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Veröffentlicht am 2014-03-22 20:22:20 in /wk/

/wk/ 9418: Schusswaffen selbst herstellen

vikashpathak18 Avatar
vikashpathak18:#9418

Bernd hat in amerikanischen Foren das Wissen zusammengetragen wie Schusswaffen mit herkömmlichen Maschinen(Drehmaschine und Fräsmaschine)hergestellt werden können. Qualitativ können Diese mit Schusswaffen aus der Fabrik absolut mithalten. Mit der Herstellung von Läufen hhat sich Bernd auch beschäftigt, dafür wäre eine Werkstattpresse (200-300 auf amazon)nicht schlecht, es geht aber auch ohne.

Aufgrund der Entwicklungen in der EU (Verschärfung der Waffengesetze) überlegt Bernd ein Buch zu schreiben wo detailiert die Herstellung zb.: einer Maschinenpistole (z.b.: Sten MP) erklärt wird um den Politikern und Waffenenthusiasten zu zeigen wie einfach die Herstellung eigentlich ist und dass gesetzliche Einschränkungen im Bezug auf Schusswaffen nur gesetzestreue Bürger treffen.

Würde Bernd damit gegen irgendein Gesetz verstoßen ? Was halten die anderen Bernds von dieser Idee ? Würde es genügend Abnehmer im deutschsprachigen Raum für so ein Buch geben ?

jqueryalmeida Avatar
jqueryalmeida:#9420

Es gibt ja eigentlich kein verbotenes Wissen, also könntest du es theoretisch publizieren, müsstest dazu aber einen Verlag finden der das Risiko auf sich nimmt. Und selbst dann kommt garantiert eine Hausdurchsuchung, weil du hast doch bestimmt was ausprobiert und getestet, wenn nicht Gefährdung der öffentlichen Sicherheit oder so.
Ob nun ein von dir, einem Unbekannten mit (wie ich vermute) Laienkenntnissen geschriebenes Buch Anklang findet ist zu bezweifeln, weil jeder interessierte schon die englischsprachigen PDFs mit den Originalplänen hat. Wenn du natürlich anständige, metrische Pläne in einem richtigen PDF/Vektorgrafik/anderem sinnvollem Format liefern könntest, welche von Leuten die Ahnung haben verifiziert wurden, wäre das schon von Interesse.

>um den Politikern und Waffenenthusiasten zu zeigen wie einfach die Herstellung eigentlich ist und dass gesetzliche Einschränkungen im Bezug auf Schusswaffen nur gesetzestreue Bürger treffen.

Du meinst um Verbote von Drehmaschinen, Werkstattpressen und 3D-Druckern zu rechtfertigen. An die Leute kommst du nicht mit Argumenten ran, die sind irrational und weichen auch nicht von ihrem Verbotswahn ab.

Außerdem brauchst du dann immernoch Munition, wie man die zuhause herstellen könnte fände ich eigentlich interessanter.

bagawarman Avatar
bagawarman:#9421

>>9420
Das mit der Hausdurchsuchung habe ich mir auch schon gedacht, da müsste ich mir noch etwas überlegen, oder ich nehme es in Kauf, hab eh nichts zu verbergen.

Ich habe sehr detailierte Informationen gefunden über: die Laufherstellung, geeignete Stahllegierungen, Wärmebehandlung des Stahls, Tieflochbohren, Feld/Zugprofil ziehen oder schneiden, Patronenlager reiben oder drehen inkl. Herstellung der erforderlichen Werkzeuge, einfach alles was dazu gehört um aus einem Stück Stahl eine hochwertige Schusswaffe zu bauen. Ich würde die Informationen aber vorher auf jeden Fall noch im Rahmen der Gesetze überprüfen. Um die genaue Konstruktion würde es mir garnicht gehen hauptsächlich, die findet man sowieso schnell im Internet oder kann sich auch selber etwas ausdenken.

Dreh- und Fräsmaschinen wird man nicht verbieten können da diese Maschinen in gewissen Bereichen unerlässlich sind.

Informationen zur Herstellung von Munition findest du hier -> http://thehomegunsmith.com/homemadeammo.shtml
Außerdem ist Munition Verbrauchsmaterial bei Behörden, Militär etc. das wird dort immer verschwinden können, außer das Militär fängt an Hülsen nach Übungen vollständig wieder einzusammeln.

moynihan Avatar
moynihan:#9423

Chemikerbernd hier, gängige Treibmittel sind einfach von Ottonormalverbraucher unter Anleitung gut herzustellen :3

cboller1 Avatar
cboller1:#9425

>>9423
Hast du nähere Infos zum Thema ?

thierrymeier_ Avatar
thierrymeier_:#9426

>>9418

>Bernd hat in amerikanischen Foren das Wissen zusammengetragen wie Schusswaffen mit herkömmlichen Maschinen(Drehmaschine und Fräsmaschine)hergestellt werden können.

Jemand der eine Dreh- und Fräsmaschine hat, treibt sich auch im Internet rum und kann sich Pläne ebenso besorgen. Auch kann er ohne Pläne vermutlich selbst eine einfache Waffe konstruieren, weil er sich viel mit Mechanik beschäftigt.

>Qualitativ können Diese mit Schusswaffen aus der Fabrik absolut mithalten.

Nur wenn man bereits über eine sehr Fortschrittliche Ausrüstung verfügt, die mehrere 10.000€ gekostet hat.

>Mit der Herstellung von Läufen hhat sich Bernd auch beschäftigt, dafür wäre eine Werkstattpresse (200-300 auf amazon)nicht schlecht, es geht aber auch ohne.

Damit bekommst du kurze Pistolenläufe mäßiger Präzision und minderwertiger Festigkeit mit etwas Geschick gefertigt, aber keine kaltgehämmerten präzisen Polygongewehrläufe z.B.

>überlegt Bernd ein Buch zu schreiben wo detailiert die Herstellung zb.: einer Maschinenpistole (z.b.: Sten MP) erklärt wird

Dir fehlt da sehr viel Wissen.

>>9420

>müsstest dazu aber einen Verlag finden der das Risiko auf sich nimmt.

Book on Demand.

>Wenn du natürlich anständige, metrische Pläne in einem richtigen PDF/Vektorgrafik/anderem sinnvollem Format liefern könntest,

Pläne werden überbewertet, Jemand der sich die Fertigungsfähigkeiten angeeignet hat, kann sich Pläne selbst zeichnen.

>Außerdem brauchst du dann immernoch Munition, wie man die zuhause herstellen könnte fände ich eigentlich interessanter.

Leere Hülsen und Geschosse sind einfach nur Metallstücke, die Jedermann erwerben darf. Hülsen selbst tiefziehen wäre möglich, man müsste halt Tiefziehwerkzeuge bauen und mehrstufig mit Zwischenglühen selbst seine Hülsen Tiefziehen. Geschosse kann man Drehen oder Gießen.

Interessant wäre da Chemikerbernds Meinung zur Herstellung von Zündkäppcheninhalt.

tereshenkov Avatar
tereshenkov:#9427

>>9426
>>Jemand der eine Dreh- und Fräsmaschine hat, treibt sich auch im Internet rum und kann sich Pläne ebenso besorgen. Auch kann er ohne Pläne vermutlich selbst eine einfache Waffe konstruieren, weil er sich viel mit Mechanik beschäftigt.

Das Feld-/Zugprofil qualitativ hochwertig mit einfachen Mitteln herzustellen, stellt einen normalen Menschen vor große Probleme, es gibt 2-3 gute relativ einfache Methoden.

>>Nur wenn man bereits über eine sehr Fortschrittliche Ausrüstung verfügt, die mehrere 10.000€ gekostet hat.

Ist absolut nicht erforderlich, eine Drehmaschine um ca. 1000 € und eine Fräsmaschine um ca. 2000-3000 € sind ausreichend.

>>Damit bekommst du kurze Pistolenläufe mäßiger Präzision und minderwertiger Festigkeit mit etwas Geschick gefertigt, aber keine kaltgehämmerten präzisen Polygongewehrläufe z.B.

Hier sieht mein dein gesamtes Unwissen, gehämmerte Läufe sind nicht das non plus ultra an Präzision, die Läufe für Benchrestwaffen werden entweder geschnitten oder mit Knöpfen gezogen, gehämmert wird da nichts. Die großen Hersteller hämmern, präzisionsmäßig ist es unterlegen, von der Haltbarkeit minimal überlegen. Weiters sind Polygonläufe überhaupt bei Gewehren aufgrund diverser Nachteile eher selten zu finden, die Geschossführung ist bei einem herkömmlichen Feld-/Zugprofil besser weil es scharfe Kanten hat, bei Polygonläufen besteht bei manchen Geschossen auch die Gefahr einer Waffensprengung.

>>Dir fehlt da sehr viel Wissen.

Schließe nicht von dir auf andere.

BillSKenney Avatar
BillSKenney:#9428

>>9426
Die Festigkeit des Laufes hängt übrigens vom verwendeten Stahl ab, und wenn du auch nur 1% Ahnung hättest wüsstest du das Laufstähle nichts besonderes und sehr einfach zu beschaffen sind. Viele Hersteller verwenden vergüteten 42crmo4, den findet man in jedem metallverarbeitenden Betrieb.

kosmar Avatar
kosmar:#9429

>>9426
Chemikerbernd hier..

die Frage ist aus welcher Verfügbarkeit von Ausgangsstoffen wir sprechen?

polarity Avatar
polarity:#9430

>>9429
Verfügbar ist das was der Bürger legal kaufen kann. (abgesehen davon, dass Zündhütchen und Pulver im Moment frei erhältlich ist)

meisso_jarno Avatar
meisso_jarno:#9431

>>9427
>>9426
>Das Feld-/Zugprofil qualitativ hochwertig mit einfachen Mitteln herzustellen, stellt einen normalen Menschen vor große Probleme, es gibt 2-3 gute relativ einfache Methoden.

Mir sind diese Methoden bekannt, ich habe bereits Läufe hergestellt.

>>Nur wenn man bereits über eine sehr Fortschrittliche Ausrüstung verfügt, die mehrere 10.000€ gekostet hat.

>Ist absolut nicht erforderlich, eine Drehmaschine um ca. 1000 € und eine Fräsmaschine um ca. 2000-3000 € sind ausreichend.

Nicht für "hochwertige" Waffen. Für qualitativ hochwertige Läufe müsste man eine eigene Maschine bauen. Auch vergisst du das ganze Zubehör das benötigt wird, nackte Maschinen sind wertlos. Du brauchst Messwerkzeuge und Dreh-, Fräs- und Spannwerkzeuge.
Zudem sind Chinamaschinen für 1000€ klein, klapprig und furchtbar unpräzise.

>>Damit bekommst du kurze Pistolenläufe mäßiger Präzision und minderwertiger Festigkeit mit etwas Geschick gefertigt, aber keine kaltgehämmerten präzisen Polygongewehrläufe z.B.

>durr

Benchrestpräzision ist für den ungebildeten Schützen viel weniger interessant wie Haltbarkeit und Zuverlässigkeit seiner Waffe. Gehämmerte Läufe haben keine Präzisionsprobleme, und die kaltverfestigte Oberfläche sorgt für dramatische Haltbarkeitsvorteile. Gezogene Läufe haben heute nur noch den Vorteil etwas einfacherer Fertigung und einer gewissen Flexibilität in der Fertigung, ansonsten haben sie nur Nachteile.

>>>Dir fehlt da sehr viel Wissen.

>Schließe nicht von dir auf andere.

Ich bin Büchsenmacher, studiere Fertigungstechnik und hab ne CNC im Keller.

doooon Avatar
doooon:#9432

>>9430
>abgesehen davon, dass Zündhütchen und Pulver im Moment frei erhältlich ist

Für Pulver brauchts ne Erlaubnis gemäß:

http://www.gesetze-im-internet.de/sprengg_1976/__27.html

VinThomas Avatar
VinThomas:#9433

>>9430
Na dann ists ja egal..

Gängig genutzte Initialsprengstoffe kann man sowieso nicht ohne 1/2 schwerer zugängliche Stoffe synthetisieren können.

Und die einfach herstellbaren / möglichen sind sehr brisant und schwierig zu handhaben...

chrstnerode Avatar
chrstnerode:#9434

>>9433
Abgabebeschränkungen haben halt schon ihren Sinn.

Die Verfügbarkeit für Ottonormalverbraucher ist ja auch erst der zweite Schritt. Der erste wäre mal, ein paar grundlegende Handgriffe fürs Labor zu lernen und sich eine angemessene Ausrüstung zuzulegen. Von der Reinheit des Krempels, den man sich da zumindest am Anfang zusammenbraut, mal ganz zu schweigen ...

thomweerd Avatar
thomweerd:#9435

>>9431

>Benchrestpräzision ist für den ungebildeten Schützen viel weniger interessant wie Haltbarkeit und Zuverlässigkeit seiner Waffe. Gehämmerte Läufe haben keine Präzisionsprobleme, und die kaltverfestigte Oberfläche sorgt für dramatische Haltbarkeitsvorteile. Gezogene Läufe haben heute nur noch den Vorteil etwas einfacherer Fertigung und einer gewissen Flexibilität in der Fertigung, ansonsten haben sie nur Nachteile.

Und ein Lauf der mit einem Knopf gezogen ist, ist nicht kaltverfestigt ? Das Profil wird auch in den Stahl gedrückt, der Unterschied bei der Haltbarkeit ist absolut marginal und für den normalen Schützen völlig zu vernachlässigen. Meinst du nicht, dass es für den Ottonormalverbraucher auch völlig egal ist ob die Präzision bei 15.000 oder bei 20.000 dahin ist ? Außerdem was hat das Laufherstellungsverfahren mit Zuverlässigkeit zu tun ? Und was haben Ansprüche bei der Präzision mit der Bildung des Schützen zu tun ? Die am besten schießenden Läufe sind jedenfalls gezogen oder geschnitten, das zeigen die Ergebnisse der Benchrestbewerbe.

Mit unpräzisen Maschinen kann man Teile mit Übermaß produzieren und dann händisch anpassen, das bekommst du mit einer € 100.000,- CNC Fräse auch nicht besser hin.

Für qualitativ hochwertige Läufe muss man auch nicht unbedingt eine eigene Maschine bauen. Nur weil du etwas gelernt/studiert hast, heisst das nicht, dass du gut bist darin. Dein Denken ist ziemlich eingeschränkt und festgefahren, wie bei den meisten Menschen.

ultragex Avatar
ultragex:#9436

>>9432
In diversen Nachbarländern nicht.

llun Avatar
llun:#9437

>>9431
Ich habe Berichte und Fotos gefunden von jemandem der .308 Läufe gezogen hat, er hatte keine Vorrichtung um die Drehung des Knopfes zu unterstützen, der Knopf fängt sich durch den Winkel der Züge zu drehen an. Er hat den Button nur durchgezogen, die Streukreise auf 200m waren im Bereich 1,5-2cm, eine einfache Werkstattpresse und ein Drucklager reichen um einen guten Gewehrlauf zu ziehen.

jqueryalmeida Avatar
jqueryalmeida:#9439

>>9433
Ultrasparschützen stellen den Initial"spreng"stoff für Zündhütchen aus selbstzündenden Streichhölzern her. Funktioniert sogar.

salleedesign Avatar
salleedesign:#9440

Was praktisches wäre vllt., wenn du aus den ganzen Sachen die du gefunden hast Pdfs machst und dann halt Abläufe zu verschiedenen Sachen schreibst, die immer auf die Pdfs verweisen.
Z.B.: Lauf selber machen: Erklrät in PDF A, nähere Infos in PDF B, weitere Tipps in C und D, andere Möglichkeit in G,H und I
Das du also quasi die Originalquellen indexierst und in einen Zusammenhang packst, ohne selber Sachen zu verändern oder dich in rechtliche Gefahr zu begeben

snowshade Avatar
snowshade:#9442

>>9439
Dann kannst du auch gleich die Kinderpistolen- Munition nehmen und rauskratzen :3

karsh Avatar
karsh:#9443

>>9430
Dies: >>9432
Lediglich Hülse, Zündhütchen und Projektil sind frei ab 18 Jahren zu kaufen.
Treibpulver könnte man durchaus selber herstellen oder aus Platzpatronen gewinnen.
Bei der eigenen Herstellung wird es wohl das größte Problem sein an die Säure zu kommen.

oskamaya Avatar
oskamaya:#9445

>>9435
>>>9431
>Und ein Lauf der mit einem Knopf gezogen ist, ist nicht kaltverfestigt ?

Marginal, da Kräfte eine Größenordnung kleiner.

>Außerdem was hat das Laufherstellungsverfahren mit Zuverlässigkeit zu tun ?

Gleichmäßiger Durchmesser und Tiefe des Feld-Zug-Profils sind nicht ganz uninteressant für die Zuverlässigkeit.

>Die am besten schießenden Läufe sind jedenfalls gezogen oder geschnitten, das zeigen die Ergebnisse der Benchrestbewerbe.

Benchrestgewehre müssen nicht unter schwierigen Bedingungen zuverlässig funktionieren, Kriegswaffen schon.

>Mit unpräzisen Maschinen kann man Teile mit Übermaß produzieren und dann händisch anpassen, das bekommst du mit einer € 100.000,- CNC Fräse auch nicht besser hin.

Lass dir mal von Jemanden der täglich Präzisionsteile sowohl händisch als auch maschinell herstellt sagen, das sich das einfach so dahinsagt - in der Realität dramatisch anders aussieht.

Du kannst händisch sehr präzise Teile fertigen - Mit präzisen Lehr- und Messwerkzeugen die dann wieder so viel kosten wie eine Maschine die dir gleich saubere Flächen erzeugt.

>Für qualitativ hochwertige Läufe muss man auch nicht unbedingt eine eigene Maschine bauen.

Für Gewehrläufe - ja!

>Nur weil du etwas gelernt/studiert hast, heisst das nicht, dass du gut bist darin. Dein Denken ist ziemlich eingeschränkt und festgefahren, wie bei den meisten Menschen.

Du hast einfach keine Ahnung von dem Fachgebiet und meinst mit deinem bisschen Lesen im Internet weißt du jetzt alles - ich bearbeite seit Jahrzehnten Metall, auch auf unkonventionelle Art, und du stellst dir das Alles viel zu einfach vor.

Hast du überhaupt schon mal Metall bearbeitet oder eine Waffe abgefeuert?

freddetastic Avatar
freddetastic:#9446

>>9443
>wird es wohl das größte Problem sein an die Säure zu kommen.
Das spricht für Schwarzpulver und Vorderladertechnik Bernd. Bei der Sprengstoffherstellung steht Bernd vor den gleichen Problemen wie bei der Drogenproduktion. Rohstoffe sind genauso schwer zu bekommen wie die Stoffe zur Herstellung der Rohstoffe. Dabei sind die Rohstoffe zB. für RDX noch leicht beschaffbar (Amazon, Baumarkt), die Rohstoffe für Schwarzpulver gibts ebenfalls bei Amazon. Ein gutes Buch zum Thema ist "Schwarzpulver für Survival". Hätte Kleinbernd das Buch mit 12 schon gehabt, hätte Grassbernd heute keine 10 Finger meer. Schiessbaumwolle gabs jahrelang als "Aschenbecherschreck" im Scherzartikelladen.

velagapati Avatar
velagapati:#9447

Selbst industrielle Waffenhersteller die seit Jahrhunderten Waffen herstellen, bauen noch Scheiße. Man kann natürlich mit relativ einfachen Mitteln im heimischen Keller eine Waffe bauen, die funktioniert.

Dann aber zu sagen sie wäre völlig gleichwertig mit industriellen Waffen, ist anmaßend.

Gute industriell hergestellte Waffen sind robust, unempfindlich, ausreichend präzise, und vor allem zuverlässig. Auch wenn unterschiedliche Munition benutzt wird, die Waffe verdreckt ist oder starker Verschleiß und kleine Beschädigungen dazu kommen, soll eine Kriegswaffe noch einwandfrei funktionieren - das kann ein Hobbybastler nicht gewährleisten, ohne den jahrelangen Entwicklungs- und Testprozess eines industriellen Waffenherstellers ebenfalls zu durchlaufen.

Mal eben was basteln das Blei in die Heide verteilt kann ich auch in einer Wochenendaktion, mit Werkzeug aus dem örtlichen Baumarkt.

doronmalki Avatar
doronmalki:#9448

Fertiges Pulver oder einfach fertige Munition dürfte sich durch Beziehungen recht einfach besorgen lassen, jedes Schützenvereinmitglied oder Jäger kann das kaufen in beliebigen Mengen ohne Rechenschaft ablegen zu müssen wo es verbleibt. Selbst herstellen wäre da nur im absoluten Notfall sinnvoll.

adhiardana Avatar
adhiardana:#9449

>>9447
>>Gleichmäßiger Durchmesser und Tiefe des Feld-Zug-Profils sind nicht ganz uninteressant für die Zuverlässigkeit.

Ist bei den gezogenen Läufen sogar besser, deswegen schießen die Benchrestgewehre auch genauer weil die Oberfläche und das Profil innen deutlich gleichmäßiger sind. Für die Präzision kann es sogar förderlich sein wenn der Lauf auf den letzten cm etwas enger wird, Anschütz hat das bei den .22 früher so gemacht, ob es heute noch so ist weis ich nicht.

>>Benchrestgewehre müssen nicht unter schwierigen Bedingungen zuverlässig funktionieren, Kriegswaffen schon.

Deswegen sind Kriegswaffen auch deutlich einfacher zu fertigen. Kriegswaffen haben größere Patronenlager und mehr Spiel bei den beweglichen Teilen, deswegen sind sie weniger präzise aber deutlich zuverlässiger weil mehr Platz für Dreck da ist. Es ist lustig dass du meinst gerade das wäre schwierig zu erreichen.

>>Hast du überhaupt schon mal Metall bearbeitet oder eine Waffe abgefeuert?

Ja habe ich, und ich habe bei anderen Leuten auch Sachen gesehen die ich selbst nicht für möglich gehalten hätte.

>>Du kannst händisch sehr präzise Teile fertigen - Mit präzisen Lehr- und Messwerkzeugen die dann wieder so viel kosten wie eine Maschine die dir gleich saubere Flächen erzeugt.

Schau dir mal auf youtube die Fertigung von Les Bear an, es mag vielleicht etwas russisch wirken wie die Teile dort angepasst werden, die Toleranzen sind aber minimal, dort wird ausschließlich mit Feilen angepasst, Lehr- und Messwerkzeuge gibt es dort nicht.

>>Selbst industrielle Waffenhersteller die seit Jahrhunderten Waffen herstellen, bauen noch Scheiße. Man kann natürlich mit relativ einfachen Mitteln im heimischen Keller eine Waffe bauen, die funktioniert. Dann aber zu sagen sie wäre völlig gleichwertig mit industriellen Waffen, ist anmaßend.

Ich weis nicht wie viele Waffen du schon in der Hand hattest, ich kann dir aber ungefähr die Toleranzen der Milspec 1911 von Colt und Norinco sagen. Lauf im Griffstück ca. 4-5/10mm, Verschluss in den Führungen vom Griffstück 4-5/10mm. Die Dinger streuen ab Werk gewaltig. Bei den Romarms AKM sind die Patronenlager fürchterlich ausgedreht, so dass beim Geradezurepetierer die lackierten Stahlhülse oft stecken bleiben und man den Verschluss nur mehr mit einem Hammer aufbekommt, beim Selbstlader ist das völlig egal. Deswegen sind zuverlässige Waffen einfacher zu fertigen als präzise.

>>das kann ein Hobbybastler nicht gewährleisten, ohne den jahrelangen Entwicklungs- und Testprozess eines industriellen Waffenherstellers ebenfalls zu durchlaufen.

Es wird garantiert zu diversen Fehlern kommen und man wird manche Sachen öfters machen müssen bis sie funktionieren, wenn man aber bewährte Konstruktionen nachbaut, korrosionsbeständige Stähle verwendet usw. kann man sehr präzise, zuverlässige und haltbare Schusswaffen fertigen. Vorallem hat man bei einem Einzelstück die Möglichkeit alles so lange nachzubearbeiten oder neu zu fertigen bis es perfekt funktioniert, ein Hersteller kann sich das nicht erlauben, da werden zigtausend Stück produziert die alle perfekt funktionieren müssen ohne irgendwas großartig nachzubearbeiten.

>>Für Gewehrläufe - ja!

Bei welchem Arbeitsschritt siehst du die Notwendigkeit einer eigenen Maschine ?

>>Mal eben was basteln das Blei in die Heide verteilt kann ich auch in einer Wochenendaktion, mit Werkzeug aus dem örtlichen Baumarkt.

Das sollte auch die Message sein, etwas Einfaches (Phil A Luty BSP 9mm SMG) ist mit einfachsten Mitteln herzustellen, wenn man mehr Zeit/Arbeit investiert kann man auch etwas qualitativ hochwertiges herstellen.

ritapetrilli87 Avatar
ritapetrilli87:#9450

>>9446
Tischtennisball. Ende des Jahres ist Schluss mit Zelluloid.

mhwelander Avatar
mhwelander:#9452

>>9443
an 60%ige hno3 kommt man sogar auf Amazon ohne Nachfrage

betraydan Avatar
betraydan:#9454

Also ihr braucht:

Tischtennisbälle oder andere Cellulose

mind. 50% Hno3:

http://www.amazon.de/Salpeters%C3%A4ure-53-250-ml/dp/B002IJJH3W/ref=pd_sim_dr_1/278-2366949-1701749?ie=UTF8&refRID=1NNNB7D8NS5X93ENN8PN

mind. 90% H2so4:

http://www.amazon.de/Schwefels%C3%A4ure-94-96-250-ml/dp/B002IJT8AO

Säurefestes Becherglas, Glaspipette mit ml-Maß + Glasthermometer & Glasrührstab aus der örtlichen Glasbläserrei oder im Unishop



Wasserbad mit Eis


1. Eisbad auf circa 15-20 Grad runterkühlen.. (Thermometer)
2. Becherglas reinstellen
3. Cellulose dazugeben (1-2g) und langsam beide Säuren mit einer Glaspipette versetzen ~ 35ml(hno3) + ~70ml (h2so4)
4. Unter rühren eine halbe stunde reagieren lassen
5. Mit Wasser im Kaffeefilter auswaschen


Wenn man cool ist setzt man noch ein wenig nitroglyzerin dazu dann wird es gelartig..
oder man pelletiert die Nitrocellulose im feuchtem Zustand

sindresorhus Avatar
sindresorhus:#9456

Bernd hat hat vielleicht über 9000 (e-)Bücher zu dem Thema, aber keines beschreibt vernünftig,
wie man auf der Drehmaschine einen Lauf dreht/bohrt, oder wie man eine Ziehbank baut.

lisovsky Avatar
lisovsky:#9457

>>9456
Läufe selber bohren kannst du mit einem Tieflochbohrer bzw. Kanonenbohrer den du dir aus Silberstahl selber machen kannst, Informationen darüber findest du in diversen Foren (Zerspanungsbude, Peters CNC Ecke usw.) Die Laufhersteller bzw. Leute die Tieflochbohren verwenden relativ teure Bohrer die mit hohem Druck Kühlflüssigkeit bis zur Spitze des Bohrers (durch den Bohrer) pumpen um damit die Spähne rauszuspülen.

Kanonenbohrer verlaufen sich nicht und man kann damit extrem tiefe Löcher bohren, eine Kühlung ist von Vorteil und man muss den Bohrer oft rausziehen um die Spähne zu entfernen da der Bohrer die Spähne selber nicht abführt. Nacher muss das Loch auf das genaue Maß gerieben werden (Reibahlen kann man um ca. 15-20 € pro Stk. mit Wunschmaß auf 1/100mm genau bestellen). Den Arbeitsschritt mit dem Bohren kann man natürlich auch outsourcen da ein einfaches Rohr mit Loch kein Lauf ist und keinerlei rechtlicher Beschränkungen unterliegt.

Fürs Laufziehen gibt es verschiedene Maschinenarten (einfach auf youtube nach button rifling machine oder cut rifling machine suchen), das Einfachste ist eine Werkstattpresse mit der man den Button durchzieht. (in den Foren homegunsmith und weaponeer findet man sehr viele Infos von Leuten die es versucht bzw. erfolgreich gemacht haben). Wichtig ist das der Lauf vorher sauber ist und ordentlich geschmiert wird (zb mit Castrol Optimol PL) damit der Button leichter durchgeht, je kühler der Button rauskommt umso besser hats geschmiert. Die Buttons müssen aber ca. 2-3/100mm größer sein als der fertige Feld-/Zugdurchmesser weil sich der Lauf nach dem durchziehen wieder minimal zusammenzieht. Danach muss der Lauf bei ca. 550-600°C 1 Stunde entspannt werden, da sich der Laufdurchmesser sonst verändert wenn man außen etwas abdreht.
Das Patronenlager kann man bei einfachen Formen (9mm, .45acp) ausdrehen (die Winkel kann man sich ganz einfach mit dem arctan ausrechnen), bei schwierigen Formen müsste man einen Kanonenbohrer mit der Form des Patronenlagers herstellen (Anleitungen wieder in den diversen Amiforen) wenn man keine CNC-Drehmaschine hat. Die Büchsenmacher nehmen für sowas Patronenlagerreibahlen.

Die Amerikaner machen eigentlich alles selber, im deutschsprachigen Raum habe ich sehr wenige detaillierte Anleitungen gefunden, bei uns wird das halt alles für eine geheime Wissenschaft gehalten wo man sowieso selber nichts zu Stande bringt. In Deutschland sind die Gesetze auch relativ beschissen, in Österreich darf man eigentlich für sich persönlich alles selber machen, man muss es nacher nur melden und beim Beschussamt beschießen lassen, es gibt genug Leute in Österreich die Repetiergewehre selber bauen, die Laufrohlinge werden halt meistens gekauft und nicht selber gemacht.

arashmanteghi Avatar
arashmanteghi:#9459

>>9418
Würde Einzelschuss-Waffe von dir kaufen Bernd :3

Bernd Avatar
Bernd:#9460

>>9454
Was hat man dann genau produziert ?

fritzronel Avatar
fritzronel:#9461

Wenn Filipinos Waffen machen können, warum nicht Bernd?

http://www.youtube.com/watch?v=8PCkRatGCn0

leonfedotov Avatar
leonfedotov:#9462

Bernd ist sehr interessiert!

alv Avatar
alv:#9463

>>9460
>Wenn man genug gekühlt hat setzt man noch ein wenig ....
meinten Sie Glyzerin?
Im letzten Satz verrät er sich. Wenn du etwas falsch machst, ist es aus mit dir.

ayalacw Avatar
ayalacw:#9464

Waffenenthusiastenbernd ohne Besitzkarte reportiert ein.

Anhangrelatiert sagt dir so ziemlich alles, was du über Treibmittel wissen musst, Bernd.
Außerdem sind Waffen nicht so schwer herzustellen, wie geglaubt wird. Pistolen und Maschinenpistolen wie die STEN oder die TEK-9 sind hervorragende Beispiele dafür, wie einfach man einen solchen Mechanismus halten kann. Bernd empfiehlt, sich die Schlaufon-Applikation "Waffen auseinanderbauen 2" Gun Disassembly 2 herunterzuladen. Sie zeigt in allen Einzelheiten, wie ausgewählte Waffen funktionieren und wie man sie auseinander- und wieder zusammenbaut.

Zusätzlich gibt es im Zwiebelnetz sehr viele Anleitungen zu diesem Thema. Einfach mal auf "TOR Library" schauen.

itsracine Avatar
itsracine:#9465

>>9464
Netter Versuch BKA-Bernd, postest hier ein schon vor Jahren als CIA-Disinfo enttarntes Buch, welches Anleitungen enthält die entweder nicht funktionieren oder so instabil sind, dass sie einem bei der Herstellung um die Ohren fliegen.

thehacker Avatar
thehacker:#9466

>>9465
Im Internet gibts die Originalbaupläne aus der Zeit, viel einfacher als die Sten Maschinenpistole kann eine Schusswaffe nicht sein. Aufgrund des zuschiessenden Verschlusses sind die Dinger auf Einzelfeuer eher ungenau.

thomweerd Avatar
thomweerd:#9468

>>9463
Bei diesem Vorgang ist unter korrekter Einhaltung fast kein Risiko vorhanden. Schutzbrille und Baumwollkittel + Säurefeste Handschuhe sind ja wohl logisch.

Was du hast ist Treibmittel für gängige Patronen. Nein Nitroglyzerin war schon richtig jedoch nur in geringen Mengen.

cboller1 Avatar
cboller1:#9469

>>9468
> Nein Nitroglyzerin war schon richtig
1,2,3-Propantriol herzustellen ist Bernds leichteste Übung. Er braucht nur ein Stück Feld mit einer Kühltruhe, in der die Nitrierungsaperatur steht. Und einige Schilder rundrum, die vor fliegenden Kühltruhen warnen. Das Nitroglycerin mit der Nitrozellulose zu mischen, ist ein Kinderspiel dagegen.

mactopus Avatar
mactopus:#9471

>>9468
Wie is die Bezeichnung des Pulvers ? Brennt es nur ab oder kann es auch explodieren ?

liang Avatar
liang:#9472

>>9469
> Und einige Schilder rundrum, die vor fliegenden Kühltruhen warnen.
Bernd lachte.

Erinnert mich an das Unteralterkind aus Mexiko, das mal auf Stackexchange ankam und fragte, was er gegen seine Temperaturprobleme bei der Nitroglycerinsynthese tun könne ...

aluisio_azevedo Avatar
aluisio_azevedo:#9477

>>9471
Nitrocellulose

sava2500 Avatar
sava2500:#9481

>>9449

>>>Gleichmäßiger Durchmesser und Tiefe des Feld-Zug-Profils sind nicht ganz uninteressant für die Zuverlässigkeit.

>Ist bei den gezogenen Läufen sogar besser,

Bei GUT gezogenen, auf richtigen Maschinen, ja. Nicht auf der 200€ Baumarkt-Werkstattpresse mit handgefeiltem Zugwerkzeug. Jetzt sag nicht du willst das Fräsen, für eine vierte Achse reicht dein Budget nicht ;)
Auch hast du keine Stichelschleifmaschine um dir die Frässtichel zu schleifen, auch dafür hat das Budget nicht gereicht.

>>>Benchrestgewehre müssen nicht unter schwierigen Bedingungen zuverlässig funktionieren, Kriegswaffen schon.

>Deswegen sind Kriegswaffen auch deutlich einfacher zu fertigen.

Sind sie nicht, schau dir mal Staubtests und Toleranzen an und erkenne die Zusammenhänge. Selbst H&K hat mit ihrem HK417 Probleme bekommen, zwar super Zuverlässigkeit aber Streut wie eine Gießkanne. Die fast baugleiche G27 ist ziemlich Schmutzempfindlich, dafür aber wohl einer der präzisesten Serienselbstlader die es gibt. Wenn man von Toleranzen keine Ahnung hat produziert man Murks, bei "Kriegswaffen" kann man auch nicht einfach alles klapprig bauen.

>Es ist lustig dass du meinst gerade das wäre schwierig zu erreichen.

Habe ich nie behauptet. Ich impliziere gerne Offensichtliches, da ich über Erfahrung verfüge, das scheint aber zu subtil für dich zu sein. Du googelst immer nur schnell eine Antwort auf meinen Pfosten, weißt aber gar nicht wovon du da eigentlich redest.

>>Hast du überhaupt schon mal Metall bearbeitet oder eine Waffe abgefeuert?

>Schau dir mal auf youtube die Fertigung von Les Bear an, es mag vielleicht etwas russisch wirken wie die Teile dort angepasst werden, die Toleranzen sind aber minimal, dort wird ausschließlich mit Feilen angepasst, Lehr- und Messwerkzeuge gibt es dort nicht.

Das sind dann keine Waffen die mit "industriell gefertigten" mithalten können. Das sind dann Gurken bei denen du jedes Ersatzteil händisch einpassen darfst, weil nichts passt. Das ist wie früher handangefertigte Schrauben und Muttern ohne Norm, Schraube Kaputt: Neue passende Anfertigen.
Das hat nichts mit industrieller Qualität zu tun, Lehr- und Messwerkzeuge sowie Einheitstoleranzen sorgen dafür das Ersatzteile aus dem Regal passen.

>Ich weis nicht wie viele Waffen du schon in der Hand hattest, ich kann dir aber ungefähr die Toleranzen der Milspec 1911 von Colt und Norinco sagen.
>Lauf im Griffstück ca. 4-5/10mm, Verschluss in den Führungen vom Griffstück 4-5/10mm.
>Die Dinger streuen ab Werk gewaltig.

Amis können keine Waffen bauen, und jetzt? ;) Brechende Neuigkeiten.

>Bei den Romarms AKM sind die Patronenlager fürchterlich ausgedreht, so dass beim Geradezurepetierer die lackierten Stahlhülse oft stecken bleiben und man den Verschluss nur mehr mit einem Hammer aufbekommt, beim Selbstlader ist das völlig egal. Deswegen sind zuverlässige Waffen einfacher zu fertigen als präzise.

Ja klar, einfach die Toleranzen größer machen, schon funktioniert alles zuverlässig ist aber halt nicht präzise. Dann wunderst du dich plötzlich wieso dir der Verschluss um die Ohren fliegt weil der Bodenabstand nicht stimmt, oder warum die Hülsen nicht mehr sauber ausgezogen werden weil der Auszieher gar nicht mehr greift usw.

Auch "großzügige" Toleranzen müssen mit Sinn und Verstand angewendet werden, um die Funktion zu gewährleisten. Du kannst nicht alles einfach klapprig machen.

emileboudeling Avatar
emileboudeling:#9482

>>das kann ein Hobbybastler nicht gewährleisten, ohne den jahrelangen Entwicklungs- und Testprozess eines industriellen Waffenherstellers ebenfalls zu durchlaufen.

>korrosionsbeständige Stähle verwendet

Haben ganz andere Streckgrenzen. Und dann machst du deine Teile ja noch dünner, wegen deinen tollen riesigen Toleranzen. Und schon fliegt dir alles um die Ohren.

>usw. kann man sehr präzise, zuverlässige und haltbare Schusswaffen fertigen.

Vorallem hat man bei einem Einzelstück die Möglichkeit alles so lange nachzubearbeiten oder neu zu fertigen bis es perfekt funktioniert,

Nicht die Möglichkeit, den Zwang.

>ein Hersteller kann sich das nicht erlauben, da werden zigtausend Stück produziert die alle perfekt funktionieren müssen ohne irgendwas großartig nachzubearbeiten.

Hersteller richten Serien ein, da wird das erste Teil als Einstellteil benutzt und die Maschine zu klein eingestellt. Nach dem ersten Durchlauf wird das Teil vermessen und so lange nachgestellt oder das CNC Programm korrigiert, bis das Teil in der Toleranzmitte liegt. Danach lässt man die Serie durchlaufen, und kontrolliert je nach dem wie Verschleißträchtig das Werkzeug ist regelmäßig alle paar Teile. Verschiebt sich das Maß, steuert ein fitter Bediener schon nach bevor der Toleranzrand erreicht wird.

Wenn ich z.B. an einer modernen CNC Fräse eine H7 Passung abliefern soll, so sind das je nach Maß ja schon mehrere 0,01 mm Toleranz. Mit stabilen Hartmetallwerkzeugen und einer steifen Maschine mit vorgespannten Antrieben kannst du dich fast µm Weise an die Toleranzmitte herantasten, und fertigst effektiv weit unter der eigentlichen Toleranz, und das ganz ohne zeitlichen Mehraufwand. So eine Maschine schafft es auch, ein paar Duzend Teile herauszuhauen, die alle +/- 1-2µm das selbe Maß haben, bis sich der Fräser abgenutzt hat und du nachsteuern musst.

Meine Maschine im Keller kann das auch, wenn ich sie warm gefahren habe. Juckel du dir das mal mit der Feile zurecht, ich musste in meiner Abschlussprüfung H7 Durchbrüche und passende Gegenstücke saugend einfeilen, das kannst du ja mal im Keller üben.

>>Für Gewehrläufe - ja!

Bei welchem Arbeitsschritt siehst du die Notwendigkeit einer eigenen Maschine ?

Zieh halt mal einen 500mm Gewehrlauf auf deiner Werkstattpresse mit deinem handgefeilten Werkzeug und schau mal wie toll der wird. Ich hab sowas schon gemacht, und ja der Lauf schießt - aber "Industriequalität" würde ich mich nicht trauen da dranzuschreiben.

>>Mal eben was basteln das Blei in die Heide verteilt kann ich auch in einer Wochenendaktion, mit Werkzeug aus dem örtlichen Baumarkt.

>Das sollte auch die Message sein, etwas Einfaches (Phil A Luty BSP 9mm SMG) ist mit einfachsten Mitteln herzustellen, wenn man mehr Zeit/Arbeit investiert kann man auch etwas qualitativ hochwertiges herstellen.

Das habe ich nie bestritten, aber davon sind es *Welten* zu einem hochwertigen, industriell hergestellten Selbstlader - aber selbst einem solchen könnte ich selbst fertigen, da das Equipment da ist. Nur ist das deutlich teurer als 2000€.

Ich verstehe dich nicht. Da hast du mal Jemanden der genau das macht was du dir theoretisch zurecht denkst, und tust die Realität als Unsinn ab weil sie dir nicht in den Kram passt.

Frag mich doch lieber nach Rat zu Fertigungsproblemen, das ist zufällig mein Spezialgebiet.

doronmalki Avatar
doronmalki:#9483

>>9457

>>9456
>Läufe selber bohren kannst du mit einem Tieflochbohrer [...] die mit hohem Druck Kühlflüssigkeit bis zur Spitze des Bohrers pumpen um damit die Spähne rauszuspülen.

Hochdruckpumpen für Kühlmittel sind ziemlich teuer. Und versuch erst gar nicht eine billige zu kaufen, die halten nicht lange. Ich kenne auch Leute die Kärcher missbrauchen, hält so 3 Monate :3 Da bist du schon wieder wenigstens ein paar hundert Euro über deinem Budget.

>Kanonenbohrer verlaufen sich nicht
>Spähne
>Spähne

Kanonenbohrer verlaufen nicht, du dich aber. Hör mal auf Jemandem der schon so lange Späne macht was an die Backe zu labbern.

>(Reibahlen kann man um ca. 15-20 € pro Stk. mit Wunschmaß auf 1/100mm genau bestellen).

Jetzt zitierst du mir schon meine eigenen Posts :3
Präzitool liefert am schnellsten und ist am günstigsten, Hahn und Kolb ist ok, bloss nicht bei Hoffmann. Alle zieren sich bei privat ein wenig, einfach beim Vertreter ein bisschen hartnäckig sein.

>Den Arbeitsschritt mit dem Bohren kann man natürlich auch outsourcen da ein einfaches Rohr mit Loch kein Lauf ist und keinerlei rechtlicher Beschränkungen unterliegt.

Jeder Zerspaner wird sofort wissen was das wird, und dich doof angrinsen. Diese Menschen sind auch nicht doof und wissen Offensichtliches zu deuten.
Viele werden es ablehnen, und wenn du wirklich eine illegale Waffe baust, wäre das ein ziemlich grober Fehler da du da quasi sofort an die große Glocke hängst.

Laufrohlinge, auch ungezogen, werden nur an Büchsenmacher abgegeben, gelten schon als "waffenrelevantes" Teil. Versuch doch mal bei Lothar Walter einen Laufrohling zu kaufen.

>Die Amerikaner machen eigentlich alles selber, im deutschsprachigen Raum habe ich sehr wenige detaillierte Anleitungen gefunden, bei uns wird das halt alles für eine geheime Wissenschaft gehalten wo man sowieso selber nichts zu Stande bringt.

Nee es ist illegal. In den USA darf man in fast allen? Staaten legal selbst Waffen bauen.
Ich kann dir in meinem Bekanntenkreis duzende Leute aufzählen, die problemlos eine Waffe fertigen könnten. Fast jeder halbwegs wache Zerspaner/Mechaniker bringt das problemlos hin.
Bei uns in der Nachbarschaft sind schon ein paar Fensterscheiben der einen oder anderen Schwarzpulverkanone die in der Mittagspause aus Langweile gedreht wurde zum Opfer gefallen.

>In Deutschland sind die Gesetze auch relativ beschissen,

Mach Sachen, so ne Freiheitsstrafe ist schon ärgerlich :----DDDD

albertodebo Avatar
albertodebo:#9484

>Bei GUT gezogenen, auf richtigen Maschinen, ja. Nicht auf der 200€ Baumarkt-Werkstattpresse mit handgefeiltem Zugwerkzeug. Jetzt sag nicht du willst das Fräsen, für eine vierte Achse reicht dein Budget nicht ;) Auch hast du keine Stichelschleifmaschine um dir die Frässtichel zu schleifen, auch dafür hat das Budget nicht gereicht.

Sicher Fräse ich den Drall am Button, die 4te Achse hilft mir nix weil der Button einen Drall haben muss (es würde funktionieren einfach schräg zu fräsen ohne richtigen Drall, ich weis aber nicht wie gleichmäßig der Drall vom Lauf dann wird), so eine Vorrichtung kann man schnell und einfach bauen um den korrekten Drall am Button zu haben. Stichelschleifmaschine schön und gut, ich schleif die Spitze auf einer normalen Schleifmaschine, schließlich hab ich Zeit und unendlich viele Versuche. Schneidet der Bohrer nicht schleif ich halt wieder.

>Wenn man von Toleranzen keine Ahnung hat produziert man Murks, bei "Kriegswaffen" kann man auch nicht einfach alles klapprig bauen.
Sieh dir rumänische AKM an, da liegen teilweise nichtmal die Verschlusswarzen perfekt beidseitig auf, sondern eine hängt 1/10 in der Luft, die Verschlusswarzen sind allerdings so überdimensioniert, dass es nichts macht, die werden dann schon rangedrückt.

>Ja klar, einfach die Toleranzen größer machen, schon funktioniert alles zuverlässig ist aber halt nicht präzise. Dann wunderst du dich plötzlich wieso dir der Verschluss um die Ohren fliegt weil der Bodenabstand nicht stimmt, oder warum die Hülsen nicht mehr sauber ausgezogen werden weil der Auszieher gar nicht mehr greift usw.

Wie gesagt, schau dir rumänische AKM an, Verschussabstand bis 3/10 ist völlig unkritisch, überhaupt wenn die Verschlusswarzen groß genug sind, ich habe schon Waffen beschossen bekommen die so einen großen Verschlussabstand hatten, bei K98k kommt das öfter vor als man denkt, weil dort oft einfach ganze Verschlüsse von anderen Waffen genommen wurde im Krieg.

>Haben ganz andere Streckgrenzen. Und dann machst du deine Teile ja noch dünner, wegen deinen tollen riesigen Toleranzen. Und schon fliegt dir alles um die Ohren.
Es gibt auch korrosionsbeständige Stähle mit brauchbaren Streckgrenzen, das entnehme ich vorher den entsprechenden Datenblättern und meine Teile werde ich eher überdimensionieren, bei geringer Stückzahl ist mir das Material egal, da sind die Verschlusswarzen dann einfach mal ein Stück massiver ausgeführt, wie kommst du darauf dass ich die dünner mache ? Glaubst ich will erreichen das mir etwas um die Ohren fliegt ?

>Meine Maschine im Keller kann das auch, wenn ich sie warm gefahren habe. Juckel du dir das mal mit der Feile zurecht, ich musste in meiner Abschlussprüfung H7 Durchbrüche und passende Gegenstücke saugend einfeilen, das kannst du ja mal im Keller üben.
Ich stell dein Können nicht in Frage, aber ich finde du bist ein bisschen eingeschränkt in einem Denken, wenn mir Werkzeug fehlt muss ich das halt ausgleichen durch irgendwelche behelfsmäßigen Werkzeuge bzw. eine Vielzahl an Versuchen.

>Das habe ich nie bestritten, aber davon sind es *Welten* zu einem hochwertigen, industriell hergestellten Selbstlader - aber selbst einem solchen könnte ich selbst fertigen, da das Equipment da ist. Nur ist das deutlich teurer als 2000€.
Ich habe von 2-4000 € gesprochen, sicher je mehr man hat, umso einfacher ist es, aber früher hat man auch händisch gefertigt. Klar an die Präzision einer Glock wird man nicht herankommen, eine Norinco kann man aber in allen Punkten übertreffen. Ich habe im Eingangspost geschrieben "Qualitativ können Diese mit Schusswaffen aus der Fabrik absolut mithalten", ich habe nicht gesagt dass man mit der Qualität von Sturmgewehren deutscher Hersteller mithalten kann.

>Frag mich doch lieber nach Rat zu Fertigungsproblemen, das ist zufällig mein Spezialgebiet.
Wie würdest du einen Drall fräsen wenn du keine Teilapparat hättest?

>Hochdruckpumpen für Kühlmittel sind ziemlich teuer. Und versuch erst gar nicht eine billige zu kaufen, die halten nicht lange. Ich kenne auch Leute die Kärcher missbrauchen, hält so 3 Monate :3 Da bist du schon wieder wenigstens ein paar hundert Euro über deinem Budget
Ich habe schon 3mm Löcher 4cm tief in Stahl gebohrt, mit einem Akkuschrauber! ohne Kühlung! Wie gesagt wenn man Zeit und Geduld hat ist vieles machbar, auch ohne 300 € Tieflochbohrer mit Hochdruckkühlung.

albertodebo Avatar
albertodebo:#9485

>Zieh halt mal einen 500mm Gewehrlauf auf deiner Werkstattpresse mit deinem handgefeilten Werkzeug und schau mal wie toll der wird.
Werde ich probieren, den Knopf werde ich aber fräsen und drehen.
>Laufrohlinge, auch ungezogen, werden nur an Büchsenmacher abgegeben, gelten schon als "waffenrelevantes" Teil. Versuch doch mal bei Lothar Walter einen Laufrohling zu kaufen.
Nur in Deutschland, lustigerweise habe ich schonmal einen gezogenen Laufrohling bestellt (Lothar Walther bei einem großen Händler) und bekommen, bei uns ist das nämlich legal da waffenrechtlich ohne Patronenlager nicht relevant, und man kann damit auch legal einen Lauf für ein Repetiergewehr herstellen, sobald der Lauf ein Patronenlager hat muss man ihn melden, ich glaube innerhalb von 4 oder 6 Wochen.

>Jeder Zerspaner wird sofort wissen was das wird, und dich doof angrinsen. Diese Menschen sind auch nicht doof und wissen Offensichtliches zu deuten.
Wenn er deinen Namen nicht kennt, und du ihn gut bezahlst wird er dir bohren was du willst, vielleicht nicht jeder, aber du kannst auch 10 Firmen fragen, das sehe ich nicht als Problem.

>Mach Sachen, so ne Freiheitsstrafe ist schon ärgerlich :----DDDD
Wenn ich etwas mache dann ausschließlich im Rahmen der Gesetze, es ist bei uns (bin kein Deutscher) zum Glück legal vieles möglich, was in Deutschland schon schwer verboten wäre.
>Ich kann dir in meinem Bekanntenkreis duzende Leute aufzählen, die problemlos eine Waffe fertigen könnten. Fast jeder halbwegs wache Zerspaner/Mechaniker bringt das problemlos hin.
Das mag schon sein, den korrekten Drall mit einfachsten Mitteln zu fräsen, da braucht man aber schon eine gute Idee. Mir ist schon klar, dass jeder Zerspaner prinzpiell eine Schusswaffe bauen kann, Leute die mit Zerspanung nix am Hut haben halten es aber oft für eine ganz große Wissenschaft.

Versteh das nicht falsch wenn ich etwas anders sehe als du, in vielen Punkten hast du auch vollkommen recht, ich bin aber der Meinung dass man auch mit einfachen Mitteln viel machen kann und will mich auf keinen Fall vorher schon beschränken indem ich sage "das geht nicht", die Amerikaner machen in den ärgsten Hinterhofwerkstätten sehr viel selber, wo man nicht glauben würde, dass es funktioniert, es funktioniert aber.

kennyadr Avatar
kennyadr:#9486

>Ich hab sowas schon gemacht, und ja der Lauf schießt - aber "Industriequalität" würde ich mich nicht trauen da dranzuschreiben.
Erzähl doch bitte von deinem Versuch, das würde mich interessieren, wie hast du den Button hergestellt ? Wie hast du den Lauf gezogen ? Welche Streukreise konntest du mit dem Lauf erzielen ? Wie hast du geschmiert beim ziehen ?

vocino Avatar
vocino:#9495

>>9484

>Sicher Fräse ich den Drall am Button, die 4te Achse hilft mir nix weil der Button einen Drall haben muss

Den Drall kann man mit einer 4ten Achse Fräsen, wenn man die 4te Achse rotiert während man in Achsialrichtung des "Button" noch linear verfährt. Das ist die "übliche" Methode, es gäbe noch andere Methoden die aber viel zu aufwendig wären. Du hast noch nie irgendwas gefräst, sonst wüsstest du darüber Bescheid.

>(es würde funktionieren einfach schräg zu fräsen ohne richtigen Drall,

Nein, der "Button" wird eine völlig verzerrte Geometrie aufweisen.

>so eine Vorrichtung kann man schnell und einfach bauen um den korrekten Drall am Button zu haben.

Sie nennt sich 4te Achse.

>Stichelschleifmaschine schön und gut, ich schleif die Spitze auf einer normalen Schleifmaschine, schließlich hab ich Zeit und unendlich viele Versuche.

Das Problem besteht darin, das du die geschliffene Geometrie kaum gescheit prüfen kannst und dein gefrästes Ergebnis schlecht bis gar nicht prüfen kannst. Eine schnelle, einfache und ausreichend präzise Methode ist es, den Stichel einfach gleich sauber in die Richtige Form zu bringen, da die Einstellungen an der Stichelschleifmaschine leicht überprüft werden können, und sich dadurch fast garantiert die korrekte Geometrie ergibt.

Wenn du dir jetzt per Hand etwas hinmurkst, kannst du nicht mal kontrollieren was du da gefräst hast. Für Messwerkzeug ist kein Budget da. Viel Glück mit deinen Rohrkrepierern.

>Schneidet der Bohrer nicht schleif ich halt wieder.

Es ist ein FRÄSstichel, zum FRÄSEN, kein BOHRER zum BOHREN. Du kennst nicht mal den Unterschied zwischen einem Fräser und einem Bohrer.

>Verschussabstand bis 3/10 ist völlig unkritisch
>bei K98k kommt das öfter vor als man denkt, weil dort oft einfach ganze Verschlüsse von anderen Waffen genommen wurde im Krieg.

Für meinen eigenen K98k habe ich einen komplett neuen Verschluss angefertigt, da der Abstand katastrophal war. Die Verschlusswarzen am Originalen Verschluss hatten bereits Risse, das ist lebensgefährliche Pfuscherei, aber kein Waffenbau.

>Es gibt auch korrosionsbeständige Stähle mit brauchbaren Streckgrenzen, das entnehme ich vorher den entsprechenden Datenblättern

Das nutzt dir überhaupt nichts, da die Streckgrenze nur einer von Vielen wichtigen Kennwerten ist. Du kannst nicht anhand der Streckgrenze darüber urteilen, ob der Stahl langfristig für das Bauteil geeignet ist, oder nicht. Das kann auch ein Ingenieur nicht aus dem Stehgreif garantieren, dafür braucht es Versuchsserien um sicher zu gehen, gerade bei hochbelasteten Teilen.

>und meine Teile werde ich eher überdimensionieren,

Wie denn wenn du alle Toleranzen klapprig anfertigst? Das Innenteil muss außen dünner werden, damit es hinein passt, und das Außenteil muss größer sein, damit dein Innenteil passt. Schwups, dünnere Wandstärken.

>die bei geringer Stückzahl ist mir das Material egal, da sind die Verschlusswarzen dann einfach mal ein Stück massiver ausgeführt,

Und damit die Gegenstücke im Patronenlager dünner.

>ich finde du bist ein bisschen eingeschränkt in einem Denken

Du hast keinerlei Ahnung wovon du hier redest, du hast noch nie Metall bearbeitet oder eine Waffe aus der Nähe gesehen, du bist der Theoretiker wie er im Buche steht.

>Wie würdest du einen Drall fräsen wenn du keine Teilapparat hättest?

Viel interessanter: Wie würdest Du mit einem Teilapparat einen Drall fräsen? Das geht nämlich gar nicht. Ein Teilapparat ist für statische Aufgaben. Positionieren auf den richtigen Winkel, fräsen, erneut positionieren, wieder fräsen. Beispiel: geradverzahnte Zahnräder.

Für einen Drall benötigt man konstanten Vorschub in 2 Achsen. Was du meinst ist eine Vierte Achse, ein Rundtisch mit automatischem Antrieb.

Man kann Pfuschereien improvisieren, aber am einfachsten wäre es einen billigen Chinarundtisch zu kaufen und einen Schrittmotor anzubauen. Das kostet 300-400€ bis es fertig ist, dafür kann man dann aber halbwegs vernünftig arbeiten.

Natürlich haben diese Teile Spiel ohne Ende, nicht das du dir dann wieder "Benchrestpräzision" einredest.

>Ich habe schon 3mm Löcher 4cm tief in Stahl gebohrt, mit einem Akkuschrauber!

Wahhhnnnsinnn.

>Wie gesagt wenn man Zeit und Geduld hat ist vieles machbar

Und du meinst du hast das jetzt neu erfunden und sowas hat noch nie vorher mal Jemand machen müssen?

ultragex Avatar
ultragex:#9496

>>9485

>>Laufrohlinge, auch ungezogen, werden nur an Büchsenmacher abgegeben, gelten schon als "waffenrelevantes" Teil. >>Versuch doch mal bei Lothar Walter einen Laufrohling zu kaufen.

>lustigerweise habe ich schonmal einen gezogenen Laufrohling bestellt (Lothar Walther bei einem großen Händler) und bekommen,

mach doch mal ein Foto.

>Das mag schon sein, den korrekten Drall mit einfachsten Mitteln zu fräsen, da braucht man aber schon eine gute Idee.

Ich dachte mir damals, als Stift in der Ausbildung "boah cool, Fräsmaschine, steckt man Klotz rein kommt das raus was du willst - sowas brauchst du auch" und habe angefangen, mir eine Fräsmaschine zu bauen. Eigentlich 3 Fräsmaschinen. Die Erste war nicht viel mehr als eine gepimpte Standbohrmaschine mit Kreuztisch - und da merkt man schnell das "Stahl fräsen" und "mit einfachsten Mitteln" nicht zusammen geht. Stahl erfordert so hohe Schnittkräfte, das jede Führung, jeder Vorschubantrieb und jedes Lager spielarm sein muss, und die Maschine muss eine hohe Grundsteifigkeit aufweisen. Ich habe das alles hinter mir, eher vor Jahrzehnten mittlerweile als Jahre.

>Versteh das nicht falsch wenn ich etwas anders sehe als du, in vielen Punkten hast du auch vollkommen recht, ich bin aber der Meinung dass man auch mit einfachen Mitteln viel machen kann und
>will mich auf keinen Fall vorher schon beschränken indem ich sage "das geht nicht",

Mir wurde "das geht nicht" von Jedem erzählt, als ich mit 17 in der Ausbildung anfing, eine CNC-Fräsmaschine selbst zu bauen. Ich bin kein Mensch der "das geht nicht" vorschnell in den Mund nimmt, ich habe schon jede Menge leicht Verrücktes und Halblegales gebaut das ich nicht mal Zerspanerkollegen erzählt habe, weil man mich sonst nicht mehr ernst genommen hätte.
Ich habe keinen großen Respekt vor Etwas das schon mal Jemand gebaut hat, weil ich dann mit Sicherheit weiß das ich es irgendwie Nachbauen kann - die Frage ist immer nur, mit welchem Aufwand.
Ich bin das genaue Gegenteil von dem was du glaubst, und du hast dich hoffnungslos in deinem "oh ist ja so einfach" verrannt, weil du die Fertigungspraxis nicht kennst.

Ich habe schon so viele ambitionierte Projekte auf Eis gelegt, nicht weil es nicht ging, sondern weil ich einfach keine Lust mehr habe Wochen und Monate damit zu verbringen Maschinenbetten einzuschaben. Meine Fräsmaschine produziert µm Genauigkeit, hat über 10.000€ an Bauteilkosten verschlungen, und ich habe über 5 Jahre daran gebaut, Fehlversuche und Ebay-Teilejagd mit eingerechnet.

Im bequemen Schreibtischstuhl sagt sich "dann schleife ich mir halt 1000 Fräser bis einer passt" leicht dahin, aber nach ein paar ergebnislosen Stunden im kalten dreckigen Keller wird sich das schnell wandeln und du nimmst einfach ein paar hundert Euro in die Hand und kaufst dir das richtige Werkzeug.

samscouto Avatar
samscouto:#9497

>>9486
>>Ich hab sowas schon gemacht, und ja der Lauf schießt - aber "Industriequalität" würde ich mich nicht trauen da dranzuschreiben.

>Erzähl doch bitte von deinem Versuch, das würde mich interessieren, wie hast du den Button hergestellt ?

Als Stahl habe ich einen typischen niedriglegierten Kaltarbeitsstahl verwendet, 1.2842. Dieser Stahl hat den Vorteil das er sich sehr einfach bearbeiten lässt, was gerade auf klapprigen Hobbymaschinen wichtig ist, und einen sehr geringen Härteverzug aufweißt. Auch ist das Härten unkompliziert selbst mit einem simplen Propangasbrenner zu machen, wenn es sein muss.
Die Lebensdauer eines solchen Werkzeuges ist natürlich sehr niedrig, für eine handvoll Läufe reicht es aber natürlich problemlos.

Schleifen oder Hartbearbeitung kommt für den Hobbymenschen auch eher nicht in Frage, nicht das Schleifen nicht machbar wäre, aber es ist unpraktikabel aufwendig für Einzelstücke.

Gefräst habe ich den Kopf ganz einfach mit einer vierten Achse auf einer CNC Fräsmaschine, die Maschine interpoliert ganz simpel einen vorgegebenen Schwenkwinkel auf den angegebenen linearen Verfahrweg.

Man kann das auch auf einer konventionellen Maschine machen, wenn man einen Rundtisch hat der sich an den Vorschub des Tisches koppeln lässt. Gerade klassische Universalfräsmaschinen haben diese Möglichkeit, 99% von dem was aus China kommt natürlich nicht. Da ist es dann gleich fast wieder einfacher die ganze Maschine auf CNC umzubauen und einen CNC Rundtisch zu bauen, da die Maschinen ja meist nicht mal über Vorschubmotoren und Getriebe verfügen.

>Wie hast du den Lauf gezogen ?

Auf einer uralten Zugmaschine. Das war eher so ein Liebhaberprojekt nebenbei für mich selbst, wirtschaftlich tragbar ist das nicht mal mehr für traditionsverliebte Büchsenmacher.

>Welche Streukreise konntest du mit dem Lauf erzielen ?

Auf 100m Loch in Loch, Streukreis unter Kaliberdurchmesser.

>Wie hast du geschmiert beim ziehen ?

Schneidöl, das nimmt man auch für Gewindebohrer, Reibahlen etc. Geht deutlich leichter als mit normalem Öl.

sawalazar Avatar
sawalazar:#9498

>Viel interessanter: Wie würdest Du mit einem Teilapparat einen Drall fräsen? Das geht nämlich gar nicht. Ein Teilapparat ist für statische Aufgaben...
Ich bin von einem Gesteuerten ausgegangen, das es mit einem normalen nicht geht war mir schon klar, manuell bräuchte man eine Zahnradfräsmaschine, es gibt aber relativ einfache Methoden um eine konstante Drehung pro Weg zu erreichen, dazu brauchts keinen Rundtisch mit Schrittmotor. Mach dir keine Sorgen ich werd das schon alles ausprobieren.

>Und du meinst du hast das jetzt neu erfunden und sowas hat noch nie vorher mal Jemand machen müssen?
Nö gibt zig funktionierende Anleitungen von den Amis

>mach doch mal ein Foto.
Der Rohling ist jetzt ein fertiger Lauf in einem Repetiergewehr, oder glaubst ich lass den jahrelang herumliegen ?

>Stahl erfordert so hohe Schnittkräfte, das jede Führung, jeder Vorschubantrieb und jedes Lager spielarm sein muss, und die Maschine muss eine hohe Grundsteifigkeit aufweisen.
Weis ich doch, meine hat 800kg, wenn man genug Zeit hat kriegt man mit einer Tischfräsmaschine auch etwas brauchbares hin.

>Nein, der "Button" wird eine völlig verzerrte Geometrie aufweisen.
Er fängt sich trotzdem zum drehen an und du hast nacher einen Drall, mehr oder weniger genau halt. Ich habe viele Buttons gesehen die nur so hergestellt wurden.

>Es ist ein FRÄSstichel, zum FRÄSEN, kein BOHRER zum BOHREN. Du kennst nicht mal den Unterschied zwischen einem Fräser und einem Bohrer.
Das Ding heisst überall, in jedem Werkzeugkatalog Tieflochbohrer, in keinem Katalog steht Tieflochstichel oder Frässtichel. Du bist ein richtiger deutscher I-Tüpfelreiter und redest noch dazu Blödsinn.

>1.2842.
Hätte ich auch genommen, danke für den Protipp

>Auf 100m Loch in Loch, Streukreis unter Kaliberdurchmesser.
Gratuliere!

ma_tiax Avatar
ma_tiax:#9499

>manuell
Ich meinte konventionell, ohne Computer halt, du weisst was ich mein!

yesmeck Avatar
yesmeck:#9501

>>9418
Bernd verfolgt diesen doch recht gut gewachsenen Faden mit Entzücken.
Als lausiger Schlosser und Elektroniker hofft er etwas dazu kontributieren zu können.
Waffen findet Bernd schon immer faszinierend und der Selbstbau darf wahrlich als Königsdisziplin seiner (leider noch recht Bescheidenen) Fähigkeiten betrachtet werden.
Das Berndgewehr 1 als selbtgewähltes Gesellenstück.
Da hier einige erfahrene Bernds vom Fach mitlesen,wäre mir seine Meinung wichtig.
1.Warum einen Zug in den Lauf schneiden, würde eine Wald,Feld und Keller Schrottflinte für Bernd nicht ausreichen ?
2.Wie siehts mit der Optik aus wenns wieder Erwarten ein doch eine halbwegs genaue Waffe wird.
3. Welches Kaliber und Anforderungen. Was sind Bernds Wünsche und größten Bedrohungszenarien ?
4. 3D-gedruckte Waffenteile und ein Steuercomputer der die Vo misst

a_khadeko Avatar
a_khadeko:#9504

>>9501
>>1.Warum einen Zug in den Lauf schneiden, würde eine Wald,Feld und Keller Schrottflinte für Bernd nicht ausreichen ?
Das Geschoss wird dadurch stabilisiert, ohne die Rotation wird das Geschoss instabil, überschlägt sich, und die Präzision ist im Keller. Es ist halt immer die Frage was man mit der Waffe machen will.

>>2.Wie siehts mit der Optik aus wenns wieder Erwarten ein doch eine halbwegs genaue Waffe wird.
Je nach Kaliber und Anforderungen.

>>3. Welches Kaliber und Anforderungen. Was sind Bernds Wünsche und größten Bedrohungszenarien ?
Ein gängiges beim Militär verwendetes Kaliber (um es in Krisenzeiten leichter beschaffen zu können) zb 9mm para, Bedrohungsszenarieren ? 2 Einbrecher die Bernd am Abend in der Wohnung überfallen ?

>>>4. 3D-gedruckte Waffenteile und ein Steuercomputer der die Vo misst
Beides völlig unnötig.

scottgallant Avatar
scottgallant:#9908

Stoßen

leelkennedy Avatar
leelkennedy:#10006

Läufe können auch geätzt werden, ist um einiges einfacher und wenn richtig gemacht sehr präzise.

Nitrocellulose selber herzustellen ist hoch gefährlich.
Und ich meine hier nicht die Nitrosen Gase oder ähnliches sondern es ist
vielmehr ein Problem wie viel man nitriert.

Je nach dem wird das Pulver brisanter und zerlegt dir dann mal deinen Eigenbau.

kamal_chaneman Avatar
kamal_chaneman:#10019

>>10006
Blödsinn, maximal erodiert, ist aber teuer, zeitaufwendig und bringt keine Vorteile.

_zm Avatar
_zm:#10028

>>10019

Nicht nur teuer und zeitaufwändig, sondern auch sehr schwierig, zumindest mit improvisiertem Gerät.

VinThomas Avatar
VinThomas:#10029

Kleine Frage: Warum eignen sich Pakpatronen nicht als Antrieb? Da kommt doch genug Druck raus? Schwarzpulver jedes mal herzustellen ist doch viel zu kompliziert, könnte man nichts bauen wo es einmal die Pakpatronen gibt, und dann noch 5,5 Diabolos, die wo anders reinkommen?

csteib Avatar
csteib:#10030

>>10019
Du musst es ja wissen.

Gegenstück drehen, Säure durchlaufen lassen, Ziemlich teurer.
10Euro Materialkosten?
Das ganze geht auch per Elektrolyse.
Das ganze ist hundert mal genauer als das was ihr euch hier zusammenfrickeln wollt.

Nur weil keiner darüber redet und es nicht in zich Amiforen gefeiert wird quatscht du einfach mal Sachen von denen du keine Ahnung hast?

chatyrko Avatar
chatyrko:#10031

was ist eigentlich mit 5,5mm LG als 22LR Lauf?

bagawarman Avatar
bagawarman:#10032

>>10029
>Pakpatronen
Meinten sie Platzpatronen? Da ist "nichts" drin Bernd. Wenn du dann bei jedem Schuss erst den Diabolo (mantelloses Blei) in den Lauf drückst und dann die Platzpatrone hinterher, bist du in Sachen Umständlichkeit beim Vorderlader gelandet. Die zielgenaue Reichweite dieser "Waffe" dürfte bei 20 Metern liegen.

sawalazar Avatar
sawalazar:#10036

>>10032
> Meinten sie Platzpatronen?
Jetzt verstehe ich erst, was >>10029 meinte. Ich dachte zuerst an Bild relatiert.

funwatercat Avatar
funwatercat:#10037

>>10030
erzählen sie meer, detailierte Anleitung requestiert zu Recherchezwecken.

itsracine Avatar
itsracine:#10044

>>10032
Und selbst wenn, wo siehst du ein Problem? Außerdem haben 4,5 oder 5,5 Läufe für Lgs eine Windung, die Kugel wird sich drehen, warum zum fick sollte man damit nicht auf um die 100 Meter schießen können?
Und ich meine P.A.K.

posterjob Avatar
posterjob:#10045

>>10044
>P.A.K.
PanzerAnKlopfgerät? PanzerAbwehrKanone? Weisst du was dein P.A.K. abkürzt Bernd?

>wo siehst du ein Problem?
-Zuwenig Bewegungsenergie für das Geschoss
-Zuwenig Energieübertragung vom Geschoss auf das Ziel
-sinnloser Ansatz, weil in diesem Bereich Luftgewehr, Armbrust, Zwille meer Schaden im Ziel anrichten.

falvarad Avatar
falvarad:#10047

>>10045

Pistole Automatische Knall

Also eine Platzpatrone

wtrsld Avatar
wtrsld:#10048

>>10045
Aber wenn ein Luftgewehr viel Schaden anrichtet, warum dann nicht ein Dia was mit diesen Dingern angetrieben wird?
Ich verstehe es nicht, da steckt doch genug Druck hinter.

ah_lice Avatar
ah_lice:#10049

>>10048
> was mit diesen Dingern angetrieben wird
Was ist denn einfacher Bernd? Eigenes Gewehr bauen für Luftgewehrmunition mit Platzpatronenantrieb und Ladepinzette, Abschussknall bei jedem Schuss, Fummelei beim Nachladen und doppelt Munition kaufen?
Oder Exportfeder für Luftgewehr beschaffen und unverdächtig ohne grossen Knall in der Gegend rummballern?
Es sei denn Bernd plant für den nächsten Bürgerkrieg vor und es geht gar nicht um Schadwild- und Nagerbekämpfung.

motionthinks Avatar
motionthinks:#10054

>>10049
16 Joule kriegt man mit einer Exportfeder, mit diesen Patronen hingegen locker um die 60-120 wenn man 5,5 hat.

yassiryahya Avatar
yassiryahya:#10056

>locker um die 60-120 wenn man 5,5 hat.

meer so nur um die 40 da eine Platzpatrone nur max 130 bar Druck erzeugt und eine normale 5.5 lfb (.22) 1200-1800 bar

HenryHoffman Avatar
HenryHoffman:#10057

>>10056
>1200-1800 bar

Allerdings mit einem Geschoß (=Abdichtung) im Rohr.

creartinc Avatar
creartinc:#10064

>>10054
>16 Joule kriegt man mit einer Exportfeder,

Das stimmt so nicht ganz. Ganz "offene" Exportfeder haben bei Prellern zum Teil über 20 Joule. Bei Pressluftgewehren gibt es durchaus welche die sich auf 50 Joule bringen lassen. (und die als 7,5 Joule-Gewehr erworben werden können, wohlgemerkt)

Auf einer der Seidenstraße ähnlichen Seite wurden mal mehrere zur Automatik-Pistole umgebaute Schreckschusspistolen angeboten. Das scheint also durchaus möglich zu sein.

Wobei mich persönlich eine richtig selbstgebaute Waffe mehr ansprechen würde und da ist es auch egal, wenn sie nicht 100% genau ist und jedes Ersatzteil selber gebaut werden müsste. Für die typischen berndschen Anwenungsfälle: Wilderei, Bürgerkrieg, Amoklauf. keine Angst,natürlich um einen Amokläufer aufzuhalten hihi Spielt das überhaupt keine Rolle.

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mfacchinello:#10101

>>10056
Zulässiger Betriebsdruck 9mmPAK: 400 Bar.
Zulässiger Betriebsdruck 9x17 "Schwarz": 1,4 kilobar.

Geht eigentlich.

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gojeanyn:#10110

>>10031
Es gibt da auch Gewehrmunition, die wohl ins Luftgewehr passen würde, die .17 HMR. Man müßte sich nur ein Patronenlager und einen Abzug hinpfuschen.

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buddhasource:#10112

Wie groß wäre denn der Aufwand eine entmilitarisierte Waffe oder einen Teilebausatz einer echten Waffe wieder schußfähig zu machen?

Der Großteil der Teile ist ja in so einem Fall schon da und passt auch und nur Lauf und Verschluss fehlen oder?

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kriegs:#10113

>>10112
>Aufwand eine entmilitarisierte Waffe wieder schußfähig zu machen?
Meerfach durchbohrter Lauf, zugeschweisstes Patronenlager, entfernter Schlagbolzen. Bernd sah bei Räer mal solchermassen geschändete PPSh-41. Aufwand ist denkbar hoch, dann schon besser Dimensionen abgreifen und Knarre kopieren. Gehäuse und Schaft kann Bernd ja zum Testen wiederverwenden.