 416/417
-Steyr mit einer abgewandelten AUG
-Ischmasch mit Ak12
-Beretta ARX-160
-SIG Stgw 90 modernisiert
-IMI Tavor

Wird spannend, vielleicht gehen sie diesmal wirklich von HK weg und nehmen jemanden anderes (HK wird dann die Dinger immernoch in Lizenz produzieren, man muss ja Arbeitsplätze erhalten)

doronmalki Avatar
doronmalki:#12777

Besteht eine realistische Chance, dass das G11 Programm wieder aufgenommen wird?

seanwashington Avatar
seanwashington:#12778

>HK wird dann die Dinger immernoch in Lizenz produzieren, man muss ja Arbeitsplätze erhalten

Waren die Briten ohne die Abzugssysteme von H&K nicht ziemlich aufgeschmissen? Nur fragend :3

Das H&K in überzeugender Kwalität produzieren kann sollte jedem bekannt sein. Es spricht also nichts gegen 416/417.

starburst1977 Avatar
starburst1977:#12779

Haha, oh wow.
Bis 2019.

Wir tauschen also was halbgares gegen andere halbgare Lösungen.
Ganz toll.
So wirklich supertoll sind die verfügbaren Modelle die Einsätze gesehen haben nämlich auch nicht, das läuft dann am Ende auf 416/17 raus.


>>12777
Nein, da überkandideltes Schrottsystem und vor allem falsches Kaliber.

bobwassermann Avatar
bobwassermann:#12782

Das Fühl an einer Waffe gedient zu haben, die als Schrott verklärt wird :(.

(Es wurde nicht dafür gebaut in einem Wüstenland Magazin nach dem anderen durchzuheizen)

chaabane_wail Avatar
chaabane_wail:#12783

>>12782
Wurden >9000 andere Gewehre auch nicht. Können es aber trotzdem. Liegt daran, dass andere mit gesundem Menschenverstand konstruieren. HK dagegen setzt mit deutschjüdischer Gründlichkeit die Lieferbedingungen um, die leider von einem Idioten verfasst wurden.

shalt0ni Avatar
shalt0ni:#12784

>>12782
>die als Schrott verklärt wird
Willkommen im Club Bernd.

ryanjohnson_me Avatar
ryanjohnson_me:#12794

HK 416 ist zu teuer um es in der Breite einzuführen. Am Ende wird es ein Überarbeitetes G36 mit besserem Lauf und neuem Gehäuse wie beim XM8. Vielleicht schick als Bullpup wie das Tavor.

2019 ist zu kurzfristig für wirkliche Neuentwicklungen. Da kommen nur Varianten von vorhandenen Gewehren in Frage.

donjain Avatar
donjain:#12795

>>12794
Ein vernünftiges G36 wäre ja nett, auch wenn der Unterschied zu ACR und SCAR nachher gering ist. Leider müsste HK dafür zugeben, Mist gebaut zu haben...

michigangraham Avatar
michigangraham:#12797

Wenn es nicht das HK 416/417 oder das XM8 wird bin ich ziehmlich mett, was spricht denn dagegen? Nix. Warum sollte das HK416 eigentlich in Massenfertigung mehr als doppelt so teuer sein wie das G36, gibt es da eine nachvollziehbare begründung?

andyisonline Avatar
andyisonline:#12798

>>12797
>Spritzguss-Plastik vs gefrästes Aluminium
>Kompatibilität/Bedienungsgleichheit mit völlig anders funktionierendem DI-AR15 System vs alleinstehendes, kostenoptimiertes G36
Gibt es.

melvindidit Avatar
melvindidit:#12799

Hoffentlich wird es das HK417 oder das FN SCAR als 7,62.

Noch lieber wäre mir Bild realtiert als offizielle Waffe der Bundeswehr.

sawalazar Avatar
sawalazar:#12806

AK-103

/Faden

melvindidit Avatar
melvindidit:#12808

>>12798
Ich dachte das HK 416 hätte auch Kunstoffgehäuse und basiert technisch auf dem XM8, welches auf dem G36 basiert. Kennt sich jemand mit den Detailunterschieden aus?

matt3224 Avatar
matt3224:#12809

>>12799
Warum sollte man wieder auf 7,62 wechseln?

Shriiiiimp Avatar
Shriiiiimp:#12810

>>12808
Nein Bernd. Das XM8 ist ein umdesigntes G36 mit Plastikgehäuse. Das 416 ist ein AR15 mit Kurzkolbenhub-system (genauso wie das G36, AR18 und >9000 andere Kolben-Ar15-Systeme) und Aluminiumgehäuse.

ninjad3m0 Avatar
ninjad3m0:#12813

Ich denke das 5,56×45mm Alternativlos ist. Kompatibilität zu G36 Magazinen und andere Ausrüstung wäre geschickt.

>-FN mit einer abgewandelten SCAR Version
Wurde nicht als Ordonnanzwaffe entwickelt, eine Billigere Variante wäre vielleicht denkbar.

>-HK mit dem 416/417
Denke das die zu Teuer sind.
Sie würden nicht als Ordonnanzwaffe entwickelt sondern für Spezialeinheiten.

>-Steyr mit einer abgewandelten AUG
Kein schlechtes Gewehr.
Die frage ist ob man ein Bullpup Gewehr haben will.
Müsste vielleicht von HK lizenziert werden da Steyr Mannlicher nicht so groß ist um genug zu produzieren.

>-Ischmasch mit Ak12
Politisch unmöglich, da müssten wir schon einen zweiten Schröder als Kanzler bekommen.
Praktisch gibt es nichts auszusetzen. AK geht immer.

>-Beretta ARX-160
Sieht eher unwahrscheinlich aus.

>-SIG Stgw 90 modernisiert
Das gute alt SIG ist nicht schlecht. Spricht wenig dagegen.
Schön präzise, dürfte den Leuten die jetzt meckern gefallen. Vermutlich aber nicht mit der normalen NATO Munition.
Dürfte nicht ganz billig sein, aber die Bergjuden können sich das ja leisten.

>-IMI Tavor
Den Juden ist das Gewehr ja zu teuer, die Frage ist ob es uns zu teuer ist.


Meine Wahl wäre die AK, da das politisch aber unmöglich ist denke ich das ein weiterentwickeltes G36/XM8 wohl die beste Lösung ist.

Ich frage mich ob irgend ein anderes Land, das das G36(C/V/K) benutzt, irgendwelche Probleme damit hat.

mj_berthelsen Avatar
mj_berthelsen:#12816

2

matt3224 Avatar
matt3224:#12817

>>12813
>>12813
Wenn man den Zügen auch ein paar leichte MGs mitgibt dann kommen die Soldaten auch nicht so schnell on die Verlegenheit 4 Magazine durch ihr G36 zu jagen. So weit ist VdL aber noch nicht, jetzt muss HK erstmal ein Großauftrag beschert werden sonst gehen die Pleite.

leonfedotov Avatar
leonfedotov:#12820

>>12809

Weil man gemerkt hat, dass das G36 kaum Durchschlagskraft hat im Vergleich zum AK47/74.

Und noch etwas scheint offen: Die Frage, ob die Bundeswehr vom mit dem G36 eingeführten kleineren NATO-Standardkaliber 5,56mm auf das zuvor genutzte Standardkaliber 7,62 zurückgeht. Das dürfte allerdings im November mit der FFF klar sein.

>>12813

> >-HK mit dem 416/417
> Denke das die zu Teuer sind.

Dir ist schon klar, dass die Bundeswehr Rabatt bekommt.

Das G36 haben sie auch für 900€ das Stück verhökert.

> Sie würden nicht als Ordonnanzwaffe entwickelt sondern für Spezialeinheiten.

G36 hat 750 Rps
HK416 hat 850 Rps
HK417 hat 600 Rps

Wieso sollte das HK416 nicht als Ordonnanzwaffe dienen können?

Allgemein ist das Problem am HK416, der Bau.
H&K sind einfach zu langsam die Dinger zusammenzuschrauben.

Und am Ende wird es trotzdem das HK416, da H&K nun mal der Platzhirsch ist.


Das Sturmgewehr G36 wird trotz der vom Verteidigungsministerium erklärten Mängel noch für mindestens zehn weitere Jahre in der Bundeswehr genutzt werden. Die beschlossene Ablösung der Waffe durch ein neues Sturmgewehr ab 2019 werde optimistisch geschätzt sechs bis sieben Jahre dauern, heißt es nach einer Meldung des Spiegels in einer Vorlage für Rüstungsstaatssekretärin Katrin Suder. Dafür würden in der Finanzplanung 630 Millionen Euro veranschlagt, allerdings kämen noch weitere Kosten für Zubehör und Simulatoren hinzu. Unter Umständen auch für Munition – das hängt aber davon ab, für welches Kaliber sich die Bundeswehr entscheidet.

Laut Vorlage gehen die Berechnungen vorerst von einer Stückzahl von 124.000 für die geplante neue Waffe aus – deutlich weniger als die rund 170.000 bisher beschafften G36. Allein schon deshalb wird die Bundeswehr ein guter G36-Kunde bleiben, zumal es in den nächsten Jahren Ersatzbedarf für verschlissene Gewehre geben wird.

Q:http://augengeradeaus.net/2015/09/das-g36-bleibt-noch-mindestens-zehn-jahre/

csswizardry Avatar
csswizardry:#12822

>>12820
> im Vergleich zum AK47/74.

Du redest dummes Zeug. Ak-74 verschießt 5,45. Auch hat die russische 7,62 Patrone kaum etwas mit der 7,92 Patrone der Nato zu tun. Sie ist viel kürzer.

aluisio_azevedo Avatar
aluisio_azevedo:#12823

>>12822
Und die Nato-Patrone ist 7.62, nicht 7.92...

Der Unterschied zwischen den Kalibern ist auch eine Sache von Doktrin, Gelände, etc. Der formale Zweck der Bundeswehr liegt immer noch in der Verteidigung von deutschem und verbündetem Gebiet in Mitteleuropa. Für die dabei zu erwartenden Gefechte in bewaldeten und urbanen Gebieten wird das Kaliber 5.56 im gesamten westlichen Raum als alternativlos angesehen.

Kriegsähnliche Zustände im Mittleren Osten oder sonstwo sind eine andere Sache (die Türken z.B. sind von 7.62 Nato nie abgewichen).

Das 416 ist als Ordonnanzwaffe sicher geeignet, aber auch bei größeren Stückzahlen teurer als das G36, das liegt schon in der Konstruktionsweise. Ob die BW das einfach schluckt, ein verbessertes G36 verlangt oder etwas ganz anderes auswählt, ob die Sache noch zu Lebzeiten der Bundesrepublik abläuft... wer weiß.

lightory Avatar
lightory:#12824

>Der Unterschied zwischen den Kalibern ist auch eine Sache von Doktrin, Gelände, etc. Der formale Zweck der Bundeswehr liegt immer noch in der Verteidigung von deutschem und verbündetem Gebiet in Mitteleuropa. Für die dabei zu erwartenden Gefechte in bewaldeten und urbanen Gebieten wird das Kaliber 5.56 im gesamten westlichen Raum als alternativlos angesehen.

Aber die Standardwaffe der Bundeswehr während des Kalten Krieges war doch das G3 im Kaliber 7,62, das widerspricht irgendwie deiner Aussage.

tereshenkov Avatar
tereshenkov:#12825

>>12823
>aber auch bei größeren Stückzahlen teurer als das G36

Große Stückzahlen wie beim G36 werden doch aber garnicht mehr benötigt. Es gibt schließlich keine Wehrpflicht mehr und die Bundeswehr selbst wird auch immer kleiner.

Die Anschaffung des neuen Gewehrs steht mengenmäßig in keinem Verhältnis zur Menge der angeschafften G36.

likewings Avatar
likewings:#12826

>>12824
Fand ich auch komisch seine Aussagen. So ganz ohne Argumentation.
Mein Laien-Wissen sagt mir, dass
1).223 besser ist, da leichter als .308 - ein Soldat kann meer Patronen bei gleicher Masse mitnehmen
2).223 hat eine höhere Mündungsgeschwindigkeit als die Russen-7,62 - die .223-Kugel macht beim Schuss keine so hohe Parabel, was positiv für die Zielgenaugkeit ist.

Aaaaaber
3) Die Russen-7,62 oder die .308 hat wesentlich meer Impuls in der Kugel, was sich positiv beim Schießen im Wald (durch Blätter und Büsche) auswirkt (mussten die Fettbürger schon in Vietnam merken).

Daher hätte ich erwartet, dass der Bernd da oben für den Mischwald .308 auswählt.

Was die Türken angeht: das sind halt Sandneger. Die haben sowohl objektive Bedürfnisse wie
1) Dreckiges Gewehr (Sandneger sind dumm und / oder faul) macht mit starker Patrone länger mit
2) Qualitativ eher schlechstes Gewehr (Sandneger sind arm) macht mit starker Patrone länger mit
3) Freud sagt, dass größer immer besser ist

adhiardana Avatar
adhiardana:#12829

>>12826
>Sandneger
>kein Wald, eher offenes Gelände
>offenes Gelände = Kämpfe auf größere Distanz
>große Distanz = große Patrone

Dass sie die Lizenz zum bauen von G3s teuer gekauft haben und diese heimisch produzieren und dieses "eigene" Produkt weiternutzen anstatt für teures Geld neue Lizenzen oder Waffen kaufen wollen spielt sicher auch mit rein.

tereshenkov Avatar
tereshenkov:#12830

Wie war eigentlich damals die Zielgenauigkeit beim G3? Und war das G3 ähnlich wie das G36 eher einfach zu schießen, oder hat es viel Übung gebraucht, bis man das halbwegs im Griff hatte?

Wenn wir schon dabei sind: Hat sich der Rollenverschluss von dem G3 irgendwie im Gebrauch bemerkbar gemacht?

tomgreever Avatar
tomgreever:#12831

>>12826
>>12823
Vielleicht hätte ich genauer sein sollen. Konventioneller Krieg bedeutet Infanteriegefechte vor allem auf kurze Distanz (weil vor allem in Wald und Stadt, weil Infanterie auf freiem Feld Kanonenfutter ist). Hat sich schon im zweiten Weltkrieg abgezeichnet. Wehrmacht und Rote Armee ließen deshalb Kurzpatronen entwickeln (8x33 und 7.62x39) die auf diese Distanz als Gesamtpaket (Gewicht, Feuerrate etc.) besser sein sollten. Die Amis waren anderer Meinung, verkürzten ihr 30-06 geringfügig und drückten sie der Nato als 7.62 Nato auf. Der Fehler fiel schon bald auf und sie führten stattdessen 5.56 Nato ein, welches von den meisten Nato-Staaten übernommen und von den Russen sogar praktisch kopiert wurde. Insofern behaupte ich, dass die Überlegenheit von 5.56 im konventionellen Krieg mehr oder weniger Konsens ist (dass die BW die Sache mit deutlicher Verspätung aufgriff, ist eine andere Geschichte).


In Afghanistan nun wurde Infanterie häufiger in Gefechte auf lange Distanz verwickelt. Das liegt zum einen an der anderen Topographie, zum anderen eben an den Situationen, kleine Infanteriegruppen ohne viel Unterstützung. Im konventionellen Krieg würde auf diese Entfernung von Begleitfahrzeugen, Mörsern, Artillerie etc. gewirkt.

rahmeen Avatar
rahmeen:#12833

>>12830
> Zielgenauigkeit beim G3
Die ersten Schiessübungen auf dem G3 waren zu W15-Zeiten das Finden des Anhaltepunktes. Das war bei Bernd ein Punkt auf 11 Uhr, ca 70cm von der Mitte entfernt. Also musste Bernd diesen Punkt auf 5 Uhr zielen um etwa die Mitte zu treffen. Bernds Onkel, der in den 1970ern G3 geschossen hatte, sagte Bernd mal, das verschiessen von Gewehrgranaten hätte die G3-Läufe gestaucht. Vor dem Gewehrgranatenschiessen habe sein G3 den Anhaltepunkt mittig gehabt, danach nicht meer.
Als in der Grundi im Biwak bei Bernds G3 das Dioptervisier abging (nur 1 H&K-Diopterdreher im Btl), schoss er seine Serien mit G3s von Kameraden und war chancenlos ohne Kenntnis des genauen Anhaltepunktes.
Der Rollenverschluss erforderte einen Trick beim Zusammenbau, sonst war Fertigladen nachher unmöglich. Er besass gefühlte 1000 Verstecke für Elefantenherden aus Schmutz.

melvindidit Avatar
melvindidit:#12834

>>12830
Ich hatte keine Probleme und war stets in der Top 5 des Zuges, was das Ballan anging. Kann dazu nichts sagen, da ich nicht weiß, ob ich unglaublich talentiert bin (als ob), oder ob mein Gewehr einfach zufällig positiv verzogen war.

chatyrko Avatar
chatyrko:#12835

Warum setzt man nicht einfach meer auf das Konzept Zielfernrohrschütze und drückt einem Schützen aus der Gruppe einfach ein Gewehr im Stile der Dragunov mit entsprechendem Kaliber in die Hand?

Wäre doch ein guter Kompromiss.

gmourier Avatar
gmourier:#12836

>7,62 × 51 mm NATO
Alte Nato Standartmunition. Immer noch für MG3 oder Zielfernrohrgewehre(DMR) wie das G3A3ZF (eine Version des G3) oder eben das HK 417
>7,62 × 39 mm
Russische Patrone. Für AK47 und deutlich kürzer als das Nato "Gegenstück".
>7,92 × 57 mm
Gute alte Mauser Patrone des K98 und so ziemlich allem anderen das wir früher benutzt haben (MG42)
>5,56 × 45 mm NATO
Die Standartmunition seit dem M16.
>5,45 × 39 mm
Die russische "Kopie" der Nato Munition für das AK74

Wenn wir das nächste mal in Frankreich einmarschieren ist 5,56mm geschickt da es unter 300m keine wirklichen Nachteile gegenüber 7,62mm hat und Logistisch gesehen ist das 5,56mm logischerweise viel besser.
Wenn wir unsere Freiheit mal wieder am Hindukusch oder vielleicht bald in Syrien verteidigen werden wir wohl auf Grund der von >>12831 beschriebenen Tatsachen könnten wir dort mehr 7,62mm gebrauchen.
Wir haben auch in Afghanistan G3s und mittlerweile auch HK 417 eingesetzt genau so wie die VSA das alte M14.
Eine größere Kugel fliegt natürlich weiter als eine kleine.
Wenn wir mal wider, vom Parlament nicht legitimierte, Auslandseinsätze machen sollten wir ein paar mehr Jungs ein Gewehr mit 7,62mm geben.

Bei den Maschinenpistolen gibt es seit neustem auch eine Entwicklung hin zu neuer Munition.
Die P90 hat eine neu entwickelte 5,7mm Munition die gegenüber der normalen 9mm Parabellum Pistolenmunition deutlich besser durch Schutzwesten kommt. (Wir bisher nur noch von der Five-Seven benutzt)
HK hat für die MK7 dann 4,6mm Munition entwickelt.

>>12835
Das Konzept wäre wohl das beste. Der Teil des Heeres der für Auslandseinsätze gedacht ist sollte mehr Soldaten mit 7,62mm Gewehren haben (also vermutlich das HK 417).
Das G36 sollte man einfach mit den Erfahrungen die man aus dem XM8 Projekt gewonnen hat ein wenig verbessern damit es doch zumindest bei 100-200m noch irgendwas trifft wenn es zu lang in der Sonne lag.

zackeeler Avatar
zackeeler:#12839

>>12835
>>12836
Meine Herren, ich muss euch widersprechen.
Krieg ist auf naher Distanz, wenn zu einem Gefecht mit Handfeuerwaffen kommt. Selbst die sandigsten Sandneger sind mittlerweile so klug, dass nicht auf offenem Feld angreifen. Klassischer Häuserkamp, Überfälle auf Checkpoints und Überfälle auf "offener" Straße mit günstigen Gegebenheiten wie angrenzendem Wald, hohen Felswänden, Gräben etc.
In solchen Situationen braucht man viel Feuerkraft aus einem kleinem Gewehr. Elend lange Dragunovs sind hier der sichere Tod.

adammarsbar Avatar
adammarsbar:#12840

alle.jpg setzen 1-2 MG-Schützen in die Rotte zum Unterdrückenden Feuern.
Nur die Doitschen mal wieder haben sowas nicht nötig. Da Bleispritze schisst doch auch. Was das wieder kostet!!1!

roybarberuk Avatar
roybarberuk:#12841

>>12836
>Bei den Maschinenpistolen gibt es seit neustem auch eine Entwicklung hin zu neuer Munition.

Ja aber nicht nur in Richtung kleinerer Kaliber. Die Russen nutzen 9x39.

stevenfabre Avatar
stevenfabre:#12844

>>12841
Unterschiedliche Zielsetzung. 9x39 soll leise (unterschallschnell) sein und trotzdem noch ein wenig wumms machen, deshalb große Murmel. Die neuen PDW-Kaliber sollen trotz sehr geringem Gewicht an Munition und Gewehr noch Schutzwesten durchdringen, was nur mit kleinen schnellen Projektilen geht. Die klassische Maschinenpistole im Pistolenkaliber (Uzi, MP5, etc.) als Waffe für den nahen Feuerkampf ist im Grunde überholt.

samscouto Avatar
samscouto:#12845

>In Afghanistan nun wurde Infanterie häufiger in Gefechte auf lange Distanz verwickelt. Das liegt zum einen an der anderen Topographie, zum anderen eben an den Situationen, kleine Infanteriegruppen ohne viel Unterstützung.

Soll das heißen, die haben da in Affghanistan im Sand gelegen und von morgens bis mittags auf irgendwelche Feinde geschossen, die 200 m entfernt im Sand lagen und genauso wenig getroffen haben auf die Entfernung?

Irgendwie klingt das superdämlich. Also noch dämlicher als die Idee Affghanistan sowieso. Wie wäre es mit einer Bazooka? Ist ja nicht so, als ob ein Infanterist die nicht tragen könnte.

anass_hassouni Avatar
anass_hassouni:#12851

>>12845
Bazooka ist ne reine Negerwaffe.

mefahad Avatar
mefahad:#12856

>>12839
Das stimmt nicht ganz.
Erstens greifen wir ja auch selbst an, wobei sich der Feind in Afghanistan oft in offenerem Gelände befindet andererseits werden wir oft aus der Deckung auf offener Fläche angegriffen.
Es gibt dort weniger Bebauung, also mehr kleine Dörfer als Städte mit großen Häuserblocks und es gibt viel weniger Bäume als in Europa.
Das mag in Syrien anders aussehen, aber für Afghanistan haben wir nicht aus Spaß weitere Zielfernrohrgewehre angeschafft.

>>12840
Verstehe ich auch nicht. Wurde in MG5 Faden schon angesprochen. Das MG3 scheint nicht so gut dafür geeignet, das MG5 hingegen hat extra eine Infanterie Variante.
Ich denke man sollte in einer Gruppe oder gar einem Trupp mindestens einen mit einem MG und einem mit einem Zielfernrohrgewehr haben.
Schön von H&K natürlich, wir wollen ja nicht das die Pleite gehen.

Warum sind die ganzen neuen H&K Schießprügel eigentlich nicht schwarz wie es sich gehört sondern braun?

rcass Avatar
rcass:#12857

>>12856
Habe jetzt feststellen müssen, dass ihr EINEM Schützen ein á la Dragunov geben wollt und nicht jedem einzelnen. (wer lesen kann, ist im Vorteil) Das ist natürlich absolut zu befürworten.

emmakardaras Avatar
emmakardaras:#12858

Und das Wieger natürlich fein eingestampft. Danke, dass ihr den Osten so BRDigt habt.

nelshd Avatar
nelshd:#12859

>>12856
Selbst wenn es nicht perfekt geeignet ist wäre das MG3 besser als kein MG3. Zumal andere Armeen es ja auch in dieser Rolle einsetzen.

mr_arcadio Avatar
mr_arcadio:#12861

>>12856
Tarnfarbe für Gewehre. Macht man heute so.
>>12858
Eine Kalaschnikov in 5.56 ist nun wirklich nichts Besonderes. Ergonomisch und bedienungstechnisch überholt noch dazu.

jqueryalmeida Avatar
jqueryalmeida:#12880

>>12861
>Kalaschnikov
>Ergonomisch und bedienungstechnisch überholt
Andererseits anspruchslos, unverwüstlich, idioten- und klimasicher, seit 68 Jahren.

kennyadr Avatar
kennyadr:#12882

>>12880
Ungenau das Ding. Einfach nicht mehr "State of the art".

nerrsoft Avatar
nerrsoft:#12884

>>12882
>Einfach nicht mehr "State of the art".
Einfach, na und?
Und durchaus immer noch der letzte Stand der AK-Technik.
>Ungenau
Das soll in heissem Klima auch auf moderne Waffen zutreffen.

craigelimeliah Avatar
craigelimeliah:#12887

>>12882
Unterschiedliche Quallen berichten von 100 bis maximal 300 NG als Preis für die Armee und du bekommst ein Schießeisen, das schießt und schießt und schießt. Offensichtlich gut genug, wenn die Sandneger nicht umsteigen wollen. Und deren Toyotas sieht man, dass sie sehr wohl auf Qualität achten.
Drinzuvor: die ganze Welt sollte G-Klasse fahren und SIG schießen.

alessandroribe Avatar
alessandroribe:#12888

>>12858
Ein hübsche AK, mittlerweile gibt es aber bessere AKs.
Gegen eine AK oder eine auf der AK basierende Waffe ist Technisch nichts einzuwenden, wird wohl aber Ideologisch nicht machbar sein da wir uns gerade mit den Russen nicht so verstehen.

AR-15 basierende Gewehre scheinen AR-18 basierenden in den meisten Fällen überlegen zu sein. Daher würde ich eher auf das XM8 Projekt setzen als auf HK415.
Grundsätzlich aber sollte die komplette Bundeswehr umgebaut werden. Sie ist noch darauf Ausgelegt einen Einfall der Russen zu verteidigen, was Heutzutage recht unwahrscheinlich ist, haben ja jetzt die Polen als Puffer die die Rolle der ersten die drauf gehen ersetzen, und aufgrund der Zunahme von Auslandseinsätzen sollten wir die Bundeswehr eher dazu befähigen im Ausland zu agieren als hier mit Wehrpflichtigen das Vaterland zu verteidigen. Alle unsere Nachbarländer, bis auf die Neutralen Schweiz und Österreich, sind im Nordatlantik Packt, wir müssen uns nicht verteidigen, wir müssen eher anderen helfen sich zu verteidigen. Wir haben brauchen Soldaten also brauchen wir auch weniger Waffen, diese hingegen werden mehr benutzt, daher sind die Anforderungen anders als die an das G36 damals. Wir können uns also teureres Material leisten, das lohnt sich wenn es dann länger hält und man auch mal in Afghanistan was trifft.
Der alte G36 Faden ist ja in eine Diskussion über die Fähigkeiten der Bundeswehr ausgeartet.

Weiß eigentlich irgendwer was genau das Problem beim G36 ist, welches Teil müsste man denn ersetzen? Wird ja nicht gleich das ganze Gewehr bei 30°C schmelzen, oder?
Wie gut ist das XM8 im Vergleich?

Die Laufaufnahme besteht hier ebenfalls aus Stahl und wird in das von außen sichtbare Kunststoffgehäuse eingebacken. Im Unterschied zum G36 besitzt die Waffe im Gehäuse keine Führungsschienen für den Verschlussträger, dieser wird durch die Gehäusewände aus faserverstärktem Kunststoff geführt.[8] Der Polygonlauf der Waffe ist kaltgehämmert und aus Korrosionsschutzgründen innen verchromt, die Dralllänge beträgt wie beim G36 178 mm.[9] Da sich das Geschoss im Polygonlauf wegen des Fehlens der scharfen Übergänge zwischen den Feldern und Zügen besser ans Laufprofil anpasst, sind Gasverluste zwischen Geschoss und Lauf wesentlich geringer, was zu einer höheren Mündungsgeschwindigkeit gegenüber dem G36 bei gleicher Lauflänge führt.
Wikipedia

Was ist eigentlich mit dem M27 IAR? Sieht aus wie ein normales Sturmgewehr, welches dein MG ersetzen soll.
Wikipedia erzählt da mal wieder Blödsinn "Der technische Aufbau basiert auf dem HK416, welches wiederum auf dem G36 basiert." Oder ist das einfach nur die mittellange Variante der 416?

robinlayfield Avatar
robinlayfield:#12889

>>12888
>Weiß eigentlich irgendwer was genau das Problem beim G36 ist
Es gibt damit kein Problem. Die Flintenuschi ist halt 'ne billige Aufmerksamkeitshure, die jede Agenda durchdrückt, wenn sie nur etwas Rampenlicht abbekommt. Wenn dabei ein Paar NG fließen, umso besser.

Wäre mit dem G36 etwas nicht in Ordung, hätten HK eine Klage an der Backe, müssten kostenlos nachbessern und für weitere entstandene Kosten einstehen. Nichts davon ist passiert, also hat man nichts Handfestes.

Eigentlich könnte HK wegen Rufschädigung vor Gericht gehen, tun sie aber auch nicht.

Also: Flintenuschi macht Skandal aus nix, bekommt Sendezeit und sieht sich schon als Merkel-Nachfolgerin.
HK bekommt NG, damit sie diese Berichterstattung nicht kommentieren.
Später bekommt HK garantiert einen Riesenauftrag: entweder für total überteuerte Schießeisen oder für "fol neu entwickelte" G36, die dann 50% meer kosten oder so.

t: Aluhut

otozk Avatar
otozk:#12890

Noch schlimmer: Sie machen einen Skandal aus ihrem eigenen Fersagen. Nämlich Ronny nach Affghanistan schicken s.o. und kein MG oder Bazooka mitgeben s.o. weil - ja weil. Glaube weil die ja nur da Brunnen bauen!!1! Also das Ding muß als MG herhalten.

Vermutlich würde es das auch noch abkönnen wenn die Muffe nicht aus Billigplastik wäre. Und anstatt sich zu einigen und neue Muffe druff werden perfekt gute G36 jetzt an irgendwelche Turbane verschenkt oder so. Ist ja nicht so, als ob Bernd keinen Bedarf hätte!

jitachi Avatar
jitachi:#12891

>>12890
Entschuldigt mich für /p/ und SpOn, aber der "sichere Norden" und der dem Deutschen bekannte Name Kunduz ist in den Nachrichten:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-militaer-startet-offensive-gegen-taliban-in-kunduz-a-1055179.html
In Kunduz ist Taliban jetzt Chef.

So viel zum Thema Brunnen graben und Schulen bauen.

alexradsby Avatar
alexradsby:#12893

>>12891
Ein voller Erfolg war unser Einsatz also. Alles so wie vorher + ein paar neue Brunnen.

andina Avatar
andina:#12894

>>12893
Man erzählt sich, dass die Taliban mit westlichem Steuergeld gebaute Elektrizitätswerke einnimmt und den Profit aus dem Elektrizitätsverkauf einsackt.

Hier ist aber für mich endgültig Schluss mit /p/

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grafxiq:#12979

>>12893

Die Brunnen werden zum bewässen der Mohnfelder und Hanfplantagen dringend gebraucht! ^^

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tweet_john:#12981

Ach Agent 65278, Taliban ist der Dual von Talib. Das sind mehrere, also Verb kombt in Plural, ob nun in Stendhal oder Stendal.

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cat_audi:#13022

>>12784
Dies! Auch an G3 gedient, war nicht schlecht.

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betraydan:#13023

>>12776
Wobei ich sagen muss, habe auch mehrmals mit AK47 geübt, ist ein standhaftes, wenn auch nicht so genaues Sturmgewehr.