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Veröffentlicht am 2016-01-26 14:16:3 in /wk/

/wk/ 13856: Jagd-Faden

crhysdave Avatar
crhysdave:#13856

Jägerbernd beantwortet Fragen, es werden Jagdgeschichten erzählt, Gewehre verglichen, alles was dazu gehört

salleedesign Avatar
salleedesign:#13859

Ach und noch was, Jagdbernd. Gibt es da nicht so ein Kombi-gewehr für etwa 500 NG neu? Glatter lauf, Lauf für .223 und Einstecklauf für .22lr? Irgendwelche Prepper-Bernds haben es diskutiert, aber ich weiß nicht mehr wie es hieß.
War italienisch, glaube ich. Oder deutsch.

emmakardaras Avatar
emmakardaras:#13860

>13859
JägerBernd ist sich nicht sicher ob er dein Geschreibsel richtig interpretiert, aber das klingt nach Drilling was du sagst - nur bekommt man die für 500 EUR höchstens gebraucht, dafür aber auch massenhaft.
JägerBernd hält von Drillingen allerdings nicht viel - sämtlichen Jägerbernds ist unbegrenzter Langwaffenerwerb erlaubt, also klotzen statt kleckern.

Bild relatiert: Klassischer Drilling mit 2x Schrot und 1x großem Kugellauf unten, wobei in einem der beiden Schrotläufe ein kleinkalibriger Einstecklauf verbaut ist.

timgthomas Avatar
timgthomas:#13861

Welche Kurzwaffen für Jägerbernd? Revolver oder Pistole?

Hat hier irgendjemand Erfahrung mit der CZ75?

kershmallow Avatar
kershmallow:#13862

>>13860
>Geschreibsel
Jetzt bin ich aber pikiert.

Ja, es ging um eine Kombiwaffe. Und die war nun wirklich saubillig. Na ja, ist nicht so wichtig.

Womit schießt du denn so? Stimmt es immer noch, dass alles ohne Holzschaft pfui bei den Jägern ist?

Jagd ohne Hund ist Schund? V.a. wenn man im Hochsitz hockt, wüßte ich nicht, wozu der Hund gut sein soll.

aluisio_azevedo Avatar
aluisio_azevedo:#13863

>>13861
Nichtjäger hier.

Bekannter Jäger hat S&W-Revolver in einem großen Kaliber.
Mit CZ75 und 85 auf dem Stand geschossen. An sich ganz toll. Außerdem hat die Waffe, wie man so liest, mit das beste Preis-Leistung-Verhältnis. Aber es ist eine große und schwere pistole in 9mm. Daher:
Es ist mühselig, sie immer mitzuschleppen
Der lange Lauf bringt dir nix, da du als Jäger die KW nur auf kürzester Distanz einsetzt.
Die 15+ Patronen bringen dir nix, da scheiß 9mm. Die Wildsau, die dich angreift, lacht sich kaputt, wenn du ihr mit der Knallerbse kommst.
Für Fangschuss für kleine Tiere wiederum überdimensioniert.
Muss entsichert (und evtl. durchgeladen) werden, was vom Nachteil ist, wenn du angegriffen wirst. Revolver mit großem Kaliber und Fallsicherung ist viel besser.
Für Fangschuss KK.

karsh Avatar
karsh:#13864

>>13861
Revolver oder Pistole ist Geschmackssache, ich würde aber eher zu einer kompakten oder sub-compact Pistole tendieren.
Kaliber ist auch wieder so eine Glaubensfrage, im Prinzip ist Treffen erstmal wichtiger als das Kaliber (was >>13863 schreibt war vor 30 Jahren mal richtig, mittlerer weile haben sich die Patronen soweit weiterentwickelt das es keine großen Unterschiede mehr gibt).
Du hast ein Grundkontingent von zwei Kurzwaffen, da kannst du dann ja eine Pistole und einen Revolver nehmen

andrewgurylev Avatar
andrewgurylev:#13865

>>13861
>Welche Kurzwaffen für Jägerbernd? Revolver oder Pistole?
Wenn Bernd es hauptsächlich mit verunfalltem Rehwild zu tun hat und zudem eine gute Waffe für Selbstschutz im Revier/daheim und zum preiswerten Schießen auf dem Stand will, dann ist eine Pistole in 9mm Para eine gute Option. Ob Glock 19, Beretta 92 oder HK P8 ist Geschmackssache.
Wenn es in Bernds Revier vor Sauen nur so wimmelt und er auf der Nachsuche eines dicken Keilers gerne durch Dickungen kriecht, ist ein Revolver in .357 Magnum oder .44 Magnum anzuraten.
Mit den beiden Vorschlägen hättest du deine beiden Kurzwaffen-Slots dann auch schon voll. Je nach Bundesland/Behörde ist noch eine dritte Kleinkaliber-KW für die Fallenjagd möglich, wenn nicht kann man sich evtl. ein Wechselsystem für die Pistole besorgen.

>>13862
>Womit schießt du denn so?
.223 Rem, .243 Win, .30-06, .308 Win - bisher ausschließlich Repetierer verschiedenster Marken, obwohl ich absolut nichts gegen Selbstlader einzuwenden habe.

>Stimmt es immer noch, dass alles ohne Holzschaft pfui bei den Jägern ist?
Das musst du in deinem konkreten Fall wohl selber rausfinden. Die Zeiten sind in meinem Umfeld zum Glück weitestgehend vorbei. Man sollte sich aber dennoch erstmal anschauen wie der Jagdherrn so tickt, bevor man mit einem AR10-Derivat bei der Drückjagd aufkreuzt.

ffbel Avatar
ffbel:#13866

Gibt es keine Jagdgeschichten? Man sitzt im Hochstuhl und ein Pärchen macht es die ganze Nacht auf der Wiese? Man kommt mit einer Flinte, sieht dann soooooo einen Hirsch mit einem Zwanzigender und schwört, endlich einen Drilling zu holen?

Unser Leiter des Sachkundelehrgangs hat erzählt, bei der Jagd kam ein Jäger auf die Idee, dem Rückstoß der Waffe entgegenzuwirken indem er die Schulter an einen Baum gepresst hat. Nach einem Jahr konnte er die Hand wieder heben.

Was beschäftigt die Jäger heutzutage? Habe am Rande mitbekommen, dass Ökofaschisten in BaWü das Jagen praktisch verbieten wollen und dass irgendwer ständig an den Hochsitzen rumsägt.

Wie sind die Jäger so? Eher Eigenbrötler, die am liebsten alleine die Stille genießen oder eher sehr soziale Wesen, die sich eine Jagd mit weniger als 15 Jägern nicht vorstellen können?

Gibt es etwas, was Jäger an Normalbernds stört? Sportschützenbernd findet es zum kotzen, wenn irgendein Schreiberling der Lügenpresse zum X-ten mal etwas über den Waffenschein schreibt, obwohl er nach 0,5 Minuten Recherche wüsste, dass er die WBK meint. Gegen Bezeichnungen wie Waffennarr, Möchtegernsheriff, Waffenverrückter und Schießwütiger hingegen ist man mittlerweile abgestumpft.

Apropos Zwanzigender: ein so alter Bock wird doch wahrscheinlich gar nicht schmecken, oder? So mit männlichen Hormonen und so. Wie bei den (Wild)Schweinen. Wird Bernd arg ausgelacht und gemobbt, wenn er so ein schönes Tier nicht alleine für eine Trophäe abschießen will?

alessandroribe Avatar
alessandroribe:#13867

>>13866
>Was beschäftigt die Jäger heutzutage? Habe am Rande mitbekommen, dass Ökofaschisten in BaWü das Jagen praktisch verbieten wollen und dass irgendwer ständig an den Hochsitzen rumsägt.
Habe den JS in BaWü und kann bestätigen, dass dort großer Unmut herrscht was Inhalt und Umsetzung des neuen Jagd- und Wildtiermanagement-Gesetzes angeht. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Grünen kein klares Bekenntnis zur Jagd formulieren können, weil es in ihren Reihen neben echten Naturschützern auch einen Haufen teils träumerische, teils radikale Tierrechtler (unter denen sind auch die Hochsitz-Säger zu finden) gibt, die die private Jagd am liebsten komplett verbieten würden (wie in Genf oder z.T. in den Niederlanden schon umgesetzt).

>Wie sind die Jäger so? Eher Eigenbrötler, die am liebsten alleine die Stille genießen oder eher sehr soziale Wesen, die sich eine Jagd mit weniger als 15 Jägern nicht vorstellen können?
Kann man nicht pauschal beantworten, aber sagen wir mal so: ADHS ist angesichts der vielen, stillen Warterei auf der Jagd und wegen der scharfen Waffen nicht so vorteilhaft.

>Gibt es etwas, was Jäger an Normalbernds stört? Sportschützenbernd findet es zum kotzen, wenn irgendein Schreiberling der Lügenpresse zum X-ten mal etwas über den Waffenschein schreibt, obwohl er nach 0,5 Minuten Recherche wüsste, dass er die WBK meint. Gegen Bezeichnungen wie Waffennarr, Möchtegernsheriff, Waffenverrückter und Schießwütiger hingegen ist man mittlerweile abgestumpft.
Gerade die jungen/moderneren Jäger, die frei von Standesdünkel ("Großkaliber brauchen nur Jäger - den Sportschützen reicht KK") sind, haben verstanden, dass sie ihre Passion und die Jagd als ganzes nur erhalten können, wenn es zu verbandsübergreifender Zusammenarbeit von Jägern und Sportschützen kommt. Nur so kann man der Salami-Taktik (erst die Halbautomaten verbieten, dann die KWs für Schützen, dann die KWs für Jäger, usw.) der Anti-Waffen-Lobby begegnen, wie z.B. die GRA zeigt. http://german-rifle-association.de/category/aktuell/

>Apropos Zwanzigender: ein so alter Bock wird doch wahrscheinlich gar nicht schmecken, oder? So mit männlichen Hormonen und so.
Drum schießt man die Viecher auch nicht mitten in der Brunft. ;-) Beim männlichen Rotwild sagt man übrigens "Hirsch", den Bock gibts beim Rehwild.

>Wird Bernd arg ausgelacht und gemobbt, wenn er so ein schönes Tier nicht alleine für eine Trophäe abschießen will?
Reine Trophäenjagd ist arg auf dem Rückzug, bei manchen schon beinahe verpönt. Bernd braucht sich also dabei nichts denken, im Gegenteil. JägerBernd würde die Gelegenheit nutzen, ein Foto machen und der Lokalzeitung samt Story (schönes Tier, Jäger, nicht geschossen, wegen Brunft) schicken. Die freuen sich, weil sie einen guten Aufmacher für den Regionalteil haben und JägerBernd darf sich freuen, weil er vlt. ein paar vegetarische Stadtbernds zu nachdenken bringt und die Jagd mal in gutem Licht erscheint.

hibrahimsafak Avatar
hibrahimsafak:#13868

Zur Kurzwaffenfrage:
Es gibt ja auch sehr kurze Langwaffen, z.b. von Gressar. Gibt es zu diesen eigentlich von jemanden hier eigene Erfahrungen?

anjhero Avatar
anjhero:#13869

>>13867
Danke für die ausführlichen Antworten!

Bezüglich zusammenarbeit: ja, zur Zeit scheint es so zu sein, dass selbst die Schießsportverbände meinen, dass jeder sein eigenes Süppchen kochen kann. Von Übergreifendem Zusammenschluss Jäger-Sportschützen-Sammler kann da keine Rede sein. Wobei man auch einsehen muss, dass man auch mit der größten Lobby leer ausgeht, wenn keine Partei sich findet, die klar Stellung bezieht. War es nicht so, dass vor ein Paar Jahren die FDP da Unterstützung versprochen hat und als es darauf ankam, mit geschlosenen Reihen sich in der Abstimmung enthalten hat? Tolle Wurst.

Jede Partei wird am Ende Wählergunst vor Lobbyisten oder auch Menschenverstand setzen. Daher denke ich, dass man weiterhin die Pädophil*innen als das zeigen muss, was sie sind, zusätzlich in allen zugänglichen Medien zeigen, dass von legalen Waffen für Außenstehende genau Null Gefahr ausgeht und dass die bisherigen Einschränkungen der Rechte von Legalwaffenbesitzern Hetze und nutzlose billige Tricks für Stimmenfang waren. O-Ton: als sie kamen um die Legalwaffenbesitzer zu holen...

Dann, wenn ausreichend Akzeptanz vorhanden ist, kann man auch den Parteien anbieten, die Waffengesetze entsprechend anzupassen.

Chakintosh Avatar
Chakintosh:#13871

>>13869
>Partei

Die einzige Partei die ein klares pro-Jäger bekenntnis hat ist die CSU.

stevenfabre Avatar
stevenfabre:#13872

>>13871
>Die einzige Partei die ein klares pro-Jäger bekenntnis hat ist die CSU.
Solang es nur ums BayJG und BJagdG ja, aber sobald das für Jäger ebenfalls elementare Waffenrecht ins Spiel kommt sind sie extrem opportunistisch, gerade wenn die Medien nach Terror/Amok hochkochen. Von ernsthaften Schritten zur Liberalisierung nach dem Vorbild Schweiz/Österreich hat man außerdem auch schon lange nichts mehr gehört.

[link]http://www.djz.de/startseite/1386-innenausschuss-stimmt-waffenrechtsnovelle-zu[/link]
[link]http://manfred-zoellmer.de/2009/06/22/waffenrechtsnovelle-ist-verabschiedet/[/link]

pehamondello Avatar
pehamondello:#13873

>>13869
>Von Übergreifendem Zusammenschluss Jäger-Sportschützen-Sammler kann da keine Rede sein. Wobei man auch einsehen muss, dass man auch mit der größten Lobby leer ausgeht, wenn keine Partei sich findet, die klar Stellung bezieht.
>Dann, wenn ausreichend Akzeptanz vorhanden ist, kann man auch den Parteien anbieten, die Waffengesetze entsprechend anzupassen.
Die gut vernetzte IWÖ in Österreich find ich hier beispielhaft. Die schaffen es auch regelmäßig in die Talkshows und können den Links-Grünen Blödsinn auseinandernehmen, bevor er sich den Wählern ins Hirn frisst. Zudem haben sie mit der FPÖ einen Standortvorteil, da diese tatsächlich aktiv pro-Waffenbesitz eintritt (was es bei uns in der Form nicht gibt.

[url]http://kurier.at/chronik/oesterreich/waffen-zur-selbstverteidigung-boomen/160.775.850[/url]

crhysdave Avatar
crhysdave:#13874

>>13873
>was es bei uns in der Form nicht gibt

je nach dem wie die AFD abschneidet, könnte sich das ganz schnell ändern.

grafxiq Avatar
grafxiq:#13875

Sind edle Jagd-Ferngläser von Swarowski, Optolyth, Steiner, Zeiss, Leica etc. wirklich 1.500 bis 2.500 NG wert?
Einsteigergläser mit dennoch mehrfachvergüteter Optik und spritzwassergeschützt gibt es schon um die 100 bis 300 NG.

snowshade Avatar
snowshade:#13876

>>13875
>Sind edle Jagd-Ferngläser von Swarowski, Optolyth, Steiner, Zeiss, Leica etc. wirklich 1.500 bis 2.500 NG wert?
>Einsteigergläser mit dennoch mehrfachvergüteter Optik und spritzwassergeschützt gibt es schon um die 100 bis 300 NG.
Habe schon durch ein paar solcher Optiken geguckt und muss sagen, dass die Mittelklasse (zB Minox) den Zweck auch erfüllen. Der Mehrwert rechtfertigt es imho nicht deswegen viele hundert Euro mehr auszugeben, vom gesparten kann man sich einige Stunden im Schießkino und hunderte Schuss Munition fürs Schießstand-Training leisten - und das hilft den meisten bei der waidgerechten Jagd deutlich mehr, als sich ein 2.500 EUR High-End-Fernglas um den Hals zu hängen.

matt3224 Avatar
matt3224:#13878

>>13875
Kauf dir zum Einstieg ein altes Fernglas von Carl Zeiss Jena, bevorzugt in 7x50. Die sind wirklich preiswert und stehen von der Qualität der Optik kaum den moderneren Gläsern hinterher. Sind allerdings etwas anfällig dafür, zu beschlagen.

andrewgurylev Avatar
andrewgurylev:#13885

Folgendes Szenario Jägerbernd:
Armbernd hier krebst in Stuttgart vor sich hin. Beruf Landschaftsgärtner, also Forstarbeiten (ohne Kletterei) können professionell erledigt werden. Allerdings kein PKW und nur wenig Spielgeld im Monat verfügbar.
Grundsätzlich wäre ich sehr interessiert an Jagd und Forst weil es noch mehr Ruhe und noch mehr Natur bedeutet als mein Beruf ohnehin schon bietet. (Erwäge auch auf Forstwirt umzusatteln)
Aber ich fürchte eine Jagd auf die schnelle ohne Auto kann ich sowieso fergessen, oder gibts da denkbare Lösungen? Kann man als Handlanger bei einem Revier unterkommen? Ein eigenes wäre vermutlich eh nicht finanzierbar...

judzhin_miles Avatar
judzhin_miles:#13887

>>13856
>Aber ich fürchte eine Jagd auf die schnelle ohne Auto kann ich sowieso fergessen, oder gibts da denkbare Lösungen? Kann man als Handlanger bei einem Revier unterkommen?
Ja. (weiteres siehe unten)
>Ein eigenes wäre vermutlich eh nicht finanzierbar...
Sehr teuer - zudem hat man erst nach 3 vollen Jagdjahren mit gelöstem Jagdschein die Jagdpachtfähigkeit, also die rechtliche Möglichkeit ein Revier pachten zu dürfen. Man tut sich und seiner Umwelt sowieso keinen Gefallen, wenn man als unerfahrener Jungjäger ein Revier pachtet - alles immer langsam, eins nach dem anderen.

Nun mal ganz allgemein was zu den Aussichten, wenn man die Jägerprüfung bestanden hat:
Bernd darf sich keinesfalls vorstellen, dass jeder Jäger ein Revier hätte - ganz im Gegenteil. Die Mehrheit der Jagdscheininhaber jagt in den Revieren anderer Jagdherren. Es gibt die veschiedensten Formen wie das ablaufen kann, mal ein paar Beispiele:

1. Einladung zu einer Gesellschaftsjagd auf Niederwild im örtlichen Jagdrevier, man kennt sich, weil man früher schon als Treiber mitgegangen ist (aufm Dorf oft das normalste von der Welt)
2. unentgeltlicher Begehenungsschein (BGS), meist unter Mithilfe im Revier, z.B. Kirrungen bestücken und Hochsitze reparieren
3. entgeltlicher BGS im Revier eins fremden Jagdpächter, oft verbunden mit verschiedenen Einschränkungen (gilt auch für 2.), z.B. "nur Sauen" oder "3 Böcke pro Jahr"
4. Teilnahme an einer Drückjagd im Staatsforst, oft verbunden mit happigen Standgebühren (ohne garantierte Abschüsse versteht sich)

Wer sich einen Ruf als guter und zuverlässiger Schütze macht, hat es natürlich entsprechened leichter mit Jagdmöglichkeiten. Wer hingegen bei der letzten Erntejagd durch viele Fehlschüsse, Nachsuchen oder Nachlässigkeiten im Umgang mit der Waffe aufgefallen ist, braucht sich nicht wundern, wenn sich niemand findet der einen BGS ausstellen will und die Jagdeinladungen ausbleiben.

vickyshits Avatar
vickyshits:#13893

>>13885
>Armbernd hier krebst in Stuttgart vor sich hin. Beruf Landschaftsgärtner, also Forstarbeiten (ohne Kletterei) können professionell erledigt werden.

Konkreter: Würde mich im Verwandten/Bekannten Kreis umhören (jmd. kennen, der jmd. kennt), darüber Kontakt zu aktiven Jägern suchen, reden, fragen, ob man mal im Revier aufm Ansitz zuschauen dürfte, sagen, dass man den JS machen möchte, usw.

Viele Jäger freuen sich, wenn sich jmd. dafür interessiert und helfen oder leiten dich an jmd. anders weiter. Die Kreisjägerschaften haben auch i.d.R. spezielle Ansprechpartner für Jagdscheinanwärter und Jungjäger mit deren Hilfe man "netzwerken" kann.

Mit seinem Beruf kann Bernd sowieso leicht punkten - und im Gegenzug dann vom Jagdherrn Begehungsschein und vertiefende Ausbildung bekommen.

exevil Avatar
exevil:#13894

>>13856
>Jägerbernd

Es gibt keine Jäger, nur bewaffnete Alkoholiker!

Und bevor ich hier nicht zumindest eine deiner Jagdwaffen mit Zeitstempel sehe, bist du nur ein Maulheld, ein sogenannter Schwafler. Aber sei nicht traurig, davon gibt es hier reichlich.

Oder machst du es als Gesprächstherapie auf Anraten deiner Psychotante? Das soll ja manchmal ganz gute Erfolge bringen.

Ich mein das aber nur nett.

mshwery Avatar
mshwery:#13896

>>13894
>Waffenschein
All mein Hass.

Es sei denn das ist ein Bundestagsabgeordenter. Dann wäre es oke. Aber deren Waffenscheine werden ja ohne Bürokratie automatisch verschickt. Also mal wieder einer, der keine Ahnung hat.

yigitpinarbasi Avatar
yigitpinarbasi:#13897

>>13894
>bewaffnete Alkoholiker Gesprächstherapie Psychotante nur nett
>Maulheld [...] Schwafler [...] davon gibt es hier reichlich
Ich für meinen Teil hab schon den ersten Schwafler ausgemacht.

joki4 Avatar
joki4:#13898

>>13856
>Jägerbernd beantwortet Fragen
Wie oft gehst du im Jahr zur Jagd? Welche laufenden Kosten verursacht das (Pacht, Munition)? Bekommst du das Wildfleisch gut weg? Kaufst und fährst du nur noch alles in Lodengrün?

franciscoamk Avatar
franciscoamk:#13900

Wie sieht es denn aus, wenn ich hier in Deutschland eine Sport oder Jagdwaffe erlange und dann auswandere?
Für mich kämen Norwegen, Kanada und Australien in Frage.
Bei den Anglos ist es wohl kein Problem die Waffe zollverplombt im Container einzuführen oder? Weiß jemand wie es in Norwegen geregelt ist?
Das Gedankenspiel ist noch ein, zwei Zusatzqualifikationen mitzunehmen in Richtung Forst/Jagd - sprich Arborsiten Schein, Treeworker-Schein WBK, Jagdschein und dann in ein Land zu gehen, dass Forst-Facharbeiter sucht. (Zivilisation danke, aber nein danke)

markolschesky Avatar
markolschesky:#13904

>>13897
wo ist das Bild deiner Waffe, du Geschichtenerzähler?

i_ganin Avatar
i_ganin:#13905

>>13897
wo ist das Bild deiner Waffe, du Geschichtenerzähler?

jodytaggart Avatar
jodytaggart:#13906

>>13897
wo ist das Bild deiner Waffe, du Geschichtenerzähler?

ODER HAST DU KEINE ? Soll ja auch unbewaffnete Jäger geben.

ninjad3m0 Avatar
ninjad3m0:#13907

>>13900
Du musst zwischen Auswandern und kurzfristigem Besuch unterscheiden.

Für Besuche gibt es zumindest in der EU den Europäischen Waffenpass.

Falls du auswanderst, musst du in deinem neuen Heimatland eine entsprechende Waffenrechtliche Erlaubnis erwerben und deine Waffen dann gegebenenfalls einführen.
Das KANN uU aber zu Problemen führen und dafür sorgen dass du deine Waffen quasi nachholen musst und sie bis zur Erlangung der Entsprechenden Erlaubnis in Deutschland gelagert werden müssen.

Kommt halt auch immer auf die plömpfe an.
Nicht alles was du hier als Jäger besitzen darfst, ist auch in jedem anderen Land für dich als Jäger erwerbbar.

kimcool Avatar
kimcool:#13910

>>13898
>Wie oft gehst du im Jahr zur Jagd?
Zu selten. Im Herbst wenn die großen Drück- und Treibjagden sind mehrmals die Woche, wenns zeitlich geht, unterm Jahr aber auch durchaus mal einen Monat überhaupt nicht.

>Welche laufenden Kosten verursacht das (Pacht, Munition)?
JS-Gebühren und Jagdhaftpflichtversicherung (die Gothaer ist zu empfehlem) schlagen mit ~100 EUR p.a. zu Buche, die sind fix, wenn du den Schein behalten willst. Munition sag ich jetzt mal pauschal 350 EUR, wenn du ein halbwegs gängiges Kaliber schießt und dich etwas übst auf dem Schießstand.
Pachtpreise hängen von sehr vielen Faktoren ab: Größe, Wildbestand, zu erwartender Wildschaden (sehr wichtig!), nähe zur nächsten Stadt, Reviereinrichtungen, etc. Mal ein paar Beispiele von http://www.jagdreviere-online.de/ :
http://www.jagdreviere-online.de/include/jagdrevierAnzeigen.inc.php?id=15425
http://www.jagdreviere-online.de/include/jagdrevierAnzeigen.inc.php?id=26981
http://www.jagdreviere-online.de/include/jagdrevierAnzeigen.inc.php?id=25812
(Kann mir mal jmd. sagen wie man hier anständig verlinkt, damit das klickbar wird?)

>Bekommst du das Wildfleisch gut weg?
Details zum Ablauf soll dir jemand mit eigenem Revier - etwas das JägerBernd nicht hat - beantworten.
Aber Absatzprobleme gibt es grundsätzlich nicht, wenn du das meinst: Auf JägerBernds letzter Treibjagd wurden 95 Hasen erlegt: ein Teil war für den Jagdherrn selbst, einige wurden an Treiber und Schützen verkauft (á 10 EUR), ein anderer Teil ging an den Wildhändler und ein paar auch direkt an ein Restaurant vor Ort, das sogar einen Michelin-Stern trägt.
Zum Vergleich Jagd-Fleischindustrie: In Deutschland werden jährlich ~1,3 Mio. Rehe erlegt, im selben Zeitraum aber fast 60 Mio. Schweine geschlachtet. http://tinyurl.com/zf9se4t

>Kaufst und fährst du nur noch alles in Lodengrün?
Nein, zumal sich allein schon aus Sicherheitsgründen Orange in der oberbekleidung immer mehr durchsetzt, zumindest bei Gesellschaftsjagden (vgl. >>13887 ). Aus Loden hab ich überhaupt nichts und schon gar keinen Dackel. Insgesamt recht unauffälig für den Außstehenden.

>>13904 >>13905 >>13906
>Soll ja auch unbewaffnete Jäger geben.
Ohja. Einer von JägerBernds Kommilitonen hat fast ein jahr lang mit einer Leihwaffe in .30-06 geschossen und hatte dabei viel Waidmannsheil, u.a. eine stattliche 80kg-Bache (aufbebrochen wohlgemerkt).
>wo ist das Bild deiner Waffe, du Geschichtenerzähler? ODER HAST DU KEINE ? *mimimi*
JägerBernd hat gerade seine Kurzwaffe, eine HK P8, zur Hand - die hatte er auch schon gestern, hat dich aber warten lassen. Wieso?
Weil JägerBernd die - leider enttäuschte - Hoffnung hatte, dass du Hurensohn zwischenzeitlich an Bluthochdruck verreckst.
Schade. :/

jamesmbickerton Avatar
jamesmbickerton:#13911

>>13910
>>13910
Danke. Ich entschuldige mich hiermit für die unhöfliche Drängerei, und hoffe auf Verständnis.

Du weißt es gibt hier 90% Maulhelden, das war auch mein Beweggrund für mein unziemliches verhalten.

Waidmanns Dank!

ovall Avatar
ovall:#13912

>>13910
Bernd hatte im weiteren Bekanntenkreis 2-3 Jäger.
Einer erklomm zur Bocksjagd einen Hochsitz, griff oben im Reif daneben und fiel von der Leiter. Landung mit dem Steiss auf einem Baumstumpf. Verdacht auf angeknackste Wirbelsäule und 4 Wochen Krankenhaus in Bauchlage.
Anderer schwor auf Halsdurchschüsse. Hals sei leicht und sicher zu treffen und erlege das Wild auf der Stelle. Abschuss sei so sicherer, tödlicher und waidmännischer als Herzschuss. Ausserdem bleibe der Wildbraten heil und enthalte keine Geschossfragmente.
Beides ist 20 Jahre her OP-Bernd, haben sich Halsschüsse durchgesetzt?

stayuber Avatar
stayuber:#13914

>>13911
Es sei dir vergeben. - Auch wenn es einem hätte auffallen können, ich kenne jedenfalls niemanden ohne JS, der so ein Howto >>13857 erstellen und solche >>13887 Antworten hätte geben könne.

linux29 Avatar
linux29:#13916

>>13910
Erfahrungen zur H&K P8? Empfehlenswert? Was wie würdest du die Preis/Leistung beurteilen?

stayuber Avatar
stayuber:#13917

>>13912
>Einer erklomm zur Bocksjagd einen Hochsitz, griff oben im Reif daneben und fiel von der Leiter. Landung mit dem Steiss auf einem Baumstumpf. Verdacht auf angeknackste Wirbelsäule und 4 Wochen Krankenhaus in Bauchlage.
Der Klassiker. "Stürze aus großer Höhe" stehen in der Unfallstatistik der Jäger an erster Stelle, weit vor allen waffenbezogenen Dingen. http://tinyurl.com/guz4mp2

>Anderer schwor auf Halsdurchschüsse. Hals sei leicht und sicher zu treffen und erlege das Wild auf der Stelle. Abschuss sei so sicherer, tödlicher und waidmännischer als Herzschuss. Ausserdem bleibe der Wildbraten heil und enthalte keine Geschossfragmente.
Beides ist 20 Jahre her OP-Bernd, haben sich Halsschüsse durchgesetzt?
Definitiv Nein, die herrschende Meinung, die auch in der Ausbildung vermittelt wird, ist und bleibt der Kammerschuss direkt hinter das Blatt - wenig Wildbretentwertung, relativ große Trefferfläche (auch größer als der Hals!) und tödliche Wirkung.
Halsschüsse, auch Trägerschhüsse genannt und Schüsse aufs Haupt sind natürlich möglich und bei präziser Ausführung sehr tödlich, allerdings auch nur dann - und in der praktischen Umsetzung hapert es dabei gern.
Rehwild z.B. sichert viel, das heißt es hebt und senkt unvermittelt seinen Kopf und beobachtet die Umgebung. Wenn man in so einem Moment abdrückt, kann es sein, dass man dem Tier das Maul ("den Äser") wegschießt, es flüchtet und in der Folge elendig verhungert.

>>13916
>Erfahrungen zur H&K P8? Empfehlenswert? Was wie würdest du die Preis/Leistung beurteilen?
Ziemlich groß und klobig, bis auf ein paar kleine Abstriche (kleine Kunststoffnasen) gut verarbeitet, der Abzugszüngel ist zu nachgiebig, manuelle Sicherung ist vorhanden (Geschmackssache), ergonomischer Schlittenfanghebel, die transparente Magazine sind nicht hübsch aber praktisch, keine anpassbaren Griffschalen (entweder sie passt einem in die Hand oder eben nicht). Natürlich ist sie deutlich teuer als eine Glock, aber wenn man sich den popeligen Schlittenfanghebel der Glock mit dem der P8 vergleicht weiß man auch wieso. Insofern ist Preis/Leistung gut.
Jagdtauglich? Definitiv. Hätte ich einen Waffenschein, würde ich mir aber eher rustikale aber handlichere Glock 19 holen, da fällt das dauerhafte, verdeckte Tragen deutlich leichter.

Bilder relatieren, sind aber nicht meine.

vladyn Avatar
vladyn:#13927

Was hält Jägerbernd von den Flinten der Marke Beretta? Gefallen mir optisch ziemlich gut, allerdings bin ich mir nicht sicher ob sie den hohen Preis wert sind.

Auch: Wie sind die Pistolenmodelle 92/ Px4 Storm von der Qualität so?

johnriordan Avatar
johnriordan:#13928

Bernd, lass uns mal über Jagdhunde sprechen.

Ich habe schon seit Kindestagen den Wunsch einen kleinen Münsterländer als Hund zu haben. Jetzt werde ich demnächst den Jagdschein machen und mein Kindheitswunsch rückt endlich in greifbare Nähe. Allerdings stelle ich mir jetzt die Frage ob der Münsterländer auch ein geeignet Jagdhund für mich ist.

Das Revier in dem ich aller Vorraussicht nach mitjagen werde ist hauptsächlich von Füchsen, Rehwild und ein paar Wildschweinen bevölkert. Kann ein kleiner Münsterländer als Vorsteherhund alle relevanten Aufgaben abdecken die auf ihn zu kommen werden? Kann er auch Nachsuche meistern, oder bedarf es dazu einen waschechten "Schweißhund"?

Auch: Welche Hunde führt ihr so für jagdliche Zwecke?

oaktreemedia Avatar
oaktreemedia:#13932

>>13928
Vorstehhunde sind Vollgebrauchshunde: geeignet für alles vor und nach dem Schuss, außer Bauarbeit und Brackieren

robergd Avatar
robergd:#13933

>>13928
>Welche Hunde führt ihr so für jagdliche Zwecke?
Aktuell gar keinen. Es fehlt an den Grundvoraussetzungen für ein Hundehalter.

>Bernd, lass uns mal über Jagdhunde sprechen.
>Das Revier in dem ich aller Vorraussicht nach mitjagen werde ist hauptsächlich von Füchsen, Rehwild und ein paar Wildschweinen bevölkert. Kann ein kleiner Münsterländer als Vorsteherhund alle relevanten Aufgaben abdecken die auf ihn zu kommen werden? Kann er auch Nachsuche meistern, oder bedarf es dazu einen waschechten "Schweißhund"?
Da gebe ich unverhohlen zu, dass ich überfragt bin. siehe >>13932

>>13927
>Was hält Jägerbernd von den Flinten der Marke Beretta? Gefallen mir optisch ziemlich gut, allerdings bin ich mir nicht sicher ob sie den hohen Preis wert sind.
JägerBernd ist ein grottiger Wurftaubenschütze, deshalb hält er sich mit Empfehlungen ausdrücklich zurück. Soviel sei gesagt: Die Berettas sind in der Tat durchweg sehr ansprechend verarbeitet und viele in meinem Umfeld schwören auf sie. Wenn dir Beretta zu teuer ist, kannst du vlt. zur Marke Sabatti greifen, die Teil der Beretta-Unternehmensgruppe und deutlich günstiger zu haben sind. Hatte seinerzeit bei der Schießprüfung im übrigen kein Problem zuverlässig sämtliche Kipphasen zu Fall zu bringen und das mit einem Frankonia-Billigheimer der Marke Hubertus. Bei der Wahl der Waffe ist primär wichtig was man damit machen will und können muss, pauschale Aussagen sind mit Vorsicht zu genießen.
http://www.jaegerwaffen.de/Sabatti-Jagdwaffen-Infos-Kaufen-Test-Erfahrungen.html

>Auch: Wie sind die Pistolenmodelle 92/ Px4 Storm von der Qualität so?
Tun sie ihren Zweck für jagdliche Fangschüsse? Garantiert (wie so ziemlich jede namhafte Gebrauchspistole). Wenn du einen äußeren Eindruck willst, lass sie dir vom Büchser/Händler zeigen, wenn du weitergehende Ansprüche hast müsstest du diese benennen und einen Sportschützen/Jäger fragen, der die längere Zeit geführt hat.

starburst1977 Avatar
starburst1977:#13945

Da kann ich hier ja auch mal zwei Jungjägerfragen loswerden.
1. Ich werde mir wahrscheinlich ein ZF von Swarovski holen, die gibt es auch mit integrierter Rail untendran, taugt die was? Ich würde das gegenüber Ringen eigentlich bevorzugen

2. Ich suche auch noch ein Fernglas, möglichst günstig (300 maximal 400€), irgendjemand Erfahrung in dem Bereich oder Tipps für gute gebrauchte?

freddetastic Avatar
freddetastic:#13946

>>13945
> Ich suche auch noch ein Fernglas, möglichst günstig (300 maximal 400€), irgendjemand Erfahrung in dem Bereich oder Tipps für gute gebrauchte?

In der Preiskategorie sind wirklich gute Gläser Mangelware. Würde dir wie schon in >>13878 zu einem gebrauchtem Carl Zeiss Jena Binoctem 7x50 raten. Ist halt etwas schwer und die Gläser beschlagen unter schlechten Bedingungen gerne mal. Dafür bekommst du sehr leistungsstarke Gläser

eloisem Avatar
eloisem:#13957

>>13945
>Ich suche auch noch ein Fernglas, möglichst günstig (300 maximal 400€), irgendjemand Erfahrung in dem Bereich oder Tipps für gute gebrauchte?
Was die Gebrauchten angeht: Ich nutze oft ein Tento 20x60 (aus Sowjet-Produktion), auf ebay/Flohmärkten gibt die Dinger manchmal für < 100 EUR. Wegen der hohen Vergrößerung natürlich primär auf dem Ansitz zu gebrauchen. Bild relatiert.
http://www.sterngucker.de/fernglaeser/tento-made-in-the-ussr-20x60-porro-fernglas/

id835559 Avatar
id835559:#13958

>>13957
Brauchst du bei der Vergrößerung kein Stativ? Auch: wie ist es bei Dämmerung? Reichen die 60 mm aus?

thinkleft Avatar
thinkleft:#13959

>>13958
>Brauchst du bei der Vergrößerung kein Stativ?
Jein, ich hab der Kanzel ja genug Auflage/Abstutzmöglichkeiten. Freihändig taugt das Ding freilich nichts, wenn du das meinst.
>Auch: wie ist es bei Dämmerung? Reichen die 60 mm aus?
Für die Vergrößerung die man geliefert bekommt reicht es für mein Empfinden.
Es ist halt ein vergleichsweise gutes Glas für erstaunlich wenig Geld - und wenn es einem Mal auf den Asphalt knallt, sind eben bloß 100 EUR kaputt und keine 1000 EUR wie beim Standard-Swarowski.

joshjoshmatson Avatar
joshjoshmatson:#13960

Fernglas oder Feldstecher?

Unter Umständen käme auch einfach ein Tele in Betracht? Gekoppelt an eine Kamera hast du auch gleich einen Schirmschuss. Allerdings muß man sagen, daß es kein vollwertiger Ersatz für ein Zweiauge ist. Kombt auch ein bißchen auf die Kamera an, manche haben sogar eine Art Verstärker (Sony SLT kommt zum Geist)

Bernd "kaufte 500/8 für 5,- + Versand"

adewaleolaore Avatar
adewaleolaore:#14023

>Wahlprüfsteine des Ökologischen Jagdvereins Baden-Württemberg e. V. für die Parteien zur Landtagswahl am 13.03.2016
Wie steht ihre Partei zu weiteren Verschärfungen des Waffenrechts, insbesondere zum Änderungsvorschlag für die Europäische Feuerwaffenrichtlinie (91/477 EWG)?
>"Einsatzbereite Waffen wollen wir __nur__ noch in Fällen wie den Jagdwaffen bei Jagdscheinberechtigten zulassen. Auch die von der EU geplanten Änderungen der Richtlinie zum Waffenbesitz begrüßen wir."
Antwort der BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN, die Antwort der Linken ist nicht viel besser, die SPD zeichnet sich durch gewohnt-nichtssagendes Schweigen aus, allen gemein wird ein kritikloses Abnicken des EU-Richtlinien-Dummfugs sein, wenn sie ins Amt kommen

Sollten hier Schwaben und Badenser anwesend sein, versteht es sich hoffentlich von selbst, welche Parteien bei der anstehenden Landtagswahl _nicht_ eure Stimme bekommen. Zuerst geht es gegen die Sportschützen und wenn die aus dem Weg geräumt sind, stehn die Jäger allein da - Zeit für Solidarität!

Wollt ich nur mal gesagt haben - so, und jetz erstmal kotzen...

RussellBishop Avatar
RussellBishop:#14321

Was hat es eigentlich mit der max. 2-Schuss Magazinkapazität für Jäger aufsich?

Bernd hier möchte gerne unteranderem Ordonannzgewehre sammeln und deswegen eine WBK erwerben und wollte eigentlich den grünen machen, wegen der unbegrenzen Anzahl an Langwaffen. Aber leider haben Ordonannzlangwaffen ja meist mehr als 2 Schuss im Magazin, muss man die deswegen als Jägerbernd umbauen?

abdots Avatar
abdots:#14322

>>14321
Ja, kommt ein Stift rein ins Magazin und gut ist.

Aber auf dem Stand kann man mit normalen Magazinen schießen. Begrenzung gilt ja nur für Jagdbetrieb.

Jagdbetrieb ist auch, wenn du mit dem Auto fährst, um ein angefahrenes Reh zu finden und zu erlösen. Dabei darf die Waffe zugriffsbereit im Auto liegen. Vermute mal, der Staat will nicht, dass da jemand mit 30 Schuss durch die Gegend fährt.

ma_tiax Avatar
ma_tiax:#14328

>>14321
2-Schuss-Begrenzung gilt nur für Halbautomaten.

kosmar Avatar
kosmar:#14329

>>14328
>2-Schuss-Begrenzung gilt nur für Halbautomaten.

Gilt das dann nur für den Jagdbetrieb oder kann Jägerbernd sich auch ein sagen wir mal M1 Carbine mit orginal Magazin anschaffen, wenn er es nur zum sammeln und ab und zu auf dem Stand schießen verwenden will?

markgamzy Avatar
markgamzy:#14330

>>14321
>Was hat es eigentlich mit der max. 2-Schuss Magazinkapazität für Jäger aufsich?
>Bernd hier möchte gerne unteranderem Ordonannzgewehre sammeln und deswegen eine WBK erwerben und wollte eigentlich den grünen machen, wegen der unbegrenzen Anzahl an Langwaffen. Aber leider haben Ordonannzlangwaffen ja meist mehr als 2 Schuss im Magazin, muss man die deswegen als Jägerbernd umbauen?

Jetzt mal vollständig:
Die 2+1-Regel (max. 2-Schuss im Magazin + 1 im Patronenlager) gilt für Halbautomatische Langwaffen (!), steht im Bundesjagdgesetz und gilt NUR BEIM SCHUSS AUF WILD.
Jagdschutz, Einschießen, Übungsschießen auf dem Stand etc. sind vom Verbot nicht umfasst. Im Übrigen sind Magazine sind wesentlichen Waffenteile und dürfen von Jedem frei erworben werden. Urteil des OVG Nordrhein-Westfalen 2014 hierzu: https://openjur.de/u/741937.html
Es ist allesdings zu empfehlen im Revier nur die 2-Schuss-Magazine zu nehmen, andernfalls könnte man euch unterstellen damit auf Wild geschossen zu haben. Anzeigeh sind schnell geschrieben, Anwälte und Gerichtsverfahren sehr teuer. Der legale Waffenbesitzer ist in D. gegenüber der Verwaltung und den Gerichten immer im Nachteil, dass sollte man nie vergessen.

>>14322
>[...] auch, wenn du mit dem Auto fährst, um ein angefahrenes Reh zu finden und zu erlösen.
Aber nur, wenn du z.B. zufällig während der Fahrt zu dem Wildunfall kommst, dann schafft das Leiden des Wildtiers einen rechtfertigenden Notstand, der die Übertretung der 2+1-Regel für die straflos bleiben lässt.

>>14329
>2-Schuss-Begrenzung gilt nur für Halbautomaten.
Korrekt.
>Gilt das dann nur für den Jagdbetrieb oder kann Jägerbernd sich auch ein sagen wir mal M1 Carbine mit orginal Magazin anschaffen, wenn er es nur zum sammeln und ab und zu auf dem Stand schießen verwenden will?
Was möchtest du hören? Wie oben bereits geschriben: "Die 2+1-Regel (max. 2-Schuss im Magazin + 1 im Patronenlager) gilt für Halbautomatische Langwaffen (!), steht im Bundesjagdgesetz und gilt NUR BEIM SCHUSS AUF WILD."
Es gibt in Deutschland, im wesentlichen, nur das Sportschießen und die Jagd als Rechtfertigung für Waffenbesitz, vorausgesetzt man möchte sich nicht den Zirkus für eine rote Sammler-WBK antun. Insofern kommt es, für den Jäger, drauf an dem WaffG-Sachbearbeiter klar zu machen, dass du dieses Ding für die Jagd brauchst.
klarzumachen. Hier verweise hierauf: http://tinyurl.com/hh3os4g

Ob und, wenn ja, welche Halbautomaten wir noch besitzen dürfen kommt außerdem ganz wesentlich darauf an, wie weit die EU mit ihrem Waffenverbot durchsetzen kann.
https://www.all4shooters.com/de/Shooting/Waffenkultur/Firearms-United-EU-Waffenverbot-neue-Informationen/

christianoliff Avatar
christianoliff:#14331

*Im Übrigen sind Magazine _keine_ wesentlichen Waffenteile und dürfen von jedem frei erworben werden.

leonfedotov Avatar
leonfedotov:#14332

>>14330
Fährst du nach Montana ins Injanerreservat, Jeep, 4-6 starke Strahler, Uzi, G3, FN, AK47. Freie Jagd für Freie.

georgedyjr Avatar
georgedyjr:#14345

>>14332
>Fährst du nach Montana ins Injanerreservat, Jeep, 4-6 starke Strahler, Uzi, G3, FN, AK47. Freie Jagd für Freie.
Ist das eine Frage oder eine Aufforderung - die USA stehen jedenfalls auf der Wunschliste, aber ob ich da Zeit und Lust für die Jagd habe bezweifele ich stark. Den Yellowstone kann man auch ohne Büchse auf dem Rücken genießen...

alexradsby Avatar
alexradsby:#14346

>>14345
>Frage oder Aufforderung
Weder noch, sondern eine Erfahrung. Wenn du Geld hast und wirklich nach Montana fährst, freunde dich mit den Crow oder Lakota an, die leben vom Tourismus und sind immer knapp bei Kasse. Wenn dich Jagdabenteuer locken, ist beiderseitiger Gewinn möglich, schliesslich haben die Injaner in dem riesigen Reservat das sagen.
Denk aber daran, der Weg führt durch Feindesland, vorbei an US Umweltschützerinnen.

ayalacw Avatar
ayalacw:#14347

>>14345
Apropos USA:

Bernd möchte gerne irgendwann mal etwas wirklich Großkalibriges schießen, am liebsten eine Panzerbüchse und dann bevorzugt eine im Kaliber 20mm. Gibt es in den USA Anbieter die sowas anbieten?

BillSKenney Avatar
BillSKenney:#14357

Ich hab dem Landesforst bei mir mal eine Email geschrieben, ob man bei ihnen einen Begehungsschein bekommen kann, jetzt haben sie mir geantwortet, dass ich mal am Montag den verantwortlichen da anrufen soll.
Wonach sollte ich da fragen außer was es kostet?
Hat irgendwer von euch Erfahrungen mit Landes- oder Bundesforst?

Zweite Sache: gibt es ein gutes Buch zum Ansprechen und Schießen? Irgendwas wo man so grob die Altersstufen des Wildes nachvollziehen kann und wo einem gezeigt wird wo man genau hinschießen muss, ich habe da nur eine eher grobe Ahnung von den Zielschieben her. Im Heintges standen zwar immer Sachen zum Habitus und Aussehen und den Unterschieden zwischen z.b. Überläufern und Bachen/Keilern, aber so genau kann ich mir das immernoch nicht vorstellen.

oscarowusu Avatar
oscarowusu:#14358

>>14357
P.S. Habe mich gerade nochmal etwas umgeschaut und zwei Bücher gefunden:
Vor und nach dem Schuss: Kaliber | Abkommen | Schusszeichen | Nachsuche
Jung oder alt?: Schalenwild richtig ansprechen
Die Scheinen teilweise genau das zu sein was ich suche. Hespeler scheint eine umstrittene Person zu sein, die Bücher haben aber gute Bewertungen auf Amazon.
Jung oder Alt werde ich mir auf jeden Fall holen, jetzt ist halt bloß noch das Problem mit den Anhaltepunkten, kennt da jemand gute Lektüre oder hat einen Hinweis für mich?

millinet Avatar
millinet:#14359

>>14358
Noch ein Jägerbernd hier.
Hespeler ist eher der traditionellere Typ, was man auch durchaus an seinem Buch feststellen kann.
Ich habe es mir gekauft, um noch etwas zur Ansprache von weiblichem Rehwild zu lernen, das wurde jedoch auf zwei Seiten behandelt während es gefühlt dutzende Seiten zu kapitalen Böcken gibt. Also eher trophäenorientiert.
Da war ich etwas enttäuscht, zu Schwarzwild gibt es jedoch etwas mehr, den Rest habe ich momentan nicht mehr im Kopf, da anderes Wild bei uns nicht vorkommt.
Ziel ist es, das Wild tödlich zu treffen, das ist sicher bei einem Herz und/ oder Lungenschuß.
Träger oder Hauptschüße lehne ich persönlich ab, da ist mir persönlich das Risiko zu groß, dass das Stück elendig verludert.
Wenn du das Stück an den Platz bannen willst, empfiehlt sich ein Schuß auf das Blatt, da geht dann in der Regel durch die Knochen- und Geschoßsplitter allerdings mehr Wildbret kaputt.
Dafür erspart man sich allerdings eine mögliche Nachsuche und je nach Geschoß ist die Wildbretentwertung auch unterschiedlich.
Würde ich am Anfang auf jeden Fall empfehlen, da du bei einem Schuß aufs Blatt
1. Eine große Trefferfläche hast, selbst wenn sich das Stück im Moment des Schußes noch etwas bewegt (vor Allem bei Trägerschüßen verheerend, wenn dann später bspw. der Unterkiefer fehlt und das Stück verhungert und nicht mehr schöpfen kann).

2. Die Mobilität eingeschränkt wird, vor Allem wenn kein eigener, brauchbarer Hund zur Verfügung steht

Kann allerdings auch wegen der etwas größeren Wildbretentwertung nicht gewünscht sein, wenn man das Stück allerdings selbst übernimmt, ist das aber eh wurscht und normalerweise ist das Fleisch von der Blattschaufel auch eher für Gulasch geeignet.
Ansonsten eine Handbreit hinters Blatt, dann triffst du nicht die Schaufel, das Stück bleibt mobil, was in einer Todflucht enden kann. Kommt dann halt auch auf die Wildart an, bei Rehen sind das schon mal 150m, je nach Treffersitz und Geschoß, Sauen können auch tödlich getroffen noch einiges marschieren, vor Allem wenn sie im Winter viel Feist haben.

Ich würde mich auf jeden Fall im Voraus schlau machen, was die anbieten (Aufbrechraum in der Nähe z.B.) und ganz klar, was sie verlangen.
Da würde ich mich einfach mal in der Umgebung schlau machen, was so ein Reh in der Decke kostet.
Außerdem wirst du beim Staat nur mit bleifreier Munition schießen dürfen, das musst du miteinkalkulieren. Die verhalten sich in der Wirkung anders als herkömmliche Bleigeschoße weil sie einerseits leichter und auch härter sind, dazu steht aber auch einiges im Internet, auch was die eventuell nötige Laufreinigung betrifft.

An die Fernglas Bernds, schaut euch mal DDoptics oder delta an, habe ein DDoptics und bin sehr zufrieden. Da seid ihr in einem Bereich von 350-600 Euro, zu delta kann ich nichts sagen, liebäugle allerdings noch mit einem 8x56.
Im Einsatz hatte ich bisher ein Zeiss 7x50 Binoctem, made in DDR was erstaunlich hell war. Nur das DDoptics Pirschler war in dem Preissegment bis 1000 NG heller, das kostet um die 570), habe es damals mit Minox, Docter und Steiner verglichen, aber das ist auch so ein persönliches Ding.
Außerdem sollte man sich auch etwas am Glas auf der Waffe orientieren, ein Leica oder Zeiss bringt dir nichts, wenn man durch nen Flaschenboden zielt und alles dunkel bleibt.
Als Zielfernrohr habe ich ein von Frankonia gelabeletes Docter 3-12x56, das war zusammen mit der Waffe saugünstig und auch recht hell.

Vom Preisleistungsverhältnis ist das Pirschler so mit das Beste, was man kriegen kann.
Kann man auch direkt beim Hersteller zur Probe bestellen und bei Gefallen kaufen, ansonsten schickt mans einfach zurück, der Service ist außerdem top und man hat 30 Jahre Garantie.
Die Gläser werden in Deutschland entwickelt und in Japan produziert, soweit ich weiß.

jasontdsn Avatar
jasontdsn:#14361

Nichtjäger-Bernd liest hier neugierig mit. Macht weiet so!

shoaib253 Avatar
shoaib253:#14362

>>14346
Danke, den Tipp merk ich mir. Haben dort drüber eben viele Extreme, zum einen eine große Jagd-Kultur, aber eben auch eine wachsenden Fraktion von Antis.

>>14347
>Bernd möchte gerne irgendwann mal etwas wirklich Großkalibriges schießen, am liebsten eine Panzerbüchse und dann bevorzugt eine im Kaliber 20mm. Gibt es in den USA Anbieter die sowas anbieten?
Ja, gibt dahingehend sicher Angebote, auch wenn Kaliber >.50 BMG auch den Staaten deutlich schärfer reglementiert sind. Am einfachsten wär es wenn du dich mit besagtem .50 BMG zuffrieden gibst, die kannst du nämlich auch ohne Probleme in Deutschland schießen.
https://www.youtube.com/watch?v=3dMMOy0Nc-I

>>14359
Sehr gute Zusammenfassung. Bei den Grafiken, die die Lage der Organe im Wildkörper veranschaulichen, ist es wichtig sich an aktuellen Bildern zu orientieren, da früher oft fälschlich ihre Lage im aufgebrochenen Stück dargestellt wurde, ohne zu bedenken, dass dies nicht ihrer Lage im lebenden Stück Wild entspricht. siehe auch:
http://lutzmoeller.net/Wild/Wildscheibe.php

steynviljoen Avatar
steynviljoen:#14372

>>14023

Mal eine ernstgemeinte Frage von Dummbernd:

Warum lagern Sportschützen eigentlich Waffen zuhause und warum pochen sie so darauf? Bei Jägern verstehe ich es ja, immerhin müssen die in Zweifelsfall auch schnell darauf zugreifen könne, wenn sie bspw. angefahrenes Wild nachsuchen müssen, aber aus welchem Grund ist wird das auch bei Sportschützen so gemacht?

umurgdk Avatar
umurgdk:#14373

>>14372
Es ist einfach praktischer, du kannst zum Stand/Wettkampf fahren wann du willst, Waffen putzen/tunen/pflegen/neue Optik drauf bauen wann du willst, es ist billiger für die Vereine und das Einbruchsrisiko ist ebenfalls geringer.
Schießstände/Vereinshäuser sind im Internet gut zu finden, wenn da jetzt hunderte/tausende von Waffen der Vereinsmitglieder lagern wird das ein bevorzugtes Ziel für (Profi-)Einbrecher. Da die meisten Schießstände auch außerhalb liegen wegen dem Lärm hätte die Einbrecher da nachts alle Zeit der Welt. Wenn jeder bei sich zuhause lagert könnten die Diebe vllt. so 5-20 Waffen mitnehmen, wenn sie den Safe aufbekommen, bei der Zentralen Lagerungen gut das 100fache und mehr.

kuldarkalvik Avatar
kuldarkalvik:#14374

>>14372
>Warum lagern Sportschützen eigentlich Waffen zuhause und warum pochen sie so darauf?
Warum nicht, lel?
Warum hat jemand ein Motorrad mit 150 PS?
Warum hat jemand 100 Paar Schuhe?
Warum trägt jemand zum Gala-Abend insgesamt 50 Karat Diamanten?
Damit sich der Gutmensch darüber aufregen kann und auf die Idee kommt, er sei in der Lage auf Begründungen zu pochen.

terryxlife Avatar
terryxlife:#14375

>>14372
Warum lagert der Tennisspieler seine(n) Schläger zuhause? Der Fußballer seine Schuhe? Der Radler sein Fahrrad?

Weil er es kann.

yassiryahya Avatar
yassiryahya:#14376

>>14375
>Waffen mit harmlosen Sportgegenständen gleichsetzen

puzik Avatar
puzik:#14378

>>14376
Ausgerechnet von jemandem, der Terroristen, Kriminelle und Sozialschmarotzer mit harmlosen Flüchtlingen gleichstellt. Lachz.
Übrigens sind Schusswaffen harmlose Sportgeräte. Wie alle Geräte, die keinen eigenen Willen haben.

a_harris88 Avatar
a_harris88:#14379

>>14372
>Warum lagern Sportschützen eigentlich Waffen zuhause und warum pochen sie so darauf? Bei Jägern verstehe ich es ja, immerhin müssen die in Zweifelsfall auch schnell darauf zugreifen könne, wenn sie bspw. angefahrenes Wild nachsuchen müssen, aber aus welchem Grund ist wird das auch bei Sportschützen so gemacht?


Weil du unabhängig von praktikabilitätsgründen, keine gigantischen Arsenale mit beschissenen Zugangskontrollen in der Gegend stehen haben willst.
Ganz einfach.

jqueryalmeida Avatar
jqueryalmeida:#14381

>>14372
>Warum lagern Sportschützen eigentlich Waffen zuhause und warum pochen sie so darauf?

Weil das aus den vielen oben breits genannten Gründen (Zugänglichkeit für den Schützen, Kosten für die Vereine bei Zentrallagerung, Sicherheitsbedenken bei großen Arsenalen, etc.), die praktikabelste, sichereste und rechtsstaatlichste Lösung ist. Wenn eine neue, persönliche Freiheiten einschränkende und massive Kosten verursachende Aufbewahrungsregelung geplant ist, muss zuerst dargelegt werden, ob sie 1) geeignet ist die öffentliche Sicherheit zu erhöhen und 2) die Maßnahmen im Verhältnis stehen zum erstrebten Sicherheitsgewinn. Weder 1) noch 2) sind im Fall der Zentrallagerung, wenn man sie auch nur eine Sekunde nüchtern durchdenkt, gegeben. Im Übrigen würde ich auch bestreiten, dass überhaupt ein Problem für die öffentliche Sicherheit, welches ein staatliches Handeln erfordert, existiert. Die Stichworte sind hier Verhältnismäßigkeit und Handlungsfreiheit. Bild 1 relatiert stark.

Vorallem zu Grünen, Linken, SPD und kirchliche Organisationen, aber auch zur Union ist das im angefügten Bild dargestellte Verhältnismäßigkeitsprinzip sowie die vom Grundgesetz geforderte Allgemeine Handlungsfreiheit (§2 Abs. 1 Grundgesetz) noch nicht durchgedrungen, ansonsten würde sie nicht fortlaufend genau solche ungerechtfertigten Forderungen stellen, wie eben etwa die nach Zentrallagerung.

Die Absicht dieser Gruppen besteht, das wird einem bei Gesprächen mit ihnen schnell klar, viel eher darin, den Schützen ihren Sport unmöglich zu machen bzw. ganz allgemein, den privaten Waffenbesitz zu verbieten, weil dies ihrer staatsgläubigen Ideologie einer heilen, gewaltfreien Welt zuwiderläuft. Die Lektüre des Wahlprogramms der Grünen in Baden-Würrtemberg bestätigt dies, Zitat:

"Einsatzbereite und funktionsfähige Schusswaffen wollen wir nur noch in Ausnahmefällen (z.B. Jagdwaffen bei Jagdscheinberechtigten) in privaten Haushalten zulassen." S.208 https://www.gruene-bw.de/app/uploads/2016/01/GrueneBW-Landtagswahlprogramm-2016.pdf

Ein Versuch die Forderung ernsthaft zu begründen wird gar nicht erst unternommen, Argumente machen schließlich angreifbar und könnten widerlegt werden. Für weitere Info zum Unsinn der Zentrallagerung: http://tinyurl.com/j48gfkr

Anbei noch ein schönes, verifiziertes Zitat von George Orwell zu Thema.

likewings Avatar
likewings:#15162

Für die, die es noch nicht mitbekommen haben:

Der Bundesrat hat in seiner 948. Sitzung der kleinen Novelle des Bundesjagdgesetz zugestimmt.
Damit sind in Zukunft halbautomatische Langwaffen wieder für die Jagd erlaubt.
Ergänzend entfällt zukünftig die Pflicht der Begrenzung der der Magazine.

http://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2016/0401-0500/455-16.pdf?__blob=publicationFile&v=1

millinet Avatar
millinet:#15164

>>Wie sind die Jäger so? Eher Eigenbrötler, die am liebsten alleine die Stille genießen oder eher sehr soziale Wesen, die sich eine Jagd mit weniger als 15 Jägern nicht vorstellen können?

Säufer (die Älteren), Kiffer (die Forststudenten) und Teilchenschmeißer (Forststudenten die das Studium nicht schaffen).