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Veröffentlicht am 2012-12-03 19:49:42 in /zp/

/zp/ 2518: Eines Morgens wachte Bernd auf und diese Gestallt schau...

1markiz Avatar
1markiz:#2518

Eines Morgens wachte Bernd auf und diese Gestallt schaute zu ihm aus einer nur leicht geöffneten Türe an.

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jqueryalmeida:#2519

>>2518

Voll gruselig, yo!

shoaib253 Avatar
shoaib253:#2520

>>2518

"W-wirst du mich nun fressen?" fragte Bernd, als die Gestalt sich langsam dem Bett näherte. Speichel tropfte ihr von den Fangzähnen, und Bernd konnte ihren rasselnden Atem hören.

_kkga Avatar
_kkga:#2521

>>2520
Bernd kroch schnell unter seine ihn immer schützende Decke, doch die Gestallt biss herzhaft hinein.

VinThomas Avatar
VinThomas:#2525

>>2521
Doch die Gestalt hatte einen törichten Fehler begangen! Wenn man irgendwo herzhaft hineinbeißen will, so sollte man sich vorher immer erkundigen, was es denn nun genau ist, das Ding, in das man herzhaft hineinbeißen will. Hätte die Gestalt dies getan, so hätte sie wissen können, dass Bernd der Vorsitzende des örtlichen Ambossvereins ist und gerne mit seinem Lieblingsstück vor dem Einschlafen noch etwas kuschelte. 50 Tonnen gehärteter Stahl. Autsch!

sava2500 Avatar
sava2500:#2530

>>2525
>knirsch.png

Köstlich Bernd, bitte meer.

greenbes Avatar
greenbes:#2531

>>2530
Schreib selber weiter, du Faulpelz!

rangafangs Avatar
rangafangs:#2562

Das Monster schrie unter den Schmerzen erbaermlich auf...

sokaniwaal Avatar
sokaniwaal:#2563

... und Bernd sprang triumphierend unter seiner Bettdecke hervor. "Ha, grünes Scheusal!", brüllte er und zeigte verächtlich mit dem nackten Finger auf die wimmernde Gestalt. "Das hättest du dir eigentlich auch schon vorher denken können, dass es so enden wird! Warum also kamst du in meine Gemächer? Sprich Bestie!"

baluli Avatar
baluli:#2566

>>2565

joshclark17 Avatar
joshclark17:#2568

>>2518
Meer!

snowwrite Avatar
snowwrite:#2571

>>2565
„Du, Bernd, brauchst du dieses Schild hier noch?“, fragte Bernds Mutter plötzlich mit ihrer schrillen Stimme. Sie hatte sich wieder, während er schlief, unmerklich in sein Zimmer geschlichen und versuchte jetzt wie immer etwas aufzuräumen und ihm etwas von seinen kostbaren Besitztümern abzuschwatzen. Nie kam die Frau mit Frühstück oder einer guten Nachricht. Verflucht nochmal, Bernd war jetzt 36 und kein kleines Kind mehr! Die konnte doch nicht immer einfach so kommen und gehen wie sie wollte!
„Das brauchst du wohl kaum noch und für meine Tupperparty heute am Nachmittag wäre das ein fulminanter Abschluss. Also, was sagst du?“, zwitscherte Bernds Mutter mit ihrer lieblichsten Stimme.
„Meeeeeeäää“, krächzte Bernd aus dem Halbschlaf hervor.
„Großartig, habe vielen Dank, Sohn!“, sagte Bernds Mutter mit einem strahlenden Lächeln auf den Lippen und verschwand wieder aus dem Zimmer.

davidtoltesy Avatar
davidtoltesy:#2572

>>2571
Kurz bevor Bernds Mutter das Zimmer verlassen wollte, rutschte sie auf einer von Bernds Socken aus, die er noch kurz zuvor zum Fappieren missbrauchte.

Bernds Mutter trat auf die Socke und man hörte nur ein leises Blllshpppsshh Blop und Mutter samt Socke flogen in hohem Bogen durch die Luft während das erst halb angetrockente Sperma aus der Socke spritzte und frische Flecken auf dem Teppich hinterließen, der schon so fleckig war, dass diese kaum auffielen.

Bernds Mutter machte nur "AAAAOHHHHHHH" und das Schild flog ihr aus der Hand, während Bernd stocksteif in seinem Bett lag und hoffte, dass dies nur ein Traum sei.

gojeanyn Avatar
gojeanyn:#2610

>>2572
Selbstverständlich handelte es sich um keinen Traum!
Okay, Tibetischer Sylvia-Plath-Philosophie nach handelt es sich bei dem gesamten Leben um einen einzigen, riesigen Traum, der von einem kosmischen Meerschweinchen geträumt wird und ein Solipsist könnte einwenden, dass man/frau/sonstige das einzige sich selbst denkende Ich sei und alle anderen Lebewesen demzufolge bloße Chimären.
Aber Bernds Mutter war keine Solipsistin und auch keine Anhängerin obskurer buddhistischer Sekten. Ganz im Gegenteil. Sie war knallhart materialistisch drauf. Geradezu stalinistisch-materialistisch. Und so krachte sie jetzt, ganz Materie, die sie war, mit ihren 189 kg Lebendgewicht (schwere Knochen) auf Bernds ziemlich versifften Boden.
Ein Geräusch wie das explodierende Knallen eines Peitschenschlags erklang im gesamten Zimmer und der Leib der einst zierlichen Frau lag der Länge nach neben dem Bette dahingestreckt.
Leider, und dies muss hier der Vollständigkeit halber auch Erwähnung finden, machte es nicht bloß ein Geräusch wie das explodierende Knallen eines Peitschenschlags, sondern auch noch ganz leise "miau".

chatyrko Avatar
chatyrko:#3119

Die überraschende und schlecht gezeichnete Wendung!

dhooyenga Avatar
dhooyenga:#3120

>>3119
Stell dir mal vor, dass jemand ein paar richtig leckere Brotchips in deinen geöffneten Mund wirft, Bernd, und dann eine helfende Hand deine Kiefer auf und ab bewegt und die Chips so in köstlichen Brotbrei verwandelt, den du nur noch runterschlucken musst. Würd ich machen, wenn du jetzt hier wärst.

davidsasda Avatar
davidsasda:#3121

>>3120
Trifft sich gut, ich habe übelst Hunger.

danro Avatar
danro:#3122

>>3120
Du stellst dann irgendwann fest, dass so ALLE Brotchips verzehrt werden und wirst in einen geheimen helfende-Hand-Club involviert der Leuten den Kiefer bewegt. Es gibt also irgendwelche ultra begabten helfenden Hände die Brotchips in ungeahnt köstlichen Brotchipbrei verwandeln können und so.

davidcazalis Avatar
davidcazalis:#3125

>>3122
Der Brotchipbreimachmessias!

andrewgurylev Avatar
andrewgurylev:#3590

>>3119
Es geschah alles in Sekundenbruchteilen und dennoch kam es Bernd vor, als würde er den ganzen Vorgang in Zeitlupe beobachten, paralysiert von Schock, Entsetzen und Schlaftrunkenheit nicht in der Lage, irgend etwas zu tun, um es zu verhindern.
Sir Maunzerich hatte wahrscheinlich die Socke der Schande dort taktisch platziert mit dem Ziel, Bernds Mutter außer Gefecht zu setzen. Die Socke hatte nämlich noch bis gestern unter seinem Bett gelegen, das wusste Bernd noch genau.
Sir Maunzerich und Bernds Mutter mochten sich gegenseitig nicht besonders. Der Gipfel dieser langjährigen Feindschaft äußerte sich wohl auch darin, dass der Kater Mutterns liebstes, offenbar einziges und ständig nach Mottenkugeln und billigem Waschmittel riechendes Kleid genau dann zerkratzte, als Bernds Mutter wie ein gefällter Mammutbaum bewusstlos lang hingestreckt lag und, wie Sir Maunzerich genau erkannte, nicht in der Lage war, ihn wie sonst auch mit einem gezielten Wurf eines ihrer Pantoffel aus ihrem Blickfeld zu verjagen. Bernd konnte schwören, dass die spitzen Krallen durch das Kleid bis auf die weiche wehrlose Schwabbelbauchhaut durchdrangen. Das würde noch großen Ärger geben, wenn sie aufwachte!
Und wie um Bernd noch zusätzlich zu zeigen, wer hier im Haus der Chef war, schnappte sich dieser süße, kleine, weiße und hinterhältige Kater Bernds undefinierbares geschlechtsloses grünes Kuscheldingsviech, um es Mutterns Kleid gleichzutun und seine Krallen darin zu versenken.
Da platzte Bernd die Hutschnur und er erwachte aus seiner Tatenlosigkeit.

snowwrite Avatar
snowwrite:#3591

>Bernds undefinierbares geschlechtsloses grünes Kuscheldingsviech

Eine Fabrik. Irgendwo tief im Osten Asiens, auf vielbetränetem Hügel. Es ist diese spezielle Zeit des Tages, für die wir im Westen keinen eigenen Namen besitzen; die letzten Sonnenstrahlen quetschen sich aus Wolkenschlitzen am Himmel, fallen hinab, klettern frech durch ein angekipptes Fenster, brechen sich in der staubigen Luft der nun fast völlig menschenleeren Produktionsstätte und werfen hinter einem kleinen, blutarm=wirkenden Mödchen lange Schatten. Sie kann höchstens zehn sein. Hustend, keck=gehalst, auf ihrem eigenen, kleinen kurulischen Stuhl verharrend, bekiekt sie das große Nichts=Nichts; jeglichen metaphysischen Halts beraubt (kosmisch=ängstlich im Herczen), dazu: Halluzinationen, Desorientierung, körperlicher Verfall.
Auf der anderen Seite der Halle, dort wo sonst der Vorarbeiter thront und die unzähligen Arbeiter überwacht, ist jetzt nurmehr ein leerer Sessel vor der kürzlich erworbenen, modernen Rechenmaschine zu sehen. Es ist einer dieser gloriosen (zynegetischen) Momente des Schicksals. Sie kann die Stimmen in ihrem Kopf gut räsonieren hören: unfürdenklicher Besitze, das Glück des Erkennens, zum Greifen nahe; der mikrokephale comes stabuli andernorts beschäftigt (vermutlich im Tricktrack; heiß muschelnd – Kicheranfall); nur fünff Seulen weit entfernt!
Und so macht sie sich auf; schwarz=schmutz=pullovrig, geduckten Ganges; ingrimmig nickend bei jedem Schritt. Dann, vor der leise summenden Maschine: ein kurzer Blick in alle Richtungen; plötzlich schnellen die maulwurfsklauigen Finger empor, wühlen sich durchs wirre Haar und legen ihre frechen Augen frei. Sie hackt wie besessen auf der Tastatur herum – . – . –; sie kennt die Philosophie von Andy Warhol, las sie einst in einer achtlos weggeworfenen, zerfledderten Zeitung: Warhol sagt zum Beispiel: ein Künstler ist jemand, der Sachen produziert, die keiner haben muss. Heute wird sie Künstlerin sein. Sie drückt die Pauer=Taste der Rechenmaschine und das Summen steigert sich zu einer ohrenbetäubenden Kakophonie. Gerade, als sie denkt, es könnte nicht schlimmer werden, verstummt die Apparatur und spuckt am angrenzenden Fließband ein grünes Kuscheltier aus, das schließlich in einen riesigen Korb zu anderen, ähnlichen Stoffgebilden hineinfällt.

Ihr Werk ist getan. Zwei Jahre später stirbt sie bei einer Explosion in der Fabrik, aber das Kuscheltier findet seinen Weg in die Grabbel=Bokks eines billigen Supermarktes in Deutschland. Dort wird es von Bernds Eltern für Fünfmaakfuffzich gekauft und dem kleinen Bernd in die Wiege gelegt. Einige Jahrzehnte später, ein treuer Begleiter, ein Kellerkuscheltier durch und durch, wird es jedoch von der Katze namens Sir Maunzerich angefallen und schwer zerfetzt. Sollte seine Geschichte wirklich auf so jämmerliche Art und Weise am Weltkatzentag im Jahre des Herrn MMXV enden?

edobene Avatar
edobene:#3595

>>3591
>Pauer=Taste
Gemeint war natürlich die TURBO=TASTE. Welch Schmach ;___;