Krautkanal.com

Veröffentlicht am 2015-11-05 23:19:52 in /wk/

/wk/ 13160: Erzählungsberichte

antonkudin Avatar
antonkudin:#13160

Die letzten Soldaten und Offiziere des 2.Weltkriegs sterben aus oder sind senil. Ein guter Zeitpunkt um sich nochmal "Opas Kriegsgeschichten" anzuhören. Was waren eure eindrucksvollsten Erfahrungen die ihr mit einem alten Landser gemacht habt?

ryanjohnson_me Avatar
ryanjohnson_me:#13161

> Uropa flieht mit Kameraden aus Stalingrad
> Beide verstecken sich bei uns
> Krieg geht vorbei
> Kamerad von Uropa zieht nach Südafrika und baut sich riesige Farm auf.
> Uropa stirbt
> Kamerad verspricht Uropa uns alles zu vererben wenn er auch stirbt
> Kamerad von Uropa ist mittlerweile über 90 mit einer riesigen Farm
> Werde bald Millionär sein

Kameradschft bis zum Tode, eine Tugend der alten Landser

Anderer Uropa war bei der Gestapo und hatte wohl viel zu tun am ende des Krieges.

Oma wohnte nicht weit von Bergen Belsen, sie sah als kleines Kind unzählige Leichen neben der Bahnstrecke zum Lager.

murrayswift Avatar
murrayswift:#13162

Opa in Regionalbahn wollte sprechen. Konnte ein Paar Worte rumänisch, da er dort 44 war, lel. Hat erzählt, dass sie gegen den Bolschewismus gekämpft haben. Hat auch erzählt, dass sie in Ungarn von den Bewohnern mit Blumenkübeln aus den Fenstern beworfen wurden und dann auch keinen Bock mehr hatten, die "zu verteidigen". Hat auch noch bemerkt, dass Zivilisten erschießen nicht schön ist, aber was solle man schon machen, wenn die Partisanen verstecken.

Muss aber hinzufügen, dass das diese Jahr war und der Opa nicht nach 89 Jahren aussah. Eher so 70. War wohl ein alter Spinner.

Genauso wie ein anderer, mit dem ich das Vergnügen hatte. Hat erzählt, dass er von einem alten Adelsgeschlecht abstammt. Hat mir aber auch ehrlich erzählt, dass er schizophren ist, manchmal Sachen hört und im speziellen Heim wohnt.

smaczny Avatar
smaczny:#13163

Opa
>Gerät in Polen in Kessel
>Schläft beim Kutschieren von Vorräten ein
>Wacht hinter deutschen Linien auf
Manchmal ist ein Pferd der beste Kamerad.
Leider erzählte er die Geschichten hauptsächlich, als Bernd noch jung und ängstlich war. Jetzt interessierte es Bernd sehr, aber Opa ist für immer verstummt.

Bernd Avatar
Bernd:#13166

>Kurz vor Stalingrad verwundet worden
>Heimaturlaub
>Wieder zurück zur Ostfront
>Front löst sich auf
>Flucht in Richtung Westen
>Versteckt sich tagsüber bei einem Bauer
>Bauer findet ihn und verpetzt ihn an die Amis
>Amis bringen ihn zu den Russen
>4 Jahre Krieg
>4 Jahre russische Gefangenschaft

Einmal wurde er auch durch die Eigenen beschossen. Dachte wohl, dass er gleich sterben muss. Ansonsten war er an der PAK eingesetzt und kam einmal in tiefe Schwierigkeiten, bis dann eine Panzerkompanie ihn und seine Leute rausgehaun haben.

Ein Nachbar von ihm ist umgekommen, als sein Medallien-geiler Zugführer sich selbst und seine Leute in den Tod geschickt hat. Am Schluss wurden sie scheinbar alle mit einem Spaten erschlagen.

subtik Avatar
subtik:#13167

Man, wie alt seid ihr denn schon alle?

Mein Opa war ca. 13 oder 14 als der Krieg zu Ende ging und somit zu jung. Er war aber immer nach der Schule als Flakhelfer eingesetzt.

Einzige Geschichte die er jemals erzählt hat ist wie sie einen ganzen Schwarm B-26 Martin Marauder abgeschossen haben, weil diese wohl die relativ gut getarnte Flakstellung übersehen haben (oder eher deren Aufklärung) und nicht ihre üblichen Ausweichmanöver geflogen sind.

Er hat erzählt es hätte ausgesehen wie Papier das man angezündet und dann zu Boden hat fallen lassen. Das war 1945, Wochen später war der Krieg vorbei.

Bernd und sein Bruder waren noch kleine Jungs als Opa diese Geschichte erzählt hat. Wir waren danach ziemlich fasziniert und ham' prompt Papierblätter angezündet und vom Balkon geschmissen und "Bomber abschießen" gespielt. Opa hat davon nichts mitgekriegt. 5 Minuten später stand eine leicht angesäuerte Nachbarin vor der Tür und fragte ob wir zwei Bengel noch ganz bei Trost seien. Auf unsere Erklärung hin das wir nur amerikanische Bomber abschießen, besserte sich ihre Laune ein wenig. Sie sagte das sie den weltanschaulichen Grundgedanken dieses Spiels an und für sich befürworten würde, dennoch aber Angst um den Rasen und um den Öltank im Keller habe, und das wir folglich damit aufhören sollten.

Das war's.

uxdiogenes Avatar
uxdiogenes:#13168

Der Uropa von diesem Bernd hat alle drei kleinen Brüder an der Ostfront oder anschließender Gefangenschaft verloren.

ovall Avatar
ovall:#13169

>>13167
Opa hier war 19 am Ende. Hat sich aber Zeit gelassen mit dem Kinderkriegen.
Anderer Opa war 11 und hasst Mais heute noch wie die Pest. Ansonsten hat er den Krieg wohl gut überstanden.

ayalacw Avatar
ayalacw:#13170

>>13161
Wie hat er als reicher Weißer in Südafrika so alt werden können? Hat der Mann eine Privatarmee auf seinem Grundstück?

mbilalsiddique1 Avatar
mbilalsiddique1:#13171

>>13161
>>13167
>>13168
>>13169
Unteralter

Shriiiiimp Avatar
Shriiiiimp:#13183

>Opa väterlicherseits
>Geht Anfang 1943 zur Luftwaffe
>Wird beinahe enterbt, weil er nicht zur SS geht
>Wird Fallschirmjäger
>Befreit Mussolini
>Kämpft in Italien weiter
>Wird nach irgendeiner trunkenen Scheiße in den Osten strafversetzt
>Kämpft in Ostpreußen
>Dort verwundet
>Kommt nach Regensburg
>Krankschreibung wird nicht mehr aufgehoben, weil die dort jeden Mann brauchen
>Übersteht den Krieg
>Baut nachher ein Transportunternehmen auf
>Hat lange ein FG42 im Keller, das er irgendwann einem Ami verkauft
>Stirbt 2008

>Opa mütterlicherseits
>Tscheche
>Geht nach der Annexion der Resttschechei in den Untergrund
>Meuchelt Nazis
>Sabotiert Gleisanlagen
>Unterhält Kontakte zu den Briten
>Seine Kumpel meucheln Heydrich
>Wird kurz vor Kriegsende von der Gestapo verhaftet, gefoltert und in ein KZ gesteckt
>Kann fliehen
>Ist den Rest seines Lebens körperlich gezeichnet
>Tarnt sich als Lagerarbeiter am anderen Ende der Tschechei
>Flieht nach Österreich, als der Russe einmarschiert
>Heiratet eine Bauerntochter
>Wird Landwirt
>Stirbt 2006 nach mehreren Schlaganfällen

jehnglynn Avatar
jehnglynn:#13199

>>13183
>Opa väterlicherseits
>...
>Opa mütterlicherseits
>...
Haben die beiden sich gut verstanden Bernd? Die hatten sich doch bestimmt einiges zu erzählen.

silv3rgvn Avatar
silv3rgvn:#13211

Stoß!

woodydotmx Avatar
woodydotmx:#13228

Mein Opa war 9 oder 10, als der Krieg zu Ende ging. Er hat uns aber ein paar Geschichten erzählt, über seine Zeit als Polizist und Hauptkommissar. Und die, wie sein Onkel starb.

>Opa´s Onkel ist Schütze in Bomber
>Bomber wird über der Ägeis angeflakt, fängt an zu brennen
>Kapitän sagt, alle Mann raus hier
>Besatzung springt ab
>Käpt´n bleibt an Bord, wendet Maschine und fliegt... naja, irgendwohin halt
>Onkel und Kameraden ersaufen im eiskalten Wasser
>Käpt´n wird wegen Verrat und Feigheit an die Wand gestellt
Ich wünschte, ich könnte Opa noch mehr fragen. Leider ist er nun dood ;_;

Außerdem war der Mann meiner Ur-Oma bei der Wehrmacht in Italien. Wir vermuten, er hat dort Partisanen erschiessen müssen.
Und mein anderer Ur-Opa war Reporter für den Völkischen Beobachter. Das ist alles.

amboy00 Avatar
amboy00:#13229

>>13228
>hat dort Partisanen erschiessen müssen das Bandenunwesen bekämpft

Fixiert.

arnel_lenteria Avatar
arnel_lenteria:#13236

>>13199

Ja, haben ihre Differenzen rasch beiseite gelegt.

Über den Klassenunterschied (wohlhabender Unternehmer =/= Landwirt in Dreckseppelingen) kamen sie aber nie ganz hinweg.

iamsteffen Avatar
iamsteffen:#13261

Bernds Opa wuchs in Polen an der deutschen Grenze auf. Er sprach nie über den Krieg, bis kurz vor seinem Tod. Meldete sich sofort nach dem Angriff auf Polen zur Wehrmacht, landete bei den Fallschirmjägern und bereute nichts. Bekämpfte "Partisanen", was er grausam fand (12jährige erschiessen), aber auch notwendig. Kämpfte an der Ostfront und ab 44 in Frankfreich, wo ihn leider die VSAler einsackten (Verwundet). Erzählte von zahlreichen Übergriffen gegen deutsche Gefangene, von Klapperschlangenverseuchten Tomatenfeldern, auf denen sie ernten mussten (es gab nie Heinz Ketchup bei uns...) und von "auf der Flucht" erschossenen Kameraden.
Und von Übergriffen der Polen gegen die deutsche Zivilbevölkerung im Grenzgebiet vor Kriegsausbruch, was sein Grund für den Eintritt in die Wehrmacht war.
Andere, harte Zeiten. Relativierte Bernds Sichtweise nachhaltig. Bernds Opa ist einer von Bernds Helden :3

Anderer Opa Luftwaffe, Ju 88. Als Treibstoff und Flugzeuge weg waren zur Infanterie umfunktioniert, in Italien von den Tommies aufgerieben. Hasste Briten bis zum letzten Atemzug. Hat ihnen dafür aber auch über London und Coventry einiges auf den Kopf geworfen...

mwarkentin Avatar
mwarkentin:#13272

>>13261
Als ob man gut ausgebildete und erfahrene Piloten zu einem einfach Fußsoldaten gemacht hätte. Genau an diesen Piloten mangelte es am Ende des Krieges. Lass mich raten dein Opa hat etwas ausgefressen zwar nicht so schlimm sonst wäre er in einer Bewährungseinheit an der Ostfront gelandet anstatt in Italien.

a_khadeko Avatar
a_khadeko:#13290

>>13272
Doch, kam vor. Es wurden auch Expertendivisionen für Einsätze im Feindlichen Hinterland an der Ostfront als einfache Grenadiere verheizt. Gab auch Probleme mit der Logistik etcpp, lief nicht alles ganz optimal, daher Krieg verloren.

t. anderer Bernd

polarity Avatar
polarity:#13295

>>13290
Du spielst wahrscheinlich auf die "Brandenburger" an, die waren allerdings keine Piloten oder etwas in die Richtung sondern Soldaten mit entsprechenden Kenntnissen von Sprache, Lebensgewohnheiten und Kultur des Feindes, die dann Kommandoaktionen im feindlichen Hinterland durchführen sollten. "Verheizt" wurden sie in dem Sinne, dass sie meist wie einfache Infanterie verwendet wurden und nicht als hochspezialisierte Kommandoeinheiten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Brandenburg_%28Spezialeinheit%29

Halte es auch für unrealistisch, dass der Opa vom Piloten zum einfachen Fußsoldaten geworden sein soll. Das einzige was ich mir vorstellen kann ist, dass der Opa gar kein Pilot sondern eher sowas wie ein Bordschütze der Ju88 gewesen ist, der die MGs bedient hat.

ademilter Avatar
ademilter:#13308

>>13272
>>13295
Luftwaffenfelddivisionen bekannt ja? Am schlimmsten ist es wenn man den Eindruck erweckt Ahnung zu haben sie aber nicht hat. So verbreiten sich falsche Informationen nachhaltig.
Es wurden massenhaft Flugzeuge gesprengt da es kein Benzin gab. Piloten waren Schwingenlos.

https://de.wikipedia.org/wiki/Luftwaffen-Felddivision

ryanjohnson_me Avatar
ryanjohnson_me:#13323

Mein Opa war damals erst 9 oder 10. War aber in der HJ und hatte bis zu seinem Tode ein Bild von Adolf in der Börse (Keins von seinen 4 Kindern :3) und hat mir seinen Mein Kampf vermacht welches ich bis heute immer mal wieder gern lese.

Eine seiner Geschichten betraf seine Rückkehr auf die Farm seiner Eltern nach dem Krieg. War wohl irgendwo im Nordosten des Landes. Er erzählte immer über die toten Tiere und einige Soldaten die dort rumlagen. Ein russischer war wohl im Tümpel hinter dem Haus und hatte Aale in den AUgenhöhlen. Er lachte dabei zwar stets, ich stell mir das aber dennoch etwas traumatisierend vor. Leider starb er vor über 10 Jahren, und damals mit 16 oder 17 hab ich mich kaum für ihn interessiert und selten mit ihm geredet. Bereuhe heute kaum etwas mehr ;_;

iamglimy Avatar
iamglimy:#13327

Jep, Opa war in ner Luftwaffenfelddivision. Ein Teil der Ju88 wurde zu Nachtjägern umgebaut, der Rest gesprengt um zu verhindern, dass die Fllugzeuge dem Feind in die Hände fallen. Treibstoff- und Ersatzteilmangel.

mat_walker Avatar
mat_walker:#13381

Wer ist den der ranghöchste noch lebende Wehrmachtsangehörige?

horaciobella Avatar
horaciobella:#13382

>>13381
Wieso? Brauchst du einen Anführer der neuen deutschen Armee?

>den
Schande über dein Haupt

bighanddesign Avatar
bighanddesign:#13389

Großvater väterlicherseits ist bei den Nazis über den Bock gegangen und daran relativ zeitnah verreckt. Ursache war ne politische Kleinigkeit, à la "ich nehm dieses Buch nicht aus dem Sortiment" oder "nein dieses Schild kommt nicht an meinen Laden", weiß nicht mehr genau.

Großvater mütterlicherseits hat sich vor 37 oder 38 zur Reserve gemeldet o.ä. weil er den Mist kommen sah und wurde deswegen 39 als Offizier eingezogen. Hatte an der Ostfront deswegen nicht die absolute Arschkarte gezogen. Die Weitsicht hätte ich auch gern, ich versuch jedenfalls nicht völlig auf dem falschen Fuss erwischt zu werden, egal was in Europa noch kommt.

Nach dem Krieg hätte er in den Westen gehen können, hatte schon ne ziemlich gute Stelle, aber Oma wollte nicht. Hat er Jahrzehnte bereut, andererseits hätte er in den Nachkriegsjahren nicht alle 3 Kinder studieren lassen können, das war im Osten finanziell leichter zu stemmen.
Klingt aber klar nach schwachem Trost, zumal das mit einer guten Stelle durchaus zu machen war denke ich.

Achja und Mutti hat mir erzählt wie sie '45 den KZ-Marsch von Ravensbrück gehört hat. Durfte nicht raus, aber das Klappern der Holzpantoffeln hat ausreichend Eindruck hinterlassen.

posterjob Avatar
posterjob:#13390

>>13389
Definiere: "über den Bock gegangen".
Prügelstrafe bei Nazis? Ganz neue Wieseleien was?
Nie passiert aber trotzdem Wirklichkeit.

mr_arcadio Avatar
mr_arcadio:#13391

>>13390
Ein klein bisschen geht's mir gegen den Strich wie du rumrotzt. Andererseits weiß ich wo ich hier bin, also geschenkt.
Ich hab keinen Grund meinem Vater nicht zu glauben. Wenn du mir nicht glaubst - da kann ich dann auch schreiben was ich will und es wird nichts ändern, nicht wahr?

>Definiere: "über den Bock gegangen".
ich nehme das lief "zur Befragung mitgenommen und dort zerschunden"
Ich war nicht dabei und mein Vater auch nicht. Schätze seine Mutter hat ihm das irgendwann erzählt und er dann mir. Mit dieser Wortwahl: "über den Bock gegangen" - woraufhin ich gefragt habe was das heisst und das dann als heftiges Zusammenschlagen abgespeichert habe.

krdesigndotit Avatar
krdesigndotit:#13392

>>13390
>>13391
https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%BCgelbock

hota_v Avatar
hota_v:#13516

Opa mütterlicherseits war Major, Berater bei Tschiang Kai-shek aufgrund guter Sprachkenntnise. Nachdem sich die Sino-Deutschen Beziehungen verschlechterten, ging er zurück ins Reich, weitere Verwendung unbekannt, in Westfrankreich verwunder in französische Kriegsgefangenschaft geraten, von Nordafrikanern gefoltert, entkam dem Lager und marschierte mit Zivilklamotten von der Bretagne bis Deutschland quer durch Frankreich (seine Sprachkenntnisse waren auch hier von hohem Wert). An der Grenze zur US-Besatzungszone von amerikanischen MP aufgegriffen, aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Vom Opa väterlicherseits weiß ich nichts, bin Stiefkind, Stiefopa war Sudetendeutscher und bei der SS-Standarte Germania.

marciotoledo Avatar
marciotoledo:#13539

Oma hatte von ihrem Fenster aus Sicht auf ein kleines KZ. Heute steht da eine Kleingartenanlage.

Sie erzählte, dass sie beobachten konnte wie Häftlinge oben an einen Hang gestellt und erschossen wurden, und dann runterrollten. Ob man ihr glauben kann vermag ich nicht zu beurteilen. Ihr Fernseher hat möglicherweise ihr Hirn gewaschen.

Sie behauptete auch einen jüdischen Freund gehabt zu haben von dem sie nie wieder was hörte. Außerdem erzählte sie von einem KZ-Marsch gegen Ende des Krieges, der wohl erwiesenermaßen stattgefunden hat, aber ich bezweifle dass sie ihn gesehen hat.

Sie erzählte auch davon wie sie Angst vor den Bombern hatte.

anaami Avatar
anaami:#13540

>>13539
Andere Großeltern haben übrigens nie irgendwas erzählt. Ich hatte auch keinen Kontakt mehr zu ihnen.

Auf mein "Wollen wir wetten?" erwiderte mein Opa immer, "Wetten tun die Juden wenn sie Geld brauchen".

sgaurav_baghel Avatar
sgaurav_baghel:#13556

Viele Patienten haben mir schon Geschichten erzählt. Eine ist mir gut im Gedächtnis haften geblieben, von einem Sani, der ab 43 im Osten und nach D-Day im Westen gekämpft hat.

Das rote Kreuz haben britische und russische Tiefflieger respektiert, nicht so die Amis. Er selbst ist gegen Kriegsende bei Holland von Artillerie verwundet und ins Lazarett hinter der Front verlegt worden, was ihm das Leben rettete, da seine Einheit später einem freipolnischen Korps in die Hände fiel, und die machten keine Gefangenen.

salleedesign Avatar
salleedesign:#13561

Mutter hat mal erzählt, dass Sie als Kleinmagd vom Opa mitgenommen wurde zu einem seiner Herrenabende.

Dort saß er mit zwei, drei alten Kameraden und sie haben sich zu Cognac und Zigarren Filmaufnahmen von Gefangenen-/ Partisanenexekutionen angesehn. Man bedauerte es zu dieser Gelegenheit nicht mehr Kommunisten dem Schöpfer übergeben zu haben.

Er selbst kam wohl einige Tage nach der Invasion im französischen Hinterland in Gefangenschaft und hatte ein recht gutes Leben im POW camp auf dem amerikanischen Festland.

Der andere Opa war in französchischer Gefangenschaft.
Was hieß Zwangsarbeit auf einem Bauernhof und die Bäuerin weiten, der der Gatte abhanden gekommen war.

Oma 1 war Flakmädchen und erkannte immer alle Revelbausätze die Kleinbernd zusammegeklebt hat.

Oma 2 war glühende BDMlerin und in den Hitler faliebt.
Ihr Vater war Ingenieur in einem Betrieb der Gummidichtunge für Uboote fertigte. Sie sei ganz stolz gewesen, dass er einen französischen Zwangsarbeiter der Sabotage überführte und an die Gestapo gemeldet habe.
Flucht und Verlust des Gutes im Sudetenland bejammert Sie bis heute.

Vom Krieg selbst haben Sie dem kleinen Bernd nie was erzählt.

polarity Avatar
polarity:#13562

Bernds Opa erzählte nie irgendwas aus dem Krieg, auf Nachfragen auch nur vage Dinge und meinte, sich an viel auch nicht erinnern zu können.

Nach seinem Tod erzählte Oma irgendwann, als die Sprache darauf kam, dass er ihr ebenfalls nie irgendetwas aus dem Krieg erzählen wollte, aber bis zu seinem Tod Alpträume hatte.

kurafire Avatar
kurafire:#13564

..der was-Opa-im-Krieg-gemacht-hat-Faden.
Bernds Opa und Oma Nr1 waren in der Rüstungsindustrie, er als Elektroingenieur, sie als Tippse. Sie war vorher stolzes BDM-Mädel, er eher unpolitisch. Aber weil er schon am Westwall mitgebaut hatte, war er für seine Firma unverzichtbar. Er ist niemals Soldat gewesen, hatte aber eine Pistole, die er zusammen mit seinen OT-Orden auf der Flucht in die Oder warf.
Opa und Oma Nr2 waren stärker eingebunden ins Kriegsgeschehen. Opa war ab ca 35,36 zivile Bürokraft in Marinefliegerwerft, 1940 wurde er auf diesem Posten Soldat und Marineinfantrist. Später wurde er als Munitionswart zum Atlantikwall in die Jammerbucht versetzt. Einer Ernennung zum Offizier konnte er entgehen. Ab 1944 wurde er beim "Heldenklau" in den Ardennen eingesetzt und war Obermaat einer Mörsergruppe mit der er Anfang 45 in Gefangenschaft geriet. Opa hat nie viel erzählt. Am Atlantikwall hätte er sich jeden Tag markenfrei einen Becher Sahne getrunken. Einmal hätten sie überlagerte Flakmunition tagelang ins Meer geschossen. In den Ardennen hätte er mal eine Handgranate Richtung MG-Feuer geworfen und "dann sei Ruhe gewesen". In dem gleichen Kampf hätte er sein Gewehr verloren und stattdessen ein Amigewehr mitgenommen. Ohne Gewehr gab es nach Gefechten zwar keinen Ärger, aber keine "Marketenderwaren"(Zigaretten, Drops und Schokolade). Er erzählte häufig traurig von einem ganz jungen Soldaten, der Stolz auf seinen Mörserunterstand gewesen sei und ihn einen Tag lang immer weiter verbessert hätte. Abends hätte der Junge dann einen Volltreffer erhalten.
Oma war Hilfskrankenschwester und erzählte Lazarettgeschichtesn, etwa wie mit einem Rasiermesser in der Hand in einen Schlafsaal geschickt wurde, einem Verwundeten den Sack zu rasieren. Sie erzählte auch von ihrem Pervitinmissbrauch, mit dem sie sich bis zu ihrem Zusammenbruch über eine Lungenentzündung hinwegdopen wollte. Sie war ingesamt froh über Einrichtungen wie Landjahr und den Schwesterndschob, weil sie so aus ihrem Kaff heraus in die (deutsche) Welt kam.

samihah Avatar
samihah:#13566

Opa, 93 Jahre alt geworden, Schlaganfallbedingt dieletzten 8 Jahre nicht mehr kommunikativ genug um übern Krieg zu reden, hat nie viel erzählt, das meißte weiß ich durch meine Oma.
126. Infanteriedivison, Attelerie Regiment, Verwundetenabzeichen schwarz, Sturmabzeichen, EK 2.Kl
Einmal Halssteckschuss, Kugel nah der Hauptschlagader, daher erst nach 1 oder 2 Tagen von den Chirurgen operiert worden (erst haben sie sich nicht getraut). Dann als Wachsoldat an der Wolfsschanze. Nach der Genesung wieder ab an die Ostfront. Dann Hals von PAK-Splitter getroffen worden, auch überlebt. Hat heute noch nicht voll verheilte Wunde Stellen an einem Ohr und einem Bein vom Winter '41. War wohl den größten Teil der Zeit als Späher für die Atillerie unterwegs. Hatte bis zu seinem Tod nachts Alpträume in denen er schrie etc. und seine Division hatte mehr Tote zu verzeichnen als Sollstärke. Seine Armee (und die 16. Armee) waren die einzigen, die sich bis Kriegsende ungeschlagen im Ausland gehalten hat (6 Monate eingekesselt im Kurland). Wenn er wüsste wie das Deutschland für das er kämpfte heute aussieht.

Geschichten: junger Nazi-Offizier scheucht Opa und eine I.WK-Veteranen mit seiner Pistole immer vor sich her (im Häuserkampf). Irgendwann (vielleicht nach Tagen) hat der Veteran genug. Es ergab sich, dass der Offizier ein gutes Stück vor ihnen war. Der Veteran schmeißt meinen Opa um eine Häuserecke zur Seite und "das Arschloch mach ich jetzt kalt"...

Wieder unterwegs kleinere Gruppe, russische Panzer rücken an. Der (wieder unerfahrene) Offz/Uffz befiehlt unter ausgebranntem Panzer in Deckung zu gehen. Opa verweigert dies, die Russen werden den Panzer beschießen (die wissen ja nicht aus Entfernung das der kaputt ist). Der Vorgesetzte droht damit in vors Kriegsgericht zu stellen, wenn er nicht gehorcht. Er scheißt drauf, die Gruppe teilt sich. Er geht woanders in Deckung, das Panzerwrack wurde unter Beschuss genommen...

Hat Hitler oft mit seinen Schäferhund(en) spazieren gehen gesehen und die Uffz an der Wolfsschanze bedient (beim Essen). September 46 aus russischer Gefangenschaft heimgekehrt (ausgezehrt, Phlegmone beidseitig), ist früh heimgekehrt weil er Ärzten vom DRK (die die dringenst zu entlassenden auswählten) noch erzählt hat er habe Asthma. Er wäre sonst wohl nicht heimgekehrt (Phlegmone etc.). Bei der Gefangennahme wurde ihm alles abgenommen. Aus dem Krieg hat er daher nur noch den Wehrpaß, Ordensurkunden, ein paar Feuersteine und ein Stückchen Feuerstahl (Feuerzeug in der Gefangenschaft).

Seine Eisernes Kreuz bekam er, weil er einen Kameraden mit Lungendurchschuß über 24 h vom Schlachtfeld robbend runtergeschleppt hat.

seanwashington Avatar
seanwashington:#13596

>Opa Mütterlicherseits
>kommt 1943 zu den Gebirgsjägern, eingezogen, Österreicher, kein Nazi Lüfter
>MG Schütze
>Partisanenkämpfe, Nahkampf, Gräul
>Befreit aus Bergdorf eine eingeschlossene Abteilung SS Schützen
>verteidigt einen Bahnhof vor Partisanen
>Verteidigung erfolgreich
>SS Offizier meint, er hätte nicht zurückgeschossen, Standgericht droht
>italienischer Bahnhofsvorsteher sagt zu seinen Gunsten die Wahrheit
>SS Offizier hat falsch angeschuldigt, wird selbst an die Ostfront versetzt
>Ostfront kommt zu Opa
>Hält Gebrigspass gegen anrückende T-34 ohne Antipanzerwaffen
>Sperrfeuer auf die Panzer, Panzerfahrer machen die Lucken dicht
>Infantrie wirft Handgranaten in Turmlucken
>verdammten Soviets verwunden ihn mit einer Sprenggranate
>Splitter in die Schulter 2 Tage bevor der Krieg vorbei ist
>Wunde enzündet sich
>Deutsche Wehrmacht hat kein Penezilin
>Briten verarzten ihn, er überlebt
>Kommt zu den Amis in Gefangenschaft
>Opa überlebt Krieg und wird Fabriksarbeiter
>Opa sieht 2010 meinen Laptop Krautkanal offen
>Opa sieht Bild von N auf Faden, erleidet Herzinfarkt
>Opa stirbt 2 Tage später im Krankenhaus, danke N

safrankov Avatar
safrankov:#13597

>>13596
>Opa sieht Bild von N auf Faden

Was?

chaabane_wail Avatar
chaabane_wail:#13598

Oma am 1.9.1939 geboren

Opa stammt aus Sudetenland, sollte mit 16 eingezogen werden (1944) , hat sich geweigert und ist damit durchgekommen.
Nach dem Krieg die Flucht aus dem Sudetenland, von den Russen willkürlich aufgegriffen und paar Jahre ins Lager.

Shriiiiimp Avatar
Shriiiiimp:#13600

>>13598
Rechne erneut.

mbilalsiddique1 Avatar
mbilalsiddique1:#13601

>>13600
>Rechne erneut.
Lese erneut, es hilft.
Oma 39 geboren..., Opa 1944 16. Hochzeit war kaum vor 1957, die beiden waren 11 Jahre auseinander

splashing75 Avatar
splashing75:#13602

>>13601
Haste Recht.

garand Avatar
garand:#13612

Die Hälfte in dieses Fadens ist doch gequirlte Kacke. Alles nur Beserker, kein Funker, kein Sani und keiner der nicht an vorderster Front im Osten war.

horaciobella Avatar
horaciobella:#13613

>>13612
>kein Funker, kein Sani
>keiner der nicht an vorderster Front im Osten war.
Die wird es auch gegeben haben Bernd. Aber entweder schämten sie sich nicht "vorne " dabei gewesen zu sein oder sie hatten einfach nichts zu erzählen:
"Opa, was hast du im Krieg gemacht?", "Ich war Funker in Kleinkleckersdorf. Langeweile von 39 bis 45. Als der Krieg aus war bin ich einfach nach Hause zur Oma."

haydn_woods Avatar
haydn_woods:#13617

Alle Großeltern waren im Krieg noch zu jung und waren nicht im Militär, aber in/um Hamburg. Alle erzählten, dass das Schrecklichste gewesen sei, jeden Tag und jede Nacht zum Bunker zu laufen und zu hoffen, dass man noch ein Dach über dem Kopf hat, wenn sie wieder raus durften.

Oma 1 wohnte in Barmbek und musste nach dem Feuersturm helfen, die Straßen von Trümmern zu befreien, zu dem Zeitpunkt lagen dort noch verkohlte Leichen.

Opa 1 war im Krieg auf dem Land und hat Kartoffeln geerntet. Nach Kriegsende hat er vor einem Schwimmbad die Zigarettenstümmel von britischen Soldaten aufgesammelt, damit sein Vater was zu rauchen hatte, sowie deren Mülltonne nach Essen durchsucht.

Opa 2 hat seinen Vater an der Ostfront verloren, der Brief kam nach Hause, Mutter erhängt sich daraufhin in der Küche, Opa kommt nach Hause und findet Brief + Mutter, hat keine weiteren Verwandten mehr, kommt ins Heim. Ist nach Kriegsende mit vielen anderen Kindern Kohlezüge plündern gegangen, damit sie ein paar Kohlen zum heizen hatten, obwohl die Briten wohl sehr agressiv dagegen vorgegangen sind.

Oma 2 war die meiste Zeit des Krieges auf dem Land und hatte entsprechend wenig zu erzählen, nur das "alles kaputt war" als Sie nach Hamburg zurück kam.

kuldarkalvik Avatar
kuldarkalvik:#13618

>>13613

>"Ich war Funker in Kleinkleckersdorf. Langeweile von 39 bis 45. Als der Krieg aus war bin ich einfach nach Hause zur Oma."

Der Großvater von 'nem Professor von mir (Ich lutsche übrige- Haltet die Kresse ich war wenigestens beim Bund, im Gegensatz zu den meißten Anderen hier.) der wo Ösi war, hatte so eine Geschichte. War in Italien stationiert und für ihn bestand der Krieg zu 85% aus rumsitzen. Was wohl aber auch schwerst unlustig gewesen sei, weil die ewige Warterei und die Angst vor dem was kombt ihn fast zermürbt haben.

karalek Avatar
karalek:#13620

>>13613
Der Großteil der Infanterie war halt im Ostfeldzug eingesetzt und zum Ende vom Krieg mussten halt auch die Sesselpupser ran, wenn die Gefangenschaft in naher Zukunft bevorstand.

>>13566 hier; bei dem Weg, Opa war Funker (als Beobachter für die Artillerie)

craighenneberry Avatar
craighenneberry:#13622

>>13612
Dir ist klar das die meisten Einheiten rotierten? Das heißt, nahezu jeder war irgendwann mal "im Osten". Und wenn es nur 1-2 Monate war.
Nun kannst du dir sicher selbst ausrechnen welche Kriegserlebnisse sich wohl eher einbrannten: Monatelanges "auffrischen" in Südfrankreich oder tatsächliches Kämpfen irgendwo im Schnee.

Bernds Opa 1 war beispielsweise Pionier bei den Gebirgsjägern. 39 in Polen, 40 in Frankreich und dann im Kaukasus. Von seinen Einsätzen in Polen und Frankreich erzählte er nie, einfach weil ihn diese nicht so sehr prägten wie die Scheiße in Russland wo er Auge und 2 Finger verlor.

Opa 2 war in einer Infanteriedivision und jagte Partisanen irgendwo in Weißrussland. Dort wurde er dann durch Granatsplitter am Kopf verletzt, aber wohl nicht schwer genug und so endete er dann zum Ende hin im Halbekessel.
Auch hier prägten sich diesen Erfahrungen einfach mehr ein als die Zeiten in denen er zur Erholung von den Verletzungen in der Heimat ausruhte.

mauriolg Avatar
mauriolg:#13623

>>13622
>jagte Partisanen irgendwo in Weißrussland

Mit Onkel Oskar?

joynalrab Avatar
joynalrab:#13624

>>13623
Guter Mann. Wird auch rehabilitiert werden.
Partisanen sind schliesslich keine wehrlosen Matrosen in Rettungsbooten.

bassamology Avatar
bassamology:#13625

Bernds Opa war Gebirgsjäger in Norwegen. Kam erst 1941 dazu hat also alle Gefechte dort verpasst. kam irgendwann 1945 nach Hause. Hat keinen Einzigen Schuss auf Menschen abgegeben.

Hat aber wohl einige Norwegerinnen geweitet.

vicivadeline Avatar
vicivadeline:#13626

>>13625
>Hat Norwegerinnen geweitet,
deren uneheliche Kinder später von norwegischen Gutmenschen lobotomiert wurden. Suchmaschiniere: Tyskebarner.

evandrix Avatar
evandrix:#13627

>>13623
Nein, denn dann wäre er wohl bei der SS gewesen.

Er war, zumindest zum Zeitpunkt seiner Verwundung, Teil der Begleitinfantrie eines gepanzerten Zuges.

lisakey1986 Avatar
lisakey1986:#13628

>>13160
Mein Opa war auf der SMS Schleswig Holstein. Er war an Bord als die Munitionsbunker in der Danziger Bucht beschossen wurden.
Danach sollte seine Kompanie die Bunker einnehmen. Seine Kompanie schrumpfte von 225 auf eine handvoll Männer, er darunter.
Einer seiner Kameraden ging mit ihm in Deckung als sie unter Mörserfeuer gerieten.
Eine Granate schlug sehr nahe bei Ihnen ein.
Mein Opa hob den Kopf und sagte: "Das war aber laut ha-ha."
Dort wo vorher das Gesicht seines Kameraden war, war jetzt ein Loch.
Nach dem Polenfeldzug ging es weiter nach Norwegen. Norwegische Bergartillerie beschoss die Flotte doch traf nicht. Das Deutsche Schiff, mit seinen modernen Zielvorrichtungen gab eine Salve ab, welche die Bergbatterie sofort zum Schweigen brachte. Danach war bis zum Ende Butterfront.
Mehr hat mein Opa vom Krieg nicht erzählen wollen, er war stark traumatisiert. Selbst fremde Kinder auf der Straße machte er zur Sau, wenn sie Räuber und Gendarm oder Ähnliches spielten und dabei mit Ihren Holzbüchsen aufeinander zielten.

Sein Stiefvater war Goldfasan bei der NSDAP.
Mein Opa besuchte während eines Fronturlaubs Berlin und genau dann ging Unternehmen Barbarossa los. Sein Stiefvater sagte an diesem Tag zu Ihm: "So Werner, jetzt haben wir verloren."
Der Stiefvater hieß mit Nachnamen Schacht, es war natürlich nicht Hjalmar Schacht.

betraydan Avatar
betraydan:#13629

>>13628
>>13612
>Mein Opa war auf der SMS Schleswig Holstein. Er war an Bord als die Munitionsbunker in der Danziger Bucht beschossen wurden.

Genau das meint Bernd mit "gequilrte Kacke".

maiklam Avatar
maiklam:#13630

>>13629
Und wieso? Bezweifelst du dass das Schiff zu diesem Zeitpunkt eine Besatzung hatte?

motionthinks Avatar
motionthinks:#13631

Meine Großeltern haben mir persönlich nie über den Krieg erzählt aber aus den Verwandtschaftskreisen habe ich folgendes mitbekommen:

Opa mütterlicherseits:
>war in der Normandie, Frankreich
>Alliierte landen in der Normandie
>Opa wird Kriegsgefangener
>darf nach dem Krieg nach Hause zurück
>ging ab dann jeden Sonntag in die Kirche
>stirbt Anfang 2000 am Herzinfarkt auf dem Weg zum Arzt

Opa väterlicherseits:
>war in Stalingrad, Ostfront
>Sowjets kesseln Stalingrad ein
>Opa noch drin
>nur noch Lufttransporte möglich
>Opa wird vom sowjetischem Scharfschützen an Hand und Gesicht getroffen
>wird angeblich mit einer der letzten Transporte ausgeflogen
>nie vollständige Genesung
>stirbt Anfang der '90er

jqueryalmeida Avatar
jqueryalmeida:#13635

Mein Opa war Generalfeldmarschall
Mehr darf ich aus Nacktmachungsgründen leider nicht sagen

snowwrite Avatar
snowwrite:#13637

>>13631
Lustigerweise behauptet jeder zweite das sein Opa mit einem der letzten Transporte aus Stalingrad rausgekarrt wurde.

franciscoamk Avatar
franciscoamk:#13639

>>13637
Laut Wikipedia war die Luftbrücke vom 23. November 1942 bis zum 31. Januar 1943, also 9 Wochen, aktiv. Auch wenn es anfangs rund 30 Flüge pro Tag gewesen sind (Verluste auf Hin- und Rückflügen mal außen vor gelassen [495 Maschinen verloren, rund 50% der eingesetzten Maschinen]), sollen die Plätze für Verwundete hart umkämpft gewesen sein.
Kann mir also gut vorstellen, dass es jedem Soldaten der es geschafft hat so vorkam, dass es einer der letzten Flüge aus dem Kessel war.

jitachi Avatar
jitachi:#13640

Dass Bernds immer wieder die selben Geschichten erzählen, ist doch nicht verwunderlich. Wer nix über Stalingrad oder D-Tag zu erzählen hat, hält halt die Kresse. So wie ich. Beobachte den Faden vom Beginn an, aber was soll ich schreiben?

Opa 1 von Mutter: hatte einen krümmen Rücken, ist in der Kolchose geblieben, wo er drei Jahre nach dem Krieg durch einen Arbeitsunfall starb.
Opa 2 von Mutter: Wurde erst kurz vorm Ende des Kriegs eingezogen, hat sich gedrückt wo es nur ging, nach dem Krieg ist er nach Hause gekommen, hat die einzige Kuh der Familie verkauft, das Geld eingesackt und es mit einer Krankeschwester abgedüst.

Opa 1 vom Vater. Nix bekannt, außer dass er 8 Kinder hatte. Während des Kriegs sind 7 davon verhungert außer des kleinstens - meines Opas. Mit 15 ist er von Zuhause abgehauen, ist in die große Stadt gelaufen, hat doch tatsächlich einen Uni-Abschluss hinbekommen und war dann Oberingenier beim Netzbetreiber.
Opa 2 vom Vater. Mir nix bekannt, da ich mit Oma nie gut klarkam und mich das nicht interessiert hat. Hab auch nie Geschichten über ihn gehört oder Fotos gesehen.

mylesb Avatar
mylesb:#13645

>>13640
>Kolchose
Erläutere Bernd.

ritapetrilli87 Avatar
ritapetrilli87:#13649

>>13645
https://de.wikipedia.org/wiki/Kolchos

leonfedotov Avatar
leonfedotov:#13651

Opa mütterlicherseits (Geschehnisse kenne ich nur von Erzählungen meiner Mutter):
>geboren 1919
>entkommt einer möglichen Exekution durch die Ustascha, da er das Vaterunser auswendig aufsagen kann
>wird danach von der Ustascha Zwangsrekrutiert, mit denen er sympathisierte
>Tito-Partisanen kommen ins Dorf und Zwangsrekrutieren alle Männer
>Männer, die sich wehrten, wurden natürlich getötet
>Deutsche Wehrmacht kommt ins Dorf und vermutet dort Partisanen
>Opa flüchtet und versteckt sich in einem ehem. Bergwerk und kommt die nächsten 2 Tage nicht mehr heraus
>Opa stellt sich bei der nächstbesten Gelegenheit der deutschen Wehrmacht
>Landet in Leipzig als Zwangsarbeiter
>arbeitet wohl unter ganz guten Konditionen und wäre nach dem Krieg am liebsten dort geblieben, war jedoch bereits mit meiner Oma verheiratet und musste demnach zurück - womöglich war er ein Beta
>kommt irgendwie mit dem Zug von Leipzig nach Ljubljana
>marschiert von Ljubljana nach Mitteldalmatien innerhalb weniger Wochen

Opa väterlicherseits (Geschenisse kenne ich auch nur von Erzähungen meines Vaters):
>geboren 1907
>kämpfte nicht im Krieg
>Deutsche Wehrmacht kam ins Dorf, trat in die Stube und wollte sich am frischgebackenen Brot meiner Großeltern vergreifen
>verantwortlicher Offizier wird mett ob des Verhaltens seiner Soldaten und droht mit Konsikwenzen
>Tito-Partisanen kommen ins Dorf, treten in die Stube, fordern die Herausgabe eines Nutztiers zur Schlachtung, da die Partisanen Hunger leiden
>wenn man seinen Ochsen nicht hergeben wollte, wurde man als Nazi-Kollaborateur getötet


Bonusmaterial:
Mein Urgroßvater war irgendwo in den italienischen Alpen unter den Habsburgern im Krieg involviert und im Zuge dessen befindet sich irgendwo im Elternhaus meines Vaters ein Bajonett der k.u.k.-Armee aus dem WK I

Bonusmaterial (II):
Der Bruder meiner Mutter kämpfte im Kroatienkrieg. Er war alleine auf Patrouille und kam hinter feindliche Linien. Dort wurde er von serbischen Kämpfern aufgegriffen, diese entwaffneten ihn und sagten ihm, dass er zurück zu seinen Kameraden gehen soll. Als er sich mit seinem Rücken den Feinden zugewandt entfernte, rechnete er damit, dass sie ihm jeden Augenblick in den Rücken schießen würden, doch taten sie nicht. Scheinbar war unter den Kämpfern jemand, der ihn kannte, zumal mein Onkel Ende der 80er Jahre als Polizist im ehem. Jugoslawien arbeitete.
Ferner ist ein Cousin meiner Mutter auch ein Veteran der Balkankriege und diente dort als hoher Offizier. Er besuchte eingie Male das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag als Zeuge. Nach eigenen Aussagen, wollten sie auch gegen ihn Anklage erheben. Zuvor wurde er von einem Kläger des Gerichtes und einem unabhängigen Offizier der gleichen Truppengattung als Experte verhört, welche gemeinsam so etwas wie guter Bulle, böser Bulle spielten.

jimmywebdev Avatar
jimmywebdev:#13653

>>13651
Irgendwelche Kommentare zu http://www.kosovoliberationarmy.com/ ?

Drinzuvor: Serben alle fol böse, alle anderen fol gut.

id835559 Avatar
id835559:#13654

>>13645

Kolchosen waren sowjetische Großbetriebe.

Er ist 'n versoffener und vergewaltigender slawischer Untermensch der Putler heilhitlert, aber das Leben in seinem verschissenen Drecksland schön Anderen überlässt und stattdessen sich lieber am deutschen Sozialsystem gütlich tut.

Das wollte er damit durch die Blume sagen.

stevenfabre Avatar
stevenfabre:#13655

>>13640
> ist in der Kolchose geblieben
Kolchose als Begriff ist nun geklärt Bernd.
Vor dem Krieg gab es die aber nicht im Reich. Nur in der UdSSR. War dein Opa also Russe und ist den Massenrekrutierungen entgangen oder war er doch Deutscher und irgendwie untauglich? Deutsch Männer wurden allgemein eingezogen, Bäuerinnen wurden zuverlässige Kriegsgefangene gestellt, sowie Mädel im Landjahr und Arbeitsmaiden.

stayuber Avatar
stayuber:#13656

>>13655
Hmmm, dass nur der arschverletzte Ukrainer als einziger mehr oder weniger verstanden hat, wer ich bin, wundert mich doch schon.

Ich bin Russenbernd. Alle Vorfahren stammen aus der UdSSR und keiner davon war deutsch.
Ja, dass Uropa 1 mütterlicherseits nicht eingezogen wurde, grenzt schon an ein Wunder. V.a. weil sie ungefähr zwischen Stalingrad und Saratow gelebt haben. Also schon nah an der ganzen Kacke. Wobei ich aus Uroma-Berichten weiß, dass die Wehrmacht nicht bis zu ihrem Dorf vorgekommen ist. Sie mussten aber einige Male in nahegelegene Städte um dort Gräben für die geschlagene sich taktisch zurückziehende Rote Armee zu graben. Aber wie gesagt: ziemlich krümmer Rücken (und zwar nach innen und nicht außen) hat dem Uropa für ein Paar Jahre das Leben gerettet. Opa ist übrigens Jahrgang 1945. Danke, Uropas Rücken!
Uroma 1 hat ihr ganzes Leben in der Kolchose gearbeitet, hat nie wieder geheiratet und hat trotzdem drei Kinder durchgebracht. Nicht ohne Unterstützung ihrer Schwester und ihres Bruders, natürlich. Auch interessant zu sehen: die langsame Entwicklung zum Besseren nach den Kriegsjahren - ihre älteste Tochter war auch ihr Leben lang in der Kolchose. Der Sohn, also mein Opa, hat es bis zum Polier gebracht und die jüngste Tochter hat einen Uni-Abschluss. Dazu muss man wissen, dass die Dorfbewohner in der UdSSR lange Zeit gar keinen Pass hatten. Kein Pass = keine Meldebescheinigung, keine Meldebescheinigung = keine Möglichkeit, sich länger legal in einer Stadt aufzuhalten. Busse fuhren keine. Also ist sie doch tatsächlich auf einem Pferd in die Stadt geritten, um sich an der Uni einzuschreiben und somit auch die Erlaubnis in einem Studentenwohnheim zu wohnen, zu bekommen. Zugegeben, klingt schon arg abenteuerlich, scheint aber die Wahrheit zu sein.
Aber immer wenn man Uroma nach ihrer Kindheit fragt, (sie lebt immer noch) sagt sie sie könne sich nicht erinnern. Ja nee, schon klar. In der Familie kursieren Geschichten, dass sie aus einer "zu wohlhabenden" Bauernfamilie ist. Kulaken also. Sie mussten ihr Haus und Hof verlassen und fliehen. Alle, selbst in der Familie, nennen sie übrigens nicht mit dem Vornamen, der eigentlich im Pass steht. Findet sie besser, als wenn man mit dem echten Namen ankommt.

Oma 2 mütterlicherseits ging es auch nicht besser. Nachdem Uropa 2 mit der erwähnten Kuh abgehauen ist, ging es der Familie ganz dreckig. 1946 und 1947 gab es Hunger. Man erinnere sich an die verhungerten Geschwister von Opa 1 väterlicherseits. Uroma 2 mütterlicherseits hat aber den Fehler gemacht, an sich zu sparen, womit sie als erste verhungert ist. Kurt darauf sind logischerweise auch ihre ihr gefolgt. Oma 2 war die letzte noch Überlebende. Konnte aber schon nicht mehr vom Bett aufstehen. Zufällig entdeckt hat sie ihr Onkel, der aus dem Nachbardorf zu Besuch kam. Da er selbst nichts zu essen hatte, hat er sie auf einen Treck mit anderen Waisenkindern gesetzt, die dann nach Zentralrussland kamen, wo es nicht ganz so elendig war. Kinderheim, keine ordentliche Ausbildung. Oma soll unter 1,50 m klein gewesen sein. Hat u.a. Eisebahnwaggons mit 50kg Zementsäcken entladen. Jeden Abend nach der Arbeit hat sie erstmal einen Teelöffel Zement von unter den Augenlidern rausgewaschen.

arnel_lenteria Avatar
arnel_lenteria:#13657

>>13656
>Hmmm, dass nur der arschverletzte Ukrainer als einziger mehr oder weniger verstanden hat
0/10

mat_stevens Avatar
mat_stevens:#13674

>SS-Oma mit 16 bei RSHA in Polen
>SS-Freund von Oma wütet ebenfalls in Polen, hat Uniform mit Totenkopf
>SS-Freund geht in Stalingrad verschütt
>Russe kommt, RSHA-Abteilung packt RSHA-Unterlagen auf Pferdekarren
>Pferdekarren zu langsam, SS-Oma steigt in unbeachteter Minute in die Eisenbahn
>Pferdekarren und Rest der Abteilung gehen verschütt
>SS-Oma wird entnazifiziert, nie mehr Arbeit juhu, heiratet Pazifismusopa, schwierige politische Diskussionen bis zum Ende.

davidbaldie Avatar
davidbaldie:#13675

>>13674
>SS-Oma mit 16 bei RSHA in Polen
Sicher Bernd, sicher!

emmakardaras Avatar
emmakardaras:#13685

>>13675
Schreibkraft

itsracine Avatar
itsracine:#13686

>>13674
>SS-Freund von Oma wütet ebenfalls in Polen, hat Uniform mit Totenkopf

Was hat er denn gewütet? Kartoffeln geschält?
Salatköpfe enthauptet?
widerlicher Lügner! Nestbekacker. Pissnelke.

rahmeen Avatar
rahmeen:#13687

>>13686
Gut, dann werden eben keine Materialien pfostiert, Spasti.

mactopus Avatar
mactopus:#13688

>>13686
verpiss dich nach rvss oder p du dummes Mongokind.

Das ist ein "erzähle vom kräääch"-Faden, kein "ich muss wie ein autistischer Spastikopf rangieren weil jemand was sagt was nicht in mein Geschichtenweltbild passt.

sava2500 Avatar
sava2500:#13691

>>13687
>>13688
Töp löl. Dummes Kinds beim Lügen erwischt und nun dreht und windet es sich.
Protip: Polen waren wie Franzacken, haben sich schnell ergeben und Ruhe war. Da musste niemand wüten.

lisakey1986 Avatar
lisakey1986:#13692

>>13691
> Da musste niemand wüten.
Nicht zum Erobern, zum Aussortieren von Volksschädlingen und Zwangsarbeitern aber schon. Deutsche Verwaltung besetzter Gebiete brauchte ebenfalls Soldaten.
>>13686 >>13687 >>13688 >>13691
Sind wieder Ferienkinder nach /wk/ geraten? Was soll dieser schnodderige Umgangston? Es ist nicht /b/ hier.

deviljho_ Avatar
deviljho_:#13703

Opa war im Konzentrationslager wegen Mitwisserschaft zum Stauffenbergattentat.


Hat aber überlebt.

alv Avatar
alv:#13718

>>13629

Wahrscheinlichkeitsrechnen ist nicht so dein Ding oder?

syntetyc Avatar
syntetyc:#13719

>>13718
Bezog sich auf
>>13630

cat_audi Avatar
cat_audi:#13751

Opa mütterlicherseits war zu jung. Wurde dann aus dem Sudetenland vertrieben.

Anderer Opa war Pilot (Ju88) und hat in der Tschechei ein bisschen rumgebombt, war dann in Frankreich. '43 ist sein Bruder (Panzerdivision Großdeutschland) an der Ostfront gefallen. Darauf wurde Opa als einzig verbliebener Sohn eines Landwirtes freigestellt und nachhause geschickt. Hat die schlimmste Zeit des Krieges sehr gut überstanden und nicht viel gesehen.

kiwiupover Avatar
kiwiupover:#13755

>>13751
>und nicht viel gesehen.
Als Ju88-Pilot in Frankreich nicht viel gesehen Bernd?

erikdkennedy Avatar
erikdkennedy:#13758

>>13755
Nachtjäger, kann man nichts machen.

tusharvikky Avatar
tusharvikky:#14067

Meer Geschichten!

nehemiasec Avatar
nehemiasec:#14086

>>14067

Albanerbernd hier.

Mein Uropa väterlichseits kämpfte 1939 als Partisane gegen die italienischen Nazis. Doch nach einigen Tagen siegten die Nazis und er wechselte die Seiten. Er hat die Italiener gehasst und erzählte immer wieder wie viele Frauen sie vergewohltätigten. Über die deutsche Herrschaft jedoch verlor er kein schlechtes Wort. Hatte bis zum Kosovokrieg eine MP40 im Schrank, welche dann en masse von deutschen, schweizerischen und österreichischen KFOR-Einheiten entwendet worden sind. Er starb dann 2005, hat mir aber nie direkt Geschichten erzählt, hab alles von meinem Vater erfahren nach seinem Tod.

Auch: Er hat nie eine Uniform erhalten und kämpfte wie viele anderen in albanischer Tracht und einem Plis (albanische Kopfbedeckung). Sein Nachbar hingegen hatte eine erhalten, da er blond und blauäugig war, welche er später aufgrund Geldnot verkaufte.

andrewgurylev Avatar
andrewgurylev:#14088

>>14086
Auf dem dritten Bild sind, entgegen seines Namens, keine SS-Männer abgebildet.

andrewgurylev Avatar
andrewgurylev:#14091

Opa Mütterlicherseits wurde 42 eingezogen, war 2 Jahre Garnisionssoldat in Frankreich, hat nur ein Gefecht mit Partisanen gehabt. Hat wohl den ganzen Krieg nur gehurt und gelebt wie Gott in Frankreich.

Uropa Väterlichserseits Offizier der Wehrmacht, nicht viel bekannt. Sein Bruder Offizier in der SS, nicht viel bekannt. Opa war einfacher Soldat in der SS, später Unteroffzier. Erst in Finnland bei der Waffen SS Divsion Nord, dann war der Bruder Tod und er wurde versetzt in das "ruhigere" Griechenland. Hat wohl Partisanen gefoltert wie kein zweiter, war auf der Kriegsverbrecherliste auf jeden Fall gut weit oben, zum Glück nur bei den Zazikis. Achja, Onkel von Uropa wurde zum Ende noch General. Worauf Bernd besonders stolz ist, ein Vorfahr Berndis war sogar 1870/71 als Offzier dabei. Schade das Bernd so eine Lusche ist.

erikdkennedy Avatar
erikdkennedy:#14101

>>14091
Ist ja nicht deine Schuld dass es keinen ordentlichen Krieg gibt in dem du die Tradition fortführen kannst.

joshhemsley Avatar
joshhemsley:#14108

>>14101
Ich könnte mich halt SaZ 13 als Offizier verpflichten und dann nach Mazar-I-sharif, aber keine Lust auf Wüste. Mache nur SaZ 3 Reserveoffizier. Das muss reichen.

seanwashington Avatar
seanwashington:#14116

>>14108
>Mache nur SaZ 3 Reserveoffizier.
Machst du gerade schon, oder planst du zu machen, oder hast die Zusage für ab XX.XX., oder..?

syswarren Avatar
syswarren:#14123

Bayernbernd weis leider nicht viel über seinen Uropa. Ich weis nur, dass er am Ende des Krieges an der Ostfront gegen die herannahenden Horden gekämpft hat und dabei umgekommen ist :-'(. Nach Erzählungen von Bernds Uroma muss er aber als Mensch ein sehr freigebiger und geselliger Mensch gewesen sein. Schade um diesen Ast des Stammbaums....Bernd lebt es ihm aber nach. Freigebig und gesellig :3

a_harris88 Avatar
a_harris88:#14136

>>14116
Mache ab XX.XX.
Bitte sag mir nicht ich muss dich kennen lernen Bernd.

teylorfeliz Avatar
teylorfeliz:#14145

>>14136
Könnte passieren. Aber wegen der getrennten Teilstreitkräfte stehen deine Chancen ja 3:1, dass du von mir verschont wirst.

bruno_mart Avatar
bruno_mart:#14146

>>14123
>freigebig
Heißt es nicht freigiebig?

sementiy Avatar
sementiy:#14360

Stößchen.

vj_demien Avatar
vj_demien:#14507

Hab einen 96jährigen Patienten der bei Cherbourg in Gefangenschaft geraten war und dann als POW nach Louisiana verschifft wurde.
Alter Sack ist noch richtig fit und flirtet mit jeder Krankenschwester ob jung oder alt der geile Bock.

_zm Avatar
_zm:#14514

>>14507
>mit jeder Krankenschwester ob jung oder alt der geile Bock

Für ihn sind die alle jung.

terryxlife Avatar
terryxlife:#14533

Vater war an der Ostfront.15.Waff.SS Div.
Er und drei andere Kameraden hatten Frischmilch von Bauernhof organisiert.
Eine Stunde nach Genuss derselbigen erfolgte schröcklicher Artillerieüberfall der Russen.
Alle Hosen vollgekotet.

evandrix Avatar
evandrix:#14534

>>14533
>15.Waff.SS Div.

Dein Vater war Lette?

commoncentssss Avatar
commoncentssss:#14535

>>14534
Nicht er, aber Offiziere in ausländischen Divisionen waren oft Deutsche.

mfacchinello Avatar
mfacchinello:#14538

Sehr schöner Faden!

Mein Opa ist Jahrgang 1942 und entstammt einer bukowinadeutschen Familie (die Bukowina, zu deutsch Buchenland, ist eine Region im heutigen Rumänien).
Infolge des "Heim ins Reich"-Programms wurde diese deutsche Minderheit in Rumänien ins Deutsche Reich umgesiedelt. Meines Opas Familie sollte ursprünglich in den Warthegau umgesiedelt werden, diese Pläne wurden dann allerdings verworfen, und so landeten sie im Elsass. Mein Opa selbst wurde auf der Durchreise in Oberschlesien geboren.
Als dann die Amerikaner näher kamen, floh die Familie gen Osten. Mein Uropa fuhr mit dem Pferdewagen und den Besitztümern, meine Uroma reiste mit den Kindern per Zug.
Auf einer dieser Fahrten wurde ihr Zug von amerikanischen Flugzeugen bombardiert, sodass die restliche Strecke zu Fuß bewältigt werden musste. Mein Opa, damals drei Jahre alt, hat von diesen Ereignissen noch klare Erinnerungen, von denen er teilweise heute noch träumt. Da seine Mutter ihn nicht tragen konnte (sie hatte seine beiden jüngeren Geschwister auf den Armen), musste er die Strecke, die er nur schätzen konnte (ca. 20km) zu Fuß zum nächsten Bahnhof laufen. Dies war wohl sehr traumatisierend für ihn.

Opa erzählte auch mal von dem Ehemann seines Vaters Schwester.
Dieser kämpfte im ersten Weltkrieg für Österreich (die Bukowina gehörte damals zu Österreich-Ungarn) und geriet in russische Kriegsgefangenschaft.
Er wurde in ein Lager am Baikalsee gebracht, aus welchem er es schaffte, zu fliehen.
Auf eigene Faust reisend schaffte er es binnen zwei Jahren, wieder in sein Heimatdorf zurückzukehren. Auf der Reise schlief er teilweise bei russischen Bauern, bei denen er Tagelöhnertätigkeiten verrichtete. Oftmals fuhr er als blinder Passagier auf Güterzügen mit.
Er war zum Zeitpunkt seiner Gefangennahme gerade einmal 23 Jahre alt. Bernd, der bald 22 wird, könnte sich NIEMALS vorstellen, dass er zu soetwas auch nur im Entferntesten in der Lage wäre.

jasontdsn Avatar
jasontdsn:#14540

>>14538
>Bernd, der bald 22 wird, könnte sich NIEMALS vorstellen, dass er zu soetwas auch nur im Entferntesten in der Lage wäre.

In Extremsituationen sind die Menschen zu den merkwürdigsten Dingen, im guten wie im schlechten, in der Lage.


Opa: Sani in der Wehrmacht, am Kriegsende 1945 im Sauerland von Amis festgenommen.

Großvater: Die meiste Zeit war er beim RAD FlA-Stellungen bauen, gegen Kriegsende an der deutschen Ostfront mit dem Motorrad rumgefahren um Meldung zu machen. Hat dabei Erfahrungen mit Tieffliegern gemacht. Sehr geprägt hat ihn, wie die Amis in Gera einmarschiert seien: Die hätten es ganz gelassen gemacht, so dass sie einfach ihre Sherman in einer Reihe aufgestellt hätten, die hätten in aller Ruhe ein paar Mal in die Stadt geschossen, während er auf einem Acker nebenher an ihnen vorbeigerobbt sei. Den Großteil seiner Uniform hatte er da schon weggeschmissen. Sei später irgendwo in britische Kriegsgefangenschaft geraten. Dort berichtete er, wie die Briten besonders auf Fahrräder geachtet hätten, da diese sonst von Polen gestohlen worden wären. Er war jahrelang Sozi und erstaunte mich vor einigen Jahren mit der Aussage, dass man mit Partisanen nur mit einer Quotenregelung beikommen könne, vgl. Heydrichs Tod und Vergeltungsaktionen.

Onkel: War Wehrmachts-Funker auf dem Balkan, Agram (heute Zagreb) habe ihm sehr gut gefallen. Später sei er an die deutsche Ostfront gelangt, wo er nur um die Schlacht an den Seelower Höhen rumgekommen sei, als er sich beim Verladen den Fuß gebrochen habe. Seine spätere Frau war als MTA an der Ostfront.

Anderer Onkel: Starb in den 80ern, als Bernd noch klein war. Bern erinnert sich an einen Satz von ihm, als im Krankenhaus die Reste seines Mittagessens weggebracht wurden: "Das kriegen jetzt Behinderte und so'n Zeug." Kleinbernd wurde erzählt, er sei im Krieg "irgendwo in Berlin" gewesen, später erfuhr er von der SS-Mitgliedschaft. Noch später entdeckte Bernd, dass der Onkel in Israel noch heute namentlich bekannt ist.

motionthinks Avatar
motionthinks:#14547

Guter Faden

polarity Avatar
polarity:#14609

Uropa mütterlicherseits war im Afrikakorps. Ging am Ende in Tunis in amerikanische Gefangenschaft.
Cowboyleben in USA bis Kriegsende.

Opa väterlicherseits kam 1942 zur SS. Diente an der Ostfront in ner SS Panzerdivision.

Opa mütterlicherseits nie kennengelernt. Kam bei nem Bombenangriff während eines Heimaturlaubs um.

ultragex Avatar
ultragex:#14636

Opa 1: Gezogener Universitätsprofessor, kommandierte Flak-Batterie. Schickte seine Landser kurz vor Ankunft der Murrikaner nach Hause, mit dem Hinweis den Wehrpass und die Uniform verschwinden zu lassen. Waffen wurden verbrannt, Reste mit Grinsen übergeben.

Opa 2: Weniger "Problem, Offizier?", mehr hartkern. 2x mit Uboot abgesoffen (War Werftarbeiter), UK-Antrag versemmelt, Ostfront, Antrag geklappt, Folgeantrag versemmelt, Westfront, Kanadier kaputtgefickt, Britische Gefangenschaft, dort abgehauen.

Bernd führt seine Tradition fort und ist ABC-Abwehr-Feldwebel beim Bund.

stevenfabre Avatar
stevenfabre:#14648

Einer meiner Fluglehrer+ erzählte von WW2;

Ich war ein Arbeiterkind, mein Vater arbeitslos und ausgesteuert, in einer Schule 2. Klasse, von den Bürgern und der Kirche bespuckt und verhöhnt.
Doch 1938 kam einer, der die Schulen gleich machte, der mir ein 2. Zuhause gab, mich wieder satt machte, mich auf Urlaubsfahrt schickte, und mich letztlich in ein Segelflugzeug setzte. Warum hätte ich diesen Mann nicht mögen sollen?
-
Sie setzten uns nach der Fluggrundausbildung in einen Lastensegler, zogen uns auf 4000 m und zwangen uns in den Sturzflug bis in den roten Bereich, die Holzkonstruktion ächzte, es vibrierte und schüttelte und nie wieder in meinem Leben hatte ich solche Angst. Ich pisste mir dabei so in die Hosen, dass es bis zu den Stiefeln reichte.
-
Mir ist das Ärgste ja erspart geblieben, ich flog nur Lastensegler und dann Jäger. Da schießt du auf feindliche Maschinen, nicht auf Menschen. Und wenn ich ihnen einen Motor weggeschossen habe, war die Jagd für mich vorbei. Die Meisten konnten da noch aussteigen, auch wenn die Befehle vom fetten Hermann "ihr müsst sie brennend abschießen" lauteten. Aber er ist ja nur Stoff-Doppeldecker geflogen.
-
Zum Glück habe ich diese Scheiße überlebt, und mit dem Tommy den ich vor Bremen runter holte, treffe ich mich 2 Mal pro Jahr.
-
/
Ich segle schon lange nicht mehr, der Fluglehrer ist gestorben, aber seine Geschichten beschäftigen mich noch heute.

jqueryalmeida Avatar
jqueryalmeida:#14649

>>14648
>Aber er ist ja nur Stoff-Doppeldecker geflogen.
>Nur.
Auch nicht der hellste, dein Fluglehre. Oder konnte man die Stoffdinger bei Schäden auf der nächsten Wolke parkieren? Vom Militärischen her hatte der Herr Göring übrigens recht.

shesgared Avatar
shesgared:#14651

>>14649
Wie soll ich das beurteilen können? Ich bin gerade 150 Stunden mit Seglern oder Motorseglern oben gewesen, und wurde noch nie von feindlichen Jägern angegriffen. Ich weiß nicht, woher du diese Erfahrungswerte nimmst, ich habe sie nicht.
Als Fluglehrer war er jedenfalls sehr erfahren.

jodytaggart Avatar
jodytaggart:#14652

>>14649
>brennend abschießen
Erster Weltkrieg kannte nur stoffbespannte Flugzeuge, anfangs noch ohne Bewaffnung. Als Waffen eingeführt wurden, gab es immer noch keine selbstdichtenden Tanks, Panzerung für den Piloten, Panzerglasscheibe oder Fallschirme. Getroffene Flugzeuge waren Totalverluste mit durchsiebten Tanks und Piloten, die, einen Feuerschweif hinter sich herziehend, in die Tiefe stürzten. Das wurde dann als Ritterlichkeit verklärt.

rcass Avatar
rcass:#14655

>>14652
Ich hörte Ähnliches in einer Doku über Göring. Mein Fluglehrer politisierte kaum, er bezog die meisten Erzählungen rein auf seine Sicht, und da kam Göring nicht gut weg.

Ähnliches kenn ich allerdings auch über Rommel. Sämtliche Dokus die ich sah, wichen von dem Bild stark ab, das mir die Erzählungen eines Bekannten (auch schon tot) vermittelten. Nur sind diese Erzählungen hier weniger geeignet, da zu langatmig.

Ich weiß auch nicht, wie aussagekräftig sie punkto Gesamtlage waren. Denn der sah definitiv nur Afrika und englische Gefangenschaft.

yehudab Avatar
yehudab:#14656

>>14652
>Das wurde dann als Ritterlichkeit verklärt.
>verklärt
linker neusprech vom Wiederkäuerkind detektiert
Halt dich einfach raus, unwissender Judenstinker.
Ritterlich wurde es genannt, wenn U Boot Kapitäne Seeleute von versenkten Schiffen an Bord nahmen und vor der irischen Küste (neutral) absetzten, anstatt Schwimmende oder Seeleute in Rettungsbooten mit Maschinengewehrsalven zu massakrieren wie die Briten es zu tun pflegten.
Nachdem dies bekannt geworden war, wurden die Fälle von Ritterlichkeit seltener.
Als die allierten Bombenflieger begannen Deutschlands Zivilbevölkerung zu belehren, hatte es sich ausgerittert, da lernten die jungen Heroes, -wenn sie denn auf deutschem Boden lebend ankamen- was eine Mistgabel ist.
Es wurden auch welche totgeschlagen. Why not? Wo die US-Ratten, ich meinte natürlich Ritter, doch mit ihren Bordkanonen auf Vieh, Frauen und Kinder geschossen hatten.

>>14655
Doku, am besten vom ZDF.
Man muss es nicht Doku nennen, man kann es permanente Umerziehung, Desinformation oder auch Hetze nennen.
Bernd sieht das so: Diese schwer verleumdeteten Leute machten ihren Job (altsprech: taten ihre Pflicht) was hätten sie auch sonst tun sollen? Den lieben gutmeinenden Gegnern -Feinden!- die Hintertüren öffnen?, getreu dem Vorbild des naiven Bonhoeffer? Sowohl Rommel als auch Göring haben mit ihrem Leben bezahlt, aber vorher bewiesen, dass sie keine Feiglinge waren.

Manche die sich mit der Materie mehr beschäftigt haben als Bernd, sagen, die Nationalsozialisten hätten diesen Krieg besser vorbereiten müssen, Bernd sagt: Bis 1941 war es undenkbar, dass sich Kapital und Marxismus gegen den Wunsch nach Unabhängigkeit und Freiheit der Nationen verbünden werden.
Dabei ist es so offensichtlich, dass die aus den gleichen kranken und egoistischen Hirnen entsprangen, auch das gleiche Ziel anstreben.
Görings und Hitlers Fehler waren nicht "Fett sein" oder "irrer Teppichbeisser" sondern die althergebrachte, eurozentristische Arroganz gegenüber potentiellen Verbündeten, wie den Indischen Hindus, den Moslems oder der Ukraine.

javorszky Avatar
javorszky:#14658

>>14656
Du schwadronierst im falschen Weltkrieg Dummbernd.

ryhanhassan Avatar
ryhanhassan:#14659

>>14656
hast du dich schon gewundert, warum selten Leute (egal ob Ronny oder Sören) auf deine Kommentare eingehen?

Du bist ein unhöfliches, unsympathisches kleines Arschloch, und ein unverbesserlicher Besserwisser. Damals hätten sie dich in der HJ schon kuriert. Leider gibt es keine HJ mehr, daher wirst du auch Zeit deines Lebens ein Arschloch bleiben.

Und da wir ja schon genug Arschlocher wider das Volk haben, nervst du ganz besonders. Denn dieser Faden war vor deiner Klugscheißerey interessant.

murrayswift Avatar
murrayswift:#14661

>>14659
Shalom Shabbesgoi, versuch es härter.

alagoon Avatar
alagoon:#14663

>>14661
Krebs dich zurück nach /rvss/, Untermensch.
Wenn du ausser rumstänkern nichts beitragen kannst, verpiss dich aus dem Faden.

umurgdk Avatar
umurgdk:#14664

>>14663
>mimimi Panzernostalgiefadele kabott
Es geht darum, dass ihr kleinen Plane-Spotter kapiert, was Sache war und immer noch ist. Bernd wird eure Hauptschüler- und Feldwebelfäden penetrieren, sobald sie alliierte Hass-Propaganda wiederkäuen oder die psycho-Kampagnen der Deutschenhasser weiterbefördern. Wenn ihr Leute verächtlich machen wollt, die euch um Potenzen überlegen waren und sind, bitte haut es raus, -Antifa-Style-, heult, flennt so laut ihr könnt, Bernd wird euch die Zitate und Dokumente die
notwendig sind um die Ohren hauen. Wenn ihr feigen Nichtsnutze sie nicht lesen wollt, so werden andere kommen und sie finden.

leandrovaranda Avatar
leandrovaranda:#14668

>>14664
>Um Potenzen überlegen

Ja, du so fol kluk, darum nimmt dich hier auch jeder so ernst.


Gas dich weg und sei froh dass der Mod nicht da ist.

sava2500 Avatar
sava2500:#14669

>>14664
> dass ihr ..kapiert, was Sache ...ist.
In der deutschen Geschichte hat es noch niemanden gegeben, der es so nötig hatte wie du, einen geblasen zu kriegen?

romanbulah Avatar
romanbulah:#14673

Es ist zur Zeit um mindestens ein Kind zu viel hier, daher warte ich mit weiteren Zeitzeugen Erzählungen. Schließlich will ich ihn ja nicht traumatisieren.

Siehe Bild: ...hier noch mehr erschossene Deutsche. Unsere Flammenwerfer haben ihnen die Waffeln getoastet....

likewings Avatar
likewings:#14674

>Opa war noch ziemlich jung und bewachte eine Brücke, war wohl ziemlich ruhig
>In den letzten Tagen bzw. als es logistisch noch möglich war wurden er und seine Truppe in einen Zug nach Osten gesteckt um dort zu kämpfen
>Tür vom Wagon geht auf; Russen strecken ihre Gewehre hinein
>mehrere Jahre Sibirien ohne je einen Schuss abgegeben zu haben
>Opa sprach nie viel darüber und alles was Bernd über dessen Wehrmachtszeit weiß hat er von seinem Vater erzählt bekommen

kosmar Avatar
kosmar:#14675

Regulär war Opa im ww1 eingesetzt. Für ww2 war er schon zu alt, aber knapp vor dem Endsieg wurde er noch zum Volkssturm einberufen. Dank der weitsichtigen Entscheidung ihres Anführers, sollten sie eine noch schnell 30 russische Panzer mit ihren paar Panzerfäusten und Mienen bekämpfen. Nur wurde nichts aus diesen Heldenepos, denn meine Oma mischte ihm ihre Spezialzutat unter die Kartoffel mit Kraut, und Opa lag im Lazarett, als der restliche Volkssturm von den Panzern zermatscht wurde. Ausgerichtet konnten sie nicht viel, gerade mal einen Panzer, und der war nicht einmal hin. Dafür pflasterten die Russen alles mit ihren Granaten zu, was die Hälfte der Häuser kostete.

Mein Opa, samt Oma und Häuschen blieben unverschont. Und das ist mir auch sehr recht, weil sonst gäbs mich vielleicht nicht, und das wär schade. Und aus dem Häuschen wurde ein Haus, weil Opa war fleißig.
Zwischenzeitlich haben sie mich alle verlassen, aber das Haus gibt es noch. Und ich hoffe, ich werde es auch unbeschadet meiner Enkelin übergeben können.

Heil Oma!

karsh Avatar
karsh:#14676

>>14673
t. Bernadette, antikriegsschriftstellerin und autorin von 75% der opagschichten idf.

hammedk Avatar
hammedk:#14677

>>14675
>Mein Opa, samt Oma und Häuschen blieben unverschont.
>unverschont
Also wurde ihnen das genannte Übel ebenfalls zuteil? Oder blieben sie davon verschont?

mauriolg Avatar
mauriolg:#14678

>>14677
es sollte "unversehrt" heißen. Leider ist es nicht der einzige Fehler, weil ich war besoffen. Aber mit etwa guten Willen erkennt man den Sinn.

Enkel leben leichter.

lanceguyatt Avatar
lanceguyatt:#14679

%
Da der Führer den Rückzug verbot, zog es Rommel vor, "beweglich zu führen". Leider waren große Teile gar nicht motorisiert. Eines Abends nach einem taktischem Ausweichmanöver nach Westen, wurde wir Fußsoldaten im Karee vor Rommel zitiert, der unerbittlich auf den Führerbefehl hinwies, er werde jeden erschießen lassen, der sich nun unehrenhaft verhält! Kurzdarauf wurden uns dreifache Wasserration und Lebensmittel ausgegeben. Wir wussten was zu tun war. Tommy hatte bei unserer Gefangennahme 2 Tag zu tun, inzwischen war Rommel schon wieder fast in Tripolis. Ich wurde den Amis übergeben und ließ mir einen Bart wachsen! Leider gab es auch Soldaten die nicht die Ehre hatten unter Generalfeldmarschall Rommel zu dienen.

lanceguyatt Avatar
lanceguyatt:#14759

Ein Falli hat mir mal erzählt wie sich seine Einheit aus Böhmen abgesetzt hat nach der Kapitulation.
Sie waren bereits entwaffnet aber hatten wenig Lust bei den Russen zu bleiben, also hat Ihr Kommandant irgendwie eine Ju organisiert.
Die Ju haben sie einfach Richtung Westen fliegen lassen und sind bei Würzburg alle Mann gesprungen.

joshhemsley Avatar
joshhemsley:#14760

>>14759
Diese Zeit kurz nach der Kapitulation dürfte so mit die interessanteste Zeit überhaupt gewesen sein. In jeder Hinsicht, im Guten wie im Schlechten.

itsracine Avatar
itsracine:#14762

>>14760
Kek. Dann lass dir mal kühle Geschichten aus der Wende-Zeit erzählen. V.a. Richtung Tauschgeschäfte mit Sowjet-Soldaten.

areus Avatar
areus:#14771

>>14762
NEIN

peterlandt Avatar
peterlandt:#15247

Stoß!

to_soham Avatar
to_soham:#15253

Großvater kam mit einer der letzten Maschinen aus Stalingrad raus. Schwer verwundet, mit 19. Ich wollte die Geschichte hier schon öfter mal aufschreiben, aber auch heute habe ich keine Zeit. Im Dezember geht das wieder.

degandhi024 Avatar
degandhi024:#15259

Opa 1:
Russland. Heimgelaufen als die Front zusammengefallen ist. Kurz vor daheim in ein Entnazifizierungscamp gesteckt. Hat nie was über den Krieg erzählt.

Opa 2:
Auch Russland. Eingesetzt an der PaK. Öfters mal in eigenen Artilleriebeschuss geraten. Seine Wehrmachtkompanie ist wohl öfters mal von SS Panzer-Einheiten aus der Scheiße gezogen worden. Kurz vor Stalingrad verwundet und heimgeschickt worden. Danach wieder zurück nach Russland. Ist dann irgendwann mit einem Motorrad abgehaun und hat sich tagsüber bei Bauern in der Scheune versteckt. Einer hat ihn entdeckt und den Amis ausgeliefert. Diese widerum haben ihn den Russen übergeben. Dann folgten 7 Jahre russische Kriegsgefangenschaft. Wohl scheiß Verhältnisse dort, erst als das Rote Kreuz kam gings bergauf. Hat dann daheim angekommen jeden Monat 50 Pfennig bekommen für neue Unterhose weil er im Lager Hämorriden bekommen hat.

Auch:
Im Pferdestall von meinem Opa wurden ein paar Soldaten gefangen gehalten und einer davon hat wohl seine Pistole entsorgt. Mein Uropa findet sie und direkt vor unserem Hof ist eine Gruppe Soldaten mit einem Sherman gestanden. Mein Uropa läuft also mit der Pistole in der Hand zu denen hin und will ihnen die Pistole geben. Die Soldaten sehen es und denken er will sie abknallen. Anscheinend haben sie schon den Geschützturm vom Panzer auf ihn gerichtet und nachdem alles geklärt war wollten sie ihn trotzdem noch erschießen. Erst der Bürgermeister konnte das verhindern. Ein paar Tage später verstarb er an einem Herzinfarkt.

mj_berthelsen Avatar
mj_berthelsen:#15477

>>15259
War wohl schon senil der Uropa?

a_khadeko Avatar
a_khadeko:#15489

>>13637
Meiner war auch um Stalingrad, wurde aber leider nicht ausgeflogen. Artillerie, dann POW, wo er dann gestorben ist.

Alle "Geschichten" aus dem Krieg daher leider nur aus Dokumenten. Ein Onkel hatte die Ehre unter Rommel zu kämpfen, ist aber leider auch nicht lebend rausgekommen.

Uroma hat nie viel erzählt, war aber bis zum Ende sehr sparsam, was Essen angeht. Opa ist 45 geboren und hat nur Nachkriegszeit miterlebt, mittlerweile aber auch leider weg vom Fenster.

Andere Uroma war 10-15 und hat zum Krieg in Ostpreußen gelebt. Hat regelmäßig von den Schreckenstaten der Russen erzählt und ihre Angst vor Bombern lebhaft weitergegeben.
Erzählte, ein Bomber habe sie gejagt und verfolgt und ihr Haus systematisch bombardiert was wohl ihre verdrehte Wahrnehmung gewesen sein dürfte - das Haus gezielt bombardiert vielleicht noch, aber weniger mit ihr als Ziel

linux29 Avatar
linux29:#15493

Es war im Frühjahr 1945, vor der Kapitulation. Die feindlichen Flugzeuge konnten sich inzwischen fast ungehindert über deutschem Boden bewegen. In der Bevölkerung ging das Gerücht um, dass die tieffliegenden feindlichen Piloten auf alles schießen würden, das sich bewegte.

Meine Oma, damals ein junges Mädchen, war auf einem Feldweg unterwegs um irgendwelche Besorgungen zu machen, als ihr ein eben solches tieffliegendes Flugzeug auffiel. Es muss wohl ein Jagdflugzeug gewesen sein. Da das Flugzeug auf sie zuhielt sprang Oma beherzt in den Straßengraben, um sich vor dem befürchteten Beschuss zu retten.

Der Jäger schoss nicht auf sie, aber Oma war in einen riesigen Haufen Brennesseln gefallen. Wer sich die leichte Kleidung damals, insbesondere bei Mädchen, insbesondere in Zeiten der Knappheit, vor Augen führt, ahnt: diese Episode ist ihr lange im Gedächtnis geblieben.

ninjad3m0 Avatar
ninjad3m0:#15495

>>15489
>Andere Uroma war 10-15

Wie unteraltrig bist du?

mefahad Avatar
mefahad:#15496

>>13160
>letzten Soldaten und Offiziere des 2.Weltkriegs sterben aus

Jetzt sind Scheel und Schmidt beide dood.

mrzero158 Avatar
mrzero158:#15506

Kann Bernd mir helfen? Mein Freund untersucht das Schicksal seines Verwandten und hat solch ein Dokument erhalten. Doch verstehen wir nicht ganz, was geschrieben ist. Es sei naemlich Sütterlin, und die sind wir nicht gewohnt. Durch gemeinsame Anstrengungen haben wir das folgende aufgebracht:
"Am 11.10.41 vom ... 17 nach
drei(?) Tot...
Todesursache: Bronchopneumonie
begraben am 11.10.41"
Vielleicht kann Bernd das uebrige entzifferm?

lisovsky Avatar
lisovsky:#15507

>>15489
>aber weniger mit ihr als Ziel
Zum Kriegsende haben die allierten Tiefflieger auf alles geschossen was sich am reichsdeutschen Boden bewegte: Schulkinder, Bauern, Kühe, Soldaten. Es gab bei den Amis einen Namen für diese Luftüberlegenheitsoperation.

sawalazar Avatar
sawalazar:#15508

>>15507
>Es gab bei den Amis einen Namen für diese Luftüberlegenheitsoperation.

Der wäre?

arashmanteghi Avatar
arashmanteghi:#15509

>>15506
Liefert der Anfragende dann mmer? Scheint ja kein deutscher (Ur)opa zu sein.

shoaib253 Avatar
shoaib253:#15511

>>15509
Mein Freund behauptet, diese Todesbenachrichtung sei für Opa seines Schwiegervaters. Der war am Anfang des Krieges in der Ukraine gefangengenommen und im Lager gestorben. Das Dokument war wahrscheinlich in einem Deutschen Archiv entdeckt (solche Benachrichtungen sendet man doch kaum an die Gegner). Ja, wir sind alle aus Russland. Meine eigene Opas und Omas nahmen an den Krieg nicht teil, weil sie noch zu jung waren. Oma hat erzählt, dass es nach dem Krieg in ihrem Dorf manche Kinder deutsches Blutes ("Nemtschurjata") gab, da deutsche Soldaten während der Okkupation viele Mädchen gefickt hatten, und die dann Kinder gebärten.

RussellBishop Avatar
RussellBishop:#15512

>>15507
>>15508

Die Flieger haben auf dem Rückflug einfach ihre Munition verschossen um weniger Ballast zu haben. Wenn man gleichzeitig noch ein bisschen Zielübungen machen konnte dabei dann wurde das natürlich auch gemacht.

marciotoledo Avatar
marciotoledo:#15513

>>15511
>(solche Benachrichtungen sendet man doch kaum an die Gegner).

An der Front im Westen würde ich das nicht ungewöhnlich finden. Im Osten schon.
Allerdings wäre es genauso ungewöhnlich dass der Tod eines russischen Soldaten Eingang in ein deutsches Archiv findet. Es gab ja Millionen Gefangene, und Millionen von denen starben.. da macht man doch nicht jedesmal eine Meldung und lagert diese ein. Sehr merkwürdig.

Welchen Rang hatte der Soldat um den es geht? Ein General vielleicht?

husamyousf Avatar
husamyousf:#15514

>>15513
Ich weiss nicht genau, aber vermute, er hat keinen hochen Rang. Die Existenz dieses Dokumentes finde ich selbst merkwürdig. Vielleicht ist der Grund, dass es am Anfang, im 1941, noch nicht zu viele Gefangene gab und solche Todesfälle noch dokumentiert wurden. Es geht zwar um die Deutschen, Ordnung muss sein usw.

cmzhang Avatar
cmzhang:#15515

>>15508
Operation Clarion

alessandroribe Avatar
alessandroribe:#15516

>>15512
Nennt man auch Kriegsverbrechen.

"Habe-Bekessy schreibt
'Schon das Zimmer des Generals Eisenhower machte auf mich einen höchst ungünstigen Eindruck. Es war ein riesiger, eiskalter Raum mit einem gewaltigen Mussolini-Schreibtisch, theatralisch indirekt beleuchtet, geschmacklos goldgelb tapeziert. Man mußte von der Tür aus einen langen Marsch unternehmen, ehe man vor dem Tisch stand, hinter dem der General thronte . . . Sein Gesicht war glatt, kalt und humorlos . . . Der General begann einen zweistündigen Monolog, und während dieser zwei Stunden hatte ich kaum Gelegenheit, etwas anderes als Yes, Sir oder No, Sir zu sagen. Der General begann, sein politisches und journalistisches Programm zu entwickeln ... Je weiter er in seinen Ausführungen gedieh, desto größer wurde meine Ernüchterung . . . Ich hatte mir von Eisenhower ein Idealbild geschaffen. Nun bröckelte die Farbe von diesem Bild schichtweise ab. Da war einmal die keineswegs spontane und daher auch nicht amüsante Theatralik, mit der Eisenhower seinen Vortrag begleitete. Er ging im Raum ununterbrochen umher . . . Die immer erschrecklicheren Plattheiten wurden mit der Endgültigkeit sokratischer Weisheiten vorgebracht. . .
Der Stellvertreter Eisenhowers, Generalleutnant Bedell-Smith, betrat das Zimmer.
Wir müssen etwas tun, sagte er zu Eisenhower. Diese Photographien wurden mir zugeschickt. So sehen die deutschen Kriegsgefangenen aus, die wir den Franzosen abgetreten haben. Sie verhungern ja. Es kann s o nicht weiter gehen. Soll ich mit den Franzosen sprechen?
Eisenhower besah sich die Bilder.
Tun Sie nichts dergleichen*, sagte er. Schicken Sie einen Bericht nach Washingtons
Bedell-Smith zuckte mit den Achseln und ging.

Einer von diesen Halbverhungerten war Bernds Großvater.
Die Murricranks welche die Rheinwiesen bewachten, hatten nach Einhowers Befehl alle ihre übrigbleibenden Lebensmmittel zu vernichten zb mit Kalk zu überschütten, damit sie nicht an die hungernden Gefangenen gelangen würden. Vorher hatte man den Soldaten mit Flugblättern leere Versprechungen gemacht um sie zur Desertation zu bringen.

Ein amtliches englisches Flugblatt, das im März 1945 über den deutschen Linien abgeworfen wurde, teilte auch mit 'Was Kapitulation nicht bedeutet':
'Kapitulation bedeutet nicht, daß der einzelne Soldat jemals der Willkür eines Feindes ausgesetzt ist. Als Kriegsgefangener untersteht er dem Schutz der Genfer Konvention, welche genaue Bestimmungen über seine Behandlung, Verpflegung, Unterbringung usw. enthält und welche vorsieht (Artikel 75, Vertrag vom 27. Juli 1929),daß Kriegsgefangene sobald wie möglich nach Friedensschluß nach Hause zurückzuschicken sind.
Kapitulation bedeutet nicht, daß der einzelne an Kriegsverbrechen unbeteiligte Deutsche von den Alliierten zur Verantwortung gezogen wird. Massenvergeltung gehört zu den Dingen gegen welche die Alliierten kämpfen. Präsident Roosevelt hat erklärt: >Die Vereinten Nationen haben nicht die Absicht, das deutsche Volk zu versklaven.

Fast drei Millionen deutsche Soldaten lieferte Eisenhower im Namen der USA in die bolschewistische Sklaverei, aus der sie, mit wenigen Ausnahmen, niemals wiederkehrten.
In Süddeutschland und in Österreich spielte sich ein Schauspiel, ein Drama ab, das noch ungeheuerlicher war. Nie werde ich das Grauen und lähmende Entsetzen vergessen über das, was ich mit eigenen Augen mit ansehen mußte: Hundertausende deutsche Soldaten hatten sich in Österreich in voller Ordnung vor den eindringenden Bolschewiken zurückgezogen, die die zwischen ihnen und den Amerikanern vereinbarte Demarkationslinie besetzten.
Und dann geschah das Ungeheuerliche, das Unfaßbare, das Unvorstellbare: Auf Eisenhowers Befehl wurden die Hunderttausende deutscher Soldaten, die sich in der amerikanischen Zone befanden, von den Amerikanern den Bolschewiken ausgeliefert. Aus amerikanischen Lagern marschierten die dem grauenhaftesten Tod geweihten Männer in unerhörter Disziplin, singend, Division um Division, in die bolschewistische Sklaverei, in die sibirischen Bergwerke, in die Arbeitslager

fffabs Avatar
fffabs:#15517

>>15511
>>15506
Habe mich redlich abgemüht, aber bisher ohne große Ergebnisse. Im Gegenteil.
Bronchopneumonie kann ich da nicht sehen. Der erste Buchstabe ist eindeutig ein "L".
Todesursache passt auch nicht, da auch Buchstaben mit Kringel unten vorhanden so wie "g".
Zweite Zeile, letztes Wort, letzte Buchstaben sind in meinen Augen "...liefert"
Nur bei der letzten Zeile gebe ich dir Recht.
Ich bleibe dran.

Geduld und Arbeit werden alles aufreiben :3
Am 11.10.41 vom ... 17 nach
drei(?) Tot...
Todesursache: Bronchopneumonie
begraben am 11.10.41"

ovall Avatar
ovall:#15518

>>15513
>>15514
Sekundiere dies. Es kann doch wohl nicht wahr sein, dass in der Ukraine X Soldaten gefangen genommen werden, aber im Lager nur X-N ankommen. Wenn für den Transport verantwortliche solche Zettel nicht vorweisen können, sind sie ganz schnell am Galgen.

Fragt aber bloß nicht ob es solche Nachweise auch für die 6 Millionen gibt.

otozk Avatar
otozk:#15519

>>15514
>>15518

Grade am Anfang des Russlandfeldzuges wurden so unglaublich viele Gefangene innerhalb der ersten paar Wochen gemacht dass es da drunter und drüber ging. Da wurde garantiert nichts dokumentiert und schon garnicht endete da jemand am Galgen weil ein paar Russen fehlten. Und wenn doch mal einer fragte: "Auf der Flucht erschossen". Problem gelöst, ganz gleich was letztlich mit denen passiert ist, geflohen, gestorben, erschossen.. völlig egal. Oft wurden sie auch einfach weggeschickt wenn sie sich ergeben wollten weil die Truppen keine Zeit verschwenden konnten/durften und keiner Lust hatte die 20 Iwans abzuknallen.

Allerdings geht es hier ja um ein Lagerlazaret. Der fragliche Russe war also im Lager und wurde dort scheinbar auch behandelt. Das fragliche Lager Stalag XXC 312 liegt übrigens im mittleren Polen in Thorn (Torun)

Hier geht es um das Lager:
http://www.1lo.home.pl/multidomeny/muzeum/english/index.php?option=com_content&view=section&layout=blog&id=8&Itemid=109&limitstart=54

http://www.1lo.home.pl/multidomeny/muzeum/english/index.php?option=com_content&view=category&id=53&Itemid=113

franciscoamk Avatar
franciscoamk:#15520

Fick, das lässt mich nicht los. Aber mittlweile sehe ich auch eindeutig "Todesursache" in Sütterlin

Am 11.10.41 .. .. .. .. .. .. .. .. 17 .. .. .. ..
.. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. liefert.
Todesursache : .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ..
begraben am 11.10.41

abdots Avatar
abdots:#15521

>>15520
Am 11.10.41 von .. .. .. .. 17 nach
.. .. .. .. tot .. .. .. .. liefert.
Todesursache : Bronchopneumonie
begraben am 11.10.41

Dscheiße, keine Ahnung.

jamesmbickerton Avatar
jamesmbickerton:#15523

>>15517>>15519>>15520>>15521
Danke für deine Anstrengungen und auch besonders für die Links auf Stalag XXC 312. Was "Todesursache: Bronchopneumanie" angeht, habe ich wenig Zweifel: die Buchstaben mit Kringel scheinen uns als "ch", auch "B" ist wie moderne "L" im Sütterlin (picrelated). Mein andere Freund, der bisher das grösste Teil entziffert hat, (er begeistert sich für Fremdsprachen) sagt, deutsche Opas und Omas sollen Sütterlin ziemlich mühelos verstehen.

bighanddesign Avatar
bighanddesign:#15525

Sütterlin ist beschissen, mußte Opa belästigen die können das instinktiv lesen.
Die lesart geht in Ordnung, könnte Fort 17 oder Fwz 17 (irgendso eine Wehrmacht) sein oder die Uhrzeit

Jedenfalls isser dood

bouyghajden Avatar
bouyghajden:#15526

liefert = eingeliefert

seanwashington Avatar
seanwashington:#15527

Oder angeliefert. Das Wort vorher heißt wahrscheinlich tot. Dumme wehrmacht auch immer macht dr. ärger.

csswizardry Avatar
csswizardry:#15547

>>15521
>>15525
Am 11. 10. 41 von Fort 17 nach
hier Tot eingeliefert.
Todesursache: Bronchopneumonie
begraben am 11. 10. 41

Bei diesem Fort bin ich mir sehr unsicher. Es endet höchstwahrscheinlich mit "rt", und die Linienführung bei diesem Buchstaben nach dem F findet sich in dieser Handschrift so ähnlich sonst nur beim o, "Fort" wäre daher naheliegend, aber dieser Ausdruck wirkt meiner Meinung nach untypisch für die Zeit und den Ort.

souuf Avatar
souuf:#15548

>>15547

Möglicherweise Furt, wie in Flußübergang?
Beim Durchwaten ne Lungenentzündung geholt?

ryandownie Avatar
ryandownie:#15549

>>15548
Wäre möglich, aber ich halte es für unwahrscheinlich, weil in diesem Buchstaben eine leichte Rundung zu erkennen ist, die sich bei den anderen Us dieses Schreibers nicht wiederfindet. Auch müsste sich darüber der für Sütterlin typische Bogen oder zumindest ein Punkt oder dergleichen befinden, der den Buchstaben von einem n unterscheidet.